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Homöopathie und Bachblüten

In dieser Diskussion geht es um "Homöopathie und Bachblüten" im "Alternativmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Ja, streiken tun sie.... aber dauernd gehts nur ums Geld.... ich hab noch nicht viel von andern Forderungen gehört.... Mal so richtig praktikable Vorschläge für ...


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Alt 09.08.2006, 00:48   #16
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Standard Homöopathie und Bachblüten - Dieser Beitrag ist 791 Tage alt

Ja, streiken tun sie....

aber dauernd gehts nur ums Geld....

ich hab noch nicht viel von andern Forderungen gehört....

Mal so richtig praktikable Vorschläge für die Praxis der niedergelassenen Ärzte....ich hab noch keine Vorschläge gehört, die in Richtung Gesundheitspolitik gingen....also, daß die Reform der totale Mist ist und es bessere Lösungen gäbe....es scheint fast, als traue man sich nicht an die Politiker heran...und die wiederum melden sich ja auch nicht größer zu Wort auf die Streiks hin....*kopfschüttel*

und ich krieg auch kaum was mit davon, daß niedergelassene Ärzte streiken....das war mal vor Wochen...mal einen Tag oder zwei....nee....die müssten sich echt mal alle in der ganzen Republik zusammenschließen und streiken.....BIS sich was tut....

Lediglich die Ärzte im Krankenhaus, da waren noch andere Forderungen außer Geld.....
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Alt 09.08.2006, 01:44   #17
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Standard Homöopathie und Bachblüten - Dieser Beitrag ist 791 Tage alt

Das Problem mit streikenden Ärzten ist, dass es bei deren Kunden nicht um Autos geht, die locker auch ne Woche später repariert werden können.

Das du den Eindruck hast, es geht "nur" ums Geld, liegt an der Medienberichterstattung. Viel wichtiger sind humanere Arbeitsbedingungen und geregeltere Arbeitszeiten.

Und auch die Niedergelassenen streiken, das kannst du daran erkennen, das nicht vom "Marburger Bund" sondern vom "Hartmannbund" die rede ist.

Hausarztpraxen und niedergelassene Ärzte in eigener Praxis wird es in 10-15 Jahren nicht mehr, oder nur noch sehr vereinzelt geben, weil kein Arzt mehr davon leben kann.
Es wird Ärztehäuser geben, in denen sich verschiedene Ärzte zusammen tun, um die kosten zu minimieren, oder es gibt Ärzte, die mit Belegbetten an ein Krankenhaus angebunden sind.
Niedergelassene sind ja ihr eigener Chef/Selbständig, die könnten so arbeiten, wie sie möchten, WENN die Bezahlung es zulassen würde, darum geht es bei denen hauptsächlich ums Geld. Mein Hausarzt musste seine immer volle Praxis jetzt aufgeben, weil es sich einfach nicht mehr gerechnet hat für ihn. Jetzt ist er mit 55 in Rente, obwohl er gerne noch weiter gemacht hätte. Find ich traurig diesen Zustand.

Leider denken Patienten häufig, Ärzte verdienen das dicke Geld, aber die meisten Assistenzärzte können sich nicht mal ein Auto leisten, von einem richtigen Privatleben ganz zu schweigen.

Wieso müssen denn eigentlich die Ärzte streiken, es geht hier ja schließlich um die Gesundheit von allen in Deutschland?
Wieso stehen nicht Millionen von Patienten auf der Strasse und sagen, was ihr (und damit mein ich die Politik, das Gesundheitswesen und die Kassen) mit uns macht, nehmen wir so nicht mehr hin? Ich denke, alles auf die Ärzte zu schieben ist eine eher beschränkte Sichtweise.

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Alt 09.08.2006, 08:33   #18
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Standard Homöopathie und Bachblüten - Dieser Beitrag ist 791 Tage alt

Das meine ich, ich höre immer nur vom Marburgerbund...

aber stimmt, das liegt bestimmt an der Medienberichterstattung...

Die Ärzte sollen streiken, weil sie betroffen sind und es geändert haben wollen, natürlich können sie auch jeden Patienten informieren und bitten, mit auf die Straße zu gehen, das wäre natürlich noch besser.

