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Homöopathie und Schulmedizin

In dieser Diskussion geht es um "Homöopathie und Schulmedizin" im "Alternativmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Hallo Leute! Mich würde mal interessieren, wie und ob ihr den ständigen Konkurrenzkampf zwischen Schulmedizin und der Homöopathie erlebt! Ich persönlich bin der Meinung, dass ...


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Alt 08.05.2006, 20:59   #1
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Standard Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 892 Tage alt

Hallo Leute!

Mich würde mal interessieren, wie und ob ihr den ständigen Konkurrenzkampf zwischen Schulmedizin und der Homöopathie erlebt!
Ich persönlich bin der Meinung, dass beides seine guten und schlechten Seiten hat und auch jeder der beiden Bereiche seine natürlichen Grenzen. Vor allem nervt mich, dass viele Schulmediziner keine Homöopathie akzeptieren und die Homöopathen auch z.T. fast vor einem normalen Arztbesuch warnen. Ich finde, man sollte endlich Wege finden, beiden sinnvoll zu verknüpfen!
Dazu müssen sich allerdings beide Seiten öffnen und ihre Schwächen zugeben…

Wie seht ihr das?

Liebe Grüße Julia
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Alt 09.05.2006, 17:46   #2
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Standard Re: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 891 Tage alt


Ach jaaaaa..... *träum*! Das wäre genauso schön, wie wenn sich Psychologen und kirchliche Seelsorger endlich mal in der Mitte treffen könnten! Aber neinnn, ... da muß man ehrenkeksig und intolerant sein und alles, woran man selber nicht glaubt und denkt eben schlecht machen!

Ich meine, es ist ja klar, daß Jeder dieser Leute sein Geld verdienen muß/will .... aber ich verstehe es auch nicht, warum sie sich nicht miteinander für den Patienten einsetzen können!

Hier bei uns gibt es zwar mehrere Hausärzte/innen, die auch die Homöopathie befürworten und praktizieren ... aber einen Homöopathen mit Schulmedizin, kenne ich wohl nicht! :
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Alt 10.05.2006, 06:58   #3
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Standard Re: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 890 Tage alt

In Bayern ist es leider auch so, dass es erst sehr wenige Ärzte gibt, die der alternativen Medizin gutgestimmt sind. Viele würden vielleicht auch verschreiben, kennen sich aber nicht aus - aber wenn man sie drauf anspricht, dann sind sie dennoch bereit, etwas zu verschreiben.
Leider sind Globuli bspw dennoch ziemlich teuer.

Bei Kindern ist es ja fast schon Standard, soweit ich es mitbekomme, dass man eher Globuli oder Schüssler-Salze gibt, als bei Erwachsenen-

Es gibt auch so viele alternative Sachen, die man selber gut einsetzen kann..

Johannisbeersaft bei Blasenentzündung z-b-. Nur leider wissen das viele nicht, oder kennen sich zu wenig aus, anstatt dessen gibts erst mal n Antibiotikum und gut is....nur leider verträgt man es dann irgendwann nicht mehr

Ich bin mit Homöopathie bei akuten Rückenschmerzen sehr gut gefahren und im Nachhinein bedacht hatte mir das viel besser geholfen als die Chemie.

Verallgemeinern kann man es allerdings nicht. Ohne Schulmedizin geht es einfach nicht, aber unterstützend ist es sicherlich prima
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Alt 10.05.2006, 09:50   #4
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Standard Re: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 890 Tage alt

Mich würden ja mal echt die verschiedenen Arten von homöopathischen Mitteln interessieren.

Kann nicht mal einen einen Beitrag machen, und dort die verschiedenen Mittel wie z.B. Globoli erklären, und vorallem was da als Lehre hinter steht.

Fänd ich echt mal super interessant.

Gruß

Micha
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Alt 13.05.2006, 09:39   #5
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Standard Re: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 887 Tage alt

Hallo Farbenvogel!

Dein Satz ist leider allzu wahr!

