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Thema: Argumente in der Homöopathie (HP) und deren Betrachtung

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In dieser Diskussion geht es um "Argumente in der Homöopathie (HP) und deren Betrachtung" im "Alternativmedizin kritisch betrachtet" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Arzt (Allgemein-, Arbeits- & Sportmedizin)
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    Standard Argumente in der Homöopathie (HP) und deren Betrachtung

    Argumente in der Homöopathie (HP) und deren Betrachtung

    Allgemeine Vorbemerkung: Aus rein pragmatischen Gründen der Lesbarkeit wird die männliche Sprachform gewählt. Der Paartherapeut Jürg Willi konstruierte den Satz:“ Wenn man/frau mit seiner/ihrer Partner/in zusammenleben will, so wird er/sie zu ihr/ihm in ihre/seine oder sie/er in seine/ihre Wohnung ziehen“. Und er sagt „ich ziehe die einfache Sprache der zwar korrekten, aber unübersichtlicheren vor“ Diese Auffassung teile ich.

    Diese Artikelserie erfolgt aus folgenden Gründen:

    Da die Homöopathie (HP), hier ausgehend von der klassischen Homöopathie nach Hahnemann) innerhalb der Alternativmedizin (AM) sehr beliebt ist und von über 50% der Bevölkerung angewandt wird, findet sie hier ihre besondere Berücksichtigung.
    70 – 80% der Krankheiten zeigen eine Selbstheilungstendenz, d.h. sie heilen ohne therapeutische Maßnahmen von alleine aus. Falls während der Krankheit homöopathische Mittel genommen werden, wird der „Heilerfolg“ diesen zugeschrieben. Daher die „vielen Erfolgsberichte“ der HP.

    Gleichzeitig zeigt sich, dass der Kenntnisstand der Öffentlichkeit über die
    HP gering ist und häufig durch medial erzeugte Schlagworte und Argumente geprägt ist.
    Der Kenntnisstand über die Schulmedizin ist ähnlich gering. Bei der Betrachtung der Argumente sollen aber hier nicht die Defizite der Schulmedizin thematisiert werden, die zweifelsohne vorhanden sind.
    Die HP benutzt die medial erzeugten Schlagworte und Argumente, die aber die HP nicht ausreichend kennzeichnen oder nicht ausreichend beschreiben.
    Die Argumente der HP sind in vielen anderen Richtungen der AM zu finden und daher ist die Betrachtung der Argumente hier auch für jene gültig.
    Die Begriffe Alternativmedizin, Schulmedizin etc. werden, ungeachtet der evtl. fragwürdigen Anwendung, hier benutzt, da sie allgemein geläufig sind und die Einführung anderer Bezeichnungen zu umständlich ist.
    Da es sich hier nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung handelt, ist der Gebrauch von Erklärungen, Definitionen etc. aus Wikipedia oder Google ausreichend und sind meist verlinkt. Falls nicht, werden andere Quellen angegeben.
    Daher ist die Sprache in dieser Artikelserie bewusst allgemeinverständlich gehalten und verzichtet möglichst auf „Fachjargon“.

    "Wer's nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er's klar sagen kann.“ (K. Popper)

    An wen wendet sich diese Artikelserie?
    An Personen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie eine homöopathische Therapie anwenden wollen und sich über die Homöopathie informieren wollen, und nicht nur aufgrund der Schlagworte und Argumente in den Medien und in privaten Gesprächen eine Entscheidung treffen wollen.
    Die Artikelserie wendet sich demnach nicht an die bereits überzeugten Anhänger der HP.
    Die Serie ist so aufgebaut:
    1. Grundsätze und Grundlagen der [klassischen] HP
    2. Auflistung und Reihenfolge der häufigsten Argumente der HP
    3. Betrachtung der einzelnen Argumente
    4. “Kuriosa“ der HP
    5. Fragen an die HP
    Die Leser, auch die Anhänger der HP, werden gebeten, weitere Argumente, Ergänzungen, Gedanken etc. beizusteuern.
    Für Interessenten, die das Organon von Hahnemann mit einer guten Inhaltsübersicht lesen wollen:

    Hahnemann: Organon, 6.Auflage http://www.dzvhae.com/portal/pics/abschnitte/130110013428_organon-burgdorf-verlag.pdf

    ©Franken 2010 Alle Rechte vorbehalten
    Geändert von segeln (16.10.2010 um 19:15 Uhr)

  2. #2
    Arzt (Allgemein-, Arbeits- & Sportmedizin)
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    Standard AW: Argumente in der Homöopathie (HP) und deren Betrach

    Die [klassische]HP hat folgende Grundsätze

    1. Ähnlichkeitsprinzip (“similia similibus curentur“, Simile-Prinzip)
    2. Homöopathische Arzneimittelprüfung (AMP)
    3. Potenzierung

    Zu 1: Das Simile-Prinzip sieht vor, dass „Ähnliches mit [sehr oder möglichst] Ähnlichem" behandelt wird. Bei der Behandlung wird versucht, das Symptombild des Stoffes (das "Arzneimittel-Bild") möglichst genau mit dem Krankheitsbild jedes einzelnen Betroffenen in Beziehung zu bringen. Gegen Fieber beispielsweise setzt man Mittel ein, die bei Gesunden Fieber hervorrufen, gegen Durchfall Mittel, die bei Gesunden Durchfall hervorrufen, bei einem grippalen Infekt mit Tränenfluß und Fließschnupfen Mittel, die bei Gesunden Tränenfluß und Fließschnupfen hervorrufen (wie beim Schneiden von Zwiebeln mit Augentränen und/oder Fließschnupfen z.B. Allium cepa, die potenzierte Zwiebel).
    Dabei soll sich bei Kranken die Wirkung des Mittels umkehren.
    „..wahre, richtige, beste Heilung zu finden sei in dem Satze: „...Wähle, um sanft, schnell, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden (omoion paqos) für sich erregen kann, als sie heilen soll!“
    (Einleitung Organon 6.Auflage)
    “Bei der Suche nach dem spezifischen homöopathischen Heilmittel sind fast nur die auffallenden, sonderlichen, ungewöhnlichen und eigenheitlichen (charakteristischen) Zeichen und Symptome zu beachten. Besonders diesen müssen sehr ähnliche Symptome der gesuchten Arznei entsprechen.
    (§ 153 Organon)
    „Man ahme der Natur nach, welche zuweilen eine chronische Krankheit durch eine andre hinzukommende heilt und wende in der zu heilenden (vorzüglich chronischen) Krankheit dasjenige Arzneimittel an, welches eine andre, möglichst ähnliche, künstliche Krankheit zu erregen im Stande ist und jene wird geheilet werden.
    ( Hahnemann,1796, in Hufelands Journal der practischen Arzneykunde... Bd. 2.)
    „Denn sogar die Hausmittel-Praxis der mit gesundem Beobachtungssinnbegabten, unärztlichen Classe von Menschen hatte diese Heilart vielfältig als die sicherste, gründlichste und untrüglichste in der Erfahrung befunden. Auf frisch erfrorne Glieder legt man gefrorenes Sauerkraut oder reibt sie mit Schnee.
    und weiter:
    Eine mit kochender Brühe begossene Hand hält der erfahrne Koch dem Feuer in einiger Entfernung naheund achtet den dadurch anfänglich vermehrten Schmerz nicht, da er aus Erfahrung weiß, daß er hiemit inkurzer Zeit, oft in wenigen Minuten, die verbrannte Stelle zur gesunden, schmerzlosen Haut wiederherstellen kann …während die kühlenden Salben, wie sie wissen, dieß in eben so vielen Monaten nicht zulassen, kaltes Wasser aber Uebel ärger macht.“
    (Einleitung zu Organon 6. Auflage)
    Hier muss folgendes angemerkt werden: „… frisch erfrorne Glieder … reibt sie mit Schnee“ klingt wohlbekannt und erscheint damit plausibel. Doch der Wirkungsmechanismus wird nicht hinterfragt. Der Schnee besitzt gegenüber den „…frisch erfrorne[n] Glieder[n]…“ eine höhere Temperatur und erwärmt diese „Glieder“ langsam, so wie es heute in der Medizin üblich ist bei Erfrierungen.
    Hahnemann`s Ratschlag, Verbrennungen mit Wärme zu behandeln, werden/ sollen/ dürfen/können/müssen nur HP-Begeisterte befolgen, ansonsten ist eine schulmedizinische Behandlung angezeigt.

