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Alt 12.11.2006, 18:16   #4 (Permalink)
Monsti
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Standard AW: Homöopathie....... - Dieser Beitrag ist 663 Tage alt

Hallo Julia,

ich erinnere mich noch gut an mein erstes Erlebnis mit der Homöopathie vor ca. 20 Jahren:

Damals litt ich an heftigen Sehnenscheidenentzündungen an beiden Handgelenken. Meine Freundin (Ärztin mit homöopathischer Zusatzqualifikation) gab mir 3 winzige Globuli, die ich auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Am späten Abend bekam ich einen grausig juckenden Nesselausschlag (den ich vor allem bei Infektionen schon seit Kindesbeinen immer wieder bekomme) sowie wandernde Gelenkschmerzen. Außerdem brannten die Handgelenke höllisch. Ich rief meine Freundin an, erzählte ihr, wie's mir geht und fragte entrüstet, was sie mir denn da für ein Teufelszeug gegeben habe.

Sie sagte: Das war Rhus toxicodendron C30. Was ich jetzt erlebe, sei die sog. Anfangsverschlimmerung. Bei Rhus tox komme das besonders oft vor. Es sei ein Zeichen dafür, dass das Mittel passt.

Nach 3 Tagen war der Spuk vorbei - ebenfalls waren meine Handgelenke erstmals seit vielen Wochen auf dem Weg der Besserung. Eine weitere Woche später war ich vollkommen beschwerdefrei, und das über mehrere Jahre. Der Nesselausschlag, der mich bis dahin alle paar Wochen mal plagte, war anschließend über gut 5 Jahre nicht mehr aufgetaucht.

Viel später landete ich bei einem u.a. homöopathisch arbeitenden Internisten, dem ich das erzählte. Er grinste und meinte, eine solche Rosskur hätte er mir damals zwar nicht zugemutet, sondern zunächst niedrig potenziertes Rhus tox gegeben, aber dank dieser Erfahrung wisse ich jetzt ja, dass eine homöopathische Therapie tatsächlich wirkt - sofern das passende Mittel gewählt werde. Als sich herausstellte, dass ich Rheumatoide Arthritis habe, verschrieb mir jener Doc zunächst Urbason, also Methylprednisolon, und entließ mich zum Rheumatologen zwecks Einstellung auf ein wirksames Basismedikament. Er sagte, eine RA könne man mittels alleiniger homöopathischer Therapie nicht kontrollieren.

Liebe Grüße von
Angie
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