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Alt 02.04.2007, 08:47   #52 (Permalink)
urologiker
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Pfeil AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 524 Tage alt

Natürlich kannst Du einen Standpunkt vertreten. Ich bin die letzte, die etwas dagegen hätte. Ein Spiegel-Artikel ist für mich dennoch nicht seriös genug, um bestimmte Inhalte wirklich ernst zu nehmen. Wie Du selbst richtig festgestellt hast: Der Artikel wurde von Journalisten erstellt. Das sind ganz klar keine Mediziner und auch ziemlich sicher keine Menschen, die sich in der Homöopathie auch nur ansatzweise auskennen. Im übrigen: Für mich ist der Spiegel in der Tat genauso ein Boulevardblatt wie der "Stern". Aber das ist meine ganz persönliche Meinung, die ich ja sicherlich haben darf.


Nochmal zur Klarstellung:

Es ging mir nicht um die Beantwortung der Frage, ob man aus subjektiven Erfahrungen pro Homöopathie ist oder nicht, denn solche Erfahrungen lassen sich nicht anfechten, da ein subjektiver Eindruck nicht zu widerlegen ist! DAS IST SO.

Daher ist es zweckdienlicher, Studien als Basis eines Wirksamkeitsnachweises (!objektiv!) zu bewerten - zumindest, wenn man sich für eine objektive Beurteilung und deren Diskussion interessiert.

Das abschließende Zitat in dem von PS gesetzten link erwähnt einen wichtigen Punkt, der auch in unserer Diskussion berührt wurde, indem von der wissenschaftlichen Qualifikation des "Spiegels" die Rede war.

Solch eine Diskussion ist jedoch unsinnig, da der Spiegel hier nur eine wissenschaftliche Arbeit VON HÖCHSTER QUALITÄT UND MIT HÖCHSTEM EVIDENZGRAD für wissenschaftliche Laien aufbereitet - ergo ist "Der Spiegel" lediglich Publikationsorgan.


Wahrscheinlich wird es jetzt einige hier geben, die meinen, ich würde kategorisch der Schulmedizin das Wort reden. Mitnichten! Ich bin zwar durch und durch Schulmediziner und deshalb von dem Konzept der wissenschaftlichen Wahrheitsfindung mittels Studien und deren kritischer Bewertung vollkommen überzeugt, jedoch bin ich mir durchaus bewußt, dass DER Endwert schlechthin, nämlich die "Lebensdauer", einen Grund darstellt, weshalb Homöopathie (und auch Religiösität und andere unzureichend wissenschaftlich erfassbare Phänomene) unbedingt sinnvoll ist:

Schulmediziner haben eine reduzierte Lebenserwartung, weil sie im Falle einer schweren Diagnose GENAU wissen, wie schlecht es -aus schulmedizinischer Perspektive- um sie steht. Da sie seltenst an die Wirkung von Homöopathie glauben, erliegen sie der Erkrankung früher als Laien - aus Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit!


Wenn man also über Homöopathie und Schulmedizin dikutiert, darf es nicht um die Sinnfrage gehen, denn diese wird durch multiple, sehr unterschiedliche subjektive Erfahrungen bereits hinreichend beantwortet.

Dennoch werde ich meine rein objektiv gehaltene Meinung nicht ändern, bis mir jemand eine gut durchgeführte wissenschaftliche Studie zeigt, die der Homöopathie Wirksamkeit oder gar -in Kontrollen- Überlegenheit attestiert.


logiker


Anmerkung: mir ist durchaus bewußt, dass es paradox anmutet, alternativmedizinische Methoden mit schulmedizinischem Handwerkszeug zu analysieren, allerdings gibt die Gemeinschaft der Homöopathen keine alternative Methode an die Hand, die einen spezifisch "nichtschulmedizinisch-wissenschaftlichen" Nachweis der Wirksamkeit ermöglichen würde...
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