Nur wird das die Politiker nicht interessieren...bei den Ärzten schon...denn wenn die nicht arbeiten, dann fehlts den Krankenkassen und dann laufen die Sturm....


Vielleicht wäre so ein Bezahlungssystem wie in Kanada wirklich nicht schlecht, wo jeder Arzt ein Festgehalt vom Staat bekommt, egal, wieviel Patienten er hat.

Allerdings gibt es dort auch keinen Hausarzt, d.h. entweder du gehst zum Arzt oder du rufst einen Krankenwagen, wenn du nicht kommen kannst....würd mir auch nicht gefallen...

Die Gehälter der Ärzte sind wirklich nicht mehr das, was sie vor Jahren mal waren, das ist wirklich den wenigsten bekannt, klar es gibt Ausnahmen (Zahnärzte, Radiologen), meine Gyn. erzählte mir letztens, daß sie grad mal auf knapp 4500 Euro kommt, aber auch nur, weil sie viel mit Naturheilverfahren zusätzlich arbeitet und noch dazu einige Privatpatienten hat, sie meint, sie will lieber nicht erwähnen, was sie noch hätte, wenn sie nur per Kasse abrechnen würde...früher hatte sie zeitweise fast 10 mal so viel....ist wirklich übel...

Und die Arbeitsbedingungen, grade in den Kliniken, die müssten ganz dringend geändert werden...
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Alt 09.08.2006, 12:27   #19
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Standard Homöopathie und Bachblüten - Dieser Beitrag ist 791 Tage alt

Tja, ich fang als Assistenzarzt für knapp 1800€ netto an, nach der erstreikten 27%igen Gehaltserhöhung. Und das nach 6 Jahren Studium für 50-60 Wochenstunden.

Wenn die halbe Bundesrepublik auf die Strasse gehen würde, wegen der Gesundheitspolitik, dann würde sich die Politik ändern.

Bei Ärzten ist das Problem, dass die Streiks auch die Patienten stark treffen, und vorallem rufen sie bei vielen (weil nicht Informiert, denn alle Ärzte fahren ja Porsche) Patienten Unverständnis und Ablehnung hervor.

Es besteht leider immer noch bei vielen die Vorstellung, alles wäre wie in der Schwarzwaldklinik. Klar gibt es auch gutverdienende Ärzte, aber der großteil verdient für die geleistete Arbeit viel zu wenig.

Hier nochmal mein Lieblingszitat eines Plakates der Ärzte Demo:

"Schlüsselnotdienst: 150€/Stunde, Ärztlicher Notdienst: 5,30€/Stunde"



Ach ja, bei Radiologen darfst du nicht vergessen, die müssen auch erst mal ein paar Milliönchen in die Praxis stecken (via Kredite), um die Geräte anzuschaffen, die sie dann Jahrelang abstottern, bevor sie erst richtig gut verdienen.

Ich hab für meine Zukunft Kinderarzt ausgesucht, 2t schlecht verdienende Ärztegruppe überhaupt, aber dafür die mit der größten Zufriedenheit im Beruf
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Alt 09.08.2006, 14:21   #20
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Standard Homöopathie und Bachblüten - Dieser Beitrag ist 791 Tage alt

Hallo!

In der österr. Konsumentenschutzzeitschrift "Konsument" habe ich vor kurzem gelesen, daß ein Zahnarzt mind. 200 Euro pro Stunde verdienen muß, damit seine Praxis wirtschaftlich ist.

Liebe Grüße,
Ulrike
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Alt 10.08.2006, 13:39   #21
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Standard Homöopathie und Bachblüten - Dieser Beitrag ist 790 Tage alt

Zitat: von StarBuG
Tja, ich fang als Assistenzarzt für knapp 1800€ netto an, nach der erstreikten 27%igen Gehaltserhöhung.
Du fängst mit 1800€ an, andere verdienen nach 17 Jahren Berufsausübung MIT 2 Kindern nur 1500€....

