Meine wunderbare Hausärztin (die ich vor vier Jahren nach langem Suchen endlich gefunden habe) ist zwar Ärztin, jedoch arbeitet sie rein homöopathisch seit fast 30 jahren, sie verfügt über eine große Erfahrung, was es natürlich einfacher macht.
Ihr ist die Entwicklung der "neueren" Homöopathie ein Dorn im Auge, da sie nichts mehr mit der hahnemann'schen Therapie zu hat.
Da wird die gleiche Symptomkuriererei betrieben wie es in der Schulmedizin häufig der Fall ist.
Ich habe einmal in meinem Leben AB genommen, die ich verschrieben bekam bei einer Blasenentzündung (völlig überflüssig), danach war mein Immunsystem am Boden und meine Darmflora hinüber...ich brauchte fast ein Jahr, bis ich wieder einigermaßen auf dem Damm war.
Seitdem habe ich die AB-Rezepte immer in den Müll geworfen, selbst bei Pneumonie, Pleuritis und erst recht bei Blasenentzündungen....den behandelnden Ärzten habe ich das zum Schluß nicht mehr gesagt, da ich mir die oft verletzenden Diskussionen nicht mehr antun wollte. Ich ließ sie in dem Glauben, sie hätten mich gesund gemacht...
Ich für meinen Teil habe die Schulmedizin auf ihren Platz verwiesen, klar würde ich nicht zum Heilpraktiker gehen, wenn ich mir den Arm gebrochen habe.
Vor etwa drei Jahren klappte ich mal zusammen wegen starker Schmerzen im Unterbauch,,,ich wollte einen Notarzt rufen, kam aber nicht mehr bis zum Telefon. Als ich wieder zu mir kam, war ich auch im Kopf etwas klarer und entschied mich dagegen, da es Karfreitag war und da weiß man ja nie, wer da so kommt...nun ja...
hab mich über die Tage gerettet mit Wärmflasche usw...
Dienstags bin ich dann zu meiner Gyn., nach einigen Untersuchungen stellte sie ersten eine große Cyste am rechten Eierstock fest (die, die Schmerzen verursachte) und dicht daneben einen Tumor...Irgendwann hieß es dann Ovarial-Ca, sofort
OP und Chemo, es sei dringend.
Naja, ich habe abgelehnt...musste sogar unterschreiben, daß ich nichts machen lasse.
Ich habe mich dann ganz auf die Alternativen besonnen...alle hielten mich für lebensmüde...aber ich war überzeugt, es haut hin...
nach drei Monaten war die Cyste um die Hälfte geschrumpft, der Tumor hatte sich auch deutlich verkleinert...dennoch hieß es wieder Chemo und
OP....ich lehnte ab....
naja, lange Rede kurzer Sinn, nach knapp drei Jahren ist von beidem kaum noch was zu sehen....sogar meine Gyn kann es nicht fassen...sie meinte, hätte sie nicht selbst die Untersuchen gemacht, würde sie an eine Fehldiagnose glauben....
Es war sicher kein einfacher WEg, ich musste viele Hindernisse überwinden, habe nächtelang durchgeheult, weil niemand mit mir reden wollte, keiner konnte es nachvollziehen, was ich da tue, also schwieg man lieber...das war sehr grausam....es ist bis heute noch so...das Thema wird von meinen Freunden immer noch gemieden....obwohl sie sehen, daß es mir gut geht und ich die Prognose von max. 3-6 Monaten längstens überlebt habe...
aber es war richtig, daß ich es so gemacht habe, es war eben MEIN Weg.
Ich denke, irgendwann muss sich jeder mal entscheiden, welchen Weg er wählt.
Ich bereue jedenfalls nicht, daß ich es so gemacht habe.