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Homöopathie und Schulmedizin

In dieser Diskussion geht es um "Homöopathie und Schulmedizin" im "Alternativmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Vielen Dank, Ulrike2000, für die Identifizierung einer der Quellen Ihrer Weisheiten. Der Paturi ist´s also: Der Alpen-Schamane und selbsternannter Capra für Arme. Physik goes Wahnwelten... ...


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Alt 23.07.2008, 02:29   #91
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 123 Tage alt

Vielen Dank, Ulrike2000, für die Identifizierung einer der Quellen Ihrer Weisheiten.

Der Paturi ist´s also: Der Alpen-Schamane und selbsternannter Capra für Arme. Physik goes Wahnwelten...
Aber so pauschal will ich Paturi dann doch nicht abhandeln.

Es ist in den Reihen der sogenannten Wissenschaftsjournalisten derzeit (mal wieder) Mode, Bücher zu schreiben, die weniger der Aufklärung als mehr der Befriedigung der Sensationsgeilheit des nach Mystik hechelnden Volks dienen. Der Journalist und Chemiker Rolf Froböse hat vor kurzem ein ebensolches Machwerk abgeliefert, dessen Würdigung durch ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Dr. Ulrich Berger von der Universität Wien schon fast als Lehrstück aufgeklärten Denkens zu bezeichnen ist.

http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/
http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/06/18/geheime-pr-des-zufalls/

Hier wie dort suggerieren Autoren wie Froböse oder eben Paturi, dass erkannte Absurditäten pseudowissenschaftlicher Weltbilder eigentlich ungeklärte Rätsel der Wissenschaft sind.
Dadurch eröffnen sich umfängliche Möglichkeiten, wild in der Landschaft herum zu spekulieren. Und das machen Felix Paturi oder eben Rolf Froböse mit der Attitüde des ernsthaft fragenden Wissenschaftlers, die einst z.B. Erich von Däniken auszeichnete.
Die Ernsthaftigkeit aber ändert nichts an der Spekulation.

Paturis Machwerk, "Die letzten Rätsel der Wissenschaft", ist ein ziemliches Ärgernis; vor allem, wenn man es sich unter falschen Voraussetzungen angeschafft, oder, wie ich, dummerweise geschenkt bekommen hat.
Nicht einmal so sehr wegen der Unzahl von Halbwahrheiten, Fehlinterpretationen oder des für einen angeblichen Wissenschaftler unverzeihlichen Mangels an kritischer Distanz, beispielsweise zum Kreationismus; nein, es ist die bewußte Irreführung durch den Titel, die einreden will, dass Paturi sich tatsächlich mit dem derzeitigen Erkenntnishorizont der Gegenwartswissenschaften beschäftigt, und es ist die Zeit, die man für solchen Müll opfert.

Dass Erkenntnis nur sehr beschränkt Paturis Intention ist, und sich höchsten im Bereich der Kosmologie bzw. der Elementarphysik etwas mehr als bloßer Unterhaltungswert ergibt, diese Erkenntnis stellt sich schnell ein. Für den Rest der oft schlecht recherchierten, wahllos aneinander gereihten Anekdoten gilt nämlich, dass die darin verbreitenen Informationen eigentlich das genaue Gegenteil einer objektiven Darstellung sind; sie desinformieren und manipulieren die Leserschaft im Sinne einer bestimmten, meist esoterischen angehauchten Weltsicht.

Dazu drei Beispiele:

1. Die "Batterien von Bagdad"
Auf den S. 126 - 131 erörtert Paturi den archäologischen Fund eines Tongefässes durch den Österreicher Wilhelm König, der in diesem Artefakt aufgrund der Bestandteile vermutete, ein antikes galvanisches Element gefunden zu haben. Dies These ist widerlegt bzw. weitesgehend unwahrscheinlich, weil nicht nur notwendiges Zubehör für den angeblichen Verwendungszweck nie gefunden wurde, sondern es aus archäologischer Sicht viel naheliegendere Erklärungen gibt, nämlich die Verwendung des Gegenstandes als religiöses Kultobjekt. Diese Erklärung liefert Paturi allerdings nicht.