    Zu 2: Die AMP am Gesunden dient als Mittel zur Gewinnung von Erkenntnissen über homöopathische Arzneien. Bei der AMP werden alle Veränderungen/ Symptome aufgezeichnet, die rein zeitlich NACH Einnahme des Mittels bei gesunden Probanden auftreten. Bei der AMP wird nicht eine erwartete Wirksamkeit überprüft, sondern beobachtet, welche Veränderungen/Symptome NACH Einnahme eines homöopathischen Mittels zu sehen sind.
    Gesunde Freiwillige nehmen mehrere Tage oder Wochen lang eine Substanz ein, deren Wirkung untersucht werden soll. Die Prüfer notieren während der Testphase sämtliche Veränderungen/Symptome (körperliche, psychische, befindliche und stimmungsmäßige), die sie und/oder die Probanden bemerken. Dabei wird unterstellt, dass die Veränderungen/Symptome nicht NACH, sondern DURCH die Einnahme des Mittels entstanden sind. Für diese Symptomenkataloge gibt es keine festen Vorgaben, die Aufzeichnungen sind daher individuell, subjektiv, sehr vielfältig und damit beliebig. Die Angaben aller freiwilligen Probanden und der Prüfer werden gesammelt, ausgewertet und dann wird daraus ein– entsprechend vielfältiges – Arzneimittelbild in nach Symptomen geordneten Symptomenregistern („Repertorien“) und in nach Mitteln geordneten Arzneimittellehren („Materia medica“) zusammengestellt. In diesen wird dann ein sehr ähnliches Mittel gesucht, welches in Konstitution und Symptomen am ehesten dem Patienten entspricht.
    Bei den AMP werden auch Symptome erfasst, die 2-3 Tage VOR Einnahme der Prüfsubstanz aufgetreten sind und dem „Arzneimittelbild“ zugeordnet werden.
    Es gibt auch s.g. "Kontaktprüfungen", bei denen das Mittel nicht mal eingenommen werden muss sondern nur am Körper getragen oder unter das Kopfkissen gelegt wird und Träume und andere Symptome notiert werden.
    (http://www.homoeopathie-wichmann.de/provings/dracena.htm)
    (§§ 121-145 Organon über das Vorgehen bei der homöopathischen Arzneimittelprüfung(AMP))

    Homöopathische AMP sind nicht mit Arzneimittelprüfungen gemäß Arzneimittelgesetz (AMG) und mit klinischen Studien und Zulassungsprozessen, die medizinische Arzneimittel durchlaufen müssen, zu vergleichen.


    Zu 3: Die „Potenzierung" eines Mittels geschieht schrittweise durch Verdünnen und Verschütteln („ Dynamisierung“) in einem Lösungsmittel oder Verreiben mit Milchzucker und soll die Wirkung des Mittels erhöhen. Diese Potenzierungsvorgänge werden mit den Buchstaben „D", „C" und „Q" bzw. „LM" gekennzeichnet. Dabei steht D für Dezimalpotenzen (Verdünnungen im Verhältnis 1:10) und C für Centesimalpotenzen (Verdünnungen im Verhältnis 1:100). Mit LM werden 50 000-fache Verdünnungen bezeichnet.D1bedeutet 1:10,D2 1:100,D3 1:1000 -fache Verdünnung und Verschüttelung usw.
    Während der materielle Anteil eines Stoffes mit jedem Potenzierungsschritt geringer (da verdünnt) wird, entfaltet sich, nach homöopathischer Lehrmeinung, die “dynamische“, „geistartige“ und „spezifische“ Kraft der Arznei mehr und mehr. Die Wirkung eines potenzierten Mittels wird nicht der materiellen Substanz oder chemischen/physikalischen Wirkung eines Arzneistoffes, sondern der immateriellen, daraus freigewordenen „spezifischen/geistartigen/dynamischen [Arznei]Kraft“ zugeschrieben.
    “… Was ist.... dynamische Kraft?.. die dynamische Kraft der Arzneien [ist] so ganz und gar nicht materiell, so ganz und gar nichtmechanisch.., und wirkt …mittels einer reinen immaleriellen, unsichtbaren, geistartigen, eignen Kraft…. Die.. Arzneien …, sind nur Arzneien in sofern sie (jede eine eigne spezifische) Kraft besitzen,...“
    (§ 11 Organon)
    Die Wirkung eines Mittels sei umso größer, je größer die Potenzierung ist.
    ..Spezifische Arzneikraft, welche…dynamisch einwirkt … und zwar desto stärker, je freier und immaterieller sie durch die Dynamisation … geworden war.
    (§ 11 Organon)
    Aus der Sicht der HP ist die Wirkung einer bloßen Verdünnung nicht mit der Wirkung eines potenzierten (dynamisierten) Mittels vergleichbar.
    „Verdünnung allein, z.B. die, der Auflösung eines Grans Kochsalz, wird schier zu bloßem Wasser; der Gran Kochsalz verschwindet in der Verdünnung mit...Wasser und wird niedadurch zur Kochsalz-Arznei, die sich doch zur bewundernswürdigsten Stärke, durch unsere wohlbereiteten Dynamisationen, erhöhet.“
    (§ 269 Organon)

