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Thema: Homöopathie -eine sachliche Diskussion!-

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In dieser Diskussion geht es um "Homöopathie -eine sachliche Diskussion!-" im "Alternativmedizin kritisch betrachtet" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #11
    Smurf
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Zitat von selfheal Beitrag anzeigen

    Die Organ- und Symptomsprache verwende ich zur Aufdeckung der psychischen Ursachen einer Krankheit.

    Ich gehe (wie viele andere auch) davon aus, dass jede Krankheit auch (und vor allem) eine psychische Ursache hat! Es gibt diesbezüglich keine Statistiken und auch keine Beweise – aber die Nichtbeweisbarkeit beweist nicht die Nichtexistenz...
    Wenn ich solche Sätze lese, wird mir ganz anders. Wieso muß eigentlich hinter jeder banalen Erkältung immer die Psyche stecken? Diese Menschen, die an diese Organsprache glauben, gehen die dann eher zum Psychiater als zum Hausarzt, wenn sie Husten und Schnupfen haben?

    Ich verstehe es nicht, wie man an so etwas glauben kann und das auch vehement verteidigt bzw. andere bekehren will, das habe ich aber in der Theomedizin auch schon nicht verstanden, nur eines habe ich mittlerweile gelernt hier über und in der Alternativmedizin:

    Der Glaube versetzt wohl doch Berge!

    Kopfschüttelnde Grüße, Andrea

  2. #12
    Monsti
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Hi Andrea,

    so ganz von der Hand zu weisen ist ein psychischer Zusammenhang mit Erkrankungen bzw. auch ganz bestimmten Erkrankungen nicht. Das hat nun mit Theomedizin, Homöopathie oder anderen alternativen Methoden nichts zu tun, sondern ist eine Tatsache. Zwei Beispiele:

    Erstes Beispiel:
    Man schuftet über Wochen bis zum Umfallen, weil ein extrem wichtiges Projekt zu Ende geführt werden soll. Alle rundrum sind erkältet, aber man selbst bleibt erstaunlicherweise gesund, obwohl man viel zu wenig schläft, literweise Kaffee säuft und hektisch bzw. kaum isst. Kaum tritt die Entspannung (Ende der Stressperiode bzw. Urlaub) ein, packt es einen. Habe ich selbst mehrfach am eigenen Leib erleben dürfen.

    Zweites Beispiel:
    Am Telefon unterhielten wir uns über gewisse "Rheuma-Persönlichkeiten". Im Rheumaforum war mir schon vor einigen Jahren aufgefallen, dass sehr viele Erkrankte im Gesundheitswesen tätig sind/waren. Um einen Überblick zu gewinnen, erstellte ich Anfang des Jahres 2005 eine entsprechende Umfrage: http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=15542 (Du kennst sie). Das Ergebnis ist interessant, denn fast die Hälfte ist bzw. war im Gesundheitswesen tätig. Besonders interessant fand ich in diesem Zusammenhang eine vergleichende Umfrage für an CED Erkrankte bei http://www.stoma-forum.de/topic.php?id=991&highlight=Umfrage. Das Ergebnis dieser Umfrage fiel total anders aus - kaum einer ist/war im Gesundheitswesen tätig. Eine weitere Umfrage beschäftigt sich mit der Frage, ob es eine bestimmte "Rheuma-Persönlichkeit" gibt. Hier die Umfrage: http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=15230. Beide Umfragen zeigen deutliche Tendenzen. Bei letzterer Umfrage könnte sein, dass Du das Ergebnis nicht einsehen kannst, weil Du nicht abgestimmt hast. Kurz: Die typische Rheumatikerpersönlichkeit ist/war perfektionistisch, arbeitswütig und mit einem gewissen Helfersyndrom versehen. Natürlich gilt das bei weitem nicht für alle Rheumatiker, zumal "stille" Voraussetzung meiner Umfrage das Vorliegen einer RA war (was die meisten bei RO haben).

