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1. Internationaler Kongress für TheomedizinDies ist eine Diskussion �ber "1. Internationaler Kongress für Theomedizin" im "Alternativmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.netHallo artemisia, im Zusammenhang mit geistigen Heilverfahren müssen wir davon ausgehen, dass ein möglicher positiver Effekt, d.h. eine Zustandsverbesserung, auf das Wissen um Fürsorge zurückzuführen ... |
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| | #211 (Permalink) |
| Glaubt an nix! ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Hallo artemisia, im Zusammenhang mit geistigen Heilverfahren müssen wir davon ausgehen, dass ein möglicher positiver Effekt, d.h. eine Zustandsverbesserung, auf das Wissen um Fürsorge zurückzuführen ist. Deshalb vereinbaren professionelle Heiler auch Zeitpunkte, zu denen "gesendet" wird, weil dadurch der Klient sich eine Wirkung besser suggerieren kann. Fernheilung ist generell - zumindest unter Beachtung unserer Naturgesetze - nicht möglich; egal ob mit oder ohne Wissen der Betroffenen. Fernheiler können nicht heilen. Wie schon gesagt, der einzig denkbare Effekt beruht auf der Einbildungskraft des Klienten. Gute Nacht, Pianoman |
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| | #212 (Permalink) | |||||||||||||||
| Gast |
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| | #213 (Permalink) |
| Glaubt an nix! ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Hallo Frosch, solange die Dame mandalaya (oder irgend ein ander Geist- und Fernheiler) nicht irgendeine schlüssige Erklärung dafür abliefert, wie der Prozess der Fernheilung unter Beachtung unbestreitbarer naturwissenschaftlicher Gesetzmässigkeiten funktionieren kann, kann man beruhigt von völligem Nonsens sprechen. Erfolgt die Fernheilung als Rechtsgeschäft zwischen Heiler und Klient, würde ich auch von Betrug reden. Obwohl ich mittlerweile denke, dass jeder, der sich auf solche Verfahren einlässt, auf genügend neutrale Informationsquellen zurückgreifen kann um sich über das Verfahren ausreichend zu informieren. Mein Mitleid gegenüber denen, die nach zwangsläufigen Mißerfolgen nach dem Verbraucherschutz oder einem Rechtsanwalt schreien, hält sich in Grenzen. Zu bedauern sind allerdings diejenigen, denen die Kritikfähigkeit im Laufe einer solchen Behandlung abhanden kommt. Wenn ein Mensch ein Jahr lang in eine solche Behandlung mitmachen könnte, um dann zu realisieren: "Ah, jetzt habe ich mich verrannt", und aussteigen würde, dann hätte er einen wichtigen Lernprozess gemacht, der ihn künftig für ideologische Beeinflussungsversuche sensibilisieren würde. Aber gerade, weil es sich dabei um eine Form von psychischer Manipulation handelt, ist die Gefahr in Abhängigkeiten zu geraten, relativ groß. Bestimmte, immer wiederholte Rituale können endorphine Reaktionen (Endorphine: vom Gehirn ausgeschüttete, euphorisierende Substanzen) auslösen, die wiederum zu Suchtverhalten und emotionaler Regression führen können. Und auf diese Weise findet kein Lernen mehr statt. Erst nach einem meist schmerzhaften Prozess, erst, wenn die "Batterie" entgültig leer ist und jemand in einen derartigen Psychostress gerät, dass er nicht mehr die Kraft hat, die Fassade des Selbstbetrugs aufrechtzuerhalten, findet dann der Ausstieg aus solchen Heilverfahren - meist verbunden mit einer großen Seelenkrise - statt. Nicht selten wird danach professionelle psychologische Betreuung benötigt. Wenn jemand mit seinem ganzen Bewusstsein längere Zeiträuime hinweg von einer irrealen Ideenwelt besetzt gewesen ist, ist es fast so, als käme er vom Mond und müsste sich hier eine neue Identität aufbauen. Pianoman |