    Weitere wichtige Grundlagen/Grundsätze der [klassischen] HP sind:

    Ausführliche Anamnese
    Hierarchisierung der Symptome
    • Repertorisation(Repertorisierung)
    Einzelmittelgabe

    Zu: Ausführliche Anamnese :
    „Als Beihülfe der Heilung dienen dem Arzte die Data der wahrscheinlichsten Veranlassung der acuten Krankheit (......), wobei die erkennbare Leibes-Beschaffenheit des (...) Kranken, sein gemüthlicher und geistiger Charakter, seine Beschäftigungen, seine Lebensweise und Gewohnheiten, seine bürgerlichen und häuslichen Verhältnisse, sein Alter und seine geschlechtliche Function, u. s. w. in Rücksicht zu nehmen sind.“
    (§ 5 Organon)
    Die ca. 1-2 stündige Anamnese (Erfragung) aller körperlichen, seelischen und sozialen Symptome incl. der Träume und Eigenheiten (zornig, nervös, hektisch, phlegmatisch, aggressiv, weint schnell, Links-oder Rechtshänder etc.) ist für die HP die wichtigste und unerlässliche Grundlage für die die Anwendung des Ähnlichkeitsprinzips und die Mittelauswahl mit Hilfe der Repertorisation.
    Die ausführliche Anamneseerhebung ist im Organon von Hahnemann in den §§ 83 bis 104 eindrucksvoll beschrieben.

    Zu: Hierarchisierung der Symptome:
    Bei der AMP und beim Patienten findet man sehr viele Symptome, die sehr selten ganz übereinstimmen und damit eine passende Mittelwahl fast unmöglich machen.
    Daher werden für die Mittelwahl nach der Anamnese die Symptome entsprechend ihrer Wichtigkeit geordnet („hierarchisiert“).
    Man schaut, welche Ebene des Patienten die am meisten betroffene ist, die körperliche, seelische oder geistige Ebene. Die Hierarchisierung der Symptome erfolgt nach folgendem Schema:-- Hauptbeschwerde und deren Ätiologie-- Geistes und Gemütssymptome-- Modalitäten und Allgemeinsymptome-- Körperliche Symptome.
    „Bei .. Aufsuchung eines…Heilmittels, …, sind die auffallendern, sonderlichen, ungewöhnlichen und eigenheitlichen (charakteristischen) Zeichen und Symptome …des Krankheitsfalles, besonders und fast einzig fest in’s Auge zu fassen; denn vorzüglich …,müssen sehr ähnliche, …[Symptome] der gesuchten Arznei entsprechen, wenn sie die passendste zur Heilung sein soll. Die allgemeinern und unbestimmtern: Eßlust-Mangel, Kopfweh,Mattigkeit, unruhiger Schlaf, Unbehaglichkeit u.s.w., verdienen in dieser Allgemeinheit und wenn sie nichtnäher bezeichnet sind, wenig Aufmerksamkeit, da man so etwas Allgemeines fast bei jeder Krankheit und jeder Arznei sieht“.
    (§153 Organon)

    Zu: Repertorisation:
    Die Repertorisation (Repertorisierung) dient zur Findung des passendsten Mittels aus den vielen homöopathischen Mitteln mit Hilfe eines Nachschlagewerks, dem „Repertorium“, einer strukturierten Sammlung von Symptomen, denen homöopathische Arzneimittel zugeordnet sind.
    Für jedes Symptom findet man im Repertorium eine Liste von Mitteln. Jedes Mittel ist je nach seiner Wertigkeit verzeichnet, alphabetisch und nach Körperregionen/ Organen aufgelistet.

    Zu: Einzelmittelgabe:
    Hahnemann lehnte die Gabe mehrerer Mittel zur gleichen Zeit ab. Diese „Komplexmittel“-Homöopathie gehört nicht zur klassischen HP.
    „In keinem Falle von Heilung ist es nöthig, und deßhalb allein schon unzulässig, mehr als eine einzige, einfache Arzneisubstanz auf einmal beim Kranken anzuwenden. Es ist nicht einzusehen, wie es nur dem mindesten Zweifel unterworfen sein könne, ob es naturgemäßer und vernünftiger sey, nur einen einzelnen, einfachen, wohl gekannten Arzneistoff auf einmal in einer Krankheit zu verordnen, oder ein Gemisch von mehreren, verschiednen. In der einzig wahren und einfachen, der einzig naturgemäßen Heilkunst, in der Homöopathie, ist es durchaus unerlaubt, dem Kranken zwei verschiedne Arzneisubstanzen auf einmal einzugeben.“
    (§ 273 Organon)
    Hahnemann: Organon, 6.Auflage http://www.dzvhae.com/portal/pics/abschnitte/130110013428_organon-burgdorf-verlag.pdf

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  3. #3
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    Standard Argumente in der Homöopathie (HP) und deren Betrach

    Auflistung und Reihenfolge der häufigsten Argumente der HP

    1. “Bei Tieren und Kleinkindern wirkt es auch, daher kann es nicht nur der Placeboeffekt, also der Glaube daran, sein“

    2. “Mir hat es geholfen“

    3. “Wer heilt hat recht“ (Paracelsus)

    4. “Homöopathie ist individuell und ganzheitlich im Gegensatz zur Schulmedizin“

    5. “Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich erträumen lässt“ (Hamlet-Argument)

    6. “Schulmedizinische Wirksamkeitsprüfungen sind nicht auf die Homöopathie anwendbar, da sie dem Wesen (der Vorgehensweise) der Homöopathie nicht gerecht werden“

    7. “Homöopathie ist natürlich und nicht chemisch“

    8. “Homöopathie ist ursachenorientiert im Gegensatz zur symptomorientierten Medizin“

    9. “Nur wer selbst Erfahrung mit der Homöopathie hat, kann mitreden“

    10. “Das muss jeder für sich selbst entscheiden“

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  4. #4
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    "Bei Tieren und Kleinkindern wirkt es auch, daher kann es nicht nur der Placeboeffekt, also der Glaube daran, sein “

    Dieses sehr häufig gebrauchte Argument soll sagen, dass die HP eine Wirkung hat, die über einen bloßen Placeboeffekt hinausgeht. Denn ein Placeboeffekt sei bei Tieren und Kleinkindern nicht vorhanden, da Tiere und Kleinkinder nicht „daran glauben“ können.
    Die Definition des Placeboeffektes lautet (in Anlehnung an Wikipedia, im Wesentlichen wurde nur der missverständliche Begriff „symbolische Bedeutung“ verändert):