Näheres dazu:
http://www.saeti.at/dendera.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Bagdad-Batterie

Dafür versteigt er sich in der abschließenden Behauptung: "Die alten Parther-Krüge lassen sich mit Sicherheit als galvanisches Element verwenden, denn sie lieferten nachweislich elektrischen Strom (Paturi meint hier Versuche mit Nachbauten, deren Bauteile und chemische Lösungen der heutigen Erkenntnis zur Galvanik entsprechen). Dass sie auch tatsächlich zu diesem Zweck verwendet wurden, ist sehr wahrscheinlich (genau das eben nicht, aber das macht die Sache ja langweilig), bewiesen ist es indes nicht."

Mit der gleichen Argumentation könnte man in einer urzeitlichen Kloake gefundene Apfelkerne zum Nachweis antiker Elektrizitätsanwendung benutzen, da wir -mit unserem heutigen chemischen Wissen - auch aus einem Apfel Strom gewinnen können.

2. Kröplin und das emotionale Wasser
Eine schlimme pseudowissenschaftliche Verirrung ist auf den S. 89- 92 zu finden. Dort stellt Paturi weitesgehend kritiklos die Versuche vom Emoto, vor allem aber die von Bernd Kröplin zu angeblich außerordentlichen Eigenschaften des Wassers vor.
Vor allem der ohne jede skeptische Randbemerkung zitierten Satz Kröplins "dass sich materielle Anordnungen in Flüssigkeiten ... durch geistige und emotionale Prozesse beeinflussen lassen", der den Schlußsatz einleitet, in dem Paturi mitteilt, "...dass die Zukunft dieser Forschung noch mit äußerst überraschenden Ergebnissen aufwarten dürfte, die dazu angetan sein könnten, die physikalische Weltsicht als Ganze erheblich zu verändern oder wenigsten zu werweitern.", ist mit äußerster Skepsis zu behandeln."

Hätte Paturi nur ansatzweise professionell recherchiert, oder überhaupt Interesse an einer objektiven Darstellung, wäre er beim Thema Wassergedächtnis nicht an der Arbeit von Thomas Elsässer vom renommierten Max-Born-Institut in Berlin-Adlershof vorbeigekommen.Der nämlich ist der - wissenschaftlich belegbaren - Auffassung: "Die Behauptung, dass Wasser molekulare Abdrücke speichern könne, ist nicht haltbar. Alle Experimente, die dazu durchgeführt wurden, sind entweder fehlerhaft oder nicht reproduzierbar."
Wolle man überhaupt von einem Gedächtnis des Wassers sprechen, so müsste man sich laut Elsässer damit abfinden, "dass Wasser sehr, sehr vergesslich ist".
Elsässer und sein Forschungsteam haben die Bindungen von Wassermolekülen - so genannte Wasserstoffbrücken - in flüssigem Wasser untersucht und festgestellt: Sie ändern sich in unvorstellbar kurzen Zeiträumen - innerhalb einer Pikosekunde, das ist ein Millionstel einer Millionstel Sekunde- . Zu rasch, um Informationen etwa von einmal gelösten Wirkstoffen dauerhaft in den Molekülbindungen zu speichern.

An den Darstellungen von Benveniste, Emoto, Rey, Ennis, Kröplin u.a. Apologeten des Wassergedächtnis ist also berechtiger Zweifel angebracht, und genau dieser Zweifel, der die Erfolgsgeschichte der Wissenschaft und Aufklärung als wesentliches Element begleitet, ist der Fluch der Phantasten.
So äußert sich Kröplin dann auch ziemlich offenherzig in einem Essay der SWR:

