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Homöopathie -eine sachliche Diskussion!-

Dies ist eine Diskussion über "Homöopathie -eine sachliche Diskussion!-" im "kritisch betrachtet" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Zitat: von urologiker In z.B. Skandinavien sind im Median die Liegezeiten kürzer und die Zufriedenheit der Patienten größer als in Deutschland, was ...

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  #31 (Permalink)  
Alt 30.04.2007, 18:43
Benutzerbild von Smurf
Smurf
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 383 Tage alt

Zitat: von urologiker
In z.B. Skandinavien sind im Median die Liegezeiten kürzer und die Zufriedenheit der Patienten größer als in Deutschland, was ganz wesentlich mit dem Genesungskonzept der Skandinavier zu tun hat: es wird dafür gesorgt, dass der Patient sich wohl fühlt, Schwestern nehmen sich Zeit und sind ehrlich und freundlich zugewandt. Das Behandlerteam aus Ärzten und Pflegekräften arbeitet respektvoll Hand in Hand etc.
Hi Urologiker,

in Skandinavien herrscht aber auch nicht die Zwei-Klassen-Medizin (gesetzlich und privat Versicherte) vor, soweit ich weiß, gibt es dieses System dort gar nicht. Außerdem werden Ärzte und Pflegepersonal weitaus besser bezahlt und vor allem ist von allem reichlich vorhanden. Die kennen dort sicherlich auch Streß, aber nicht so extrem wie hier und daß Deutschland nicht das freundlichste Land ist im Bereich Dienstleistung ist ja bekannt!

Zitat: von urologiker
Eine solche Atmosphäre trägt nachweislich viel mehr zum Heilungserfolg bei als die wissenschaftlich beste Therapie - Non curatur, qui curat.
Natürlich, wäre auch schlimm, wenn nicht. Klar fühlt sich auch ein Patient wohler und besser, wenn er gut umsorgt und gepflegt wird. Siehe auch hierzulande die Betreuung und Versorgung in den Privatkliniken, die Patienten haben in aller Regel eine kürzere Verweilzeit als gesetzlich Versicherte in KH's.

Zitat: von urologiker
@pianoman - danke für deine Beiträge, sehr schön fundiert und damit ernsthafter Diskussionsstoff jenseits von Klischees. Sehr auf den Punkt die Darstellung der unterschiedlichen Ansätze von Schulmedizin und Homöopathie - mehr davon
Dem kann ich nur zustimmen, vielen Dank auch von mir an Pianoman!

Zitat: von urologiker
@all - ein kausaler Therapieansatz setzt immer voraus, dass man die Ursache einer Erkrankung soweit kennt, dass schulmedizinische Therapiekonzepte greifen können. Wenn man dann auch noch einen ursächlichen Ansatz findet, dann ist das sehr schön, jedoch noch immer nicht die Regel (bestes Fachgebietsbeispiel mit zudem den meisten Krankheitsentitäten: Dermatologie!!!)...
Sicherlich ist die Ursachenforschung einer Erkrankung vor einer Behandlung wünschenswert, in der Praxis aber nicht immer bzw. oft nicht umsetzbar. Trotzdem denke ich nach wie vor, ist die Schulmedizin immer noch das erste Mittel der Wahl bei ernsthaften Erkrankungen und sollte es in meinen Augen auch bleiben. Oder hat hier schon mal irgendwer einen Herzinfarkt mit Globulis verhindern können oder gar ein "krankes" Herz heilen können??
Unterstützend zur Schulmedizin kann man durchaus auf die Homöopathie zurückgreifen, mein Weg ist das nicht, mir fehlt schlicht und einfach der Glaube für die Zuckerkügelchen!