Zitat: von Farbenvogel
anstatt dessen gibts erst mal n Antibiotikum und gut is....nur leider verträgt man es dann irgendwann nicht mehr
Ich bin zwar auch der Meinung, dass es ohne Schulmedizin nicht geht und greife privat selten auf alternative Methoden zurück, aber wenn mir ein Arzt Antibiotika (AB) verschreiben will, lehne ich doch öfters mal ab und frag meine beste Freundin, was sie mir als Altermnative empfehlen könnte.
Weil AB wird heute sowieso schon bei jeder Kleinigkeit gegeben und dann finde ich noch ein Problem, dass kaum ein Arzt seinem Patienten erzählt, dass dieser auch bei guter Heilung die AB- Packung bis zum Schluss nehmen sollte, weil der Körper sonst mehr dagegen "geimpft" ist, als das es geholfen hat!
Durch so etwas haben wir ja jetz auch die tollen relativ neuen Krankheiten wie MRSA oder ORSA.
Also was Antibiotika angeht bin ich oft sehr kritisch.
Das wär wohl wieder ein Pro für die Homöopathie, dort habe ich oft das Gefühl, als wenn die Patienten sehr gut aufgeklärt würden und auch z.T. die Anamnese vor einer Arzneimittelgabe gründlicher wäre.

Liebe Grüße und ein Schönes Wochenende!

Julia
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Alt 17.05.2006, 20:27   #6
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Standard Re: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 883 Tage alt

Hallo

ich habe nicht prinzipiell etwas gegen alternative Methoden - aber ich bin doch sehr skeptisch.
Allerdings wohl weniger was die Mittelchen, als die Qualifikation der Therapeuten angeht,
insbesondere bei der Diagnostik und Verlaufskontrolle.
Ich wäre durchaus bereit alternative Sachen bei meiner Tochter mit anzuwenden, wenn der Arzt dem ich
vertraue mir dazu rät.
Das ist jedoch meine ganz persönliche subjektive Einschätzung.

Was die Aufklärung angeht - hab ich eher gegenteilige Erfahrung - ich bekam in einem Zettelbriefchen ein paar Globuli und wann ich wieviel geben soll - was es war und wieso und warum - Das ist das Konstituionsmittel, das ich für ihre Tochter rausgesucht habe ...

Irgendwie ist es einfach nicht mein Ding und so sehr ich auch sage - klar wenn es hilft ..., aber sobald meine Kinder fiebern, greif ich ich zu Paracetamol und Nurofen und nicht zu Globuli. Hängt wohl aber auch damit zusammen, dass mein Sohn bereits einen wirklich heftigen Fieberkrampf hatte und ich dann eben zu Mittel greife, wo ich weiß dass sie wirken.


Was ist Homöopathie:
weil es sozusagen Pflicht ist, mit einem quasi chronisch kranken Kind zum Heipraktiker zu gehen (alles andere wird sonst unter anderen Müttern schon fast als Körperverletzung betrachtet *ironie off*), hab ich das auch getan und mich etwas mit den Grundsätzen beschäftigt.

Homöopathie arbeitet ganzheitlich und nach dem Grundsatz "Gleiches mit Gleichem zu behandeln"
Das heißt es werden alle Symptome ganzheitlich betrachtet und als Mittel wird gewählt welches in normaler Dosis die gleichen Symptome beim Gesunden hervorruft. - (Im Gegensatz zur "Schulmedizin" - wo eher symptomorientiert mit einem Gegenmittel gearbeitet wird. z.B. Fieber mit einem fiebersenkenden Wirkstoffe behandelt.)
Allerdings werden hier die Wirkstoffe stark verdünnt - und zwar wird das zwingend durch klopfen und schütteln gemacht. Das Ganze nennt man potenzieren. Je höher die Potenz desto niedriger der Wirkstoffgehalt aber desto höher die Wirkung -so die Theorie. In den hohen Potenzen sind chemisch keinerlei Wirkstoffe mehr nachzuweisen.
Die Theorie besagt, dass durch das Klopfen und Schütteln die energietischen Muster in die Trägersubstanz übergehen und deshalb wirken jedoch ohne Nebenwirkungen.
Die Auswahl an Mittel ist riesig und schwierig, da man theoretisch jedes kleine Detail betrachten muss - bei Fieber z.B.
Für die Behandlung eines fieberndes Kindes gibt es so ca. 10 Standard-Mittel - je nach Art des Fiebers - schnell steigend, hoch, hochroter kopf oder nur blassrosa oder nur rote Wange
Kälte- oder Wärmeempfinden, Unruhe oder Aktivität, Schmerzempfinden etc.....

