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1. Internationaler Kongress für Theomedizin

In dieser Diskussion geht es um "1. Internationaler Kongress für Theomedizin" im "Alternativmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Ach ja, ama, ich habe noch etwas vergessen. Sie berichten von den Fähigkeiten eines Biosense, eine Beeinträchtigung des Gehörs zu erkennen. Wie lange, glauben Sie, ...


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Alt 20.04.2007, 19:19   #61
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 543 Tage alt

Ach ja, ama,

ich habe noch etwas vergessen.
Sie berichten von den Fähigkeiten eines Biosense, eine Beeinträchtigung des Gehörs zu erkennen. Wie lange, glauben Sie, brauchen Sie selber, bei einem Gesprächspartner eine Schwerhörigkeit festzustellen ?
Selbst bei Säuglingen ist schon mit einfachen Techniken eine Störung des Hörsinns zu diagnostizieren, die Untersuchung gehört zum Programm der U3, die etwa zwischen der 4. und 6. Lebenswoche durchgeführt wird.

Also, leider kein Anzeichen für ein Wunder, sondern simple schulmedizinische Diagnostik. Es sei denn, sie hätten mit dem Therapeuten nicht gesprochen und auch nicht - beispielsweise durch Drehen des Kopfes in Richtung Schallquelle - angezeigt, dass Sie ein Problem mit dem Gehör haben.

Pianoman
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Alt 20.04.2007, 19:28   #62
Monsti
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 543 Tage alt

Hallo pianoman,

trotz Deiner umfassenden Erläuterungen kannst Du mich nicht überzeugen.

Zitat:
Der Plazebo-Effekt entsteht nicht nur aus dem nur intellektuell zu begründenden Vertrauen des Patienten in die Wirksamkeit der therapeutischen Maßnahmen, er ist auch einen Ergebnis erlebter, im Krankheitsfall erhöhter Zuwendung gegenüber Mensch und Tier.


Das ist, bitte entschuldige, Quatsch. Unsere Tiere werden nur bei bestimmten Problemen homöopathisch behandelt. Da gibt es weder sonderliche Sorgen, die ein Tier natürlich sofort spürt, noch eine besondere Zuwendung. Die Globuli kommen ins Futter und fertig. Wir setzen sie vor allem bei Durchfall und Erbrechen ein - stets mit prompter Wirkung.

Im übrigen bezweifle ich natürlich nicht, dass es den Placebo-Effekt gibt, der in der Medizin ja auch recht erfolgreich eingesetzt wird (auch in der Schulmedizin). Was ist dagegen zu sagen? Wenn Oma im Spital besser schlafen kann, weil sie meint, ein Schlafmittel bekommen zu haben, ist dies doch nur positiv, oder?

Du schreibst selbst, dass ca. 70% aller Erkrankungen ohne jede Maßnahme von selbst ausheilen. Das würde ich genauso sehen. Okay, meistens geht's ja nur darum, akute Beschwerden zu lindern und den Genesungsprozess zu beschleunigen. Dieses Ansinnen haben die Schulmedizin und die alternative Medizin gemeinsam.

Was aber hat das alles mit dem Kongress für Theomedizin zu tun?

Grüßle von
Angie
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Alt 20.04.2007, 20:19   #63
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 543 Tage alt

Ja klar monsti,

wie ich schon sagte, die meisten Krankheiten heilen von alleine. Durchfall und Erbrechen sind bei Mensch und Tier übrigens auch körpereigene Therapiemethoden oder besser normale Reaktionen, um unverträgliche oder verdorbene Lebensmittel, Fremdkörper oder auch pathogene Bakterien schnell wieder loszuwerden.
Dementsprechend fix ist auch die Krankheit erledigt. Und zwar ohne Medikamente oder Homöopathika.
Als Kinder bekamen wir bei solchen kurzfristigen Befindlichkeitsstörungen Salzstangen und Coca Cola, was sicher mehr Sinn macht, als Milchzuckerkügelchen. Weil nämlich das Salz der Salzstangen den möglichen Mineralstoffverlust ausgleicht und die Cola den Kreislauf ein wenig anregt. Ob ich aber Milchzucker, der ja auch eine leicht abführende Wirkung hat, einem an einer gastrointestinalen Infektionen akut Erkrankten geben würde...

Im übrigen wäre ich an Deiner Stelle garnicht so sicher, dass unbewußte Signale der Körpersprache Deinen Tieren nicht doch das eine oder andere Signal von Dir übermitteln. Die Tiere reagieren nämlich meist viel präziser auf dieser Kommunikationsebene als wir Menschen.

