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Alt 26.02.2008, 07:50   #29 (Permalink)
katzograph
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Hallo pianoman,

nein, nein, ich habe die Frage schon richtig gestellt. Ich bin trotz ihrer Argumente davon überzeugt, dass der Wissenschaft noch keinen Beweis für das Nichtvorhandensein der Wirkung von Handauflegen erbracht hat. Wie selbst sagen, ist die Aneinanderreihung von Einzelfällen nicht wirklich aussagekräftig. Ihre Fragestellung "wie beweist man etwas, das nicht existiert?" beinhaltet doch schon das Ziel, das Handauflegen ad absurdum zu führen. Die Überführung von Betrügern und die Aufklärung von Irrtümern allein stellen Sie als wissenschaftlichen Beweis dar. Ist das wissenschaftlich ?
Ihre Frage, was ich eigentlich will, ist einfach zu beantworten. Ich möchte ein bißchen über dieses Thema mitplaudern, meine Erfahrung (nicht Fremdwissen) schildern
und daran erinnern, dass die Wissenschaft die Aufgabe hat, noch nicht Erklärtes zu erklären. Und das hat sie meiner Meinung nach noch nicht getan in diesem Falle.
Wenn ich nun einmal persönlich werden darf (bitte berichtigen Sie mich, wenn ich falsch liege) : ich stelle mir Sie als einen intelligenten jungen Mann vor (für mich sind alle unter 50 jung), der sehr zornig wird, wenn er mitansehen muß, wie Betrüger (im Geiste oder materiell) auf dem Gesundheitsmarkt den Kranken unberechtigte Hoffnungen machen und ihnen das Geld aus der Tasche ziehen. Und Sie werden noch zorniger, wenn Sie erleben müssen, dass die Betrogenen sich weigern, sich als Betrogene zu fühlen und die Slogans der Betrüger nachplappern. Damit eröffnen diese nur die Möglichkeit weiterer Betrügereien. Ich finde, das ehrt Sie. Aber bitte bedenken Sie, das zornige Zusammenkneifen der Augen engt das Blickfeld ziemlich ein und könnte dazu führen, das man nur noch Betrüger sieht.
Ich bin weiß Gott froh, dass ich nicht in Zeiten leben muß, in denen ich als Kranker mit Pferd und Wagen 200 Km bis zum nächsten Arzt reisen muß und dem dann nichts besseres einfällt, als mich zur Ader zu lassen. Aber ich bin immer noch nicht bereit, Folgerungen aus wissenschaftlichen Untersuchungen ohne nachzufragen als gegeben hinzunehmen, wenn ich diese Folgerungen für falsch halte oder sie nicht verstanden habe. Ich bedaure, dass ich Ihre Anforderungen nach einer objektiven und sachgerechten sinnvollen Diskussion nicht erfüllen kann, aber ich habe auch nicht Ihre Ausbilung gehabt und muß mich so ausdrücken, wie ich es gelernt habe.
Freue mich trotzdem sehr, dass Sie noch mit mir reden.

Gruß
katzograph

Hallo Günni,

freut michg, dass Du trotz Ablehnung die Sache noch homorvoll betrachten kannst.
Der Mensch ist ein ziemlich ängstliches Wesen und versucht Hilfe zu bekommen, wo es ihm nur möglich ist. Klappt die eine Sache nicht, versucht er es mit der nächsten, auch enn die Wahrscheinlichkeit, dass diese nun hilfreicher sein könnte, sehr gering ist. Ich glaube, dass die Eigenschaft uns Menschen das Überleben in der Natur bei der großen Konkurrenz erst ermöglicht hat. Die Fähigkeit, auch die unwahrscheinlichste Lösung zu suchen, wenn eine wahrscheinliche nicht mehr vorhanden ist Könnte der eine oder andere vielleicht mit durchgekommen sein.
Das ist eben auch eine Überlebensstrategie, die Gegebenheiten nicht zu akzeptieren und auf etwas besseres zu hoffen.

Gruß
katzograph

Geändert von Patientenschubser (26.02.2008 um 18:29 Uhr).
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