Kröplin:
Ich glaube…, dass wir wegkommen müssen bei diesen Dingen von einer Methodik des Zweifels. Das ist der eigentliche, vielleicht gar der Fluch… unserer Existenz. Wir erkennen durch Zweifel. Wir erkennen dadurch, dass wir Dinge in die Dualität stellen und Dinge bezweifeln. … Und die ganze Wissenschaft ist eben so aufgebaut, dass sie die Wahrheit zu erkennen versucht, … indem sie die Dinge bezweifelt. Ich glaube, es wäre also wunderbar zu einer Methodik zu kommen, die das anders machen kann. Und wenn wir … über das Phänomen, also das Selbst-Erscheinende, vorgehen, dann kommt diese Härte des Zweifels in dem gar nicht vor. Und ich glaube, dass wir die Dinge auch anders erkennen können, also im positiven Sinne, ohne dass wir solche Versuchsanordnungen machen müssen.

Dass Kröplin dabei - ganz offensichtlich - den Generalfehler der Pseudowissenschaft(ler) begeht, nämlich sich nicht mehr der Kritik zu stellen, sondern ausschließlich die Bestätigung zu suchen, diskreditiert ihn als Wissenschaftler. Mag sein, dass die Niederlage mit seinem mißglückten Luftschiffprojekt ihn empfindlich gemacht hat für Kritik. Sicher ist, dass Paturi sich mit diesem Sachverhalten nicht beschäftigt hat.


3. Homöopathie - Von den Indianern zu Hahnemann
Abgesehen vielleicht von den Kapiteln zur Evolutionstheorie, in denen unkritisch völlig haltlose oder längst widerlegt Thesen der Kreationisten und Intelligent-Design-Bewegung wiedergegeben werden, ist die Abhandlung der Homöopathie auf den S. 223 - 230 die größte Zumutung dieses Elaborats.

Zu Anfang steht ein absurder Vergleich mit dem Hahnemanschen Heilverfahren und der Phytoheilkunde der amerikanischen Ureinwohner, für die es zwar nicht die geringste historische Begründung gibt, deren Publizierung aber im direkten Interesse des Autors liegt; schließlich muß auch für den Schamanismus Schweizerischer Prägung Marketing betrieben werden, und was würde sich dafür besser eigenen, als eine Verbindung zwischen "uralten" indianischen Traditionen und einem "etablierten" Alternativheilverfahren. Die Alternativ-Szene jedenfalls fährt auf solche historisch fragwürdigen Verbandelungen voll ab.

Im weiteren Text beschäftigt sich dann Paturi vor allem mit der Kritik der Homöopathie von Windeler und Wolf, veröffentlich auf den Seiten der GWUP (Gesellschaft für die wissenschaftliche Untersuchung von Parawissenschaften e.V.), wobei er sich erstaunlicherweise zuerst über die Sinnsprüche, die die beiden Autoren ihrem Artikel nachgestellt haben, echauffiert. Offenbar haben diese an der richtigen Stelle getroffen.
Sodann begibt er sich an die Entkräftung der vom ihm identifizierten Hauptkritikpunkte. Dabei schießen seine wortschwallig vorgetragenen Argumente allerdings dermaßen an den eigentlichen Kritkpunkten vorbei, dass jeder, der sich irgendwann von wissenschaftlicher Seite mit der Homöopathie beschäftigt hat, nur noch mitleidig mit dem Kopf schütteln kann.

Es ist aber insgesamt auch erstaunlich, dass Paturi sich nur mit dem Essay von Windeler und Wolf beschäftigt hat, und solche detaillierten Kritiken wie die von Prof. M. Lambeck, und besonders die von Otto Prokop völlig ignoriert. Hier mag der Wunsch existiert haben, der GWUP ein wenig vor´s Schienenbein zu treten, die sich schon mit einem anderen Werk Paturis kritisch auseinander gesetzt haben, dem 1989 erschienen, ziemlich ähnlich gestrickten Märchenbuch für Erwachsene "Die großen Rätsel unserer Welt".