    „Placeboeffekte sind alle positiven psychischen und körperlichen Reaktionen, die nicht auf die spezifische Wirksamkeit einer Behandlung zurückzuführen sind, sondern auf den psychosozialen Kontext (das „Setting“, die „Modalitäten“, das „Drumherum“) einer Behandlung“

    Der Begriff „Glaube“ kommt in dieser Definition (und auch in anderen Definitionen) nicht vor. D.h., der Placeboeffekt ist unabhängig vom Glauben. Der Glaube kann bei einer Behandlung zwar hilfreich sein (z.B. bei den Bezugspersonen), ist aber keine unabdingbare Voraussetzung (keine „Conditio sine qua non“) für den Placeboeffekt. Tiere und Kleinkinder brauchen daher bei einer Behandlung nicht “daran glauben“, damit bei ihnen ein Placeboeffekt zum Tragen kommt.
    Zur Ermittlung des Placeboeffekts siehe: “Schulmedizinische Wirksamkeitsprüfungen sind nicht auf die Homöopathie anwendbar…“
    Das Argument: “ …, daher kann es nicht NUR der Placeboeffekt, also der Glaube daran, sein“ sagt daher nicht, dass die HP eine Wirkung hat, die über einen bloßen Placeboeffekt hinausgeht. Denn ein Placeboeffekt ist auch bei Tieren und Kleinkindern möglich.

    Wie kommt dieser Placeboeffekt bei Tieren und Kleinkindern zustande?
    Tiere und Kleinkinder reagieren intuitiv („feine Antenne“) z.B. auf liebevolle Zuwendung/Aufmerksamkeit, auf die besondere Situation einer Behandlung, das erwartungsvolle Vertrauen der Bezugspersonen auf die Heilkraft der Behandlung und auf die Körpersprache der Bezugspersonen („psychosozialer Kontext“, „Setting“, „Modalitäten“, das „Drumherum“ in der o.g. Definition).
    Diese intuitiven Reaktionen können jede Tierbesitzer und Eltern bestätigen.
    Wie kommt aber z.B. bei Tierfütterungen in großen Ställen, ohne individuelle Zuwendung, Aufmerksamkeit etc. ein Placeboeffekt zustande (z.B. ein homöopathisches Mittel wird dem Futter beigemischt)?

    Wer beurteilt den Effekt bei Tieren (und auch bei Kleinkindern)?
    Die Tierbesitzer (bzw. die Eltern).
    Diese unterliegen einer meist unbewussten Wahrnehmungsverzerrung.
    Dieser „selection bias“ (Tendenz zur Auswahl der Wahrnehmungen) oder auch „confirmation bias“ (Tendenz zur Bestätigung der Wahrnehmungen) führt dazu, dass viele Wahrnehmungen in Richtung „erwartetes Ergebnis“ gedeutet werden.
    Dies führt dazu, Heilerfolge zu sehen, die man (unbewusst) zu sehen erwartet.
    Wir alle kennen die Flüsterpost der Kinder, dort findet auch ein „selection bias“ statt und am Ende der Flüsterpost kommt etwas anderes heraus als am Anfang gesagt wurde. Wenn ein großes Ereignis medial verbreitet wird (Unwetter, Verbrechen, Flugzeugunfälle etc.) suchen wir in der Folge immer nach neuen Meldungen über das Ereignis.
    Wir selektieren („selection bias“) die Meldungen und suchen eine Bestätigung („confirmation bias“) der Meldungen.

    Zur Anwendung der HP bei Tieren und Kleinkindern:
    Zu den grundsätzlichen Dingen in der homöopathischen Vorgehensweise gehört eine ca. 1-2 stündige Anamnese (Erfragung) aller körperlichen, seelischen und sozialen Symptome incl. der Träume und Eigenheiten (zornig, nervös, hektisch, phlegmatisch, aggressiv, weint schnell, Links-oder Rechtshänder etc.), um ein geeignetes Mittel zu finden.
    Diese Anamnese ist für die Findung eines geeigneten homöopathischen Mittels unerlässlich. (siehe: “Homöopathie ist individuell und ganzheitlich…“, “Homöopathie ist ursachenorientiert …“ und „Grundsätze… der [klassischen] HP“)
    Die ausführliche Anamneseerhebung ist im Organon von Hahnemann in den §§ 82 bis 104 ausführlich und eindrucksvoll beschrieben.
    Die Möglichkeit dieser 1-2 stündigen Anamnese ist bei Tieren und Kleinkindern nicht vorhanden. Auch die Angaben der Tierbesitzer oder Eltern sind nicht zuverlässig genug (körperliche, seelische, soziale Symptome und Träume).
    Bei einem unruhigen oder apathischen Tier fragen sich die Tierbesitzer: hat es geträumt, hat es Hunger, Durst, Schmerzen, Angst, ist draußen eine läufige Hündin oder muss es „gassi“ etc.?
    Bei einem nachts heulend aufwachendem Kleinkind fragen sich die Eltern: hat es geträumt, hat es Hunger, Durst, Schmerzen, Angst, ist es übermüdet, ist es ärgerlich etc.?
    Dies zeigt, dass Tierbesitzer oder Eltern bei akuten und chronischen Erkrankungen keine für einen Homöopathen für die Mittelauswahl ausreichenden Erkenntnisse über den Zustand und die Symptome der Tiere/Kinder haben.
    Wir glauben nur oft, objektive und zuverlässige Beobachter zu sein.
    Diese stark eingeschränkte Möglichkeit zur Ermittlung aller Symptome/ Träume und Eigenheiten führt dazu, dass bei der Mittelauswahl die von den Homöopathen hochgelobte Individualität nicht erreicht werden kann.
    Daher ist die Anwendung der HP bei Tieren und Kleinkindern eigentlich nach den Grundsätzen der HP nicht möglich, obgleich Homöopathen dies machen. Diese Anwendung der HP ist ein „Binnenwiderspruch“ der HP, da eine bestimmte Vorgehensweise zwar als unerlässlich angesehen wird, aber von der HP dann nicht befolgt wird und dennoch als homöopathische Heilmethode bezeichnet wird.
    Weiterhin:
    Die Anwendung eines homöopathischen Mittels beim Menschen erfolgt mit einem Mittel, welches beim Gesunden (sehr/möglichst) ähnliche Symptome erzeugt (siehe: “Grundsätze und Grundlagen der [klassischen] HP“)
    Diese Mittel werden durch homöopathische “Arzneimittelprüfungen“ (AMP) bei gesunden Menschen ermittelt. In der Medizin haben diese „Prüfungen“ eine ganz andere Bedeutung. (siehe: „Schulmedizinische Wirksamkeitsprüfungen sind…“)
    (§§121-145 Organon)

    Homöopathische AMP bei Tieren und Kleinkindern gibt es nicht.
    Es werden bei Tieren und Kleinkindern Mittel angewandt, die nach der AMP bei gesunden Erwachsenen ermittelt wurden.