Zum Plazebo-Effekt kann ich nur wiederholt anmerken, dass die "Alternativmedizin" nicht auf ihn abstellt, sondern ihn allenfalls billigend in Kauf nimmt. Die Homöopathie ist genauso wie die Bioenergetik von der Wirksamkeit ihrer Mittel/Therapien überzeugt. Sonst müßten sich ihre Vertreter doch eingestehen, dass ihre Mittel/Therapien wirkungslos sind.

Zur Theomedizin und der deplazierten Homöopathie:
Also, wenn ich mich richtig erinnere, ist diese Thema durch einen Beitrag von mämchen aufgekommen und von ama weitergeführt worden. Außerdem hast Du Dich doch auch schon zu diesem Thema geäußert.
Aber wenn Du meine Beiträge komplett gelesen hättest, wäre Dir sicher der große Zusammenhang aufgefallen.

Im übrigen will ich Dich nicht überzeugen, meine Krankenkasse dagegen schon eher. Nämlich davon, dass sie den Leuten, die mit chronischen Prozessen nach Homöopathen-Behandlungen dann doch zum Schulmediziner gerannt kommen, die Mehrkosten für die Behandlung in Rechnung stellt.

Pianoman
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Alt 20.04.2007, 20:31   #64
Monsti
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 543 Tage alt

Hallo pianoman,

Zitat:
Durchfall und Erbrechen sind bei Mensch und Tier übrigens auch körpereigene Therapiemethoden oder besser normale Reaktionen, um unverträgliche oder verdorbene Lebensmittel, Fremdkörper oder auch pathogene Bakterien schnell wieder loszuwerden.


Ach nee! Na, sooooo eine Neuigkeit! *lach* Nicht böse sein, aber das ist doch ein alter Hut, oder? Wenn Dir die Viecher aber alle Nas' die Bude vollkotzen und den Stuhl nicht halten können, möchte man den Prozess aber doch gerne abkürzen. Den Tieren komme mal mit Cola und Salzstangen!

Bester Pianoman, bisher bin ich für die Kosten jeder homöopathischen Therapie höchstpersönlich selbst aufgekommen. Ich denke, das ist bei der überwiegenden Mehrzahl, die bei Alltagsbeschwerden lieber auf homöopathische Mittel oder auch auf Naturmedizin zurückgreifen, genauso. Was haben also die Krankenkassen damit zu tun? Wo ist Dein Problem?

Nein, der große Zusammenhang fällt mir nicht auf, obwohl ich 1. alles von Dir durchgelesen habe und 2. nicht auf den Kopf gefallen bin.

Mit Theomedizin habe ich absolut nichts am Hut (obwohl ich Theologin bin), diese hat aber mit anderen alternativmedizinischen Therapien weder bezüglich des Grundgedankens noch hinsichtlich der praktischen Ausführung etwas zu tun. Deshalb würde ich Dich bitten, hier eine Differenzierung vorzunehmen.

Liebe Grüße
Angie

Geändert von Monsti (20.04.2007 um 21:24 Uhr).
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Alt 20.04.2007, 21:37   #65
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 543 Tage alt

Bis repetita non placent, monsti!

Na gut, aber nur noch ein letztes Mal:
Homöopathie beruht genau so wie Bioenergetik (nach Philippi) auf bestimmten Hypothesen, wie die Welt beschaffen ist, d.h. aufgrund welcher Gesetzmässigkeiten sie funktioniert, aus welchen Bestandteilen sie besteht, welche Korrelationen und welche Kausalitäten existieren.
Diese Annahmen sind in der Regel mit den Naturgesetzen, die wir kennen und deren Wirkung wir bewußt oder unbewußt in jedem Moment unserer irdischen Existenz erleben, nicht kompatibel. (Das ist der große Zusammenhang!)

Nur als Beispiel:

In Wasser entstehen keinen Abbilder von gelöster Materie.
Deswegen funktioniert die Potenzierung von Substanzen nicht.

Atome haben keine geistigen Eigenschaften, die auf Wasser übertragbar sind.
Deswegen funktioniert die Potenzierung von Substanzen nicht.