Liebe Grüße, Andrea
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  #32 (Permalink)  
Alt 30.04.2007, 19:19
Benutzerbild von Monsti
Monsti
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 383 Tage alt

Hallo pianoman,

zu Deiner letzten Antwort auf mein Posting könnte ich sehr viel sagen, aber dafür habe ich (bitte entschuldige) heute keinen Nerv. Aber dazu möchte ich etwas sagen:

Zitat:
Das heißt, nicht die eigentliche Krankheit, deren Existenz Hahnemann kaum zur Kenntnis nahm, deren Existenz er im Bereich der mikrobiologisch initiierten Erkrankungen grundsätzlich ablehnte, interessiert den Homöopathen, sondern nur ein Ähnlichkeitsmuster zwischen fiktiver pharmakologischer Wirkungen und Ausdrucksformen pathologischer Störungen.


Das ist bedauerlicherweise sehr ungenau. Richtig ist, dass ein versierter Homöopath natürlich kaum drei Personen, die mit dem Symptom "Bronchitis" zu ihm kommen, auf dieselbe Weise therapieren wird - weil es gemäß der homöopathischen Krankheitslehre (jawohl, es gibt sie, nachzulesen z.B. bei VITHOULKAS, G. 2005!) vollkommen sinnlos wäre, mit der Ausnahme, diese drei Patienten hätten ihre Bronchitis aus exakt dem gleichen Grund. U.a. deshalb halte ich die Berner Studie auch für sehr fragwürdig, weil sie in der Auswertung Äpfel mit Birnen vergleicht.

Zum Thema "Heilen" in einer Wald-und-Wiesen-Arztpraxis:

Gehe ich mit einem frisch aufgeblühten Psoriasis-Herd zum Doc, bekomme ich eine cortisonhältige Salbe verschrieben. Der Herd verblasst, aber ist das eine Heilung oder etwa ein Herangehen an die Ursache (Was ist denn Deiner Ansicht nach die Ursache der Psoriasis?)?

Man gehe mit chronisch-eitriger Sinusitis zum Doc. Der schaut sich das an und stellt fest: aha eitrig (boaaaah, wie schlau!) und überweist einen zum HNO. Der wiederum verschreibt zunächst Antibiotika, wenn diese nicht wirken, wird punktiert und gespült. Hilft dies auch nichts, wird operiert. Wo bitte wird hier etwas anderes betrieben als Symptom-Bekämpfung?

Die Geschichte mit der chronisch-eitrigen Sinusitis könnte ich endlos ausdehnen, möchte ich aber nicht. Fakt ist, dass vor gut drei Jahren mein gesamter Dickdarm entfernt werden musste. Seitdem habe ich zwar viel anderen Mist an der Backe, aber: Die seit über 30 Jahren bestehende, unzählige Male punktierte und zweimal operierte Pansinusitis ist seitdem vollkommen verschwunden. Meine Nebenhöhlen sind seitdem ohne Ausnahme bestens in Ordnung. Mein HNO schüttelte bei der letzten Untersuchung vor ca. 2 Jahren nur den Kopf und murmelte: "Das ist doch nicht möglich, das sieht aus, als wäre da nie etwas gewesen."

Es gab folglich einen Zusammenhang zwischen meiner chronischen Dickdarmerkrankung und der bestehenden Pansinusitis. Offenbar war mein von Geburt an schwer funktionseingeschränkter Dickdarm die Ursache des Übels. Kein einziger Schulmedizinier kam mal auf diese Idee, aber ein Berliner Heilpraktiker mit Schwerpunkt Homöopathie hatte es schon vor ca. 15 Jahren vermutet. Ich hatte seine Vermutung damals nur nicht ernst genommen. Hätte ich mal tun sollen, sage ich heute.

Zwar bin ich in wissenschaftlicher Arbeitsweise sehr wohl erfahren, aber bei gewissen Phänomenen genügt mir ein gesunder Menschenverstand und Erfahrung. Ich hoffe, das wird mir zugestanden. Danke.

Gruß von
Angie
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  #33 (Permalink)  
Alt 30.04.2007, 19:37
Benutzerbild von Locin32
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Beiträge: 31
Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 383 Tage alt

Liebe Andrea,

natürlich weiß ich auch das Globulis und co. von der Pharmaindustrie hergestellt werden .
Aber glaubst Du wirklich, dass man z.B. Rheuma oder andere Autoimmunkrankheiten gänzlich heilen möchte?
Bei den Umsätzen, die da sowohl bei der Schulmedizin oder auch der Naturheilkunde gemacht werden?
Ich glaube eher nicht.
Das ist wie mit den Reifen die ein ganzes Autoleben halten aber nicht auf den Markt kommen weil zu viele Industrien dranhängen.
Hier ist es wie überall, wirtschaftliche Interessen gehen vor.