    Falls obiges Argument von Homöopathen ernsthaft vorgetragen wird, stellt sich folgende Frage:
    Sollte bei Tieren und Kleinkindern die nach Meinung der Homöopathen so wichtige/unerlässliche Anamnese und die individuelle Mittelwahl aber nicht nötig sein (weil eben nicht möglich), warum wird diese ausführliche Anamnese bei erwachsenen Menschen überhaupt erhoben und wie berechtigt ist dann noch der Anspruch auf Individualität?

    Hahnemann: Organon, 6.Auflage http://www.dzvhae.com/portal/pics/abschnitte/130110013428_organon-burgdorf-verlag.pdf

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  5. #5
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    „ Mir hat es geholfen “

    Dieses auch sehr häufig gebrauchte Argument in derHP/Alternativmedizin soll die Wirksamkeit eines Mittels, einer Therapie belegen. „Mir hat es geholfen“, ist, ebenso wie „Wer heilt, hat recht“ ein geradezu überplausibles Argument („Totschlagargument“), da es so bestechend und überzeugend ist, dass es anscheinend nicht weiter hinterfragt oder erklärt zu werden braucht. Jede beliebige Therapie in der HP/Alternativmedizin kann mit einem „Heilerfolg“ vermeintlich unwiderlegbar verbunden werden und dient als Beweis für ihre Wirksamkeit.

    Welche Faktoren sind an der Wirksamkeit einer Therapie beteiligt?


    1. Der Immunstatus des Patienten
    2. Der genetische Zustand (Erbanlagen) des Patienten
    3. Der natürliche Verlauf einer Erkrankung
    4. DerPlaceboeffekt
    5. Ein oder mehrere Medikament(e)
    6. Andere therapeutische Maßnahmen (Hygiene, Diäten etc.)


    Zu 1. Ein intakter Immunstatus wird in ca. 70-80% der Krankheiten mit
    der Krankheit alleine fertig.
    Zu 2. Ohne veränderte oder defekte Erbanlagen wird der Organismus in ca.
    70 - 80% der Krankheiten mit der Krankheit alleine fertig. Anders
    z.B. bei einer Erbkrankheit, wie der Bluterkrankheit (Hämophilie).
    Zu 3. Der natürliche Verlauf (das Auf und Ab) einer Erkrankung ist vielfältig und
    nicht immer wieder gleich. Die meisten Erkrankungen zeigen einen mehr oder
    weniger ausgeprägten spontanen („natürlichen“) Verlauf, im Wechsel
    von Verbesserung und Verschlechterung der Symptome. Diesem
    wechselnden Krankheitsgeschehen unterliegt in der Mehrzahl der
    Fälle (70-80%) ein positiver Trend, eine „Selbstheilung“.
    Zu 4. Der Placeboeffekt ist bei jeder Art von Therapie vorhanden.
    Zu 5. Oft wird auch mehr als ein Medikament eingenommen.


    Demnach sind mehrere Faktoren am Therapieerfolg beteiligt.
    Bei der Kombination von 6 Faktoren sind (rein rechnerisch) bereits 48 Möglichkeiten für den Therapieerfolg gegeben.
    Beim Argument „Mir hat es geholfen“ wird jedoch der Therapieerfolg allein dem (hier) homöopathischen Mittel zugeschrieben, da die anderen Faktoren nicht berücksichtigt werden.


    Insbesondere der „natürliche Verlauf einer Erkrankung“ wird viel zu wenig berücksichtigt, obgleich HP/AM die "Natürlichkeit" ansonsten immer gerne herausstellen.


    „Ein „grippaler Infekt“ dauert mit Arzt 7 Tage, ohne Arzt 1 Woche“.
    Ein auch immer wieder genanntes Beispiel ist die Neurodermitis.
    "Die Neurodermitis ist eine Krankheit der Kinder und Jugendlichen. Nach dem 30. Lebensjahr haben nur noch 3 von 100 Patienten, die im Kindesalter unter einer Neurodermitis gelitten haben, Beschwerden. Meistens heilt das Ekzem schon vorher ab. Im Einzelfall ist der Verlauf sehr unterschiedlich ausgeprägt."
    ("Neurodermitis", Dr. med. Reinhard K. Achenbach, ISBN 3-89373-083 -4)

    Da etwa 3 Millionen in D an Neurodermitis leiden ist es nicht verwunderlich, dass viele dieser Patienten, die HP anwenden, über „Heilerfolge“ berichten.
    Diese allerdings entsprechen dem natürlichen, im Einzelfall nicht voraussehbaren, Verlauf und sind zunächst diesem zuzuordnen und nicht automatisch und nur dem homöopathischen Mittel.
    Spontane Besserungsraten bei Rückenschmerzen : nach 1 Woche bei 48%, nach 1 Monat bei 75-80% ,nach 2 Monaten bei 92%.
    Durch diese Beispiele ist der „natürliche Verlauf“ von Erkrankungen/ Befindlichkeitsstörungen, der durch einen Wechsel von Verbesserung und Verschlechterung oder Verschwinden der Symptome gekennzeichnet ist, gut beschrieben.


    Da ca. 70 - 80% aller Krankheiten/Befindlichkeitsstörungen von alleine ausheilen, ist es ebenfalls nicht verwunderlich, dass über „viele Heilerfolge“ der HP berichtet wird. Diese vielen Berichte sind jedoch jeweils nur Einzelfallberichte/Anekdoten (Wikipedia: „… Anekdote ist eine literarische Gattung, …eine bemerkenswerte oder charakteristische Begebenheit, meist im Leben einer Person,…“), die keine zuverlässigen Daten für einen Wirksamkeitsnachweis oder eine Kausalität der homöopathischen Mittel ergeben. Ein Wirksamkeitsnachweis oder eine Kausalität kann nur mit Hilfe der Daten von Tests erfolgen, die über Einzelfallberichte hinausgehen. Eine einfache Aneinanderreihung von Anekdoten (die „vielen Heilerfolge“) ergeben aber keine Daten für Tests (siehe: „Schulmedizinische Wirksamkeitsprüfungen…“).


    Der Plural von Anekdote ist nicht Daten, sondern Anekdoten“.

