Hallo Pianomann,
Früher habe ich die Hoömopathie nur belächelt. Wie kann ein Mittel, welches so stark potenziert ist, daß der Wirkstoff kaum oder nicht mehr nachweisbar ist, überhaupt noch wirken? Der Körper kann doch auf solch winzige Mengen nicht reagieren? Ich habe alles auf einen Placebo-Effekt geschoben.
Ausgerechnet ein Tier überzeugte mich vom Gegenteil! Eines meiner Meerschweinchen (eine schon etwas ältere Dame) verlor an einigen Stellen am Rumpf ihr Fell. Eines Morgens wurde sie unruhig, hatte offensichtlich Schmerzen. Also, Tierarzt angerufen, noch vor dem Dienst hingefahren, in der Mittagspause die Kleine wieder abgeholt. Der Arzt eröffnete mir, daß er Ultraschall gemacht und dabei einen Tumor im Eierstock festgestellt hätte. Laut Schulmedizin müßte dieser entfernt werden. Der Haarausfall käme durch eine Hormonstörung, welche mit dem entfernten Eierstock beseitigt wäre.
Mit dem ersten Schreck lehnte ich die
OP ab und fragte nach sanfteren Methoden, da ich ihr den Streß nicht zumuten wollte. Er mischte mir ein homöopatsches Mittel ("das ist was fürs Immunsystem") und gab noch ein Schmerzmittel dazu. Ich dachte: Nun ja. Zumindest wird was gegen die Schmerzen getan. Und verließ die Praxis.
Ich gab ihr trotzdem nach Anweisung dieses Mittelchen über einige Wochen. Dabei sagte ich ihr nicht, daß es sich um eine Medizin handelt, für sie war es einfach nur ein Schluck Wasser. Placebo-Effekt daher ausgeschlossen.
Was soll ich dazu noch sagen? Sie zeigt seitdem keine Schmmerzen mehr an, das Fell ist wieder schön dicht.
Damit habe ich meine Meinung über Homöopathie geändert. Als Ergänzung zu Schulmedizin hat sie durchaus ihre Berechtigung!