Zitat Starbug - nur leider fallen da die chronisch Kranken und Alten Menschen durchs Raster, da die keiner haben will, da es für deren teure Behandlung kein Geld gibt.

Das ist ein Problem unserer Gesundheitspolitik und nicht der Wille der Ärzte.
- Zitat ende

Ich sage nicht, das die Ärzte daran Schuld sind, das sind sie nun wirklich nicht! Das ganze System ist krank und anstatt das immer zu "sanieren" müsste eine neues System her....und das ist eben schwer zu finden, das ist mir schon klar.

Allerdings dürfte sowas nicht auf den Schultern der Patienten ausgetragen werden!
Ich war im letzten Jahr "nur" 4 mal beim Arzt (trotz Rheuma!) und das war schon zuviel. Was ich da immer gehört habe? "Ich kann nix verordnen, das Budget...." und das war alles, bis auf das Schulterzucken meines Arztes und der Aussage ".sie müssen noch ihre 10 Euro bezahlen!
Ich bin dann sage und schreibe mit einer Kehlkopfentzündung 7 Wochen rumgerannt.....7Wochen!!! Das kanns doch echt nicht sein!

Naja, die Ärtze werde es nicht ändern und wir Patienten wohl auch nicht.
Ich gehe jetzt "zwangsweise" zum Heilpraktiker da wird mir dann gleich geholfen. Da zahle ich zwar für die Medis aber ich spare mir die 10 Euro und mir geht es besser!

Mit meiner "Pille" mache ich es ähnlich. Ich bestelle sie in einer Internetapotheke aus Holland. Da zählt ein Rezept als Dauerrezept und ich kann immer wieder bestellen.....und muss nicht für jede Rezeptaustellung beim Gyn, bzw. wegen der Überweisung beim Hausarzt, die 10 Euro zahlen.
Das sind 40 .- € für nix, quasi zum Fenster rausgeschmissen ( bei Erkrakungen wird mir ja doch nicht geholfen), während es in meiner Variante schon ein Pillenvorrat für 6 Monate ist!
Dann geh ich einmal im Jahr zum Gyn wegen der Vorsorge....man findet so seine Wege....

Auch in der Physiotherapie macht sich das bemerkbar.....dringende Therapien werden einfach nicht mehr verordnet und der eine (Arzt) schiebt es auf den anderen (KK) und umgekehrt....
Aber die Folgen davon, die werden kommen...und dann kosten Patienten mehr, als die Therapie gekostet hätte....

Ich hoffe das sich unser System irgendwie mal bessert, aber große Hoffnung hab ich nicht!

liebe Grüße
Babamaus
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Alt 10.08.2006, 17:24   #22
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Standard Homöopathie und Bachblüten - Dieser Beitrag ist 789 Tage alt

Zitat:
Du fängst mit 1800€ an, andere verdienen nach 17 Jahren Berufsausübung MIT 2 Kindern nur 1500€....
Wir reden hier von 6 Jahren Studium und 50-60 Wochenstunden,
nicht von einer ungelernten Hilfskraft ohne Ausbildung
(ok in der heutigen Zeit darf man das nicht verallgemeinern, aber mit einer ordentlichen Ausbildung verdient man in der Regel mehr)

Wenn das Budget des Arztes aufgebraucht ist, bezahlt er die Sachen darüber hinaus faktisch aus eigener Tasche.
Du gehst doch auch nicht arbeiten, und gibst dann deinem Chef am Ende des Monats Geld, weil der halt momentan kein Geld hat, um dich zu bezahlen.
Meint ihr eigentlich, die Ärzte machen das, weil es ihnen Spass macht oder sie euch ärgern wollen? Oder ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass sie euch gern helfen würden, aber eben aus finanziellen Gründen (-> Gesundheitspolitik -> Krankenkasse) es einfach nicht können.

Die Ärzte würden es gern ändern, aber um in der Politik was zu bewegen, muss das Volk was tun. Da reichen nicht 50.000 Ärzte, da müssen Millionen auf die Strasse.

Was die Praxisgebühr angeht, wenn die Ärzte könnten, würden die diese sofort abschaffen. Unendlich viel Verwaltungsaufwand und Mehrarbeit ohne großen Nutzen. Wieder mal Gesundheitspolitik.