    Aaaaaber: Außer der Psyche gibt es auch noch jede Menge anderer Einflüsse, die für körperliche Erkrankungen sorgen können. Insofern empfinde ich die eingangs formulierte Eingleisigkeit als äußerst bedenklich. Meiner Ansicht nach ist die Psyche ein Faktor unter zahlreichen anderen, beim einen Menschen mehr, beim anderen weniger bis gar nicht.

    Man nehme z.B. die mittelalterliche Pest, an der mit Vorliebe Menschen mit der Blutgruppe 0 erkrankten. Die individuelle Blutgruppe eines Menschen hat nun ganz bestimmt nichts mit dessen Psyche zu tun.

    Liebe Grüße
    Angie

  3. #13
    Smurf
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Zitat von Monsti Beitrag anzeigen

    so ganz von der Hand zu weisen ist ein psychischer Zusammenhang mit Erkrankungen bzw. auch ganz bestimmten Erkrankungen nicht. Das hat nun mit Theomedizin, Homöopathie oder anderen alternativen Methoden nichts zu tun, sondern ist eine Tatsache.
    Hi Monsti,

    das streite ich ja auch gar nicht ab, aber eben nicht alle Erkrankungen, wie es im ersten Posting dieses Thema heißt. Deshalb auch mein Beispiel mit Schnupfen, der hat nun mit der Psyche nicht viel zu tun. Auch ein gebrochenes Bein kommt von einem Unfall oder Umknicken etc. als von der Psyche.


    Zitat von Monsti Beitrag anzeigen
    Meiner Ansicht nach ist die Psyche ein Faktor unter zahlreichen anderen, beim einen Menschen mehr, beim anderen weniger bis gar nicht.
    Eben, ein Faktor unter vielen, aber eben nicht DER Faktor.

    Liebste Grüße, Andrea


  4. #14
    Monsti
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Hi Andrea,

    nichts anderes sage ich doch! Diese Eingleisigkeit bzw. Ausschließlichkeit ist es, was mich stört ("Tunnelblick-Syndrom" ). Es stört mich genauso, wenn Leute jede Erkrankung ausschließlich auf die Ernährung zurückführen.

    Grüßle vom
    Monschter

  5. #15
    Smurf
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    *lach* Wir 2 wieder!


  6. #16
    Monsti
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Servus Urologiker,

    bei uns in Österreich wird die homöopathische Therapie genauso über die Krankenkassa abgerechnet wie jede andere Therapie auch. Bei uns spielen also eher keine marktwirtschaftlichen Interessen eine Rolle. Aus welchem Grunde sollte sich also ein Arzt gegen eine schulmedizinische Variante und für eine homöopathische Therapie entscheiden? Zudem: Die meisten, besonders die älteren Patienten stehen einer homöopathischen Therapie anfangs eher skeptisch gegenüber ("So an Schmarrn musst ma nit geben!"), um ihre Meinung aber schon nach wenigen Wochen zu ändern. Kurze Anmerkung: Bei uns läuft's meistens in einer Kombination aus beidem.

    Die Berner Studie zur angeblichen Unwirksamkeit der Homöopathie kenne ich übrigens ebenfalls (falls Du diese meinen solltest). Sie ist aber nur eine unter Hunderten von Studien. Andere Studien sagen auch anderes aus. Der schlechteste Wissenschaftler ist der, welcher nur diejenigen Untersuchungsergebnisse als Wahrheit annimmt, die seiner eigenen Theorie entsprechen.

    Grüßle
    Angie

  7. #17
    Arzt (Urologie) Avatar von urologiker
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
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    1.346
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Pfeil AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    @monsti - die verlinkte Studie ist eine Metaanalyse, erschienen in einem Journal HÖCHSTEN impact factors. D.h. das es schon exzellentester wissenschaftlicher und wissenschaftsanalytischer Kentnisse bedürfte um einen ernsthaften Versuch zu machen, die vorgelegten Daten zu widerlegen. Aber ich wiederhole mich hier nur...

