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Thema: Homöopathie -eine sachliche Diskussion!-

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In dieser Diskussion geht es um "Homöopathie -eine sachliche Diskussion!-" im "Alternativmedizin kritisch betrachtet" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #21
    Glaubt an nix!
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    15.04.2007
    Beiträge
    1.207

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Obwohl ich das Gefühl habe, dass die Bedeutung der Nebenkriegsschauplätze mal wieder mal größer als die des eigentlichen Themas ist, habe ich doch nur wenig Skrupel, noch ein bißchen mehr Öl ins Feuer zu gießen.

    Folgt man z.B. monstis Darstellungen, so scheint Österreich besonders im Bereich der Komplementär-Medizin ein toleranteres oder auch fortschrittlicheres Land als die BRD zu sein. Nun ja.
    Ein Statement der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse spricht da eine anderer Sprache:

    Zum Schutz der Patientinnen und Patienten und der Qualität der medizinischen Leistungen haben die oö Ärztekammer und die OÖ Gebietskrankenkasse eine Liste von Methoden erarbeitet, die von OÖGKK-Vertragsärzten weder privat noch auf Kosten der OÖGKK angeboten werden dürfen. Es handelt sich dabei um Angebote, die erwiesenermaßen wirkungslos sind oder für die Patientinnen und Patienten sogar gefährlich werden können.
    Die Liste enthält derzeit 20 komplementärmedizinische Verfahren. Sie kann bei Vorliegen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse im Konsens erweitert, aber auch verkürzt werden, wenn sich eine Maßnahme als wirksam herausstellen sollte.
    Die aktuelle Liste der Leistungen, die von Vertragsärzten der OÖGKK nicht erbracht werden dürfen:

    Aromatherapie
    Aura-Heilung
    Bachblütentherapie
    Baunscheitieren
    Biologische Terrain-Analyse
    Bioresonanztherapie
    Colonhydrotherapie
    Edelsteinmedizin
    Eigenurintherapie
    Haaranalyse
    Honigtherapie
    Irisdiagnostik
    Klangmassage
    Magische Heilmethoden
    Magnettherapie (außer der Magnetfeldtherapie)
    Pendeln
    Rei-Ki
    Schamanismus
    Wünschelrute
    Zelltherapie

    Wir müssen uns der Tragweite dieser Handlung der OÖGKK bewußt werden.
    Da verbietet - meines Wissens zum ersten Mal - ein Träger des öffentlichen Gesundheitswesens seinen Vertragspartnern die Anwendung unwirksamer oder eventuell gefährlicher "Heilverfahren".

    Ein Lob dieser Konsequenz.

    Pianoman
    Geändert von Pianoman (30.04.2007 um 14:59 Uhr)

  2. #22
    Noch neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    44 Jahre
    Mitglied seit
    24.07.2006
    Beiträge
    48

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Hallo Ihr lieben,

    @ Pianoman: Vielen Dank für Deine Threads.Ich kann nur sagen: Respekt!

    Achtung !!!
    Jetzt kommt meine persönliche Meinung dazu

    Vielleicht rede ich damit am Thema vorbei aber es ist mir wichtig dass es auch mal erwähnt wird.
    Hier in Deutschland (und wohl auch in vielen anderen Ländern) ist es so dass fast jeder Arzt nur seine Fachrichtung kennt und auch behandelt.
    Damit beschert man dem Patienten unglaublich viel Lauferei und den KK viele Kosten.
    Ärzte verlassen sich auf ihre Gerätemedizin, Blutuntersuchungen usw. das mal mit dem Patienten geredet wird und erklärt wird was er da genau hat, gerät immer mehr ins Hintertreffen weil keine Zeit....
    Ergo; der Patient fühlt sich unverstanden und allein gelassen, was natürlich der Psyche nicht zuträglich ist.

    Das ist in der alternativen Szene anders.
    Man redet viel mit dem Patienten (dadurch fühlt er sich ernst genommen),Tests werden durchgeführt und erklärt,es wird gedrückt und geknetet um Linderung zu verschaffen und der Patient geht danach mit einem Pillendöschen mit Globulis glücklich und verstanden nach Hause.