Das war aber auch nicht das Thema, ich wollte nur die Aussagen von Pianoman in so weit widerlegen das auch die Schulmedizin noch nicht wirklich alles heilen kann und somit dann auch nur die Symptome behandelt.
Ich glaube genauso wie Du an die Schulmedizin und habe in keinem Satz meines Threads etwas anderes behauptet.

Alles liebe
Locin32
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  #34 (Permalink)  
Alt 30.04.2007, 20:02
Benutzerbild von Monsti
Monsti
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 383 Tage alt

Hallo Locin,

der einzelne Arzt hätte persönlich sicherlich den Wunsch, Erkrankungen gänzlich heilen zu können. Kann er aber allzu oft nicht.

Das Beispiel Rheuma (genauer gesagt die chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen) ist ein sehr gutes Beispiel. Bisher weiß niemand, was die Ursache dieser Erkrankungen ist. Zwangsläufig bleibt's bei einer reinen Bekämpfung der Symptome - schulmedizinisch wie auch homöopathisch oder anderweitig alternativmedizinisch.

Mir persönlich geht's damit nach etlichen Fehlversuchen seit drei Jahren wirklich gut. Nie käme ich auf die Idee, meine RA homöopathisch oder anderweitig alternativ therapieren zu lassen. Meine bei mir erfolgreiche Therapie (Arava/Leflunomid 20 mg tgl.) ist aber auch nichts anderes als eine Symptom-Bekämpfung. Geheilt bin ich damit nicht, wie ich kürzlich schmerzhaft feststellen durfte, da ich das Arava mal eigenmächtig stark reduziert hatte. Also nehme ich brav wieder die 20 mg täglich ...

Liebe Grüße von
Angie

(die findet, dass wir uns jetzt seeeehr weit vom Ursprungsthema entfernt haben )
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  #35 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 10:40
Benutzerbild von Pianoman
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Autor Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Hey Forumsangehörige;

Ich nehme alles Kritische zur Homöopathie zurück und behaupte das Gegenteil. Die Homöopathie sucht nämlich nach den wirklichen Ursachen einer Krankheit.


Zitat: Ein sehr einfaches Beispiel zur Illustration: Eine Patientin kommt in die Praxis, weil sie über Halsschmerzen klagt, die seit drei Tagen immer schlimmer werden. Mir fällt schon ihre etwas mürrische, abwehrende Art auf. Ich lasse sie erzählen: Die Halsschmerzen stechen, besonders beim Schlucken, und werden schlimmer, wenn sie den Kopf bewegt. Außerdem klagt sie über furchtbaren Durst. Einen Grund für die Halsschmerzen sieht sie nicht, sie habe sich nicht erkältet und habe auch sonst keine weiteren Symptome. Auf Befragen erklärt die Patientin, daß sie sich allgemein jetzt nicht gern bewege und daß ihr der Weg in meine Praxis schon zu viel gewesen sei. Das entspricht meiner anfänglichen Wahrnehmung ihrer Stimmung. Das homöopathische Arzneimittel, welches ihr helfen wird, ist Bryonia, die Zaunrübe. Die typischen Zeichen dieses Mittels sind so gut bekannt, daß ich es auch nicht eigens nachlesen muß. Um sicher zu gehen, frage ich sie noch, ob sie in dieser Erkrankung lieber allein oder in Gesellschaft sei; und sie bestätigt meine Vermutung, daß sie am liebsten in Ruhe gelassen werde und sonst ziemlich grantig reagiere. Ich bin damit aber noch nicht zufrieden, weil ich noch eine andere Stimmung im Hintergrund spüre, und bin deshalb sicher, daß das noch nicht die ganze Geschichte ist. Wie ich diese Patientin kenne, glaube ich, daß es für sie wichtig und hilfreich wäre, wenn sie das Gesamtbild ihrer Halsschmerzen weiter spannen könnte. Deshalb bitte ich sie, von ihren Erlebnissen und Stimmungen der letzten Tage zu erzählen. Darauf berichtet sie, daß sie in Kürze in ein neues Haus ziehen wollen, dessen Finanzierung zwar gesichert sei, doch würde sie sich trotzdem viele Gedanken darüber machen. Gerade vor drei Tagen hätten ihr Mann und sie einen Termin bei der Bank gehabt. Während sie dies erzählt, fällt ihr selbst auf, daß die Halsschmerzen genau seit diesem Termin aufgetreten sind. Sie lacht über dieses Aha-Erlebnis, bekommt ihr Mittel und geht nach Hause. – Vom Arzneimittelbild "Bryonia" sind Ängste um den Besitz und das Geschäft bekannt. Im Bilde gesprochen: Für die Zaunrübe ist der Gartenzaun sehr wichtig, denn an ihm muß sie emporranken.
Für die Mittelwahl ausschlaggebend war nicht das Auftreten von Halsschmerzen an sich, sondern der typische stechende Schmerzcharakter, der sich ebenso in der Blase oder bei Husten hätte zeigen können, sowie der starke Durst und die Verschlimmerung der Beschwerden durch jede Bewegung.