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| | #214 (Permalink) |
| Glaubt an nix! ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Betr.: Gute Geschäfte Die Firma Philippi hat nach eigener Darstellung bisher ca. 1300 Biosens ausgebildet. Damit erzielte sie -allein aus der Vermarktung des Begriffs Biosens, sonst gibt es keinen Grund für diese Ausbildung - einen Umsatz von etwa 2.7 Millionen Euro. Dafür, dass mit dieser Ausbildung keinerlei offiziell anerkannte Qualifikation verbunden ist und insoweit auch für die Inhalte der Ausbildung (Dauer etwa 60-80 Stunden) sowie die Qualifikation der Dozenten keinerlei Anforderungen vorliegen, handelt es sich doch um ein nettes, dauerhaftes und wohl auch lukratives Geschäft. Nicht umsonst hat der "Victor" ein Domizil, das wohl für die meisten Menschen unerschwinglich ist. Schlechtes darf ruhig teuer sein. Pianoman |
| Geändert von Pianoman (20.07.2007 um 12:15 Uhr). | |
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| | #215 (Permalink) |
| Ganz neu hier ![]() | Hi Pianoman, möchtest Du in gewissen Ansätzen recht haben, so werde ich Dir einge Fragen zum Thema "Wissenschaftlich nachgewiesen" geben. Ist eine Mücke nachweissbar, wenn ich ihren Gewicht mit eine Wage für die LKWs ermitteln versuche (weil mir nichts anderes zur Verfügung steht)? Sie wiegt doch nichts, also es darf sie nicht geben. Wie ist es mit einer Zelle - sie besteht doch aus 80% aus etwas, was man als ein immaterieles Nichts bezeichnen darf? Wie erfahren die Zugvögel, wann der richtige Zeitpunkt zum Rückflug ist? Und jetzt versetzt Du dich ca 500 Jahre zurück und versuche den Menschen zu erklären, wie ein Fernseh oder Dein Handy funftionieren. Wahrscheinlich würdest Du aus (für die damalige Zeit geltenden) Ethikgründen auf dem Scheiterhaufen verheitzt. So etwas haben damals auch Menschen erfahren, welche das wissenschaftlich nachgewiesene Faktum angezweifelt haben, dass die Erde eine Scheibe ist. Das Problem ist, dass die wissenschaftliche Nachweisbarkeit von den Methoden und Werkzeugen abhängig ist, welche ihr in gegebenem Zeitalter zur Verfügung stehen. Wielleicht sollten wir das, was wir mit unserem Mitteln nichr ergründen können nicht verneinen oder verteuffeln, auch wenn sich vielleicht Jörg und H. Philippi etwas ünglücklich ausgedruckt haben. Ich glaube, wir sollen uns offen der Herausforderung des Unbekannten oder Unergrüdlichen stellen. Ich empfehle Dir sich mit Persönlichkeiten wie Tesla, Dr. Heissenberg, Einsteinn, Bohr, Prof. Popp (Nachweiss der Meridiane), Emoto (Wasser als Informationsträger) u.w.a (insbesonders Quantumphysik) befassen - sie haben nämlich die geistigen Schalplatten der Ära im letzten Jahrhundert ziemlich angekratzt und die Newtonische Weltanschauung damaliger Zeit auf dem Kopf gestellt. Alle müssten eigentlich nach Deiner Auffassung als Scharlatane abgestemmpelt werden. VJS |
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| | #216 (Permalink) |
| Glaubt an nix! ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @ VJS Zitat: ... möchtest Du in gewissen Ansätzen recht haben, Wenn die Ansätze richtig sind, stimmt in der Regel auch der Rest. Alte Regel der Mathematiklehrer... Zitat: Ist eine Mücke nachweissbar, wenn ich ihren Gewicht mit eine Wage für die LKWs ermitteln versuche (weil mir nichts anderes zur Verfügung steht)? Sie wiegt doch nichts, also es darf sie nicht geben. Zuerst einmal stimmt die Behauptung nicht, eine Mücke würde nichts wiegen. Sie beeinflusst auch die LKW-Waage. Deren Skala ist aber auf andere Gewichtsbereiche angelegt. Das ist eine pragmatische Entscheidung