Ärzte würden alles verordnen was gut ist, wenn es bezahlt werden würde.

Ich weiß nicht, wieso ihr Ärzte als so schlimm hinstellt.
Wir haben den Beruf erlernt, um Menschen zu helfen.
Uns sind nur die Hände gebunden, wenn die Krankenkasse eine Physiotherapie nur 1x die Woche bezahlt, oder bei bestimmten Erkrankungen streicht, kann der Arzt nicht einfach mehr verordnen.
Es sei denn der Patient zahlt es selber.

Klar ist man als Patient verärgert, ich ärger mich auch über die 10€ z.B., kann ich ja verstehen, aber schiebt es nicht einfach alles auf die Ärzte, die sind die, die am wenigsten dafür können, aber alles abkriegen.
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Alt 10.08.2006, 18:11   #23
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Standard Homöopathie und Bachblüten - Dieser Beitrag ist 789 Tage alt

Hallo Michael
Zitat:
alles wäre wie in der Schwarzwaldklinik
ich musste ja beim Lesen erstmal grinsen, die Zeiten sind mir noch seeehr gut in Erinnerung, es verging kaum ein TAg, wo nicht von Patienten der Satz fiel "Schwester Christa wäre aber viiiel geduldiger" oder "Prof. Brinkmann hätte mir das viel besser erklärt" oder so ähnlich...
ohne Spaß, diese Serie hat einiges an Schaden angerichtet...klar, sooooo könnte es sein, aber das ist halt vorbei an jeglicher Realität...


1800 € für den Anfang ist echt ein Witz...leider wissen das viele Patienten gar nicht...und so richtig vorstellen, wie die Schichten im Krankenhaus wirklich ablaufen, das kann sich keiner, der es nicht erlebt hat....

Zitat:
Die Ärzte würden es gern ändern, aber um in der Politik was zu bewegen, muss das Volk was tun. Da reichen nicht 50.000 Ärzte, da müssen Millionen auf die Strasse.
das ist leider richtig, dennoch liegt es auch hier an jedem einzelnen Arzt, entweder Flyer zu drucken und den Patienten in die Hand zu drücken oder in großen Lettern eine Info an die Patienten ins Wartezimmer zu hängen, um sie über die tatsächlichen Zustände zu informieren und um tatkräftige Mithilfe zu bitten.

Zitat:
Ich weiß nicht, wieso ihr Ärzte als so schlimm hinstellt.
Wir haben den Beruf erlernt, um Menschen zu helfen.
Ich denke, das resultiert daraus, daß die Patienten sich anhören müssen...das Budget...die KK...die Politik....keine Zeit....usw....die meisten denken nicht weiter und schieben es auf das Gegenüber in diesem Moment, und das ist halt der Arzt....

ich hab leider keine Ahnung, wie man das organisatorisch hinkriegen könnte, daß man sämtliche niedergelassenen Ärzte samt ihrer mobilen Patienten dazu kriegen könnte, an einem Freitag und Samstag z.b. die Zeil "zu besetzen"...während der Haupteinkaufszeit....das bliebe nicht ohne Wirkung und wenn dann muss man es Wochenende für Wochenende wiederholen....

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Alt 10.08.2006, 18:37   #24
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Mein Hausarzt, der aus finanziellen Gründen jetzt seine Praxis aufgegeben hat, hatte ein riesengroßes Plakat in seiner Praxis hängen.

Auch gibt es im Krankenhaus immer wieder 2 Seitige Aufhänger, wenn gerade gestreikt wird, die die gesamte Situation sehr gut erklären, leider sind die Patienten in dem Moment meistens zu sehr mit sich und ihrem "Ärger" beschäftigt, als das sie es ernsthaft wahrnehmen würden.

Ja leider, es trifft immer wieder die (nämlich die Boten, also die Ärzte), die am wenigsten dafür können.

Warum machen denn so viele Ärzte am Ende des Quartals die Praxis zu?