Zum schlechten Schluß des Kapitels kommt dann wieder die übliche Verdummungstaktik zum Einsatz: Paturi berichtet über die offenbar bahnbrechenden Versuche von Schmidt, Süß und Nieber am Institut für Pharmazie a.d. Uni Leipzig, und über die Kritik an diesen von Bruhn, Wieland und Keck, "deren Begründung freilich noch aussteht." Diese Behauptung ist eine eindeutige Lüge.

http://www.xy44.de/belladonna/chrono/index.html

Mit perfider Taktik ist dann hinter den Namen der Kritiker der Satz zu finden, dass diese keine Ärzte wären. Was Paturi nicht erwähnt, dass die Herren Prof. Dr. rer.nat. Gerhard Bruhn, Darmstadt, Prof. Dr. rer.nat. Erhard Wielandt, Stuttgart, PD Dr. rer.nat. Klaus Keck, Konstanz, etablierte Naturwissenschaftler sind, und ganz sicher die Kompetenz zur Kritik besitzen.
Was er auch nicht erwähnt, ist der Skandal, der sich zum Zeitpunkt der Drucklegung seines Buchs schon längst an der Uni Leipzig entwickelt hatte. Was er ebenfalls verschweigt, ist die Tatsache, die die Deutsche Apotheker Zeitung in einem Artikel über die Veröffentlichung von Schmidt, Süß und Nieber 2005 mitteilt:

Zitat:
Arbeit zurückgezogen

Mittlerweile haben die Autoren (Schmidt, Süß, Nieber) der Arbeit - nach einer Denkpause - Fehler bei der Versuchsdurchführung und Auswertung eingestanden. Insbesondere fehlten notwendige Kontrollversuche und nicht alle Daten wurden in die statistische Auswertung einbezogen. Die Mitteilung in der Zeitschrift Biologische Medizin wurde zurückgezogen, der Preis zurückgegeben. Damit muss ein weiterer Versuch, die Wirkung von homöopathischen Verdünnungen in vitro nachzuweisen, ad acta gelegt werden.
Nun, zum letzten Satz der Apotheker Zeitung muss nichts mehr erwähnt werden, und zum Paturi-Werk reicht´s mir jetzt auch.

Bleibt deshalb nur noch ein nüchternes Fazit, Ulrike2000: Paturi ? Als Referenz untauglich.


Pianoman

Geändert von Pianoman (23.07.2008 um 14:39 Uhr).
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Alt 23.07.2008, 08:48   #92
Teetante
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Pianoman, ich bewundere Deine Geduld dieses Buch auch noch ganz zu lesen!

Grüße, Andrea

Geändert von Teetante (23.07.2008 um 10:01 Uhr). Grund: Ein Wort eingefügt
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Alt 23.07.2008, 09:49   #93
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Im Falle einer Krankheit wuerde ich sofort zur Schulmedizin greiffen, aber im Falle eines Unwohlgefuehles oder Verstaerkung des Koerpers, nehme ich lieber homoeopathische Produkte. Es gibt gute als auch schlechte Seiten der Beiden und es gibt sie beide seit Jahrhunderte. Jeder darf auwaehlen, welceh Behandlung er folgen will.
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Alt 23.07.2008, 14:27   #94
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

@SabiMa

Zitat:
aber im Falle eines Unwohlgefuehles oder Verstaerkung des Koerpers, nehme ich lieber homoeopathische Produkte.


Eigentlich ist er mir mittlerweile egal, wenn ich auf solche Erkenntnisresistenz treffe, was mich aber trotz allem immer wieder wundert, sind die unübersehbaren Parallelwelten im Denken.

Die Homöopathie geht von einer geistartigen Störung der Lebenskraft aus und therapiert diese mittels ihre sogenannten Medikamente.
Die Wissenschaftsmedizin identifiziert die Ursachen einer Erkrankung, und therapiert diese auf unterschiedliche Art und Weise; so, wie es der Erkrankung angemessen ist.

Wann und wodurch wissen Sie, SabiMa, ob eine geistartige Störung Ihrer Lebenskraft vorliegt, und wann eine Krankheit mit konkreten Ursachen ?
Und woran erkennen Sie, dass Ihr Zustand nicht mehr das Ergebnis einer allgemeinen geistartigen Störung Ihrer Lebenskraft ist, sondern plötzlich eine wissenschaftmedizinisch zu therapierende Ursache hat ?