der Nutzer. Wäre die Gewichtskraftanzeige so konzipiert, dass sie den Zehntelgrammbereich darstellt, wäre auch das Gewicht der Mücke auf der LKW-Waage darstellbar. Ich verrate Ihnen mal einen Trick: Wenn die Skala einer Waage zu grob gerastert ist, erhöhen Sie einfach die Stückzahl der zu wiegenden Gegenstände, bis Sie ein eindeutiges Ergebnis haben, dann teilen Sie den Meßwert durch die Anzahl der gewogenen Objekte, schon haben Sie das Gewicht für das Einzelstück. Funktioniert bestimmt. Außerdem gibt es auch mehr Kriterien für die Existenz einer Mücke. Beispielsweise deren Stich. Und ihre Gesumme an meinem Ohr. Außerdem kann ich das Tierchen sehen, und wenn ich dann schnell genug bin, habe ich auch etwas amorphen Zellmatsch auf dem Arm kleben. Im übrigen: Falls Sie mal eine Variante dieses unglaublich beknackte Beispiels suchen, wie wäre es denn mit ´nem Elefanten und ´ner Briefwaage. Und dann stellen Sie die Frage, ob der Elefant deswegen nicht existiert, weil er die Briefwaage zermatscht hat. Zitat: Wie ist es mit einer Zelle - sie besteht doch aus 80% aus etwas, was man als ein immaterieles Nichts bezeichnen darf? Tatsächlich? Also ich habe gelernt, das z.B. tierische Zellen etwa aus 80 - 85 % aus Wasser bestehen, dazu addieren sich 10 - 15 % Proteine, Lipide sind mit 2 - 4 % am Zellaufbau beteiliegt. Polysaccharide findet man in Mengenanteilen zwischen 0,2 - 1,4 %. Dann wäre da noch die DNS und die RNS, die zusammen etwa 1,2 % der Zellmasse ausmachen. Nicht zu vergessen diverse organische und anorganische Moleküle sowie Ionen, die insgesamt mit etwa 2 % vertreten sind. Wo ist denn da das immaterielle Nichts ? Und weil wir schon bei diesem schönen Begriff sind. Gibt es eigentlich auch ein materielles Nichts ? Und wodurch unterscheidet sich immaterielles Nichts vom normalen Nichts ? Zitat: Wie erfahren die Zugvögel, wann der richtige Zeitpunkt zum Rückflug ist? Keine Ahnung, da habe ich im Biologieunterricht wohl blaugemacht. Aber fragen wir doch mal einen Ornithologen, beispielsweise Franz Bairlein vom Institut für Vogelforschung, Wilhelmshaven: Aus einem Text von Bairlain: Lange Zeit herrschte die Annahme, dass Vogelzug unmittelbar durch Umweltfaktoren ausgelöst wird. Oft beschrieben ist so z.B. die Winterflucht: Massenzug von beispielsweise Mäusebussard, Eichelhäher und Buchfinken beim Auftreten von Kaltfronten oder nach Schneefall Auffällig sind auch massenhafte Rück-wanderungen bei Warmlufteinbrüchen in Mitteleuropa im Frühjahr. Kiebitze können in Mittelfrankreich ausharren, um dann bei günstiger Witterung von dort rasch in ihre mitteleuropäischen Brutgebiete einzu-wandern. Ganz anders ist dies jedoch bei den langstreckenziehenden Zugvögeln, die in den Tropen überwintern. Sie verlassen ihre Brutgebiete bereits mitten im Sommer, wenn noch ausgezeichnete Umweltbedingungen herrschen. Umgekehrt verlassen sie ihre tropischen Wintergebiete trotz dort herrschender weitgehender Konstanz der Umweltbedingungen so rechtzeitig und präzise, dass sie in ihre Brutgebiete alljährlich zu nahezu dem gleichen Termin zurückkehren. Als möglicher Auslöser für diesen präzisen Zugablauf wurde die jahreszeitliche Schwankung in der Tageslänge, die Photoperiode, vermutet. So stellte man sich vor, dass die abnehmende Tageslänge im Som-mer und Herbst den Zug gen Süden auslöst, die zunehmende Tageslänge im Frühjahr dagegen den Zug gen Norden. Für Vögel, die am Äquator überwintern, kann dies jedoch nicht funktionieren, da dort die Tageslänge das ganze Jahr über nahezu konstant ist. Dennoch aber kehren auch sie alljährlich im Frühjahr mit so hoher Präzision in ihre Brutgebiete zurück, dass sie deshalb