Zitat aus : Die andere Wirklichkeit der Homöopathie / Jörg Wichmann
(Bergische Homöopathieschule)

Und falls jetzt jemand einwendet, dass doch nicht nur die fehlende Suche nach Krankheitsursachen bisher ein Problem war, sondern auch noch die ganzen Widersprüche zu den Naturwissenschaften, vor allem im Hinblick auf das Potenzierungsverfahren, dem werde ich zukünftig an den Kopf werfen:
Es ist alles ganz anders!

Zitat: Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit den homöopathischen Arzneimitteln, mit den Globuli. Stelle ich mir ein homöopathisches Arzneimittel im Prinzip wie ein Medikament vor, so ergeben sich etliche Paradoxien und Probleme, nicht nur mit der hohen Verdünnung. Zum Beispiel werden im Zuge jeder homöopathischen Potenzierung, dem abwechselnden Verreiben, Verdünnen und Verschütteln einer bestimmten Ausgangssubstanz in Milchzucker und Alkohol-Wasser-Gemisch, auch bei größter Sorgfalt und höchster Sauberkeit des Labors unzählige Verunreinigungen der Geräte, der Ausgangssubstanz, der Laborluft, der Atemluft des Laboranten und der Lösungsmittel mit verschüttelt und weiter potenziert. Und selbst wenn wir dies nicht in Betracht ziehen, so wird doch prinzipiell bei jeder Potenzierung immer der Milchzucker mit potenziert und müßte seine Spuren in jedem bekannten Arzneimittelbild hinterlassen haben. – Woher "weiß" die homöopathische Potenz, auf welchen der vielen Stoffe in dem verriebenen und verschüttelten Gemisch es ankommt? Wie läßt sich bei Potenzhöhen, die jenseits des Stofflichen liegen, noch der ursprüngliche "Klang" vom "Rauschen" unterscheiden, das mit verstärkt worden ist? Es gibt dafür im mechanistischen Denken keine sinnvollen Erklärungen. Wir müssen den geistigen Sprung wagen und die Wirkungen mit dem Hauptprinzip der Magie erklären: Intention ist (fast) alles! Ein Mittel wird zu dem, was der oder die Herstellende will und sich vorstellt.

Zitat aus : Die andere Wirklichkeit der Homöopathie / Jörg Wichmann
(Bergische Homöopathieschule)


Außerdem ziehe ich um nach Hogwarts und poste demnächst mit Eulen.

Pianoman
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  #36 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 10:45
Benutzerbild von Patientenschubser
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Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Hallo Pianoman,

hier schonmal eine Posteule von mir


Gruß nach Hogwarts....