Unterscheidet sich eine geistartigen Störung der Lebenskraft von einer wissenschaftsmedizinisch diagnostizierbaren Krankheit ? Und wenn ja, wodurch ?

Um Meinung bittend,

Pianoman

Geändert von Pianoman (23.07.2008 um 17:03 Uhr).
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Alt 23.07.2008, 15:13   #95
AltMed
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Standard AW: Re: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Zitat: von StarBuG
Mich würden ja mal echt die verschiedenen Arten von homöopathischen Mitteln interessieren.

Kann nicht mal einen einen Beitrag machen, und dort die verschiedenen Mittel wie z.B. Globoli erklären, und vorallem was da als Lehre hinter steht.

Fänd ich echt mal super interessant.

Gruß

Micha
Hallo Micha,

kaum hier und schon auf einen Wunsch eingehen...

Zur Homöopathie:
Hier in Deutschland wird meist die Homöo nach Hahnemann gelehrt und genutzt.
Im Grundsatz kann man sagen "Ähnliches mit Ähnlichem" heilen.
Das bedeutet vereinfacht was den Gesunden krank macht, heilt den Kranken.
Die Schulmedizin sollte übrigens nicht so sehr gegen die Homöopathie wettern. Meist kommt der Vorwirf "Da ist ja nix drin"... In z.B. der Desensibilisierung (Allergien) oder den Impfstoffen ist auch nicht wirklich viel drin.

Nun gibt es über 17000 homöopatische Arzneien, welche meist im Selbstversuch durch Hahnemann u.a. (Metzger etc.) getestet wurden.

Man setzt die Homöo nicht ein wie es die Schulmedizin gewohnt ist.
Kopfschmerzen=z.B. Aspi o.ä.
Im Idealfall sind die Symptome zweitrangig und man versucht über die Repertorisation (Anamnese) DAS Mittel des Individuum zu finden.

Natürlich gibt es für akute Standardfälle wie Fieber = Belladonna D6
Schnupfen= Allium Cepa D6 ... auch Homöopathika. Dies ist allerdings die sog. "Hausfrauenhomöopathie"...(nicht bös gemeint)
Allerdings gibt es hier auch viel Literatur welche man in Apotheken usw bekommt oder man geht besser noch zum Heilpraktiker oder Arzt mit homöop. Ausrichtung.


Was bedeutet D6 oder c200 usw.?
Das sind die Potenzierungen und Mischverhältnisse
D=Verdünnung 1:10
C=Verdünnung 1:100 usw
jeweils 10x Verschüttelt (Potenziert)

Die Homöo heute wird in so weiten Feldern eingesetzt wie Krebs usw. das jeden Tag dazu gelernt und weiter entwickelt wird.

Grüsse

AltMed
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Alt 23.07.2008, 17:08   #96
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Ohja, AltMed, das alles ist wirklich neu !

Eisenzufuhr bei Gesunden erzeugt also einen Eisenmangel, der wiederum durch ganz, ganz, ganz, aber wirklich ganz wenig Eisen behoben werden kann ? Ist das so richtig ?

Ist Impfen die Behandlung einer Krankheit ?

Geändert von Pianoman (23.07.2008 um 17:18 Uhr).
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Alt 23.07.2008, 17:19   #97
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Zitat: von Pianoman
Ohja, das ist wirklich neu !

Eisenzufuhr bei Gesunden erzeugt also einen Eisenmangel, der wiederum durch ganz ganz ganz wenig Eisen wieder behoben werden kann ? Ist das so richtig ?

Stop,Stop!
Nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen!
Dein Beispiel würde funktionieren wenn Du meinst zu viel Eisenzufuhr macht krank.

Dem Kranken (Eisenmangelanämie) würde Eisen helfen. Auch in homöop. Form, wenn keine anderen Grundleiden zu Grunde liegen.