oft auch als Kalendervögel bezeichnet werden. Grundlage hierfür ist, dass diese Vögel über ihren eigenen, einen angeborenen, Kalender verfügen, der ihnen den Zeitpunkt zum Aufbruch bestimmt, sei es im Herbst, wenn sie erstmals allein auf ihren ersten Wegzug gen Süden aufbrechen, oder im Frühjahr beim Heimzug aus dem Winterquartier. Dieser Entdeckung kam zugute, dass sich bei entsprechender Erfahrung junge Zugvögel per Hand mit der Pinzette aufziehen und anschließend sehr gut unter kontrollierten Bedingungen mit gleicher Tageslänge, Umge-bungstemperatur, Luftfeuchtigkeit und Futter im Käfig halten lassen. Hier zeigen sie ihr dem Freilandver-halten entsprechendes Zugverhalten. Sie sind im Käfig nur dann nachts aktiv, als Ausdruck ihres nächtli-chen Zuges, wenn sie auch im Freiland ziehen würden. Nur zu ihren arttypischen Zugzeiten zeigen sie im Käfig ihre nächtliche Zugunruhe. Diese nächtliche Zugunruhe hält über einige Wochen an, der Zeit, in der der Vogel im Freiland nach Afrika ziehen würde. Anschließend ist der Vogel für einige Wochen nachts wieder inaktiv, bevor im Frühjahr die nächtliche Zugunruhe wiederkehrt und dem Vogel den Aufbruch zum Heimzug bestimmt. Heute wissen wir, dass zahlreiche Zugvogelarten über einen solchen inneren Jahreskalender verfügen, der zeitlich richtig in entsprechende Zugdisposition (Zugwilligkeit) bringt und sicherstellt, dass sie zum richtigen Zeitpunkt zu ihrem Zug aufbrechen und ihn auch zeitgemäß beendigen. Die Menge an Zugunruhe, die vom Vogel in einer Zugsaison produziert wird, gibt im auch die Entfer-nung an, die er zurückzulegen hat. Arten, die nur sehr kurze Strecken ziehen, wie die auf Sardinien vor-kommende Sardengrasmücke, zeigen sehr wenig Zugunruhe, unsere heimische Mönchsgrasmücke, die in Spanien überwintert erheblich mehr entsprechend ihres weiteren Zugweges, aber nur halb so viel wie die doppelt so weit nach Westafrika ziehende Gartengrasmücke. Zwischen Zugweglänge und Gesamtmenge an im Käfig produzierter nächtlicher Zugunruhe besteht also ein enger Zusammenhang, als Ausdruck des artspezifisch angeborenen Zugverhaltens. Mit diesem angeborenen Programm können erstmals ziehende unerfahrene Jungvögel gleichsam automatisch ihre Winterquartiere erreichen: Sie brauchen nur solange zu fliegen, wie ihnen über ihr inneres Zugzeitprogramm vorgegeben ist, und erreichen so exakt ihr Ziel. Aha, so ist das also: Innere Uhr, Instinkt, angeborenes Verhalten, genetisches Programm. Manchmal ganz hilfreich, einen Wissenschaftler zu befragen. Zitat: Und jetzt versetzt Du dich ca 500 Jahre zurück und versuche den Menschen zu erklären, wie ein Fernseh oder Dein Handy funftionieren. Wahrscheinlich würdest Du aus (für die damalige Zeit geltenden) Ethikgründen auf dem Scheiterhaufen verheitzt. So etwas haben damals auch Menschen erfahren, welche das wissenschaftlich nachgewiesene Faktum angezweifelt haben, dass die Erde eine Scheibe ist. Ganz abgesehen davon, dass es nie einen wissenschaftlichen Beweis für die Tatsache gab, dass die Erde eine Scheibe ist, ist mir nicht ganz klar, was Sie mit diesem Gedankenexperiment beweisen wollen. Das heißt, es ist mir schon klar, dass es Ihnen darum geht, das pseudowissenschaftliche Geschwurbele von Philippi u.a. in den Rang innovativer Welterkenntnis zu erheben; und der Welt deutlich zu machen, dass die Skepsis gegenüber diesen "Erkenntnissen" genau so unberechtigt ist, wie Skepsis des spätmittelalterlichen Menschen gegenüber nichtreligiös begründeten Weltbildern. Aber Sie verkennen eins dabei: Die Wissenschaftler, die schlimmstenfalls auf dem Scheiterhaufen gelandet sind, haben das gemacht, was wissenschaftliches