Mittlerweile gibt es auch Kombi-Präperate, die eher Symptomorientert gegeben werden und damit der reinen Theorie wiedersprechen.

Globulies sind meist Miclhzuckerperlen die mit dieser Lösung besprüht worden. Es gibt aber auch Tropfen und Tabletten.

Viele Grüße
Sandra

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Alt 17.05.2006, 22:13   #7
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Standard Re: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 883 Tage alt

oups - hab grad gesehen - gab ja schon eine sehr schöne und ausführliche Erklärung davon.

naja egal

Viele Grüße
Sandra
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Alt 17.05.2006, 22:15   #8
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Standard Re: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 883 Tage alt

doppelt gemoppelt hält besser
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Alt 01.06.2006, 06:54   #9
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Standard Re: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 868 Tage alt

In etwa 3 Wochen beginnt bei mir ein Einsatz auf der Chirurgie in einem anthroposophischen Krankehenhaus. Dort wird Schulmedizin mit der anthroposophisch erweiterten Heilkunst kombiniert und ich werde sicher auch weitere Einblicke in die Homöopathie bekommen.
Bin schon sehr gespannt, in welche Richtung das Arbeiten in diesem Haus meine Meinung zu den Thema beeinflussen wird!

Liebe Grüße Julia
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Alt 21.07.2006, 19:17   #10
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Standard Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 818 Tage alt

Hallo,

in der Vergangenheit durfte ich schon oft die Erfahrung machen, dass Schulmedizin und Homöopathie sehr gut zusammen passen. Toleranz auf beiden Seiten ist dabei natürlich sehr erfreulich, doch nicht zwingend notwendig.

Ein Beispiel: Im Februar 2005 hatte ich eine sehr aufwendige und lange OP vor mir. Meine Homöopathin gab mir unterstützend Globulies mit, zum einen um den Narkose-Kater zu vermeiden (hatte tatsächlich keinen ) und die Wundheilung zu unterstützen. Den Ärzten im Krankenhaus habe ich das nicht auf die Nase gebunden. Ich hatte irgendwie einfach keine Lust das auszudiskutieren.

Auf der anderen Seite hat auch meine Homöopathin nicht versucht mich von der OP (Krebs) und der begleitenden Chemo und Bestrahlung abzubringen. Sie bot dazu ihre Hilfe an, dass ich die Therapie gut aushalte und die neuen, gesunden Zellen gestärkt werden.

Ich kann nur sagen, ich habe mich mit dieser Kombination aus Schulmedizin und Homöopathie super betreut gefühlt.

Und bei meinen beiden Kindern durfte ich schon oft erleben, dass das eine oder andere Zipperlein mit Globulies schneller auskuriert wurde als erwartet.

Es ist schwer einen wirklich guten Homöopathen zu finden, daher ist diese Form von Medizin bzw. Behandlung bei vielen mit einem negativen Touch behaftet. Leider!

glg
Sabine
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Alt 21.07.2006, 19:54   #11
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Standard Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 818 Tage alt

Hallo Sabine1965

Herzlich willkommen hier im Forum
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Alt 22.07.2006, 18:24   #12
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Standard Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 817 Tage alt

Hallo Sabine1965!

Das ist wohl eins der größten Probleme der Homöopathie, dass es zu viele Leute gibt, die diese zu halbwissend anwenden. Das Steigert ihren Ruhm nicht gerade. Leider.
Ich habe mittlerweile in meinem Einsatz doch einige Homöopathika kennengelernt, bei deren Wirkung ich echt sehr positiv überrascht war!

Liebe Grüße Julia
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Alt 22.07.2006, 22:09   #13
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Online Status: Lilly ist offline




Standard Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 817 Tage alt

Meine wunderbare Hausärztin (die ich vor vier Jahren nach langem Suchen endlich gefunden habe) ist zwar Ärztin, jedoch arbeitet sie rein homöopathisch seit fast 30 jahren, sie verfügt über eine große Erfahrung, was es natürlich einfacher macht.
Ihr ist die Entwicklung der "neueren" Homöopathie ein Dorn im Auge, da sie nichts mehr mit der hahnemann'schen Therapie zu hat.
Da wird die gleiche Symptomkuriererei betrieben wie es in der Schulmedizin häufig der Fall ist.

