AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 452 Tage alt Obwohl ich das Gefühl habe, dass die Bedeutung der Nebenkriegsschauplätze mal wieder mal größer als die des eigentlichen Themas ist, habe ich doch nur wenig Skrupel, noch ein bißchen mehr Öl ins Feuer zu gießen.
Folgt man z.B. monstis Darstellungen, so scheint Österreich besonders im Bereich der Komplementär-Medizin ein toleranteres oder auch fortschrittlicheres Land als die BRD zu sein. Nun ja.
Ein Statement der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse spricht da eine anderer Sprache: Zum Schutz der Patientinnen und Patienten und der Qualität der medizinischen Leistungen haben die oö Ärztekammer und die OÖ Gebietskrankenkasse eine Liste von Methoden erarbeitet, die von OÖGKK-Vertragsärzten weder privat noch auf Kosten der OÖGKK angeboten werden dürfen. Es handelt sich dabei um Angebote, die erwiesenermaßen wirkungslos sind oder für die Patientinnen und Patienten sogar gefährlich werden können. Die Liste enthält derzeit 20 komplementärmedizinische Verfahren. Sie kann bei Vorliegen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse im Konsens erweitert, aber auch verkürzt werden, wenn sich eine Maßnahme als wirksam herausstellen sollte. Die aktuelle Liste der Leistungen, die von Vertragsärzten der OÖGKK nicht erbracht werden dürfen: Aromatherapie Aura-Heilung Bachblütentherapie Baunscheitieren Biologische Terrain-Analyse Bioresonanztherapie Colonhydrotherapie Edelsteinmedizin Eigenurintherapie Haaranalyse Honigtherapie Irisdiagnostik Klangmassage Magische Heilmethoden Magnettherapie (außer der Magnetfeldtherapie) Pendeln Rei-Ki Schamanismus Wünschelrute Zelltherapie
Wir müssen uns der Tragweite dieser Handlung der OÖGKK bewußt werden.
Da verbietet - meines Wissens zum ersten Mal - ein Träger des öffentlichen Gesundheitswesens seinen Vertragspartnern die Anwendung unwirksamer oder eventuell gefährlicher "Heilverfahren".
Ein Lob dieser Konsequenz.
Pianoman |