Schubser
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  #37 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 11:08
Benutzerbild von Pianoman
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Autor Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Hallo Patientenschubser,

irgendwie hab ich es geschafft, den Beitrag doppelt zu senden. Kann ich oder sonstwer das löschen?

Danke für die nette Eule.

Pianoman
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  #38 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 11:49
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Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Hallo Pianomann,

Früher habe ich die Hoömopathie nur belächelt. Wie kann ein Mittel, welches so stark potenziert ist, daß der Wirkstoff kaum oder nicht mehr nachweisbar ist, überhaupt noch wirken? Der Körper kann doch auf solch winzige Mengen nicht reagieren? Ich habe alles auf einen Placebo-Effekt geschoben.
Ausgerechnet ein Tier überzeugte mich vom Gegenteil! Eines meiner Meerschweinchen (eine schon etwas ältere Dame) verlor an einigen Stellen am Rumpf ihr Fell. Eines Morgens wurde sie unruhig, hatte offensichtlich Schmerzen. Also, Tierarzt angerufen, noch vor dem Dienst hingefahren, in der Mittagspause die Kleine wieder abgeholt. Der Arzt eröffnete mir, daß er Ultraschall gemacht und dabei einen Tumor im Eierstock festgestellt hätte. Laut Schulmedizin müßte dieser entfernt werden. Der Haarausfall käme durch eine Hormonstörung, welche mit dem entfernten Eierstock beseitigt wäre.
Mit dem ersten Schreck lehnte ich die OP ab und fragte nach sanfteren Methoden, da ich ihr den Streß nicht zumuten wollte. Er mischte mir ein homöopatsches Mittel ("das ist was fürs Immunsystem") und gab noch ein Schmerzmittel dazu. Ich dachte: Nun ja. Zumindest wird was gegen die Schmerzen getan. Und verließ die Praxis.
Ich gab ihr trotzdem nach Anweisung dieses Mittelchen über einige Wochen. Dabei sagte ich ihr nicht, daß es sich um eine Medizin handelt, für sie war es einfach nur ein Schluck Wasser. Placebo-Effekt daher ausgeschlossen.
Was soll ich dazu noch sagen? Sie zeigt seitdem keine Schmmerzen mehr an, das Fell ist wieder schön dicht.

Damit habe ich meine Meinung über Homöopathie geändert. Als Ergänzung zu Schulmedizin hat sie durchaus ihre Berechtigung!
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  #39 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 11:55
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Unglücklich AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Das, was du da schreibst, ist in Ansätzen gefährlich...und in einigen Punkten schwer nachvollziehbar: Du hast deinem Meerschweinchen nicht gesagt, dass es in Wasser aufgelöste Kügelchen erhält?
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  #40 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 12:48
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Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Was ist daran so schlimm? Dem Tier wurde geholfen.
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  #41 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 13:56
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Autor Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Magic - it's a kind of magic
It's a kind of magic
Magic magic magic maaaaaaaaaaaaaaaaaagiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiic......
Ha ha ha haa - it's magic
Ha haa
Yeah yeah
Wooah!
It's a kind of magic


Pianoman
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  #42 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 17:35
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Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Wie kann man nur mit einem derart eingeschränkten Horizont leben...

Früher habe ich über solche Sachen auch gelacht, aber ich habe meine Erfahrungen gemacht. Wer im Gesundheitswesen arbeitet, sollte in der Lage sein, die Augen zu öffenen und dazuzulernen.
Jede Erkrankung ist immer eine Kombination aus mehreren Umständen, die eine Ursache gibt es nie. Daher habe ich es schon oft erlebt, daß den Leuten allein mit Schulmedizin nur unzureichend geholfen wird/geholfen werden kann bzw. Patienten mit dem Ergebnis einer Therapie nicht 100% zufrieden sind.
Was glaubt ihr, weshalb TCM, Naturmedizin etc etc auf dem Vormarsch sind? Nur weil das alles peanuts ist? Wie kann man nur so engstirnig sein!
Sicher kann man mit alternativer Medizin nicht alles heilen, aber man kann den Leuten das Leben etwas leichter machen, Nebenwirkungen einer Therapie erträglicher machen... Man muß nur seine Augen öffen und ausprobieren, worauf man gut reagiert.
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  #43 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 18:21
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Monsti
 
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Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Hallo Christiane,

genauso sehe ich's auch.