Ich habe einmal in meinem Leben AB genommen, die ich verschrieben bekam bei einer Blasenentzündung (völlig überflüssig), danach war mein Immunsystem am Boden und meine Darmflora hinüber...ich brauchte fast ein Jahr, bis ich wieder einigermaßen auf dem Damm war.

Seitdem habe ich die AB-Rezepte immer in den Müll geworfen, selbst bei Pneumonie, Pleuritis und erst recht bei Blasenentzündungen....den behandelnden Ärzten habe ich das zum Schluß nicht mehr gesagt, da ich mir die oft verletzenden Diskussionen nicht mehr antun wollte. Ich ließ sie in dem Glauben, sie hätten mich gesund gemacht...

Ich für meinen Teil habe die Schulmedizin auf ihren Platz verwiesen, klar würde ich nicht zum Heilpraktiker gehen, wenn ich mir den Arm gebrochen habe.

Vor etwa drei Jahren klappte ich mal zusammen wegen starker Schmerzen im Unterbauch,,,ich wollte einen Notarzt rufen, kam aber nicht mehr bis zum Telefon. Als ich wieder zu mir kam, war ich auch im Kopf etwas klarer und entschied mich dagegen, da es Karfreitag war und da weiß man ja nie, wer da so kommt...nun ja...
hab mich über die Tage gerettet mit Wärmflasche usw...

Dienstags bin ich dann zu meiner Gyn., nach einigen Untersuchungen stellte sie ersten eine große Cyste am rechten Eierstock fest (die, die Schmerzen verursachte) und dicht daneben einen Tumor...Irgendwann hieß es dann Ovarial-Ca, sofort OP und Chemo, es sei dringend.

Naja, ich habe abgelehnt...musste sogar unterschreiben, daß ich nichts machen lasse.
Ich habe mich dann ganz auf die Alternativen besonnen...alle hielten mich für lebensmüde...aber ich war überzeugt, es haut hin...
nach drei Monaten war die Cyste um die Hälfte geschrumpft, der Tumor hatte sich auch deutlich verkleinert...dennoch hieß es wieder Chemo und OP....ich lehnte ab....

naja, lange Rede kurzer Sinn, nach knapp drei Jahren ist von beidem kaum noch was zu sehen....sogar meine Gyn kann es nicht fassen...sie meinte, hätte sie nicht selbst die Untersuchen gemacht, würde sie an eine Fehldiagnose glauben....

Es war sicher kein einfacher WEg, ich musste viele Hindernisse überwinden, habe nächtelang durchgeheult, weil niemand mit mir reden wollte, keiner konnte es nachvollziehen, was ich da tue, also schwieg man lieber...das war sehr grausam....es ist bis heute noch so...das Thema wird von meinen Freunden immer noch gemieden....obwohl sie sehen, daß es mir gut geht und ich die Prognose von max. 3-6 Monaten längstens überlebt habe...

aber es war richtig, daß ich es so gemacht habe, es war eben MEIN Weg.
Ich denke, irgendwann muss sich jeder mal entscheiden, welchen Weg er wählt.

Ich bereue jedenfalls nicht, daß ich es so gemacht habe.
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Alt 23.07.2006, 10:26   #14
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Standard Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 816 Tage alt

Hallo,

ich habe das große Glück meine Gesundheit 4 hervorragenden Ärzten/Therapeuten anvertraut zu haben:

- meiner Neurologin, die, obwohl Professorin an einer Uniklinik, meine "Nebenher-homöopathische - und -osteopathische- Behandlung" unterstützt
- meinem Hausarzt, der, obwohl nicht der jüngste, allen Behandlungsmethoden gegenüber offen ist und mir nie etwas verschreibt, von dem er weiß, das nehme ich eh nicht
- meiner Homöopathin, die die Schulmedizin nicht verteufelt (mit Ausnahme von häufiger Antibiotikagabe), die ich Tag und Nacht (!) anrufen kann und die froh ist, wenn es mir gut geht, egal was der Grund hierfür ist
- meine Osteopathin, die mir physisch und psychisch enorm hilft

Ich kenne auch unzählige solcher Fälle wie sie Lilli selbst erlebt hat.
Im kleinen habe ich es bei einem "Hexenschuss" vor kurzem erfahren, als mir Spritzen und Schmerzmittel eher weniger bis nicht halfen, aber Globuli.
Ich besitze eine homöopathische Hausapotheke mit C 200 und C 40er Potenzen und Arnika z.B. darf nie ausgehen. Sowohl als Globuli, als auch als Tinktur und als Salbe.