Denken ausmacht. Sie haben sich der Beweiskraft des Faktischen hingegeben. Und damit mystisch-magischen Weltvorstellungen ein unangenehmes Ende bereitet. Philippi allerdings macht das Gegenteil: Er baut wieder ein mystisch-magisches Weltbild auf. Und das mit den gleichen Elementen, die seit der Begründung moderen wissenschaftlichen Denkens als unbeweisbar oder nicht nachweisbar gelten. Es ist doch wirklich erstaunlich, wie gewaltig die Terminologie der Paraphysik im Energiesektor tönt. Feinstoffliche Schwingungen, freie Energie, Tachyonen, Orgonenergie - es wimmelt von Strahlen, Kräften und Teilchen, die unbewiesen und unbeweisbar aber trotzdem munter durch das Universum toben und dabei um jeden Physiker einen riesigen Bogen schlagen, nur um weiterhin unentdeckt zu bleiben. Aber solchen Hobbyphysikern wie Wilhelm Reich oder Viktor Schauberger oder auch "Victor" traut man mehr Nobelpreisverdächtiges zu als den zahlreichen kompetenten Vertretern der wissenschaftlichen Gemeinde. Dabei ist es fast schade, dass so manche wunderbare Idee beim Übergang von der Phantasie in die Realität spurlos ins Nichts verpufft. Zitat: Das Problem ist, dass die wissenschaftliche Nachweisbarkeit von den Methoden und Werkzeugen abhängig ist, welche ihr in gegebenem Zeitalter zur Verfügung stehen. Das ist richtig, deshalb ist ja auch soviel Skepsis angebracht, wenn Leute sich auf jahrtausende altes Wissen berufen. Zitat: Wielleicht sollten wir das, was wir mit unserem Mitteln nichr ergründen können nicht verneinen oder verteuffeln, auch wenn sich vielleicht Jörg und H. Philippi etwas ünglücklich ausgedruckt haben. Wer verteufelt denn wen? Es geht nur um Beweise, die der "Jörg" und der "Victor" nicht erbringen können. Außerdem: Sie glauben doch wohl selbst nicht, dass ein Herr Lehnert (damit ist wohl "Jörg" gemeint) nach einem kommunikationswissenschaftlichem Studium an der GH Essen und ein Herr Philippi nach einem Studium der Psychologie (wer weiß wo) nicht ganz genau wissen, was sie der Welt erzählen. Und wenn doch, dann spricht das nicht unbedingt für ihre Qualität als Dozenten an der "Forschungs- und Lehrakademie für Bioenergetik und Bioinformatik. Aber wir haben ja schon durch die Dame mandalaya gelernt, dass die Aussagen von Philippi nicht unbedingt etwas mit der Realität zu tun haben... Zitat. Ich glaube, wir sollen uns offen der Herausforderung des Unbekannten oder Unergrüdlichen stellen. Ja sicher. Und zur Einstimmung schauen wir uns ´ne Dokumentation über Magie im 21. Jahrhundert an, beispielsweise den neuen HarryPotter-Film, danach gehen wir ein wenig Lichtnahrung essen, und zum Schluß besuchen wir noch die Schamanic-Akademie von Zero-Chief Manitou Stormy Horse in Kolbermoor bei Rosenheim. Wenn wir dann im eigenen Heim die abendliche Entspannung durch das forcierte Abspielen vierstündiger Schallplatten mit Om-Rezitationen vollzogen haben, (vorausgesetzt, die Originale wurden in Nepal von kurdischen Mönchen in einer Klosterküche auf einer vom Dalai Lama handsignierten Wachsrolle eingespielt, um dem Fluch der modernen Technik zu entkommen), und uns das mit Hilfe von Teelichtern in Bewegung versetzte Mobile aus drei tanzenden Derwischen noch zu mehr als einem müdes Gähnen veranlasst, bietet sich vielleicht ein Stündchen holotropes Atmen an, um sich durch eine Wiedergeburtserfahrung der früheren Existenz als eigene Ur-Ur-Urgroßmutter aus der 2. Ramses`schen Dynastie zu vergewissern. Und wenn das immer noch nicht genug an Herausforderungen ist, bietet sich der Kurs von Swami Nibayashi Schultze (ehemalig Eberhard Schultze, Grundschullehrer aus Buxtehude) an , der endlich auch ein Diplom im transretrograden