Die Rechnung siehst so aus:

Noch 3 Wochen bis Quartalsende.
98% der Patienten die im Monat kommen und abgerechnet werden können, waren da.
Macht also pi mal Daumen 150 Patienten, für die ich 20€ bekomme gegen 600 Patienten, für die ich nichts bekomme.
Blutuntersuchungen darf ich nur noch 11 machen, da mehr nicht bezahlt werden.
Medikamente darf ich nur noch für 350€ verschreiben.
Ultraschall und EKG hab ich schon so gut wie aufgebraucht aufgebraucht, also auch keine Punkte mehr, die mir nach drei Monaten Geld bringen.
Mach ich die 3 Wochen weiter, arbeite ich eigentlich ab übermorgen umsonst, und jedes EKG das ich schreibe, kostet mich 50€ aus meiner Tasche. Medikamente kann ich eigentlich auch nicht mehr verschreiben, ohne von der Krankenkasse was zu hören zu kriegen.
Hmmm warum mach ich eigentlich kein Urlaub? Ich hab doch 4000€ netto im Monat, und meine Frau hat mich vor 4 Jahren mit den beiden Kindern wegen der unmöglich langen Arbeitszeiten und dem wenigen Geld verlassen. Hau ich doch mein Geld auf den Kopf und fahr in die Karibik.

Aber wer ist der böse? Der Hausarzt, der am Ende des Quartals "schon wieder" Urlaub macht, oder aber umsonst arbeitet und leider eben das teure Rheumamittel nicht verschreiben kann, da sonst sein Budget gekürzt wird.

Es gibt immer 2 Seiten eines Problems.

Nur mal so als Denkanregung
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Alt 10.08.2006, 18:50   #25
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Ja, es gibt immer zwei Seiten...

dennoch MUSS es doch eine Möglichkeit geben, den Politikern Beine zu machen?
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Alt 10.08.2006, 21:24   #26
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Zitat Starbug: ....nicht von einer ungelernten Hilfskraft ohne Ausbildung
(ok in der heutigen Zeit darf man das nicht verallgemeinern, aber mit einer ordentlichen Ausbildung verdient man in der Regel mehr)

Eben nicht, ich rede hier von einem Bekannten, der gelernter Elektriker ist....!

Ich will hier auch keinen Arzt angreifen, ich finde nur das irgendwie alles aus der Bahn gerät und immer die Falsche drunter leiden müssen...
Auch das die Ärzte die 10.- € gerne wieder abschaffen würden, weiss ich. Ich jedoch sehe eben alles von meiner Warte als Patientin, die, geht es ihr schlecht, vom Arzt echt im Stich gelassen fühlte.

Was erwartet denn da ein Arzt? Das ein Patient dem es dreckig geht, noch verständnis hat? UNd das ausgerechtnet dann wenn vor der Arztpraxis ein neuer Wagen steht der der Doc mal eben von irgendeiner Pharmaziefirma bekommen hat....(auch hier will ich sagen das es tatsächlich passiert it und sicher nicht JEDER Arzt so ist!!! Esärgert mich nur SOWAS mitzubekommen)

Ich gebe dir vollkommen Recht, es muss mehr passieren als das nur die Ärzte auf die Barrikaden gehen. Aber was sollen denn deiner Meinung nach die Patienten tun? Patienten, die krank sind, die zu schwach sind und die einfach keine Kraft mehr haben um zu kämpfen.....deren Medikamente, die so dringend notwendig wären UM mit zu kämpfen, gestrichen werden...

Bitte versteh mich nicht falsch, wie gesagt, ich will niemanden angreifen oder die schuld zuweisen.....aber ich musste das echt mal loswerden!

Kann es nicht einen großen Knall geben und ALLen wäre geholfen?
Ich jedenfalls bin froh das mir anthro. Medikamente geholfen haben, dass "mein" Rheuma mich nun schon eine lange Zeit in Ruhe lässt und ich hoffe das das auch noch lange so bleibt.

In der Hoffnung dich nicht zu sehr verletzt zu haben

Liebe Grüße
Babamaus
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Alt 11.08.2006, 03:33   #27
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Ach sooooo, deshalb ist der häufigste Satz deutscher Boardies "Mein Doc ist auf Urlaub".