Dem Gesunden würde es schaden, denn zuviel Eisen ist ja bekanntlich auch nicht gut

Für Dich ist es vielleicht besser wenn ich Dir das so erkläre...

Wenn es Dir gut geht und Du keine Beschwerden hast, nimm mal Nux Vomica D12 4-5x an einem Tag...

Viel Spaß!
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Alt 23.07.2008, 17:25   #98
Teetante
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Zitat: von AltMed
Wenn es Dir gut geht und Du keine Beschwerden hast, nimm mal Nux Vomica D12 4-5x an einem Tag...

Viel Spaß!
Ausgerechnet Pianoman bekommt nun auch noch den Vorschlag Zuckerkügelchen zu nehmen...

Es wird immer absurder hier.

*Lachtränenabwische*

Andrea
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Alt 23.07.2008, 17:35   #99
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Zitat: von Teetante
Ausgerechnet Pianoman bekommt nun auch noch den Vorschlag Zuckerkügelchen zu nehmen...

Es wird immer absurder hier.

*Lachtränenabwische*

Andrea
Tut mir leid, aber ich versuche nur zu erklären. Leider kann ich mir denken handelt es sich um etwas Zynismus.

Zu den Zuckerkügelchen:
Hier wird nur die Verdünnung aufgeschüttet um es einfacher nehmen zu können. Dilutionen gehen auch
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Alt 23.07.2008, 17:42   #100
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Zitat:
Stop,Stop!
Nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen!
Dein Beispiel würde funktionieren wenn Du meinst zu viel Eisenzufuhr macht krank.

Dem Kranken (Eisenmangelanämie) würde Eisen helfen. Auch in homöop. Form, wenn keine anderen Grundleiden zu Grunde liegen.

Dem Gesunden würde es schaden, denn zuviel Eisen ist ja bekanntlich auch nicht gut
Ach, das stimmt so nicht ?

Also noch einmal: In der Homöopathie wird Eisenmangel (den Homöopathen eigentlich überhaupt nicht kennen, weil die Homöopathie keine Krankheiten sondern nur geistartige Störungen der Lebenskraft therapiert) erstaunlicherweise dann doch mit Ferrum phosphoricum in D6 oder D12 behandelt.
Nun löst aber - nach homöopathischer Vorstellung - genau das Mittel, das gegen die Erkrankung eingesetzt wird, in höherer Dosierung doch die Krankheit aus, gegen die es eingesetzt wird.
Daraus folgt: Wenn Eisen in geringer Dosierung gegen einen Eisenmangel eingesetzt wird, muss Eisen in höherer Dosierung den Eisenmangel auslösen. Oder nicht ?

Oder habe ich da etwas falsch verstanden ?

Und warum soll ich Brechnuss einnehmen ? Arzneimittelprüfung am Gesunden ?
Mit Strychnin ?
Sonst geht´s Ihnen gut ?
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Alt 23.07.2008, 17:46   #101
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Zitat: von AltMed
Tut mir leid, aber ich versuche nur zu erklären. Leider kann ich mir denken handelt es sich um etwas Zynismus.
Etwas Zynismus? Ich würde es tonnenweise nennen...

Zitat: von AltMed
Zu den Zuckerkügelchen:
Hier wird nur die Verdünnung aufgeschüttet um es einfacher nehmen zu können. Dilutionen gehen auch
Zum rot markierten Teil des Zitates paßt hervorragend Deine Signatur: Von nix kommt nix!
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Alt 23.07.2008, 17:55   #102
AltMed
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Zitat: von Pianoman
Ach, das stimmt so nicht ?

Also noch einmal: In der Homöopathie wird Eisenmangel (den Homöopathen eigentlich überhaupt nicht kennen, weil die Homöopathie keine Krankheiten sondern nur geistartige Störungen der Lebenskraft therapiert) erstaunlicherweise dann doch mit Ferrum phosphoricum in D6 oder D12 behandelt.
Nun löst aber - nach homöopathischer Vorstellung - genau das Mittel, das gegen die Erkrankung eingesetzt wird, in höherer Dosierung doch die Krankheit aus, gegen die es eingesetzt wird.
Daraus folgt: Wenn Eisen in geringer Dosierung gegen einen Eisenmangel eingesetzt wird, muss Eisen in höherer Dosierung den Eisenmangel auslösen. Oder nicht ?