    Die Vielfältigkeit und der immer wieder andere Verlauf einer Erkrankung, lassen auch nicht zu, den jetzigen Behandlungsverlauf mit einem früheren Verlauf der Krankheit zu vergleichen („Ohne Homöopathikum wäre die Grippe, wie früher, viel schlimmer gewesen“).
    Wenn Kranke in 70 - 80% von alleine wieder gesund werden bedarf es keiner Therapie oder eines Therapeuten, der einen Therapieerfolg beansprucht.
    Es gibt in einem zyklischen Krankheitsverlauf Phasen, zwischen denen Zeiten keiner oder weniger Symptome liegen. Besucht man kurz vor Beginn einer solchen Phase einen Therapeuten, kann dieser leicht die bald darauf eintretende Besserung für sich und seine Methode reklamieren.Dabei hätte die Besserung sich auch ergeben, wenn gar nicht “therapiert“ worden wäre. Ob die Therapie beim nächsten Mal „wieder wirkt“, hängt daher vom Zeitpunkt des Besuchs beim Therapeuten ab. Auch bei einer Reihe von chronischen Erkrankungen gibt es immer wieder Zeiten der Beschwerdefreiheit.
    Auch unerwartete und durch die vorangegangene Therapie nicht erklärbare „Spontanheilungen“ bei schweren Erkrankungen (z.B. bei Krebspatienten, die als „austherapiert“ gelten) sind durchaus, und evtl. nicht so selten ,wie bislang angenommen wurde,bekannt.

    Homöopathen arbeiten mit dem „Zeitgewinn“, um dem „natürlichen Verlauf“ gerecht zu werden.

    Ein Beispiel aus der Dosierungsvorschrift für Pulsatilla D6 :
    Nehmen Sie das Mittel am ersten Tag stündlich ein, am zweiten Tag alle zwei Stunden und ab dem dritten Tag dreimal täglich. Andauernde Beschwerden: Drei Wochen dreimal täglich eine Dosis einnehmen. Eine Woche pausieren, danach, wenn nötig, die Behandlung noch mal drei Wochen fortsetzen“.

    Ist man in einer Phase der Krankheitsverschlimmerung beim Homöopathen, so nennt er dies (eine erwartete) „Erstverschlimmerung“ und wartet auf die Phase der Besserung einer Erkrankung. Beide Krankheitszustände, Verschlimmerung und Besserung, werden als Wirkung des homöopathischen Mittels angesehen [ ! ], dabei ist es der natürliche Verlauf einer Krankheit.
    „Mir hat es geholfen“ soll aber sagen, dass das (hier: homöopathische) Mittel alleine für die Heilung oder Linderung verantwortlich ist, und sollte demnach so formuliert werden: „Mir hat es geholfen weil ich es genommen habe“.


    Damit, und „es hat vielen geholfen“, soll auch die homöopathische Vorgehensweise insgesamt als erfolgreich bewiesen/belegt werden.
    Macht man jedoch die Negativaussage „Mir hat es nicht geholfen“, dann könnte damit die homöopathische Vorgehensweise insgesamt auch widerlegt werden. Diese Negativaussage entspricht dann der gleichen Logik wie bei „Mir hat es geholfen“.
    Man sieht an diesem Beispiel, dass über eine derartige Einzelfallaussage kein Beleg für eine Wirkung oder eine Unwirksamkeit erfolgen kann.
    Dies gilt auch für „viele“ Einzelfallaussagen, da diese auch in Positiv-und Negativ-Aussagen erfolgen können und dann exakt Gegensätzliches beweisen/belegen. Es kann nichts Gegensätzliches in einer Aussage über einen Tatbestand enthalten sein, “rot“ kann nicht „rot“ und „grün“ sein.
    „Zwei Wahrheiten können einander nie widersprechen“
    (Galileo Galilei)
    „Allaussagen“ („alle Schwäne sind weiß“/ „die HP ist Wirksam“) können mit einem Gegenbeispiel widerlegt werden („hier ist ein schwarzer Schwan“/ “bei mir ist HP unwirksam“) und taugen nicht für eine Beweisführung. Es ist aber auch nicht möglich, Allaussagen zu beweisen.
    (C.Bördlein, „Das sockenfressende Monster in der Waschmaschine“ 2002 Alibri-Verlag)
    Daher ist es ratsam, solche Aussagen nicht zu treffen, da sie schnell widerlegt und eben auch nicht bewiesen werden können. So kann man auch die Nicht-Existenz eines Phänomens grundsätzlich nicht beweisen. Es fehlt nicht der Beweis, sondern: der Beweis ist nicht möglich.


    Es liegt in der Natur des Menschen, wo immer es auch nur irgendwie möglich ist, eine Beziehung zwischen der beobachteten oder empfundenen Wirkung und einer bestimmten Ursache herzustellen.
    Der Satz „Mir hat es geholfen“ stellt eine kausale Beziehung zwischen der Heilung oder Linderung und der angewandten Therapie dar.
    Dabei besteht zunächst nur eine zeitliche Beziehung: „Während der Therapie wurde ich gesund“ und nicht „wegen der Therapie wurde ich gesund“.
    Wenn dieser zunächst zeitliche Zusammenhang zwischen Medikamenteneinnahme und einer Besserung des Krankheitszustandes die Betroffenen persönlich erfahren, wird dieser zeitliche Zusammenhang zur persönlich gültigen und unerschütterlichen Tatsache eines ursächlichen Zusammenhangs.
    Alle anderen Möglichkeiten und Umstände, wie andere zur gleichen Zeit angewendete Therapien, zusätzliche Medikamente, Placeboeffekte und der natürliche Verlauf, die ebenfalls zu einer Heilung oder Linderung hätten führen können, werden dann nicht mehr in Erwägung gezogen.

    Ein Kausalzusammenhang zwischen Therapie und Heilung/Linderung kann nur durch Studien/Tests ermittelt werden. Medizinischer „Goldstandard “ ist die randomisierte, placebo-kontrollierte Doppelblindstudie, (RCT)
    (siehe: „Schulmedizinische Wirksamkeitsprüfungen…“)

    Beim Satz „Mir hat es geholfen“ wird das zeitliche „während“ der Erkrankung zum ursächlichen „weil“.
    Der dahinterstehende Denkfehler ist mit folgenden Beispielen illustriert:
    “Wenn ich heute nicht ordentlich aufesse regnet es morgen.“
    „Morgens früh klingelt mein Wecker und danach (deswegen)geht die Sonne auf.“
    Jeder weiß, dass kein wirklicher/ursächlicher Zusammenhang besteht.
    Dieser Denkfehler wird auch „post hoc ergo propter hoc (danach, also deswegen) Denkfehler“ genannt. Denn „danach“ ist nicht gleich “ deswegen“. Es ist es ein (zwar weit verbreiteter, weil sehr eingängiger) Fehlschluss, dass einer zeitlichen Abfolge zweier Ereignisse immer auch eine Ursache-Wirkung-Beziehung zugrunde liegt. Es ist ein Fehlschluss bezüglich zeitlicher(koinzidenteller) Korrelation und kausaler Korrelation.