    Das kann man auch noch gut bei den Naturvölkern sehen.
    Der Medizinmann stellt einen bösen Geist fest (die Erkrankung) alle Nachbarn und Verwandte kommen zusammen, tanzen, feiern, singen und schreien und dabei wird dann der böse Geist ausgetrieben.
    Nachdem sich alle so viel Mühe gegeben haben, kann der Patient gar nicht anders und muss danach als geheilt wieder aufstehen.
    Also wird auch hier ganzheitlich behandelt.

    Es muss ja dann doch etwas an der Sache dran sein, das Geist und Körper eine Einheit bilden.
    Und selbst wenn es nur der Placeboeffekt war oder die Zuwendung die eventuelle Selbstheilungskräfte aktiviert hat :

    Wer heilt, hat Recht!


    Liebe Grüße
    Locin32

  3. #23
    Monsti
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Hallo pianoman,

    welche Therapien in Österreich ärztlicherseits angeboten werden dürfen, weiß ich wohl. Ich schrieb in meinem Posting auch lediglich von der Homöopathie und könnte diese um Akupunktur und Osteopathie ergänzen. Mir hat bisher auch noch kein einziger Arzt die von Dir o.g. Therapien angeboten, weder ein Kassen- noch ein Wahlarzt.

    Aber Du hast Recht: Dies alles geht mittlerweile weit vom Thema ab, denn hier ging es ursprünglich um die These, dass jeder Erkrankung primär eine psychische Ursache zugrunde liegt.

    @Locin: "Wer heilt, hat Recht!" - So sehe ich das auch.

    Grüßle von
    Angie

  4. #24
    Glaubt an nix!
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    15.04.2007
    Beiträge
    1.207

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Der Satz muß lauten:

    Wer auf Dauer (also nicht nur für die paar Minuten Zufriedenheit nach einer ausgiebigen Heilpraktiker-Anamnese)
    und im Ganzen (also nicht nur ein paar Symptome zum Verschwinden bringt, sondern
    die Ursache der Krankheit beseitigt)
    nachweislich (also dokumentiert und entsprechent belegt)

    heilen kann, hat recht.


    Pianoman

  5. #25
    Kevin99
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Zitat von Patientenschubser Beitrag anzeigen
    Hallo Kevin99

    bitte zügle dich in deiner WORTWAHL.

    In diesem Forum ist es üblich das die Personen freundlich angesprochen werden sollen.

    Also keine weiteren Beleidigungen oder persönliche Angriffe wie z.B.:



    Gruß Patientenschubser

    warum soll ich mich in meiner wortwahl zügeln?? das ist das was ich gedacht habe und das sage ich auch. wenn ich alles so politisch korrekt sage, kommt der sinn überhaupt nicht mehr rüber.

  6. #26
    Monsti
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Nun, "heilen" bedeutet zumindest etwas Mittel-/Langfristiges. Kein normaler Mensch würde behaupten, geheilt zu sein, wenn aufgrund einer Behandlung irgendwelche Beschwerden "für ein paar Minuten" verschwunden wären.

    Nach Deiner Definition "heilt" dann aber kaum einer, denn gerade die Schulmedizin behandelt in erster Linie Symtome und dies in aller Regel mittels Medikamenten, die neben einer Wirkung oft genug auch Nebenwirkungen zeigen. Nicht selten schluckt man dann noch Medikamente gegen diese Nebenwirkungen. Das ist der Hauptgrund, warum sich so viele Menschen der alternativen Medizin zuwenden.

    Gruß Angie

  7. #27
    Glaubt an nix!
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    15.04.2007
    Beiträge
    1.207

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Oh wie erstaunlich unrichtig, monsti!

    Ich fühle mich veranlasst, zu sagen: Nur die Hochschulmedizin bemüht sich, die Ursache von Krankheiten zu erkennen und letztendlich zu beseitigen.