Die Kinder unseres Zahnarztes litten stark an Neurodermitis. Sie waren jahrelang in dermatologischer Behandlung, aber keine Therapie half, im Gegenteil, es wurde nur schlimmer. Wirklich helfen konnte erst ein Allgemeinmediziner mit Zusatzqualifikation in klassischer Homöopathie. Er behandelte die Kinder ausschließlich homöopathisch, worauf sie innerhalb von nicht einmal zwei Wochen geheilt waren. Dies ist jetzt ca. fünf Jahre her, die Neurodermitis tauchte nie mehr auf.

Man kann zur Homöopathie stehen wie man will, aber aus Unwissenheit (ich sag's mal ganz hart: mit wissenschaftlichem Tunnelblick) derart zynisch zu "diskutieren", empfinde ich als ganz und gar nicht angebracht.

Grüßle von
Angie

P.S. Aber eigentlich gehört dieses Thema längst in den Homöopathie-Thread ...
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  #44 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 18:58
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Autor Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Ich glaube, Christiane,

einen eingeschränkten Horizont hat die Anti-Esoterik/Komplementär/Alternativ-Fraktion
wirklich.
Aber das Leben damit fällt ziemlich einfach:

Zum einen, weil innerhalb dieses Horizonts die Dinge so funktionieren, wie es ähnlich beschränkte Leute wie Galilei, Newton, Eddington, Einstein, Gödel, Heisenberg, Olbers, Schrödinger, Hubble, Planck, Lorentz, Russel, Feynman, von Weizäcker, Hawking, Pasteur, Koch, Darwin, Dalton, Schwann, Virchow, Flemming, Lohschmidt, Avogadro, etc. pp. beschrieben und prognostiziert haben.

Zum anderen, weil Religion, Magie und Esoterik nicht unbedingt den Horizont der beschränkten, wissenschaftlichen Gemeinde zu erweitern in der Lage sind. Und zwar deswegen, weil die Überprüfung irrationaler Weltmodelle eigentlich noch nie zu einem Erfolg geführt hat. Und wir deshalb gut schlafen. Auch bei Vollmond.

Nix für ungut, junge Frau, aber bringen se doch mal ´n paar Beweise, die über das Niveau des üblichen, grandios therapierten Einzelfall hinausgehen.
Oder beantworten sie mal die eine oder andere Frage.

Zum Beispiel: Was passiert, wenn der Homöopath sich in der Wahl des Mittels geirrt hat und -nehmen wir mal an- Rhus toxicodendron C 30 verordnet hätte ?

- Nichts, das Mittel weiß schon, wann und wen es heilen muß!
- Wieder nichts, weil der Homöopath sich nicht irren kann!
- Dem Patienten gehts besser, weil er ein Placebo bekommt, aber es nicht weiss!
- O Gott, O Gott, Rhus tox. und auch in C 30. Und das ohne Anlass. Das gibt eine
Arzneimittelprüfung an Gesunden, die sich gewaschen hat. Armes Schwein.

Pianoman
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  #45 (Permalink)  
Alt 01.05.2007, 19:37
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Autor Standard AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 382 Tage alt

Ich will noch einmal einen etwas seriöseren Beitrag zum Thema "eingeschränkter Horizont" posten:

Zentraler Streitpunkt in diesem Forum ist die von der Richtung der bevorzugten Alternativmedizin unabhängig zu stellende Frage, ob Hochschulmedizin und Komplementärmedizin sich ergänzen und in friedlicher Koexistenz gedeien können.

Eine wesentlich Aufgabe eines solchen, der neutralen Information dienendem Forum, ist es, die Pluralität von Weltanschauungen, Paradigmen und Denkfiguren in der Medizin durchschaubar zu machen und diese kritisch herauszuarbeiten.


