Na klar, so fangen sie alle an...
Meine Güte, das Schema ist wirklich immer wieder das gleiche, fällt Euch nichts neues ein wie Ihr Schwachsinn verkaufen könnt? Sei es Wasser mit Silber oder die berühmten NEM's, alles der gleiche Unsinn. Und wie immer ist die böse böse Pharmaindustrie beteiligt. Ich kann es bald nicht mehr hören, es k**tzt mich nur noch an.
Na, das der Schlußsatz kommen mußte, wußte ich schon, als ich Ihren ersten Satz gelesen hatte. Soweit mir bekannt ist, ist Werbung in diesem Forum unerwünscht, auch wenn Sie nicht den Link eingestellt haben.
Ein Heilpraktiker hat Ihnen diese Seite angeblich empfohlen? Sehr interessant...
Herr "Dr. Dierdtenberg", was auch immer für ein Dr. Sie sein mögen, für wie naiv halten Sie die User dieses Forums?
Grüße, Teetante
Bitte konsultieren Sie bei allen medizinischen Problemen einen Arzt Ihres Vertrauens.
Ergebnis 7 bis 12 von 221
Thema: Kolloidales Silber
- 17.12.2007 17:58 #7TeetanteGast
AW: Kolloidales Silber
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- 17.12.2007 19:15 #8Moderatorin / Marketing






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AW: Kolloidales Silber @dr.dierdteberg,
ich hab mal 2 fragen:
1. sie reden von erfahrung.. in welchen bereichen haben sie denn erfahrung?als patient oder als arzt?
2. hätt gern mal gewusst, welche unserer forumsmitglieder den pharmaunternehmen angehören und welche unwahrheiten hier verbreitet werden? mir ist noch nix aufgefallen, aber vielleicht hab ich was übersehn..ganz liebe grüße
von der lucy
- 17.12.2007 23:40 #9Glaubt an nix!





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AW: Kolloidales Silber @teetante