    Du siehst: ich bin ein Wissenschaftler der seine Hausaufgaben gemacht hat

  8. #18
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
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    2
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Für die Kassen rechnet sich Homöopathie allemal.

    Die Behandlung eines Patienten, dessen Schlaflosigkeit mit Zuckerkügelchen "geheilt" werden kann, weil es eher psychischer Natur ist, kostet die Kassen weniger, als die Therapie mit Schlafmedikamenten.

    Homöopathie dürfen bei euch nur Ärzte verordnen, weil die am besten einschätzen können, wann ein Placebo reicht und wann eine wirkliche Therapie von Nöten ist.

    Das wäre so meine Theorie dazu
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  9. #19
    Glaubt an nix!
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    maennlich
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    1.207

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Zumal auch nur die Kosten der Konsultation in der gleichen Höhe wie bei einer schulmedizinischen Beratung abgerechnet werden dürfen, die Homöopathika aber selbst bezahlt werden muß.
    Die homöopathische Zusatzausbildung für östereichische Ärzte ist übrigens nicht akademischer Art.

    Pianoman
    Geändert von Pianoman (30.04.2007 um 00:42 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  10. #20
    Glaubt an nix!
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    15.04.2007
    Beiträge
    1.207

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Hallo smurf,

    vielleicht ein paar erklärende Worte zu dieser rational kaum nachzuvollziehenden Denkweise, Kausalitäten an allen möglichen, meist unerwarteten Stellen zu sehen.

    Verantwortlich dafür ist - wie in der Esoterik üblich - ein ganz Alter und dessen Erkenntnisse, die sich in allen alternativen/komplementären/esoterischen Denkmodellen wiederfinden lassen. Kaum eine (systematisierte) esoterische Lehre kommt ohne den Bezug auf Hermes Trismegistos und die hermetische Tradition aus.Er ist quasi der Säulenheilige des Wassermann-Zeitalters. Und seine Spuren sind auch hier in vielen Beiträgen zu finden.

    Die Figur des Hermes Trismegistos wird als Verschmelzung zweier Gottesbilder einführt, des ägyptischen Gottes Thot und des griechischen Gottes Hermes. Hermes, der dreimal größte, wie sein Name übersetzt heißt, hat in den antiken Quellen viele Identitäten: Einmal ist er ein Weiser, der das Urwissen in steinerne Stelen meißelte, um es vor der Sintflut zu retten, gleichermaßen ist er ein König und Gesetzgeber, dann aber auch eine Art Religionsstifter, der Kulte einrichtete. Schließlich gilt er ebenso als Astrologe und Magier. Gemeinsam ist all diesen Figuren nur die ägyptische Herkunft und das Wirken in grauer Vorzeit. Wie unter Heroen der Urzeit üblich, schillert die Hermesfigur stets zwischen Gott und Mensch.

    Hermes Trismegistos wird als Verfasser einer unglaublichen Zahl von Schriften angesehen, deren Größe aber ständig variiert. Den Kanon der Schriften bezeichnet man "Corpus Hermeticum".

    Wann die Schriften geschrieben und veröffentlicht wurden, ist weitgehend ungeklärt, genau so, von wem sie wirklich verfasst wurden.
    Viele der zumeist in Dialogform abgefaßten und überwiegend griechisch- und koptischsprachigen Texte stammen jedoch aus dem zweiten bis dritten Jahrhundert n. Chr. Sie enthalten ‚mystische’ Lehren über Gott, die Entstehung der Welt und die Gestalt des Kosmos, die Weisheit des Menschen u.ä., und sie zeigen Parallelen zum Platonismus und zur Gnosis. Die früheste und bedeutendste dieser Schriften ist der Dialog "Poimandres", die relativ bekannteste und wohl auch einflußreichste war die "Tabula Smaragdina", die als Darstellung des alchemistischen Prozesses gelesen werden kann und gelesen wurde. Seit der Übersetzung des "Corpus Hermeticum" ins Lateinische durch Marsilio Ficino (1491) wurden die hermetischen Schriften im Abendland bekannter und verstärkten ihren Einfluß auf die Alchemie. Die erste deutschsprachige Übersetzung erschien im Jahre 1781 unter dem Titel "Hermes Trismegistos. Poemander oder Von der göttlichen Macht und Weisheit". Das Wort "Hermetik" bezeichnet also zum einen die Schriften des "Corpus Hermeticum", zum anderen speziell deren Gedankengut, insbesondere deren alchemistische Aspekte, und schließlich die Alchemie selbst.