Vollmondtrommeln erworben hat. Der bietet er jetzt ultimative Practitioner- (versuchen Sie mal dieses Wort auszusprechen) Ausbildungen in Power-Inside-Workshops an. Nach einem Wochenende Hardcore-Trommeln ist man nicht nur um eine interessante Erfahrung auf dem Großen Holzpfad reicher, sondern auch locker genug, um 500 Euro ohne Krampf in der Hand herüberzureichen. Denn das ist die eigentliche Herausforderung des Unbekannten und Unerklärlichen, nämlich die Diskrepanz zwischen Erleuchtungsstand und Kontostand auf die Reihe zu bekommen. Zitat: Ich empfehle Dir sich mit Persönlichkeiten wie Tesla, Dr. Heissenberg, Einsteinn, Bohr, Prof. Popp (Nachweiss der Meridiane), Emoto (Wasser als Informationsträger) u.w.a (insbesonders Quantumphysik) befassen - sie haben nämlich die geistigen Schalplatten der Ära im letzten Jahrhundert ziemlich angekratzt und die Newtonische Weltanschauung damaliger Zeit auf dem Kopf gestellt. Alle müssten eigentlich nach Deiner Auffassung als Scharlatane abgestemmpelt werden. Es gehört schon unglaublich viel Unwissen und Verblendung dazu, Einstein, Heisenberg, Tesla und Bohr mit Emoto und F.A. Popp in einen Topf zu werfen. Es gibt nämlich einen ganz wesentlichen Unterschied: Während die wissenschaftlichen Leistungen der Erstgenannten, die allesamt die Kriterien für wissenschaftliches Arbeiten erfüllen - Reproduzierbarkeit der Forschungsergebnisse, Falsifizierbarkeit, innere Konsistenz etc. - sind die beiden letztgenannten - sagen wir es vorsichtig - höchstenfalls Exoten der Wissenschaftsgemeinde. Emoto (Politikwissenschaftler, also absoluter Fachmann auf dem Gebiet der Wasserphysik) hat über veränderte Kristallbildung eine emotionale Aufladung von Wasser versucht zu beweisen. Damit bewegt er sich in Gemeinschaft mit Schauberger oder Graner, die ebenfalls besondere energetische Qualität von Wasser postulieren. Alle diese Versuchsergebnisse wurden mehrfach widerlegt. Es gibt keinen begründeten Anlass, anzunehmen, dass Wasser als Lösungsmittel über das ihm zugeschriebene Gedächtnis verfügt. Im Gegenteil neueste Forschungsergebnisse deuten nämlich darauf hin, dass Wasser eher vergesslich ist. Einem Team um den Physiker Thomas Elsässer vom Max-Born-Institut in Berlin-Adlershof gelang es, die Moleküle eines dünnen Wasserfilms lokal zu bestimmten Schwingungen anzuregen, also Informationen zu speichern. Mit einer trickreichen Apparatur maßen die Forscher, wie lange diese Schwingungsveränderung gespeichert bleibt - ganze 50 Femtosekunden. Eine Femtosekunde ist der millionste Teil einer milliardstel Sekunde. Elsässer bestreitet deshalb, dass die Information eines Wirkstoffs in einer Hochpotenz noch existent sein könnte. "Unsere Ergebnisse zeigen explizit, dass es diesen molekularen Abdruck im Wasser nicht gibt. Dieses Phänomen kann man mit Sicherheit ausschließen." Dieses Ergebnis hat seine Ursache darin, das Wassermoleküle ständig in Bewegung sind und die Wasserstoffbrücken, die Wassermoleküle kurzfristig aufbauen, eben nur eine durchschnittliche Bindungsdauer von etwa 50 Femtosekunden haben. Alle diesbezüglichen Versuche von Benveniste,1988, Ennis 2001, Rey 2003, Schmidt, Süß und Nieber 2004 (oder eben Emoto) deren positive Nachweise für das Vorhandensein eines Wassergedächtnisses jeweils lautstark gefeiert wurden, haben sich nach Überprüfungen als fehlerhaft und nicht reproduzierbar herausgestellt. In der Schweiz ist es seit 1999 verboten, mit einer therapeutischen Wirkung des Wassers zu werben. Wasser gilt auch in Deutschland als Lebensmittel und darf nach dem LFGB-Gesetz (Lebensmittel- und Futtergesetzbuch) nicht mit unbelegten gesundheitsbezogenen Angaben