    Nehmen wir mal was Außergewöhnliches, beispielsweise die Homöopathie:
    Die Homöopathie kennt keine Krankheiten, sondern nur Symptome.
    Sie hat auch keine Krankheitslehre, die Ursachen für Erkrankungen methodisch erforscht.
    Sie behandelt auschließlich -zumindest die klassische Homöopathie - das Symptom durch Substanzen, die "vergleichbare" Symptome angeblich auslösen.
    Das sogenannte "Komplexe" an der Homöopathie ist der Vorgang der Repertorisierung, bei der nach Begleitumständen und anderen Symptomen gesucht wird, um ein Heilmittel zu finden. Dabei wird nicht die Krankheitsursache gesucht, sondern ein Mittel, dass in einer vorhergehenden Arzneimittelprüfung an Gesunden möglicherweise verantwortlich für irgendwelche Befindlichkeiten war, und das jetzt die größtmögliche symptomatische Übereinstimmung zeigt.
    Das heißt, nicht die eigentliche Krankheit, deren Existenz Hahnemann kaum zur Kenntnis nahm, deren Existenz er im Bereich der mikrobiologisch initiierten Erkrankungen grundsätzlich ablehnte, interessiert den Homöopathen, sondern nur ein Ähnlichkeitsmuster zwischen fiktiver pharmakologischer Wirkungen und Ausdrucksformen pathologischer Störungen.
    Homöopathen behandeln also nicht ganzheitlich, sondern ausschließlich Symptom-und Medikamentenorientiert

    Wie grotesk das Stochern im Nebel der Unwägbarkeiten ist, zeigt der nachfolgende Auszug aus einem homöopathischen Lehrwerk:

    Mögliche Reaktionen nach der Erstgabe eines Homöopathikums:

    1. Eine rasche Heilung findet statt, ohne Verschlechterung der Symptome
    2. Die Verschlechterung verläuft schnell, kurz und heftig, gefolgt von rascher Besserung des Patienten.
    3. Lange Verschlechterung mit abschließender und langsamer Besserung des Patienten.
    4. Lange Verschlechterung mit abschließendem Verfall des Patienten.
    5. Andauernde Besserung der Symptome ohne spezielle Linderung.
    6. Zuerst Besserung mit nachfolgender Verschlechterung.
    7. Zu kurze Linderung der Symptome.
    8. Alte Symptome erscheinen.
    9. Neue Symptome tauchen auf, nachdem das Mittel verabreicht worden ist.
    10. Patienten, die jedes verabreichte Mittel prüfen.
    11. Die Symptome schlagen die falsche Richtung ein.


    Da spricht doch die Homöopathie für sich selbst.

    Oder nehmen wir die Bioenergetiker: Die gehen davon aus, dass bei einer Krankheit der Energiefluß in einem Meridian blockiert ist. Sie haben überhaupt kein konkretes Krankheitsbild. So beschäftigt sich die Therapie auch nicht damit, ob eines Menschen Angstgefühle damit zu tun haben könnten, dass sein Myokard an akutem Sauerstoffmangel leidet, sondern öffnen lieber ein Chakra, um das Chi wieder ordentlich aufzufüllen.

    Pianoman
    Geändert von Pianoman (30.04.2007 um 20:29 Uhr)

  8. #28
    Noch neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    44 Jahre
    Mitglied seit
    24.07.2006
    Beiträge
    48

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Hallo Pianoman,

    Zitat:
    Wer auf Dauer (also nicht nur für die paar Minuten Zufriedenheit nach einer ausgiebigen Heilpraktiker-Anamnese)
    und im Ganzen (also nicht nur ein paar Symptome zum Verschwinden bringt, sondern
    die Ursache der Krankheit beseitigt)
    nachweislich (also dokumentiert und entsprechent belegt)

    heilen kann, hat recht.

    Leider fällt es auch der Schulmedizin teilweise sehr schwer wirklich zu heilen.
    Die Ursachen mancher Erkrankungen sind nicht erforscht/erforschbar.
    Da beschränkt man sich auch auf die Symptombehandlung und hofft dass es damit getan ist.
    Andererseits steht auch hinter der Schulmedizin noch die Pharmaindustrie, die natürlich aus finanziellen Gründen kein Interesse an wirklicher Heilung einer Erkrankung hat.