Oder habe ich da etwas falsch verstanden ?

Und warum soll ich Brechnuss einnehmen ? Arzneimittelprüfung am Gesunden ?
Mit Strychnin ?
Sonst geht´s Ihnen gut ?
Ja, das haben Sie.
Homöopathie wie ich sie praktiziere ist heute modern und weltoffen.
Sie scheinen das nicht zu sein.

Meine Empfehlung das Sie bei Unglauben doch einmal Nux Vomica zu sich nehmen sollten liegt nur in Ihrem Unverständniss begründet.
Da Sie ja meinen "Das nutzt doch alles nix" verstehe ich Ihre Angst nicht...

Aber ich muss Sie nicht überzeugen.
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Alt 23.07.2008, 18:17   #103
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 122 Tage alt

Zitat:
Homöopathie wie ich sie praktiziere ist heute modern und weltoffen.
Ach was ? Tatsächlich ? Gelten in der Homoöpathie jetzt andere Regeln als die des Organons ?

Beschreiben Sie doch mal, was sich in den letzten Jahren so alles geändert hat.
Gibt´s jetzt Bakterien und Viren ?
Gilt die Avogadro-Konstante ?
Sind Hochpotenzen unwirksam ?
Kommt die Kultur der Tiefpotenz oder Ursubstanz ?
Was ist denn mit der geistartigen Kraft des pürierten Maikäfers ? Abgeschafft ?
Und dafür - neuzeitlich und weltoffen - den Hundekot gegen anhängliche Kinder eingeführt ?

Legen Sie mal los, AltMed, ich warte mit Spannung auf die Revoluzzer unter den Homöopathen.


Pianoman

PS: Vorher wäre ich Ihnen aber dankbar, wenn Sie mir meinen Denkfehler in Sachen Eisenmangel erklären würden.
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Alt 24.07.2008, 12:58   #104
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Standard AW: Homöopathie und Schulmedizin - Dieser Beitrag ist 121 Tage alt

Zitat: von Pianoman
Ach was ? Tatsächlich ? Gelten in der Homoöpathie jetzt andere Regeln als die des Organons ?

Beschreiben Sie doch mal, was sich in den letzten Jahren so alles geändert hat.
Gibt´s jetzt Bakterien und Viren ? Ja, die gibt es tatsächlich. Hahnemann allerdings hat zu einer Zeit gelebt als diese noch nicht entdeckt waren. Der heutige Arzt kennt Viren übrigens auch noch nicht soooo lange.
Gilt die Avogadro-Konstante ?Ja, sie ist aber nicht zwingend.
Sind Hochpotenzen unwirksam ? Wieso? In Indien wird fast ausschlieslich damit gearbeitet.
Kommt die Kultur der Tiefpotenz oder Ursubstanz ? Sie sollten nicht nur über Wikipedia Ihr Wissen beziehen... Tiefpotenzen oder Ursubstanzen gibt es schon länger
Was ist denn mit der geistartigen Kraft des pürierten Maikäfers ? Abgeschafft ?
Und dafür - neuzeitlich und weltoffen - den Hundekot gegen anhängliche Kinder eingeführt ?

Legen Sie mal los, AltMed, ich warte mit Spannung auf die Revoluzzer unter den Homöopathen. Danke, zuviel der Ehre werter Klavierspieler


Pianoman

PS: Vorher wäre ich Ihnen aber dankbar, wenn Sie mir meinen Denkfehler in Sachen Eisenmangel erklären würden.
Wie gesagt, ich muss hier niemanden überzeugen. Übrigens Homöopathie wirkt auch bei Kleinkindern und Tieren!

AltMed
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Alt 24.07.2008, 13:46   #105
Teetante
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