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Alt 30.04.2007, 16:22   #27 (Permalink)
Pianoman
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Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 451 Tage alt

Oh wie erstaunlich unrichtig, monsti!

Ich fühle mich veranlasst, zu sagen: Nur die Hochschulmedizin bemüht sich, die Ursache von Krankheiten zu erkennen und letztendlich zu beseitigen.

Nehmen wir mal was Außergewöhnliches, beispielsweise die Homöopathie:
Die Homöopathie kennt keine Krankheiten, sondern nur Symptome.
Sie hat auch keine Krankheitslehre, die Ursachen für Erkrankungen methodisch erforscht.
Sie behandelt auschließlich -zumindest die klassische Homöopathie - das Symptom durch Substanzen, die "vergleichbare" Symptome angeblich auslösen.
Das sogenannte "Komplexe" an der Homöopathie ist der Vorgang der Repertorisierung, bei der nach Begleitumständen und anderen Symptomen gesucht wird, um ein Heilmittel zu finden. Dabei wird nicht die Krankheitsursache gesucht, sondern ein Mittel, dass in einer vorhergehenden Arzneimittelprüfung an Gesunden möglicherweise verantwortlich für irgendwelche Befindlichkeiten war, und das jetzt die größtmögliche symptomatische Übereinstimmung zeigt.
Das heißt, nicht die eigentliche Krankheit, deren Existenz Hahnemann kaum zur Kenntnis nahm, deren Existenz er im Bereich der mikrobiologisch initiierten Erkrankungen grundsätzlich ablehnte, interessiert den Homöopathen, sondern nur ein Ähnlichkeitsmuster zwischen fiktiver pharmakologischer Wirkungen und Ausdrucksformen pathologischer Störungen.
Homöopathen behandeln also nicht ganzheitlich, sondern ausschließlich Symptom-und Medikamentenorientiert

Wie grotesk das Stochern im Nebel der Unwägbarkeiten ist, zeigt der nachfolgende Auszug aus einem homöopathischen Lehrwerk:

Mögliche Reaktionen nach der Erstgabe eines Homöopathikums:

1. Eine rasche Heilung findet statt, ohne Verschlechterung der Symptome
2. Die Verschlechterung verläuft schnell, kurz und heftig, gefolgt von rascher Besserung des Patienten.
3. Lange Verschlechterung mit abschließender und langsamer Besserung des Patienten.
4. Lange Verschlechterung mit abschließendem Verfall des Patienten.
5. Andauernde Besserung der Symptome ohne spezielle Linderung.
6. Zuerst Besserung mit nachfolgender Verschlechterung.
7. Zu kurze Linderung der Symptome.
8. Alte Symptome erscheinen.
9. Neue Symptome tauchen auf, nachdem das Mittel verabreicht worden ist.
10. Patienten, die jedes verabreichte Mittel prüfen.
11. Die Symptome schlagen die falsche Richtung ein.


Da spricht doch die Homöopathie für sich selbst.

Oder nehmen wir die Bioenergetiker: Die gehen davon aus, dass bei einer Krankheit der Energiefluß in einem Meridian blockiert ist. Sie haben überhaupt kein konkretes Krankheitsbild. So beschäftigt sich die Therapie auch nicht damit, ob eines Menschen Angstgefühle damit zu tun haben könnten, dass sein Myokard an akutem Sauerstoffmangel leidet, sondern öffnen lieber ein Chakra, um das Chi wieder ordentlich aufzufüllen.

Pianoman

Geändert von Pianoman (30.04.2007 um 18:29 Uhr).
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