Denn eine immer wiederkehrende Behauptung der Komplementärmediziner ist, dass es einen Theorien- und Methodenpluralismus derart gäbe, dass Wissenschaftliche Medizin, Homöopathie, Anthroposophische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin u.ä. gleichwertige Medizintheorien seien.

Es wird dabe bewußt übersehen, dass es im Falle einer Konkurrenz erfahrungswissenschaftlicher Theorien wissenschaftstheoretische Kriterien gibt, die eine Entscheidung ermöglichen, welche Theorie die bessere, die überlegene ist.
Es sind dies: Zirkelfreiheit, innere und äussere Widerspruchsfreiheit (Konsistenz), Erklärungswert, Prüfbarkeit, Widerlegbarkeit, Testerfolg, Prognosefähigkeit, Reproduzierbarkeit, Fruchtbarkeit und weitere.

Der wesentliche Unterschied zwischen den verschiedenen medizinischen Theorien besteht in den Annahmen über die Entstehung von Krankheiten: Die wissenschaftliche Medizin geht seit Anfang des 19.Jahrhunderts davon aus, dass Krankheiten natürliche körperliche und psychische Ursachen haben, die mit rationalen, d.h. wissenschaftlichen Methoden analysiert (und behandelt) werden können, dass Krankheiten also z.B. nicht Folge der Sünde oder der falschen Mischung von 4 Säften (Humoralpathologie) sind, dass sie nicht mit geisteswissenschaftlichen Konstrukten (Anthroposophie), religiösen Prinzipien (Chinesische Medizin) oder mit der "Verstimmung" einer mysteriösen Lebenskraft (Homöopathie) zu erklären sind.


Die Anwendung der genannten Kriterien zur Bewertung konkurrierender Theorien zeigt, dass sie allein von der wissenschaftlichen Medizin erfüllt werden. Deshalb hat sie sich überall in der Welt durchgesetzt. Sie und die von ihr abgeleiteten therapeutischen und präventiven Verfahren haben als erste in der Geschichte der Medizin bewirkt, dass die durchschnittliche Lebenserwartung (als härtestes Kriterium für die Effektivität einer Medizin) von 30 - 40 auf 70 - 80 Jahre angestiegen ist.
Keine andere frühere und die heutige alternative Medizin war und ist hierzu in der Lage, keine hat auch ein annähernd vergleichbares effektives Praeventionskonzept. Es genügt eben nicht, bei spontan heilenden oder auch unheilbaren Krankheiten die Befindlichkeit oder die Lebensqualität zu verbessern oder Schmerztherapie zu betreiben, so wichtig das ist.
Aber es ist unsinnig, zur Behandlung solcher, in hohem Masse suggestiven Einflüssen unterliegenden Phänomene veraltete oder hochspekulative Medizintheorien anzuwenden. Diese Verfahren entfalten um so eindrucksvoller ihre Placeboeffekte, je geheimnisvoller, je exotischer die Theorie und ihre Praxis ist. Glaubt der Therapeut an sein Verfahren, so ist er umso erfolgreicher.
Seit Jahrzehnten versuchen diese Richtungen, neben anektodischen und unkontrollierten Beobachtungen wissenschaftlich haltbare Belege für die Tauglichkeit ihrer Theorien zu erbringen, d.h. Beweise für einen substantiellen Einfluss auf den Kranheitsverlauf - stets vergeblich.


Natürlich hat auch die wissenschaftliche Medizin längst nicht alle Probleme gelöst, aber ihre Theorie hat sich bisher als äusserst fruchtbar erwiesen. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass irgendeine alternative Theorie in der Lage sein wird, eines der offenen Probleme zu lösen, schon bisher gelang ihr das nirgends.
Die unkonventionellen Richtungen sind weder eine Ergänzung noch eine Erweiterung oder Komplementierung der wissenschaftlichen Medizin - sie sind unvereinbar mit ihr, weil es sich, ungeachtet ihres medizinhistorischen Interesses, um Pseudowissenschaften handelt. Sie gehören in die Asservatenkammer der Medizingeschichte.



Pianoman
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