Homöopathie und Bachblüten - Dieser Beitrag ist 753 Tage alt
Das Problem mit streikenden Ärzten ist, dass es bei deren Kunden nicht um Autos geht, die locker auch ne Woche später repariert werden können.
Das du den Eindruck hast, es geht "nur" ums Geld, liegt an der Medienberichterstattung. Viel wichtiger sind humanere Arbeitsbedingungen und geregeltere Arbeitszeiten.
Und auch die Niedergelassenen streiken, das kannst du daran erkennen, das nicht vom "Marburger Bund" sondern vom "Hartmannbund" die rede ist.
Hausarztpraxen und niedergelassene Ärzte in eigener Praxis wird es in 10-15 Jahren nicht mehr, oder nur noch sehr vereinzelt geben, weil kein Arzt mehr davon leben kann.
Es wird Ärztehäuser geben, in denen sich verschiedene Ärzte zusammen tun, um die kosten zu minimieren, oder es gibt Ärzte, die mit Belegbetten an ein Krankenhaus angebunden sind.
Niedergelassene sind ja ihr eigener Chef/Selbständig, die könnten so arbeiten, wie sie möchten, WENN die Bezahlung es zulassen würde, darum geht es bei denen hauptsächlich ums Geld. Mein Hausarzt musste seine immer volle Praxis jetzt aufgeben, weil es sich einfach nicht mehr gerechnet hat für ihn. Jetzt ist er mit 55 in Rente, obwohl er gerne noch weiter gemacht hätte. Find ich traurig diesen Zustand.
Leider denken Patienten häufig, Ärzte verdienen das dicke Geld, aber die meisten Assistenzärzte können sich nicht mal ein Auto leisten, von einem richtigen Privatleben ganz zu schweigen.
Wieso müssen denn eigentlich die Ärzte streiken, es geht hier ja schließlich um die Gesundheit von allen in Deutschland?
Wieso stehen nicht Millionen von Patienten auf der Strasse und sagen, was ihr (und damit mein ich die Politik, das Gesundheitswesen und die Kassen) mit uns macht, nehmen wir so nicht mehr hin? Ich denke, alles auf die Ärzte zu schieben ist eine eher beschränkte Sichtweise.
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