    Der wohl wesentlichste Text steht auf der "Tabula Smaragdina". Hier findet sich angeblich die Quintessenz aller Weisheit in fünfzehn Thesen auf einer Tafel aus grünem orientalischem Korund. In diesen fünfzehn Thesen ist alles Wissen zusammengefasst, das dem Menschen jemals zugänglich ist. Der Text beschreibt die Schöpfung dieses Universums und gleichzeitig die Herstellung des alchemistischen Steins der Weisen. Für den, der diesen Text ganz versteht, werden alle Bibliotheken überflüssig, denn er besitzt die ganze Weisheit, "daran fehlet nichts, es ist ganz vollkommen".

    Die wichtigsten Aussagen sind:

    Dasjenige, welches Unten ist, ist gleich demjenigen, welches Oben ist;
    Und dasjenige, welches Oben ist, ist gleich demjenigen, welches Unten ist,
    um zu vollbringen die Wunderwerke eines einzigen Dinges.

    Und gleich wie von dem einigen GOTT erschaffen sind alle Dinge, in der
    Ausdenkung eines einzigen Dinges. Also sind von diesem einigen Dinge
    geboren alle Dinge, in der Nachahmung.


    Aus diesen Kernaussagen leiten sich für die Esoteriker nicht nur eine Vielzahl von Erkenntnissen ab, sie rechtfertigen auch im umfänglichen Maße das esoterik-typische Analogie-Denken. Mit nur wenigen Worten läßt sich hier alles zusammenfassen, was die
    esoterische Denkweise ausmacht:

    - Alles ist mit Allem verbunden
    - Was im Mikrokosmos geschieht, geschieht genau so auch im Makrokosmos.
    - Alles stammt aus einem Prinzip, unterliegt also auch einer universellen
    Gesetzmäßigkeit

    Die klassischen Vokabeln der New Age-Bewegung: Ganzheitliches oder universelles Denken, kosmologischer Bezug und kosmische Verbundenheit, basieren auf diesen Glaubenssätzen. Mit Hilfe dieser Thesen werden beispielsweise die angeblichen Kausalitäten zwischen seelischem Zustand und erkrankten Organen begründet. Genau so benötigen die Funktionen bzw. Störungen des Meridiansystem und der Chakren dieses Axiome, wie eigentlich auch alle anderen Systeme des geistigen Heilens.
    Die Vorstellungen der Bioenergetik, Energieströme leiten zu können, findet hier ebenfalls ihre Begründung. Und nicht zuletzt der Karma-Begriff findet hier seine gedankliche Grundlage. Außerdem sind diese Glaubenssätze die Rechtfertigung für alle Arten von Hellsehen, Kartenlegen, Pendeln, und andere Formen der Schicksals- und Zukunftsdeutung. Wichtig sind die Annahmen auch für die Existenz der morphogenetischen (wissenden) Felder, die sich beispielsweise als zentrales Element im Familienstellen nach Bert Hellinger wiederfinden.

    Es dürfte ziemlich eindeutig sein, dass dann, wenn man diese Thesen als wahr ansieht, sich mit Hilfe dieser Annahmen alle möglichen Sachverhalte nach Wunsch kausal verbinden und begründen lassen.


    Pianoman
    Geändert von Pianoman (30.04.2007 um 10:57 Uhr) Grund: Wortfindungsprobleme

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