@ Dr. Dierteberg
Kommentar von wikipedia
Klinische Studien, die eine Wirksamkeit von kolloidalem Silber beim Menschen verifizieren oder falsifizieren könnten, gibt es nicht. Es existiert auch kein Patentschutz.
Silberempfindliche Mikroorganismen können mit der Zeit silberresistent werden. Über Plasmide kann der Resistenzmechanismus zwischen verschiedenen Bakterienarten ausgetauscht werden. Silberresistente Mikroorganismen wurden in Wasserfiltern nachgewiesen sowie bei Patienten mit Brandverletzungen, die mit silberhaltigen Mitteln behandelt wurden. Möglicherweise sind grampositive Bakterien etwas empfindlicher als gramnegative. Der antivirale Effekt ist relativ gering und lässt sich auch durch Erhöhung der Konzentration kaum steigern. Einzelne Erfahrungsberichte sprechen teils begeistert von diesen Erfolgen, ebenso gibt es kritische Stimmen, die diesem nicht als Arzneimittel zugelassenem Stoff keine, nur eine geringe oder gar eine schädliche Wirkung unterstellen. Kolloidales Silber ist nicht als Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel zugelassen, nicht verschreibungsfähig und kann daher nur als "Hausmittel" angesehen werden. Es sind Fälle von Argyrienach Einnahme von kolloidalem Silber (Kumulierung von mindestens einem Gramm elementaren Silbers) und nach Einnahme von verschiedenen anderen Silberverbindungen bzw. Silberstäuben bekannt und in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht worden.
Es hat sich ein wenig bis gar nicht regulierter Markt entwickelt, auf dem verschiedenste Produkte als "kolloidales Silber", "Silberwasser", "silver water" (engl.) oder "Hunzawasser" angeboten werden.
Mitunter erfährt man aus unseriöser Quelle, dass Silber eine selektive Wirkung auf "schlechte" Bakterien hätte und dagegen weniger wirksam gegen "gute" Bakterien sei. Müller konnte jedoch 1985 zeigen, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Aufgrund ihres deutlich zu hohen Silbergehalts können sie (besonders bei Verwendung über längere Zeiträume hinweg) Silberablagerungen (Silberakkumulation) im Organismus verursachen, die u.a. zu Argyrie (Dunkelverfärbung der Haut), Argyrose und neurologischen Problemen führen können. Auch eine erhöhte Fehlbildungsrate bei Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft derartige Präparate eingenommen haben, kann aufgrund der Silberablagerungen nicht ganz ausgeschlossen werden.
Gesicherte und neutrale Aussagen über die innerliche Anwendung von kolloidalem Silber gibt es nicht. Manche Anbieter von Silberkolloiden halten sich mit Versprechungen hinsichtlich Auswirkungen auf die Gesundheit zurück, legen manchmal Laboranalysen vor, die über Zusammensetzung und Qualität des Silberkolloids Aufschluss geben. Ein Teil der Silberkolloidverkäufer weist darauf hin, dass bei der elektrolytischen Herstellung auf höchste Reinheit des Silbers geachtet werden muss. So soll die Herstellung aus hochreinem Silber (min. 99,99%) und (mehrfach) destilliertem Wasser erfolgen und die Silberpartikelgröße maximal 5-10 nm betragen.
Der Arzneifachmann Dr. med. Clemens Mittmann, Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf, weist auf folgende Schädigungen durch kolloidales Silber hin: Die chronische Einnahme kann zu einer quasi irreversiblen Einlagerung von Silbersalzen in Schleimhäute und die Haut führen. Aber auch in Gefäßen und inneren Organen wie Leber, Nieren, Milz und im Zentralnervensystem lagert sich Silber ab. Dies kann unter anderem zu chronischen Oberbauch-Schmerzen und zentralnervösen Erkrankungen wie Geschmacks- und Gangstörungen, Schwindel oder Krampfanfällen führen. Gewarnt werden muss vor der Einnahme vor allem während der Schwangerschaft.
Kommentar Süddeutsche Zeitung / Colin Goldner
Als weiteres Wundermittel gilt kolloidales Silber, das angeblich als "modernes Panazee" seine segensreiche Wirkung bei gesundheitlichen Problemen und Störungen jeder Art entfaltet. Es handelt sich dabei um Präparate in Tropfen- oder Pillenform, in denen submikroskopische Silberpartikel enthalten sind.
Nicht nur Augen-, Ohren- und Rachenentzündungen sollen vorzüglich darauf ansprechen. Auch Erkrankungen der Atemwege, der Haut, des Verdauungs- und des Urogenitaltraktes, ja selbst Hirnhautentzündungen und Tumorerkrankungen seien mit dem "natürlichen Antibiotikum" schnell und effizient zu bekämpfen. Im Übrigen stelle in Wasser gelöstes kolloidales Silber ein vorzügliches "Erste-Hilfe Spray" bei Schnittwunden, Entzündungen, Verbrennungen und Insektenstichen dar.
In Lehrbüchern der Naturheilkunde finden sich wahre Lobeshymnen auf kolloidales Silber angestimmt: "Jede Art von Pilz, Virus, Bakterium, Streptokokken, Staphylokokken und anderen pathogenen Organismen wird in drei bis vier Minuten abgetötet." Unerwünschte Nebenwirkungen gebe es nicht. Im Gegensatz zu antibiotischen Behandlungen werde das Immunsystem nicht geschwächt, im Gegenteil. Es sei höchste Zeit, kolloidales Silber als "sicherste und wirksamste Medizin der Welt" anzuerkennen.
Tatsache ist: Keine der angeblichen Heilwirkungen ist auch nur ansatzweise belegt. Hingegen besteht die Gefahr einer schleichenden Argyrie-Vergiftung durch Silberablagerungen in den Augen, in der Leber, den Nieren und im Gehirn, was zahlreiche Fällen bestätigt haben. Vor allem wird dabei von teils massiven Störungen des Zentralnervensystems berichtet.
Von internationalen Gesundheitsbehörden wird die Grenze für die orale Aufnahme von Silber bei täglich fünf Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht gezogen, darüberliegende Mengen seien potentiell gesundheitsschädigend. Behördlicherseits wird von der Einnahme kolloidalen Silbers ausdrücklich abgeraten.
Da Silber auch über die Nahrung aufgenommen wird, vor allem über Milch und Milchprodukte, kann eine zusätzliche Einnahme von silberhaltigen Tropfen oder Tabletten sehr schnell in den gefährlichen Bereich führen. Nachgerade fatal ist der vielzitierte Ratschlag, im Zuge einer Silberkolloidbehandlung die "Darmflora durch Joghurt zu unterstützen".
Und der häufig zitierte Hinweis auf eine angebliche Zulassung von kolloidalem Silber als Naturheilmittel durch die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) ist falsch. Vielmehr hat die FDA festgestellt, dass sie "sich keiner substantiellen wissenschaftlichen Belege bewusst ist, die den Einsatz frei käuflicher Mittel mit kolloidalem Silber als Heilmittel bei ernsthaften Krankheiten unterstützen"
Obwohl Kolloidales Silber weder als Medikament noch als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen ist, lässt sich fertig zubereitetes “Silberwasser” problemfrei über das Internet beziehen: ein 100-ml-Fläschchen (40ppm) kostet zehn bis 14 Euro.
Im einschlägigen Zubehörhandel sind zudem Apparate erhältlich, mit denen kolloidales Silber selbst hergestellt werden kann - zum Beispiel ein sogenannter Ionic-Pulser-Standard S, ein schwachstrombetriebenes Teil in der Größe einer TV-Fernbedienung.
Das Gerät sondert von einem eingelegten Silberstab winzigste Partikelchen ab, die direkt in ein Trinkglas eingerührt werden können. Kosten des Gerätes: 170 Euro. Materialwert des Silberstabes: rund fünf Euro.
Mit dem Einsatz von Silbernitratlösungen in der wissenschaftlichen Medizin hat die Silberkolloidtherapie übrigens nichts zu tun.
Weitere Fragen kann möglicherweise Dr. Dierteberg beantworten.
Pianoman"Die Tragödie der Wissenschaft - das Erschlagen einer schönen Hypothese durch eine häßliche Tatsache."
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- 17.12.2007 23:54 #10Moderatorin / Marketing






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AW: Kolloidales Silber @pianoman,
das will ich ja hoffen. sonst wirds ja keine interessante diskussion.Weitere Fragen kann möglicherweise Dr. Dierteberg beantworten.
also ich bin von der wirkung bis jetzt nicht überzeugt. die hier aufgezeigte nebenwirkungen schrecken doch ganz schön ab...ganz liebe grüße
von der lucy
- 18.12.2007 10:21 #11TeetanteGast
AW: Kolloidales Silber @ Pianoman:

Danke für die ausführlichen Infos.
Auch ich bin gespannt, ob der Herr Dr. sich hier nochmal blicken läßt...
Grüße, Teetante
- 27.12.2007 11:21 #12Rettungsa., Physio, ST





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AW: Kolloidales Silber Naja dumm daher geredet könnt ich auch sagen ich bin Fr. Dr. oder behauptet hier jemand was anderes?
Hach immer wieder schön hier *lol*My father once told me that respect for the truth comes close to being the basis for all morality. "Something cannot emerge from nothing" he said. This is profound thinking if you understand how unstable "the truth" can be.
"Der Fortschritt der Medizin wird uns das Ende jener liberalen Zeit bescheren, daß der Mensch noch sterben konnte, wann er wollte."
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