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Glaubt an nix!
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AW: Organ- und Symptomsprache - die Sprache der Seele - Dieser Beitrag ist 482 Tage alt
Hallo selfhealer,
einige Anmerkungen zu Ihrem bemerkenswerten Beitrag:
Zitat: Ich gehe (wie viele andere auch) davon aus, dass jede Krankheit auch (und vor allem) eine psychische Ursache hat! Es gibt diesbezüglich keine Statistiken und auch keine Beweise – aber die Nichtbeweisbarkeit beweist nicht die Nichtexistenz ;-)
Es ist zwar richtig, dass die Nichtbeweisbarkeit nicht auch die Existenz eines Sachverhaltes verbietet. Aber genau die Nichtbeweisbarkeit schließt jede Wissenschaftlichkeit aus. Damit haben wir es hier nur mit Ihrer ganz persönlichen Meinung zu tun, über deren Qualität ich mich wegen der Etikette in diesem Forum nicht angemessen äußern kann.
Aber selbst, wenn wir so etwas wie einen wissenschaftlichen Hintergrund voraussetzen, reicht nur ein einziger Fall, in dem die Theorie nicht stimmt, um damit das gesamte Gedankengebäude zu falsifizieren.
Und um den/die zu liefern, füge ich den von Ihnen genannten Fällen:
Zitat: Natürlich gibt es scheinbar auch körperliche Ursachen (Viren, genetische Defekte usw.),
noch hinzu: Unfälle, tätigkeitsbedingte Belastungen, Vergiftungen, Verstrahlungen, bakteriologische und parasitär bedingte Erkrankungen.
Was genau heißt eigentlich "scheinbar" im oben genannten Zusammenhang?
Zitat: aber ich gehe davon aus, dass alles seine Ursache im feinstofflichen Bereich hat – wie auch immer. Das wäre aber auch ein anderes Thema… :-)
Aha, Danke. Das hört sich dann schwer nach Karma an.
Zitat: Ich kam darauf, weil ich mir vor Jahren schon Fragen stellte wie diese: Warum werden nicht ALLE Mitarbeiter einer Firma krank, wenn die Hälfte wegen Erkältung zu Hause bleiben muss? Warum bekommt ein Mann, 66 Jahre, Raucher, einen Herzinfarkt während sein Bruder, 78 Jahre, Raucher keinerlei Beschwerden hat? Wieso werden "gesund Lebende" krank und "krank lebende" nicht? Wieso hat die Pest damals nicht alle Menschen ausgerottet, wieso blieb ein Teil verschont? Und noch viel mehr …
Als Erklärungen bieten sich auch an:
1. Unterschiedlich gut trainiertes Immunsystem;
2. Bestehender Impfschutz
3. Nicht alle Menschen wurden infiziert;
(Der Grund übrigens, warum sich selbst die tödlichste Infektion irgendwann , naja, totläuft, ist, dass die Erkrankten schneller sterben, als die Distanzen zwischen Nichtinfizierten überwunden werden können. Weshalb das Problem einer weltweiten Infektion heute, im Zeitalter der Flugreisen, deutlich größer ist, als im ausgehenden Mittelalter.)
4. Genetische Dispositionen
5. Faktor Zufall
6. Definition von "gesundem Leben"
7. Körperliche Disposition
Zitat: Der Grund dafür liegt (nicht nur) meiner Meinung nach in der Person selbst begründet.
Das ist auch die Meinung der Bioenergetiker, der Theomediziner und des größten Teils der esoterischen Gemeinde.
Der Mensch trägt selbst die Schuld an seinen Krankheiten!
Nicht der simple Zufall, nicht unbeeinflussbare ökonomische und soziale Bedingungen, nicht genetische Dispositionen, nicht ständige physische Überlastungen usw. sind der Ursprung von Krankheit, nein, einfach nur falsches Denken.
Eine der wesentlichen Ursache für diese absurde Meinung ist die Demagogie eines Frietjof Capra, einer der wesentlichen geistigen Wegbereiter des New Age / Wassermannzeitalter.
In seinem Buch "Wendezeit" , der Bibel der Esoterik, verkündet er 1982 seine Theorie, die großen Probleme dieser Welt - Krankheit, soziale Mißstände, ökologische Katastrophe - zu beseitigen.
Schuld an diesen Krisen sind nach Capras Meinung nicht gesellschaftliche Verhältnisse und volkswirtschaftliche Sachverhalte wie Verteilung des Besitzes oder Produktionsbedingungen, sondern lediglich unsere eigenen falschen, verinnerlichten Wertvorstellungen, die vom mechanisch-kartesianischen Denken bestimmt seien.