Würde die Potenzierung von Stoffen in Wasser funktionieren, würde jeder Tropfen Wasser dieser Welt über eine ungezählte Anzahl von geistartigen Abbildern verfügen.
Da der Mensch aus etwa 60% Wasser besteht, würden ständig alle möglichen Substanzen mit ungeheuerem Wirkungspotential im Körper vorliegen. Damit aber wären spezifische biochemische Reaktionen weder möglich noch steuerbar.
Unsere Zellen sind aber auf das Vorhandensein und genau so auch auf die Abwesenheit bestimmter Stoffe zu definierten Zeiten angewiesen.

Denn Schluß daraus zu ziehen, überlasse ich Dir.

Weiterhin:

Die Bioenergetik u.a. geht davon aus, das in unserem Universum eine Energieform existiert, die sich nicht nachweisen lässt, aber überall vorhanden ist. Die auch keine Wechselwirkung mit den uns bekannten Materieformen eingeht, aber dennoch von "Eingeweihten" spür-, lenk- und konzentrierbar ist, sowie auch zur Interaktion mit biochemischen Strukturen in der Lage ist. Das ist nicht nur ein Widerspruch in sich, sondern lässt sich auch mit dem grundsätzlichsten aller physikalischen Prozesses, nämlicher der Entropie, nicht in Übereinstimmung bringen. Die Entropie lässt einfach eine solche Energieform nicht zu. Aber ohne die Entropie gäbe es unser 4-dimensionales Universum nicht. Die Entropie ist seine grundlegende Voraussetzung und auch Eigenschaft.

Auch hier überlasse ich Dir die Schlußfolgerungen.

Aber bevor Du diese ziehst, empfehle ich noch einen Blick in ein gutes Standardwerk zur Biologie und zur Physik.

Im übrigen, wenn Deine Tiere ständig erbrechen, haben diese vielleicht ein schwerwiegenderes Problem. Wie wäre es denn mal mit einem Tierarzt und einer haltbaren Diagnose ?
Aber mal ganz praktisch gefragt: Was verhindern Globuli nach dem Erbrechen? Ein weiteres Erbrechen ? Aber warum kotzen sie Dir dann ständig die Bude voll ? Vielleicht solltest Du ihnen das Homöopathikum prophylaktisch geben. Ach nein, das wäre ja dann eine Arzneimittelprüfung an Gesunden. Dann müssten sie ja kotzen. Oder?

Und zur Finanzierung homöopathischer Behandlungen. Mir geht es nicht darum, wem das Geld für teueres Wasser hinterher geworfen wird.
Mir geht es nur darum, dass die Solidargemeinschaft in den Krankenkassen dann nicht belastet wird, wenn die unnötige Verzögerung einer wirksamen Therapie durch eine unwirksame, letztendlich zu ungleich höheren Kosten führt. Wenn nämlich, wie so oft, des Homöopathen Kügelchen es nicht geschafft haben, die Entwicklung einer chronischen Bronchitis als Folge einer schlecht therapierten Virusinfektion der oberen Atemwege zu verhindern.
(Nur ein Beispiel. Mir fallen da aber noch ein paar andere ein.)

Pianoman
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Alt 20.04.2007, 22:43   #66
mämchen
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 543 Tage alt

Meine Krankenkasse erkennt Hömöopathie (auch schon vor der Aufnahme in den Leistungskatalog) sowie Akupunktur bei Knie- und Rückenproblemen als wirksame Heilmethoden an. Ebenso ist sie sehr fortschrittlich bei Massnahmen zur Gesundheitsvorsorge.

Würde sie freiwillig für etwas bezahlen, dessen Unwirksamkeit bewiesen wäre?


Bisher nur schulmedizinisch behandelt, geriet ich kürzlich an einen Dr. med., der mir zunächst eine Behandlung auf homöpathischer Grundlage vorschlug, die dann auch erfolgreich abgeschlossen wurde.

Unser Hund litt an Athrose. Mit einem homöpath. Medikament von der Tierärztin läuft sie wieder schmerzfrei.

Ob das nun als "Wunder des Glaubens" zerpflückt wird, ist mir völlig wurscht. Es hat uns geholfen, und gut ist.

Ute
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Alt 20.04.2007, 23:06   #67
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 543 Tage alt

Nun mämchen,

es ist ein bedauernswertes Phämomen des Konkurrenzkampfs um zahlende Mitglieder, das Krankenkassen auch pseudowissenschaftliche Heilmethoden finanzieren. Ich werde auf jeden Fall alles was in meiner Macht steht tun, um diese Auswüchse zu verhindern oder rückgängig zu machen.

