Hallo @all,
auch ich würde es begrüßen, wenn Schul- und Alternativmedizin zusammenarbeiten würden. Zudem bedauere ich, dass viele Hausmittel und das wissen früherer Ärztegenerationen zunehmend in Vergessenheit geraten. Ich möchte noch eine Geschichte aus dem Leben meiner Tochter zum Besten geben:
Bis zum Kindergartenalter und dort auch noch hatte meine tochter eine Mittelohrentzündung nach der anderen. Ich lernte von den Ärzten, dass es gefährlich sei, eine Mittelohrentzündung mit Wärme zu behandeln, denn das Trommelfell könne platzen. Man müsse antibiotisch behandeln, schließlich gebe es ja heute diese tollen Medikamente. Über Jahre hatte meine Tochter eine Mittelohrentzündung nach der anderen und bekam Antibiotika ohne Ende. Irgendwann wurde ein Röhrchen zur besseren Belüftung angedacht.
Bei der nächsten Mittelohrentzündung wurde der Doc in seiner Urlaubszeit durch einen sehr alten Landarzt vertreten. Ich bat ihn, meiner Tochter erneut ein Antibiotika zu verschreiben und erntete ein knappes "Das ist Papperlapapp". Er gab mir folgendes Rezept: 2 Pellkartoffeln kochen, im sauberen Geschirrhandtuch zerdrücken und einwickeln. Wenn es auf eine erträgliche Temperatur abgekühlt sei, solle ich meiner Tochter die Quetschkartoffeln im Tuch beidseitig auf die Ohren legen und das Ganze für eine halbe Stunde mit einem "Hasenverband" am Kopf festzurren. Das Ganze bitte 2 x am Tag.
Ich war unsicher und ängstlich, denn Wärme sollte ja eher schädlich sein. Er beruhigte mich und meinte, er sei schließlich nicht erst seit gestern Arzt. Wir probierten es also aus.... die Mittelohrentzündung verschwand und es war die letzte, die meine Tochter (heute 24) jemals hatte.

LG chaosbarthi