    Versteh mich nicht falsch, ich bin auch ein Verfechter der Schulmedizin aber genieße trotz alledem Behandlungen bei einem Osteopathen.
    Jeder muss für sich ausprobieren was ihm hilft und was nicht.

    Alles liebe
    Locin32

  9. #29
    Smurf
    Gast

    Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Zitat von Locin32 Beitrag anzeigen
    Leider fällt es auch der Schulmedizin teilweise sehr schwer wirklich zu heilen.
    Hi Locin,

    stimmt schon, aber es wird geforscht und man kommt auch weiter mit neuen Medikamenten und Therapien.

    Zitat von Locin32 Beitrag anzeigen
    Andererseits steht auch hinter der Schulmedizin noch die Pharmaindustrie, die natürlich aus finanziellen Gründen kein Interesse an wirklicher Heilung einer Erkrankung hat.
    Oh, wie ich diese Aussage mittlerweile hasse! Die hatten wir hier schon so oft und immer noch wieder wird die "böse, böse" Pharmaindustrie als Aufhänger für die nicht immer sofort wirkende Schulmedizin genommen. Auch eine Pharmaindustrie hat Interesse an Heilung, denn auch mit Heilung läßt sich Geld verdienen und zwar nicht zu knapp!!

    Locin, ohne Pharmaindustrie gäbe es auch Globulis und Co. nicht, das sollte man bei solchen Aussagen vielleicht mal kurz bedenken! Oder wer glaubst Du, stellt diese homöopathischen Mittel her und vertreibt sie??

    Gruß, Andrea

  10. #30
    Arzt (Urologie) Avatar von urologiker
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    27.03.2007
    Beiträge
    1.346
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Ausrufezeichen AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele

    Dickes, dickes Lob für die letzten Beiträge! So macht diskutieren Spaß!!!

    @locin32 - ja, dieser Blick für den Menschen als Ganzes ist in der deutschen Medizin vernachlässigt und das gehört sehr wohl hierher, denn:

    In z.B. Skandinavien sind im Median die Liegezeiten kürzer und die Zufriedenheit der Patienten größer als in Deutschland, was ganz wesentlich mit dem Genesungskonzept der Skandinavier zu tun hat: es wird dafür gesorgt, dass der Patient sich wohl fühlt, Schwestern nehmen sich Zeit und sind ehrlich und freundlich zugewandt. Das Behandlerteam aus Ärzten und Pflegekräften arbeitet respektvoll Hand in Hand etc.

    Eine solche Atmosphäre trägt nachweislich viel mehr zum Heilungserfolg bei als die wissenschaftlich beste Therapie - Non curatur, qui curat.


    @kev - Man kann wohl die Dinge einmal beim Namen nennen, jedoch 1) möglichst nicht öffentlich (PM) und 2) ist es stets beleidigend, jemanden mit dem Wort "geistlos" zu verbinden. Hier wäre es sicher besser, argumentativ zu kontern und die Interpretation dem Leser zu überlassen. Das hat eine deutlich größere Strahlkraft und stellt die eigene Argumentation auf die Probe.


    @pianoman - danke für deine Beiträge, sehr schön fundiert und damit ernsthafter Diskussionsstoff jenseits von Klischees. Sehr auf den Punkt die Darstellung der unterschiedlichen Ansätze von Schulmedizin und Homöopathie - mehr davon


    @all - ein kausaler Therapieansatz setzt immer voraus, dass man die Ursache einer Erkrankung soweit kennt, dass schulmedizinische Therapiekonzepte greifen können. Wenn man dann auch noch einen ursächlichen Ansatz findet, dann ist das sehr schön, jedoch noch immer nicht die Regel (bestes Fachgebietsbeispiel mit zudem den meisten Krankheitsentitäten: Dermatologie!!!)...

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