beworben werden. Im Jahr 2005 wurde in Neuseeland die Vertriebsfirma für Grander-Wasser zu einer Strafe und zu Schadensersatz von umgerechnet 72.000 € verurteilt. Die Richterin im Verfahren bezeichnete die entsprechenden Produkte als Quacksalberei und Pseudowissenschaft. An der Universität Würzburg wurde kürzlich ein Versuch mit besonders seniblen Personen duchgeführt, die angeblich - je nach Behandlungsmethode - Unterschiede zwischen belebtem und nicht behandeltem Leitungswasser erkennen können. Nach Verblindung , d.h. wenn die Probanten nicht wussten, was sie tranken, wurden allerdings keine Unterschiede mehr erkannt. Aber wahrscheinlich waren die Untersuchungsmethoden falsch und die Wissenschaftler verblendet. F.A. Popp ist nun ein ganz besonderer, vielleicht auch tragischer Fall. Nachdem ihm 1980 von der Universität Marburg der Lehrstuhl entzogen wurde, weil sich die Richtung seiner Forschung - dank seiner phantasiereichen Spekulationen über die Bedeutung seiner Forschungsergebnisse zur „Emission von Biophotonen" - immer mehr von den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens entfernte, betreibt dieser heute ein privatwissenschaftliches Institut und beschäftigt sich mit dem Nachweis von Qualitätsunterschieden in Lebensmitteln. Popps Forschungsgebiet war die Biophotonik. Dabei griff er aber auf die Arbeiten von Terence Quickenden in Australien zurück, der der erste war, der biologische Lichtabstrahlung durch Photonenzählung gemessen hat. Erst mehrere Jahre später hat F.A. Popp in die bereits bestehende Biophotonik seine Vorstellungen von „kohärenten Biophotonen“ als Dirigenten der Lebensvorgänge eingebracht. Da er nie Beweise für seine Vermutungen vorlegen konnte, sie aber ständig als Tatsachen behauptete, hat er die gesamte Fachrichtung der Biophotonik für viele Jahre für viele in Deutschland in Mißkredit gebracht. Die Folge davon ist, daß heute die Forschung in der Biophotonik in anderen Ländern, wie Japan, Kanada, USA, und Australien eine sehr starke Stellung hat, während sie in Deutschland immer noch gegen die unwissenschaftlichen Anmaßungen der Poppgruppe verteidigt werden muß. Aber ich will hier das Thema Biophotonik nicht weiter vertiefen, da in diesem Forum auch schon ein Thread darüber existiert. Zur Behauptung, Popp wäre der Nachweise der Meridiane gelungen, erlaube ich mir jedoch eine Anmerkung: Dr.med.Klaus-Peter Schlebusch, ZDN, Gesellschaft zur Dokumentation für Naturheilverfahren mbH, Dr.med.Walburg Maric-Oehler, 1. Vorsitzende der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur /DÄGfA/, International Council of Medical Acupuncture (ICMART), und Professor Dr.rer.nat.habil. Fritz-Albert Popp, International Institute of Biophysics, also ausgewiesen neutrale Fachleute, denen man jede Subjektivität absprechen muss, haben mit Hilfe einer Wärmebildkamera Temperaturunterschiede im menschlichen Körper sichtbar gemacht, die angeblich auf den Fluss von Energie in Meridianen zurück zuführen sei. Animiert wurde dieser angebliche Energiefluss durch eine angezündete Moxibustions-Zigarre aus Beifuß, die sich in der Nähe einer Körperstelle befand, an der eine Meridianstruktur vorliegen soll. Wenn die Foscher recht haben sollten, liegt damit ein messtechnischer Beweis vor, allerdings immer noch kein anatomischer Nachweis. In der Untersuchung selber wurde jede andere Möglichkeit der Körpererwärmung (erhöhte Durchblutung, nervöse Reaktion etc.) ausgeschlossen bzw. nicht untersucht. Außerdem haben die Forscher einen weiteren Kardinalfehler begangen: Sie haben ein beobachtetes Phänomen kausal einer unbewiesenen Ursache zugeschrieben, deren Existenz für sie außer