    Der Satz „Mir hat es geholfen“ wird manchmal abgewandelt in „Es wirkt unterstützend“, “Regt die Selbstheilung an“.
    Diese „unterstützende Wirkung“ / „Anregung der Selbstheilung“ eines Homöopathikums müsste bei einem Test (RCT) sichtbar sein, da diese über den Placeboeffekt hinaus feststellbar wären. Die Placebogruppe wird ja ohne „unterstützende Wirkung“ /“Anregung der Selbstheilung“ behandelt.
    Bei den RCT`s konnte bislang keine über den Placeboeffekt hinausgehende Wirkung nachgewiesen werden. Eine „unterstützende Wirkung“ kann nicht vom natürlichen Verlauf unterschieden werden, da der natürliche Verlauf immer unterschiedlich ist.
    Die Schulmedizin therapiert auch mit „unterstützenden Wirkungen“, z.B. Diäten, Hygienemaßnahmen etc.), die allerdings in das Gesamtkonzept der Therapie eingebunden sind und deren Wirksamkeit durch RCT`s belegt ist.

    Entweder eine Therapie wirkt oder sie wirkt nicht. Wenn es tatsächlich einer „Unterstützung“ bedürfte, um die Wirkung sicherzustellen, dann wäre es ein Kunstfehler, wenn diese „Unterstützung“ nicht von vorneherein Teil der Therapie ist.

    Hahnemann:Organon,6.Auflage


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    Geändert von segeln (16.10.2010 um 19:28 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Argumente in der Homöopathie (HP) und deren Betrach

    Hallo segeln,

    "Dieses auch sehr häufig gebrauchte Argument in der HP/Alternativmedizin....."

    Soll diese umfangreiche und sehr beachtliche Ausarbeitung in erster Linie für die Homöopatie gelten oder gleichermaßen auch für alle anderen Alternativbehandlungen?

    Mit neugierigem Gruß
    katzograph

  7. #7
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    Hallo Katzograph

    Soll diese umfangreiche und sehr beachtliche Ausarbeitung in erster Linie für die Homöopatie gelten oder gleichermaßen auch für alle anderen Alternativbehandlungen?
    Soll diese umfangreiche und sehr beachtliche Ausarbeitung in erster Linie für die Homöopatie gelten oder gleichermaßen auch für alle anderen Alternativbehandlungen?
    auch für alle anderen Alternativbehandlungen,die in gleicher Weise argumentieren.

    Danke für das Lob.
    Ich wundere mich allerdings,dass keine Zuschriften kommen.
    Sonst geht es meist hoch her bei alternativmedizinischen (insbesondere HP) Themen.
    Mich würde schon interessieren,ob meine "Betrachtungen der Argumente"
    informativ,ausreichend,verständlich und nützlich sind für Informationssuchende.

    segeln
    Geändert von segeln (22.09.2010 um 23:47 Uhr)

  8. #8
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    Standard AW: An wen wendet sich die Serie

    Hallo segeln,

    "Ich wundere mich allerdings,dass keine Zuschriften kommen."

    Wenn Du mal hier weit zurückgehst, wirst Du feststellen, dass pianoman schon diverse ebensolche ausführlichen Aufklärungsbeiträge geschrieben hat und die meisten Gegenmeinungen elegant aus diesem Themenbereich hinauskomplimentiert hat. Dazu kommt, dass die Erwähnung bestimmter Formen der Alternativbehandlungen hier nicht mehr erwünscht sind. Auch zu HP hat pianoman eigentlich schon alles gesagt, was dazu aus seiner Sicht zu sagen ist.
    Aber wenn Du noch ein bißchen streiten möchtest, ich bin da jederzeit gerne bereit.
    Dann fangen wir mal gleich an:
    Aus Deinen Ausführungen entnehm ich, dass Du für verhältnismäßig kurze Zeiträume Dein Urteil fällst und das tun fast alle Gegner der AM. Natürlich sind die meisten Krankheiten einem gewissen Auf und Ab unterworfen und der Körper ist in der Lage, einen großen Teil der Erkrankungen irgendwie selbst zu kurieren. Das ist ja eigentlich Allgemeinwissen. Aber die meisten Kranken, die sich der AM zuwenden, haben meist fünf bis acht Jahre normale Medizinbehandlungen und diverse Ärzte hinter sich. Denen mangelndes Wissen über Krankheitsverläufe und die Selbstheilungskräfte zu unterstellen ist schon ein wenig blauäugig. Es geht ja in Wirklichkeit nicht um die Globuli-Fans, die schon bei einem Schnupfen die Dinger einwerfen, sondern um chronisch Kranke, über die das Urteil "austherapiert" gefallen ist. Wenn also nach langer Krankheit sich woanders Hilfe gesucht wird und diese dann tatsächlich auch etwas bewirkt, also alles zwischen Linderung und Heilung, dann zu behaupten, das wäre jetzt nur der Placeboeffekt, halte ich das für eine billige Ausrede. Der Placeboeffekt hat ja nun jahrelang die Möglickeit gehabt, sich bemerkbar zu machen. Ich glaube auch nicht, dass dieser Effekt keine Möglichkeit zum Wirken gehabt hat, weil die Ärzte keine Zeit für ausführliche Beratung gahabt haben. Ich weiß aus vielen Gesprächen sowohl mit Ärzten als auch Kranken, dass bei chronischen Krankheiten sehr wohl lange Gespräche zwischen den Beteiligten geführt werden und auch viele verschiedene Möglichkeiten der Behandlung ausprobiert werden. Daran kann es nicht liegen.
    Und die Aussage "Mir hat es geholfen" ist kein Totschlagargument, sondern in den meisten Fällen Fakt. Wenn fünfzig Menschen nacheinander behaupten AM hat ihnen geholfen sind das lediglich fünfzig Anekdoten ohne Beweiskraft und wenn fünfzig Menschen gleichzeitig behaupten, es hätte ihnen was geholfen, dann ist es eine Studie? Wer das Problem so leicht abtut, läuft schnell Gefahr, den Eindruck zu erwecken, die AM um der Ablehnung willen anzulehnen. Ich weiß nicht, welche AM wirklich wirkt und welche nicht. Aber ich halte die Argumentationen der Gegner meist für zu offensichtlich von persönlicher Abneigung geprägt. Eine Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Ergebnissen der AM
    wird meist abgelehnt, weil das sowieso keinen Zweck hat, auf deutsch: unerwünscht ist.

    Gruß
    katzograph

    Geändert von katzograph (20.09.2010 um 16:27 Uhr)
    Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist eine andere Wahrheit.