Zu ihrem Hund möchte ich nur anmerken, dass ich dessen Sprachkenntnisse bewundere. Anders wird das Tier kaum in der Lage gewesen sein, Sie über seinen Zustand zu informieren.
Nur am Rand möchte ich Ihnen mitteilen, dass chronische degenerative Prozesse des Bewegungsapparates oft schubweise verlaufen und von einer Vielzahl sogenannter Triggerfaktoren abhängig sind. Ernährung, Belastungssituation, allgemeine Konstitution und sogar das Wetter können wesentliche Rollen spielen. Nennen sie mir doch einemal das Präparat, was Ihrem Hund verordnet wurde. Vielleicht kann ich Ihnen dazu ein paar Worte schreiben.

Pianoman
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Alt 20.04.2007, 23:15   #68
mämchen
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 543 Tage alt

Zitat: von Pianoman
Zu ihrem Hund möchte ich nur anmerken, dass ich dessen Sprachkenntnisse bewundere. Anders wird das Tier kaum in der Lage gewesen sein, Sie über seinen Zustand zu informieren.

Pianoman
Nun, Pianoman,

das ist ganz einfach: wenn der Hund nicht oder nur kurze Strecken Gassi gehen mag, wenn er deutlich sichtbar hinkt, sagt er mir, dass er Schmerzen hat.
Und wenn er nach einiger Zeit wieder freudig läuft, gleichmäßig trabt und springt, heißt das: es geht mir gut, mir tut nichts weh!

Ute
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Alt 21.04.2007, 17:10   #69
Monsti
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 542 Tage alt

Mensch Ute,

und da dachte ich schon, Dein Hund würde mit Dir im astreinem Hochdeutsch parlieren. Aber Du hast Recht, der alte Labrador-Rüde meiner Zahnärztin wurde mit einer C30-Potenz Rhus tox behandelt, nachdem er wegen seiner Hüftgelenksarthrose kaum mehr laufen konnte. Am nächsten Tag war es dann so schlimm, dass er gar nimmer aufstand (die Erstverschlimmerung, für die Rhus tox ja sehr bekannt ist). Am übernächsten Tag schon lief er wieder problemlos, und zwar bis zu seinem Tod im Alter von 13 ca. 1,5 Jahre später.

Amüsiertes Grüßle von
Angie
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Alt 21.04.2007, 17:14   #70
Monsti
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 542 Tage alt

Hallo pianoman,

Zitat:
Ich werde auf jeden Fall alles was in meiner Macht steht tun, um diese Auswüchse zu verhindern oder rückgängig zu machen.


Nun, dann kann man nur inständig hoffen, dass Du keinen Erfolg hast. Ohne die Alternativmedizin stünde ich nämlich permanent unter Schmerzmitteln. Im Gegensatz zu meinen Therapien (Akupunktur und Osteopathie) haben Schmerzmittel nämlich Nebenwirkungen. Darauf kann ich gut verzichten.

Grüßle von
Angie
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Alt 21.04.2007, 21:36   #71
Smurf
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 542 Tage alt

Zitat: von Pianoman
Mir geht es nur darum, dass die Solidargemeinschaft in den Krankenkassen dann nicht belastet wird, wenn die unnötige Verzögerung einer wirksamen Therapie durch eine unwirksame, letztendlich zu ungleich höheren Kosten führt. Wenn nämlich, wie so oft, des Homöopathen Kügelchen es nicht geschafft haben, die Entwicklung einer chronischen Bronchitis als Folge einer schlecht therapierten Virusinfektion der oberen Atemwege zu verhindern.
(Nur ein Beispiel. Mir fallen da aber noch ein paar andere ein.)

Pianoman
Hi Pianoman,

anhand Deines Beispieles mit der Bronchitis (harmloses Bsp. ), kann auch ich nur hoffen, daß nicht alle Krankenkassen die Homöopathie blind bezahlen und danach dann eben doch wieder die schulmedizinische Behandlung, wenn Globulis und Co nichts gebracht haben oder gar eine Verschlimmerung der Krankheit(en). Nicht umsonst ist in der neuen Gesundheitsreform auch beschlossen worden, daß Menschen, die sich z.B. piercen lassen, die Folgekosten bei Entzündungen oder ähnlichen Folgen dann privat zahlen zu müssen. Also, wenn nun ein Patient mit einer verschleppten Bronchitis nur von einem HP bhandelt werden möchte, diese Bronchitis wird immer schlimmer, vielleicht mit nachfolgender Pneumonie , dann wäre ich sehr dafür, daß der Patient die nachfolgenden schulmedizinischen Behandlungen selber zahlt.