Die Rettung der Menschheit - ein nicht gerade geringer Anspruch - könne ausschließlich mit dem Durchbruch eines "neuen Paradigmas, einer neuen Sicht der Wirklichkeit, neuer Wertvorstellungen" glücken.
Der neue Mensch solle sich nicht in konkreten gesellschaftlichen Auseinandersetzungen zur Verbesserung der Situation engagieren, sondern erkennen, dass er vor allem eine "Krise der Wahrnehmung" habe; und diese überwinden.
Capra leugnet dabei bestehende Herrschaftsstrukturen und geht in idealistischer Tradition von einem Bewusstsein aus, welches das "Sein" bestimme. Alle Problem würden sich mit einem "Neuen Denken" von ganz "von selbst" lösen, wenn der "richtige Zeitpunkt" gekommen sei.
Zitat: Die innere Einstellung, die Gedanken, die man hat zum Leben, zu Krankheiten hat, tragen maßgeblich zur Erkrankung bei. Die meisten Menschen verknüpfen beispielsweise alt werden automatisch mit krank werden. Wenn man so darauf fixiert ist, im Alter krank zu werden (Angst davor hat), kann man sicher sein, dass dies auch eintritt!
Zum einen ist die Annahme, Alter mit Krankheit und letztlich mit Tod zu verknüpfen, irgendwie sehr realistisch. Ich betrachte es eher als Verdrängung, sich nicht mit der Tatsache auseinander zu setzten, dass der menschliche Organismus im 7. oder 8. Lebensjahrzehnt eine Menge seiner Regenerationskraft verloren hat. Die Vorstellung, gesund und fidel 93 zu werden und dann einfach irgendwann nicht mehr aufzuwachen
ist alles andere als wirklichkeitsnah. Das Problem dabei sind Leute, die verkünden, dass der Glaube an die eigene Omnipotenz so etwas wie eine ewige Jugend herzustellen in der Lage ist.
Das eigentliche Aufgabe unserer Gesellschaft ist, sich dem Leben in der verschiedenen Phasen menschlichen Seins gleichwertig zu widmen, und nicht, wie derzeit, diesem knochenharten und im weitesten Sinne asozialen Jugendkult kritiklos zu huldigen.
Krankheit ist keine eigene Schuld und kein Ausdruck falschen Denkens, Krankheit ist Bestandteil des Lebens.
Zitat: Ist man dagegen davon überzeugt, dass die ganzen Viren einem nichts anhaben können, wird man höchst wahrscheinlich alleine die Stellung in der Firma halten :-) Aber auch hierüber könnte ich noch ganz viel schreiben …
Man, selfhealer, ich möchte ihr Geschwätz nur einmal (mehr Gelegenheit gäbe es wahrscheinlich auch nicht) in einem Hochsicherheitslabor in der Gegenwart einer offenen Petrischale mit Ebola-, Hanta-, Marburg-, oder Lassaviren hören.
Zitat: Also die Organsprache dient als Symbolik, um die innere Einstellung, Denkmuster, Gefühlsleben aufzudecken und den Mangel festzustellen. Die Organe stehen dabei symbolisch für, tja wie nennt man das, für die Lebensprobleme, die Hintergründe, weshalb feinstoffliches sich manifestiert hat. (Symptom kommt aus dem griechischen und bedeutet Warnung…)
Also zuerst bedeutet das altgriechische "simbtomma" Hinweis oder Zeichen, nicht aber Warnung.
Aber das nur am Rande: Wenn ich Sie richtig verstehe, sind Signale von unseren Organen Zeichen für kongnitive Dispositionen?
Also, ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen. Dort gehörte es bis zu den 60er und 70er Jahren zur bergmännischen Tradition, sein Berufsleben mit einer anständigen Steinstaublunge zu beenden, und ich kann mich lebhaft an das morgendliche Geröchel der Knappschaftsrentner erinnern, die ihre Atemwege vom Dreck der 40 Jahre Arbeit Untertage befreit haben. Ist das die manifeste Feinstofflichkeit, von der Sie reden?
Sie hätten Opa Kazmierczak nicht in die Hände fallen sollen...