Frage stand. Damit erfüllt diese Untersuchung nicht mehr die Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens. Und so wie glaube, mich erinnern zu können, ist der Versuch aus diesen Gründen schon mehrfach nachhaltig zerlegt worden. Das allerdings stört die Vertreter der Akkupunktur oder der anderer Verfahren der Bioenergetik genau so wenig, wie es zu anderen Zeiten die Anhänger der Homöopathie begeistert hat, dass Popp ohne einen wissenschaftlichen Nachweis zu erbringen, behauptete, mit seinen Photonen die Wirkung von homöopathischen Präparaten bis zu einer Potenz von D12 nachweisen zu können. Erfreut hat es andere esoterische Heiler auch, dass Popp verkündete, „dass es keine Tumorzellen gibt, sondern, dass Krebs nur eine ‚Kohärenzstörung’ ist, die in der Kommunikation über Licht stattfindet’“. Hauptsache, es hört sich nach Wissenschaft an. Ich finde es nach wie vor belustigend, wie sich die esoterische Gemeinde wie eine Horde ausgehungerte Hyänen auf jeden noch so fadenscheinigen "Beweis" der Wissenschaft stürzt, wenn dieser nur irrationale Denkmodelle bestätigt, während jeder Gegenbeweis als Nachweis für die Untauglichkeit der Wissenschaft gilt. Es wäre nur einmal interessant, ob die Kritik an wissenschaftlicher Arbeitsweise auch dann aufrecht erhalten würde, wenn tatsächlich ein wissenschaftlich haltbarer Nachweis für eine esoterische Theorie gefunden worden wäre. Ach ja: Womit speziell soll ich mich in der QuantumPhysik (in Deutschland sagt man Quantenphysik) beschäftigen ? Besonders im Zusammenhang mit der Theomedizin ? Liefert die Quantenphysik einen Nachweis für eine ubiquitäre Energie ? Sind Kenntnisse in der Quantenphysik die Vorraussetzung für Biosens ? Und außerdem: Sollte wir uns nicht "der Herausforderung des Unbekannten oder Unergrüdlichen stellen" ? Das hat aber mit Quantenphysik nun überhaupt nichts zu tun. Pianoman (irritiert) |
| Geändert von Pianoman (23.07.2007 um 15:53 Uhr). | |
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| Gast |
![]() Hervorragender Beitrag, danke. Mir ist aber nicht ganz klar, was VJS überhaupt ausdrücken wollte mit seinem Beitrag außer daß wieder mal die beiden Namen fielen. Da Sie aber auch irritiert sind, bin ich scheinbar nicht alleine. Der Frosch | |||||||||||||||
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| | #220 (Permalink) |
| Glaubt an nix! ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Hallo Frosch, ich nehme an, dass es bei diesem einen Besuch wohl bleiben wird. Worüber ich mich wundere, ist, dass die Philippi-Organisation sich nicht mal ein bißchen Mühe macht, ihren Biosens ein wenig mehr Diskussionsfähigkeit zu verschaffen. Aber wahrscheinlich reicht das übliche populistische Geschwafel schon aus, um genügend Klienten zu bekommen. Und der Rest, der Bedenken hat, ist ja eh unheilbar. Pianoman (achselzuckend) |
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| | #221 (Permalink) | |||||||||||||||
| Gast |
so wie ich diese verschiedenen Auftritte (M und VJS) hier sehe, sollen die gar nicht diskutieren, sondern nur ihre Biomeditation etc. anpreisen, an den Mann/die Frau bringen und wohl auch möglichst viele dazu bringen, diesen Lehrgang zu machen. Dieser einmalige Auftritt des VJS macht die ganze Sache nur wieder unglaubwürdiger, aber immerhin hat mal wieder jemand pro Philippi gesprochen, das reicht wahrscheinlich schon, um Gutgläubige zu "fangen". Sie schrieben weiter oben, daß Philippi ein Domizil hat, welches für Otto Normal eher unerschwinglich ist, irgendwie muß das ja finanziert werden. Kennen Sie P.'s Domizil? Frosch | |||||||||||||||
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