Da ich leider nicht weiß, ob es auch Heilpraktiker gibt, die irgendwann selber an ihre Grenzen kommen und das natürlich auch einsehen und den Patienten dann auch wieder in die Schulmedizin zurückführen, möchte ich also hier nicht behaupten, daß ich dafür bin, daß jeder Patient, der durch Homöopathie noch schlimmer erkrankt (Verschleppung von Krankheiten etc), die folgenden schulmedizinischen Sachen privat bezahlen muß. Bei eigenem Verschulden aber schon....

@ Monsti,

ich meine hier nicht die unterstützenden oder begleitenden Sachen, so wie das bei Dir ist, denn Du bist ja auch noch offen für die Schulmedizin. Dann ist das mit den Kosten auch wieder was ganz anderes, denn Du beharrst ja nicht darauf, Dich nur noch alternativmedizinisch behandeln zu lassen.

Viele Grüße, Andrea

Geändert von Smurf (21.04.2007 um 21:43 Uhr).
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Alt 21.04.2007, 22:06   #72
mämchen
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 542 Tage alt

@ smurf: Zitat aus der Information meiner Kasse: "Die Kasseübernimmt die vollen Kosten für die Anamnese, Beratung und Behandlung beim Arzt und rechnet diese direkt mit ihm ab. Die Patienten tragen die Kosten für Medikamente u. Praxisgebühr. Das neue Leistungsangebot entspricht hohen Standards. Die teilnehmenden Ärzte u. Apotheker müssen umfangreiche Vorkenntnisse u. Qualifikationen im Fach Homöop. nachweisen u. sich ebenso wie ihr Praxispersonal ständig weiterbilden. Die homöop. Leistung kann nur von niedergelassenen Kassenärzten, die auch Homöopathen sind, abgerechnet werden, allerdings nicht von Heilpraktikern. Die zertifizierten Partnerärzte sind zugelassene Ärzte, die im DZVhÄ organisiert sind. Zusammen mit einem erfahrenen Arzt kann der Versicherte gemeinsam abwägen, ob die >klass. Schulmedizin< oder Homöopathie im Einzelfall die richtige Therapieform ist." Zitatende.

Mir wurde beide Male "zunächst" naturheilkundliche Behandlung/Homöopathie angeboten, da hier keine unerwünschten Nebenwirkungen zu erwarten sind. Die Option der klass. Schulmedizin blieb selbstverständlich offen.

Liebe Grüße

Ute

PS.: Wir sind schon eine ganze Weile "off topic"!

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Alt 21.04.2007, 22:06   #73
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 542 Tage alt

Gott sei Dank monsti,

war es von Rhus toxicodendron nur C30 und dem großen Manitu sei ebenfalls Dank, konnte sich das Homöopathikum daran erinnern, nicht die toxischen Bestandteile des Giftsumach mit zu potenzieren. Wer weiß was sonst passiert wäre?
Zumal ja auch noch das für die individuelle Behandlung in der Homöopathie so typische, individuell passende Arzneimittelbild für den Hund gar nicht gefunden wurde, sondern auf ein Komplexmittel aus der Humanhomöopathie zurückgegriffen wurde.

Mir ist zwar der Gift-Sumach als Pflanze insoweit bekannt, dass man in tunlichst meiden sollte. Aber wenn eine einzige Gabe eines Mittel aus diesem Gewächs in einer garantiert wirkstofffreien Verdünnung reicht, um eine Hüftgelenksathrose verschwinden oder wenigstens schmerzfrei werden zu lassen, warum, um aller Herren willen, weiß die Orthopädie davon noch nichts.

Ich glaube, den Ärzten stände das Wasser in den Augen vor Glück, über ein so potentes Heil- und Schmerzmittel zu verfügen.
Du bist doch Theologin, monsti, oder ? Schreie es von der Kanzel.

Für die anderen, die an monstis Schilderung zweifeln:

Der Gift-Sumach (Rhus toxicodendron)

Die ganze Pflanze ist sehr stark giftig.