Zitat: Ich gebe nachfolgend ein paar Beispiele, wobei ich hier im Forum schon einmal einen Beitrag gelesen habe. Der beinhaltet auch die Umgangssprache, die man durchaus wörtlich nehmen sollte, wenn man erkrankt. Auch die Formulierung der eigenen Krankheit lässt viel auf die Hintergründe schließen. So hat z.B. manch einer buchstäblich "die Nase voll", findet etwas "zum Kotzen" und klagt über Übelkeit, klagt über Knieprobleme und beschreibt Menschen, die ihn "in die Knie zwingen" wollen… usw. usw.
Das ist jetzt aber nicht unbedingt feinstofflich, sondern ein argumentatorischer Mischmasch aus durchaus bekannten psychosmatischen Erscheinungsbildern und Analogie-Denken. Kaum ein Arzt wird diese kommunikativen Elemente aus einer Anamnese ausblenden, wenn sich mögliche Kausalitäten im Rahmen gesicherten Hintergrundwissens abzeichnen.
Die nachfolgenden genannten Beispiele allerdings sind völlig unzulässige Vereinfachungen, deren Ausschließlichkeit entweder auf weitgehende medizinische Ahnungslosigkeit schließen lässt oder das angelernte Ergebniss einer dogmatischen Krankheitslehre sind.
Zitat: Der Dickdarm steht für den Stau seelischer Eindrücke. Wenn jemand unter chronischer Verstopfung leidet, ist er in der Regel unfähig, seine Vergangenheit zu verarbeiten und loszulassen.
Der Rücken steht für den Halt und / oder die Haltung. Bandscheiben haben eine Pufferfunktion, die Belastungen abfangen. Wenn man ständig überlastet ist (keinen Halt hat), kann es vorkommen, dass der Puffer "rausspringt".
Der hinter Ihrer Argumentation stehende Denkfehler ist, dass Sie völlig ignorieren, dass der menschliche Körper, oder besser, seine Organe und Funktionseinheiten, nur ein begrenztes "Repertoire" an Reaktionen haben, um auf eine Störung hinzuweisen.
Ein Beispiel: Die Reaktion der Nase auf eine akute Reizungen ist: Anschwellen der Schleimhaut; wässriger Ausfluß; Juckgefühl, oft auch in den Augen; Niesreiz; Tränenfluß;
Dabei ist es der Nase völlig egal, ob auf sie gehauen wurde, ob jemand Pfeffer in sie geblasen hat, ob sich ein Rhinovirus ausgebreitet hat, ob jemand ein übles Parfum benutzt oder ob ein Flasche mit Ammoniak geöffnet wurde; ob Birkenpollen fliegen, oder ob sich jemand mit einer Feder einen Scherz macht...
Wie unter diesen vielfältigen Möglichkeiten nun das feinstoffliche Signal zu identifizieren ist, bleibt zumindest mir ein Geheimnis.
Zitat: Die Zunge ist der Bote für körperliche Bedürfnisse. Über Gelüste teilt sie mit, welche Bedürfnisse der Körper hat.
Ein unbewusstes Spielen mit der Zungenspitze an den Zähnen oder Lippen bedeutet z.B. Lust auf sexuelle Kontakte ;-)
Also jetzt verlieren Sie Ihren Pfad aber völlig. Zum einen ist nicht klar, welches Organ gerade spricht. Weiss die Zunge, dass ihr Besitzer zeugungswillig ist, oder ist sie nur Mittel zum Zweck, weil Eierstöcke oder Hoden so schlecht zu sehen sind?
Und irgendwie kommt mir die Erinnerung auf, dass es um "Warnungen" geht. Wer warnt denn hier wen wovor. Ist Sex Ausdruck für eine Krankheit?
Ich kann mich aber auch daran erinnern, dass es sich beim "Zunge zeigen" um eine soziokulturell deteminierte Vokabel der Körpersprache handelt, die keineswegs dem Dialogen mit den eigenen Organen dient, sondern der Übermittlung eindeutiger Nachrichten an andere.
Zitat: Ich denke, ich konnte einen kleinen (wirklich nur kleinen!) Einblick gewähren. Wer genaueres wissen will, soll mich konkret fragen! Es sollte sich auch keiner wundern, wenn ich frage, welche Körperseite betroffen ist (rechts / links – vorne oder hinten), denn auch hieraus kann man Symbolik ablesen…
Ich will genaueres wissen. Z.B. machen Sie hier für ihre Erwerbstätigkeit Werbung?
Und wenn ja, wo darf man sie einordnen? NLP, Homöopathie, Bioenergetik ?
Pianoman
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