AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 490 Tage alt
Hallo ama,
es las sich so, als hätten Sie den Kongress besucht. Schade.
Zur Diskussion über die Fähigkeiten der "alternativen Heilverfahren", die jemand nutzt, weil er/sie von der "Hochschulmedizin" (ich halte den Begriff für angemessener als Schulmedizin) enttäuscht ist, bleibt mir bei solchen pauschalen Äußerungen, wie sie in Ihrem Beitrag zu finden, immer nur ein einziges Argument:
Die selbsternannten Heiler, deren fachliche Qualifikationen - auch bei Heilpraktikern - fast immer anzuzweifeln sind, müssen zwangsläufig - um einen Kontrapunkt zur Hochschulmedizin zu setzen - auf Verfahren zurückgreifen, deren theoretisches Fundament in esoterischen Denkmodellen zu finden sind; was sie zweifelsohne tun.
Dass diese Denkmodelle von der Hochschulmedizin ignoriert werden, oder, so jedenfalls in den meisten Fällen, aufgrund der eindeutig erkannten Unwirksamkeit verworfen wurden, führt zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass ausschließlich Plazebo-Effekte für vermeindliche Heilerfolge verantwortlich sind.
Aber auf diese stellen die "Alternativmediziner" ganz sicher nicht ab, sie nehmen sie nur billigend in Kauf. Denn die Homöopathen oder die Bachblütentherapeuten sind genau so von der Wirksamkeit ihrer Präparate überzeugt, wie die Bioenergetiker glauben, sie könnten Energieströme einfangen und lenken, und damit eindeutig definierte biochemische Prozesse beeinflussen.
Worüber wollen wir also diskutieren, ama ?
Über Glaubenssätze oder über Fakten?
Oder über die Frage, was bei beispielsweise bei einer Bakterienruhr als Therapie besser geeignet ist: Die Verabreichnung von Ampicillin oder Tetracyclin oder doch lieber die Hochpotenz eines homöopathischen Brechmittels, weil als Symtom der Shigellose auch Erbrechen auftritt ?
Beschreiben Sie doch einmal ganz konkret, wo die Hochschulmedizin bei Ihnen versagt, und welches "Alternative Verfahren" ihnen zur Gesundung geholfen hat.
Pianoman
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