Die Inhaltsstoffe des Gift-Sumachs sind die stärksten natürlich vorkommenden Kontaktallergen. Schon sehr geringe Mengen, um den Mikrogramm-Bereich, reichen für die starken Reizwirkungen. Der erste Kontakt mit der Pflanze führt zu einer Sensibilisierung. Nach einem erneuten Kontakt, wobei der Milchsaft die gefährlichste Substanz ist, kommt es innerhalb von 2 - 5 Tagen zu der allergischen Kontaktdermatitis. Sie besteht aus Rötung, Blasenbildung, sehr starkem Juckreiz oder sogar Schmerzen. Die blasen enthalten eine klare Flüssigkeit. Die Körpertemperatur steigt. Die Hauterscheinungen können Wochen- bis monatelang bestehen bleiben und klingen nur sehr langsam ab. Auch ohne einen erneuten Kontakt mit der Pflanze können an den betroffenen Stellen selbst nach Jahren wieder allergische Erscheinungen auftreten, die sich als Nachschübe der ehemals erlittenen Dermatitis diagnostizieren lassen.
In Amerika sind ungefähr 70 % der Bevölkerung gegen den Gift-Sumach allergisch. Nach Schätzungen erkranken ungefähr zwei Millionen Patienten in den USA an einer Rhusdermatitis. Alle durchgeführten Präventivmaßnahmen waren erfolglos.
Die vorhandene Überempfindlichkeit bleibt erhalten. Patienten, die innerhalb von fünf Jahren erneut Kontakt mit der Pflanze haben, reagieren sehr viel heftiger und schneller, als Patienten bei denen der erste Kontakt mit der Pflanze schon länger zurückliegt. Einwirkungen auf das Auge können zu schweren Schädigungen der Horn- und Bindehaut führen. Ein vorübergehender oder auch bleibender Verlust der Sehkraft kann durch Trübungen der Hornhaut eintreten.

Oral aufgenommene Pflanzenteile führen zu einer starken Reizung des Mund-Rachenbereichs, des Magen-Darm-Traktes und zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfallen mit blutigen Anteilen und schweren, schmerzhaften Koliken. Erregungszustände bis zu Bewusstseinsstörungen und Bewusstlosigkeit sind durchaus möglich. Die Nieren werden stark in Mitleidenschaft gezogen. Es kann zur Hämaturie und sogar zu einer Nephritis kommen. Bei geringen Dosen wird die Diurese gefördert, bei höheren Dosen erfolgt aber eine Abnahme der Diurese. Die orale Aufnahme ist meist durch eine Überdosierung mit homöopathischen Arzneimittel bedingt.

Für Tiere ist die Aufnahme der Pflanzenteile in der Regel tödlich.

Soviel dann zur sanften, nebenwirkungsfreien Homöopathie.

Pianoman

Geändert von Pianoman (21.04.2007 um 22:26 Uhr). Grund: Text nicht komplett übernommen
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Alt 22.04.2007, 06:58   #74
Smurf
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Standard AW: 1. Internationaler Kongress für Theomedizin - Dieser Beitrag ist 542 Tage alt

Zitat: von mämchen
@ smurf: Zitat aus der Information meiner Kasse: "Die Kasseübernimmt die vollen Kosten für die Anamnese, Beratung und Behandlung beim Arzt und rechnet diese direkt mit ihm ab.

Die homöop. Leistung kann nur von niedergelassenen Kassenärzten, die auch Homöopathen sind, abgerechnet werden, allerdings nicht von Heilpraktikern. Die zertifizierten Partnerärzte sind zugelassene Ärzte, die im DZVhÄ organisiert sind. Zusammen mit einem erfahrenen Arzt kann der Versicherte gemeinsam abwägen, ob die >klass. Schulmedizin< oder Homöopathie im Einzelfall die richtige Therapieform ist." Zitatende.

Hi Ute,

das beruhigt mich ja dann doch, daß auch Deine KK nicht alle Heilpraktiker anerkennt und bezahlt. Denn genauso handhabt meine KK das auch... Es gibt ja leider auch unter den HP's immer noch so Leutchen, die nach 3 Wochenendseminaren meinen, nun seien sie fit und allwissend in Homöopathie, dieses trifft aber auch nicht nur auf Heilpraktiker zu.

Liebe Grüße, Andrea
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Alt 22.04.2007, 07:51   #75
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Hallo Andrea,
unterscheidet man nicht zwischen Heilpraktikern und Homöopathen (w/m)?
Bei den Homöopathen (w/m), bei denen ich gewesen bin, die hatten zuvor ihr Studium in Medizin abgeschlossen und haben dann noch einmal die Ausbildung zum Homöopathen gemacht (Ausbildungszeit 2 oder 3 Jahre).

Liebe Grüße
Julchen

__________________________
leben und leben lassen.
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