    Niels Bohr

  9. #9
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    Standard AW: Argumente in der Homöopathie (HP) und deren Betrach

    “ Wer heilt hat recht “ (Paracelsus)

    Das ist ein in der HP/AM sehr beliebtes Argument. In der Regel wird es verwendet, um die Schwierigkeiten angesichts ungeklärter Wirkzusammenhänge und fehlender Wirksamkeitsnachweise einer homöopathischen /alternativmedizinischen Heilung zu umgehen.
    „Wer heilt, hat recht“, ist, ebenso wie „Mir hat es geholfen“ ein geradezu überplausibles Argument („Totschlagargument“), da es so bestechend und überzeugend ist, dass es anscheinend nicht weiter hinterfragt oder erklärt zu werden braucht. Jede beliebige Therapie in der AM kann mit einem „Heilerfolg“ vermeintlich unwiderlegbar verbunden werden und dient als Beweis für ihre Wirksamkeit.
    Dieses Argument ist dennoch aus Sicht der Patienten unbestreitbar und völlig in Ordnung. Den Patienten ist es (zu recht) egal, wie, warum, was, und wer eine Heilung zustande gebracht ist/hat.
    Aber wer oder was hat im konkreten Fall tatsächlich die Heilung bewirkt? Das lässt sich oft nicht mit Sicherheit sagen.

    Warum werden Kranke eigentlich wieder gesund?

    1. Wegen der Therapie, die angewandt wird
    2. Sie werden von alleine wieder gesund
    3. Sie werden gar nicht wieder gesund
    4. Sie werden trotz der angewandten Therapie wieder gesund
    5. Sie werden wegen der Behandlung wieder gesund, aber nicht
    wegen jener therapeutischen Faktoren, von deren Wirksamkeit die
    Therapeuten überzeugt sind
    6. Sie sind gar nicht krank

    Punkt 1 und 2 werden näher besprochen unter „Mir hat es geholfen“, da der natürliche Verlauf einer Erkrankung auch bei dem Argument “Wer heilt hat recht“ völlig unterschlagen wird. Denn wenn Kranke in 70 bis 80% von alleine wieder gesund werden, bedarf es keiner Therapie oder eines Therapeuten, der einen Therapieerfolg beansprucht.

    Punkt 3 bedeutet bei chronischen Krankheiten, dass der Erhalt des aktuellen Gesundheitszustandes und das Verhindern von Folgen bereits das Ziel sein kann und nicht eine realitätsfremde Heilung, wie z.B. beim Diabetes (Zuckerkrankheit). Der sehr anspruchsvolle Begriff „Heilung“ –im Sinne einer Rückführung zum Zustand vor Beginn einer Erkrankung („restitutio ad integrum“) - wird in der Schulmedizin, im Gegensatz zur AM, zurückhaltend benutzt. So beansprucht die HP z.B., prinzipiell fast alle Erkrankungen heilen zu können.
    (§80 Organon)

    Die Punkte 4 und 5 sind ebenfalls mit dem „natürlichen Verlauf“ einer Erkrankung begründbar. Damit kann auch eine „falsche“ Therapie zu einer „Heilung“ führen.

    Es ist zunächst egal, wie eine Therapie wirkt. Hauptsache ist, dass sie wirkt. Auch in der Schulmedizin ist der Wirkungsmechanismus (das “wie“) nicht immer klar, aber es kann gezeigt werden, dass eine Therapie wirkt.

    Nur, ist von dem Satz „Wer heilt hat recht „ eine verstandesmäßig begründbare Heilkunde, eine Medizin ableitbar?
    Was erwartet der Patient von einer Medizin (Therapie/Medikament)?

    Sie soll bewährt und erfolgreich (Heilung, oder Linderung/Verzögerung des Fortschreitens bei chronischen Krankheiten) sein und dem aktuellen Stand des Wissens entsprechen.
    Die Wirkung, über einen Placeboeffekt hinaus, soll belegt, dokumentiert und reproduziert worden sein. Prognose, Risiken und Nebenwirkungen müssen bekannt und hinsichtlich des Nutzen/Risikos abwägbar sein.

    Obiger Satz muss daher, um dem Anspruch auf Begründung einer Heilkunde und auf Wissenschaftlichkeit zu genügen, lauten:

    Wer erfolgreich (Wirkung, Prognose, Risiken und Nebenwirkungen) und
    nachweislich (belegt, dokumentiert und reproduzierbar/überprüfbar)
    heilen kann, hat recht.


    Dann erst kann eine verstandesmäßig begründbare Heilkunde, eine Medizin, abgeleitet werden.

    Bislang konnte die HP ihre „Heilerfolge“ nicht so belegen, wie es in der Medizin Standard ist und wie es vom Patienten erwartet wird.
    In der Medizin ist der „Goldstandard“ (für den Beweis der Wirkung, der Dauer, und im Ganzen, nachweislich und überprüfbar) die „Randomisierte, Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie“. (RCT = Randomized Controlled Trial, randomisiert = Zufallsauswahl der Patienten)

    Für die Aussagekraft einer wissenschaftlichen Studie werden folgende Gütekriterien angelegt:
    Reliabilität(Zuverlässigkeit), Validität (Gültigkeit),Objektivität, Standardisierung und Vergleichbarkeit.
    Auf diese Weise sichert man sich gegen Zufallsbefunde, Placeboeffekte, Durchführungsfehler oder Fehlinterpretationen ab.
    Die Homöopathie bietet kein eigenes geeignetes Test-oder Prüfverfahren an. Die homöopathische „Arzneimittelprüfung“ (AMP) ist kein Test oder eine Prüfung im o.g. Sinn. (siehe: “Schulmedizinische Wirksamkeitsprüfungen sind…” und “Mir hat es geholfen“)

    Die HP reagiert auf RCT`s so:
    a) „Schulmedizinische Wirksamkeitsprüfungen sind nicht auf die
    Homöopathie anwendbar, da…“ (siehe dort)
    b) Falls sie positiv für die HP ausfallen, sind die Studien gut und werden akzeptiert, auch wenn sie sich bei genauer Untersuchung als falsch erweisen.
    c) Falls sie negativ für die HP ausfallen, sind die Studien falsch, manipuliert etc.

    und es gilt a).


    ©Franken 2010 Alle Rechte vorbehalten
    Geändert von segeln (16.10.2010 um 19:32 Uhr)

  10. #10
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    Standard AW: An wen wendet sich die Serie

    Hallo segeln,

    irgendwie spielt mein PC gerade Katz und Maus mit mir. Werde es später noch mal versuchen.

    Gruß
    katzograph
    Geändert von katzograph (20.09.2010 um 16:46 Uhr)

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