Daß chronisch Kranke für ein solches Verhalten Verständnis haben, kannst Du nicht erwarten, Micha. Oder sagen wir lieber, "solltest" Du nicht erwarten. Du tust es natürlich trotzdem, weil Du keine Ahnung hast, wie sich ein chronisches Leiden anfühlt.
Wer einen schweren MS-Schub hat und Corti braucht und zwar SOFORT, der wird seinem abwesenden Neuro alles Mögliche an den Hals wünschen.

Dem Patienten in der Praxis vorzurechnen, was dieses und jenes kostet und Budget hier und Finanzprobleme dort, ist auch nicht der richtige Weg. Verständnis kann sich der Arzt nur von Patienten erwarten, die sporadisch kommen, weil sie im Großen und Ganzen gesund sind und sich nur mal den Zeh verstauchen oder sowas.
Daß mir mein praktischer Arzt in meinem ersten Entsetzen über die MRT-Ergebnisse auch noch von den hohen Preisen der MS-Therapien erzählt hat - und das, obwohl es ihm egal sein könnte, einen Ösi-Arzt trifft das ohnehin nicht -, dafür hasse ich ihn heute noch. Das heißt, ich hasse ihn, falls ich ihn mal auf der Straße sehe, denn ich gehe nicht mehr zu ihm ;-)

Wenn Du Medizin studierst, mußt Du das Gesamtpaket übernehmen, das einen Arzt in Deutschland erwartet. Mit allen Härten.
Oder Du gehst nach Österreich oder in die Schweiz.
Motzen und von deutschen Patienten zu erwarten, daß sie für Dich auf die Straße gehen, wird Dich nirgendwo hinbringen.

Nur mal so als Denkanstoß.

Liebe Grüße,
Ulrike
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Alt 11.08.2006, 12:59   #28
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Zitat: von Ulrike
Daß chronisch Kranke für ein solches Verhalten Verständnis haben, kannst Du nicht erwarten, Micha. Oder sagen wir lieber, "solltest" Du nicht erwarten. Du tust es natürlich trotzdem, weil Du keine Ahnung hast, wie sich ein chronisches Leiden anfühlt.
Wer einen schweren MS-Schub hat und Corti braucht und zwar SOFORT, der wird seinem abwesenden Neuro alles Mögliche an den Hals wünschen.
Danke Ulrike, genau das meinte ich!!!

Lg Babamaus
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Alt 11.08.2006, 20:15   #29
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Ich denke, Michael hat mit Patienten diejenigen gemeint, die durchaus auf die Straße gehen könnten, wenn sie es denn einsehen würden.

Der springende Punkt hierbei ist, daß zwar fast alle Patienten jammern, aber kaum einer ist bereit, die Ärzte wirklich zu unterstützen.

Mir geht die ewige Jammerei hierzulande schon ein bissel auf den keks, denn diese Energie, die auf das Jammern entfällt, die könnte man wirklich konstruktiver nutzen.

Von der ganzen Misere sind ja nunmal nicht nur die Ärzte, sondern auch die Patienten betroffen, daher müssten die Proteste schon von allen ausgehen.

Warum sollten nicht auch mal z.b. die chronisch Kranken, bei denen es geht, sich zusammen zu einem Sitzstreik vor dem Gesundheitsministerium zusammentun?
DAS ist die Macht, die WIR als Volk haben, warum nutzen wir sie nicht?

Als meine Kolleginnen und ich in den 80gern für mehr Lohn fürs Pflegepersonal auf die Straße gingen, da haben wir vorher ALLE Angehörigen von den Patienten angerufen und sie gebeten in die Klinik zu kommen, damit sie ihre Kinder versorgen, weil die Schwestern es nicht mehr können....
Und das hat gezogen, wir bekamen jegliche Unterstützung von den Angehörigen....leider nicht von den Ärzten, die haben uns noch behindert....seufzt....aber dennoch hat es geholfen, wir bekamen viiiiel mehr Geld...

also so etwas würde funktionieren!!!
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