Auch ich kann von einer meiner wenigsten (ich glaube in 45 Jahren 3 mal) Antibiotikagaben nur Negatives berichten. Bei eriner Blasenentzündung ließ ich mich überreden AB zu nehmen, weil ich MS bedingt immer Restharn in der Blase habe und die Gefahr des Hochsteigens der Infektion in die Niere erkannt habe. NAch drei Tagen ging es mir sehr bescheiden, ich dachte ich habe einen Schub. Schenll mal in die NWen geschaut: Sollten bei Erkrankungen des ZN nicht genommen werden, weil sich die Syamptomatik verschlechtern könnte!!! Nahdem ich zusätzlich auf den Mitträgerstoff Lactose mit Darmproblemen reagierte, setzte ich die Ab in Rücksprache mit dem Arzt ab und versuchte es homöopathisch, was zielführend war.
Also für mich das nächste Mal kein Thema, was ich bei einer Blasenentzündung machen werde.

LG
MauSi

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Alt 23.07.2006, 22:41   #15
Schaut öfter mal rein
 
 
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Online Status: chaosbarthi ist offline




chaosbarthi eine Nachricht über ICQ schicken
Standard Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 816 Tage alt

Hallo @all,

ich möchte euch etwas aus dem Leben meiner Tochter erzählen, die irgendwann urplötzlich komische Flecken am Körper hatte. Der Hausarzt überwies zum Kollegen Hautarzt, der es sich ansah, Undefinierbares in den Bart brummelte und eine wenig hilfreiche Salbe verschrieb. Er versuchte seine Effizienz durch Verschreibung einer stark Cortison haltigen Salbe zu steigern. Meine Frage, was meine Tochter denn eigentlich habe, blieb unbeantwortet. Drei Monate verstrichen.

Nach weiteren 6 Wochen brachte ich meine Tochter in die Hautklinik der Uni. Viele Ärzte begutachteten sie, der Chefarzt machte schließlich eine Stanzbiopsie. Ergebnis: allergische Vaskulitis und viele Fragezeichen in noch mehr Gesichtern. Man bat, sie stationär aufnehmen zu dürfen, gab ihr massenhaft Cortison, schleppte sie zur Ansicht durch die Hörsäle und war mit der Weisheit am Ende.

Man erzählte mir, dass Vaskulitis eine Autoimmunerkrankung sei, die bei ihr möglicherweise einen chronischen Verlauf habe. Man empfahl in eine Chemotherapie einzuwilligen. Auf meine Frage, was es denn langfristig bringen solle, ihr Immunsystem zusätzlich zu destabilisieren, zuckte man die Achseln. Man wisse ja nicht... es käme ja nicht so häufig vor... man könne ja vielleicht... man müsse es letztlich probieren. Ich war der Meinung, dass es absolut verkehrt wäre, meine Tochter für diese Experimente zur Verfügung zu stellen, denn man wisse ja offensichtlich nicht...

Ich kannte einen alten Herren, der Warzen und Gürtelrosen besprechen konnte und bat ihn um seine Meinung. Komischerweise wusste er etwas. Er erzählte mir, dass es sich bei der Vaskulitis um eine schwerwiegende Stoffwechselerkrankung handle, die zu einer autoimmunreaktion führen würde. Er sei aber der falsche Ansprechpartner. Möglicherweise könne er sogar die Symptome lindern, aber es stände nicht in seiner Macht, die Ursachen zu bekämpfen. Er empfahl mich einem Heilpraktiker, den er persönlich für gut befand.

Der Heilpraktiker machte umfangreiche Untersuchungen, die ich nicht wirklich verstand (Irisdiagnose und sonstiwas). Er sprach mit meiner Tochter, machte weitere Untersuchungen und verschrieb ihr verschiedene Globuli, die zu bestimmten Zeiten in unterschiedlichen Kombinationen einzunehmen seien. Wie auch immer, die Symptomatik der Vaskulitis verschwand binnen 3 Wochen und ist seit Jahren nicht wieder aufgetaucht.

LG chaosbarthi
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