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Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen?

In dieser Diskussion geht es um "Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen?" im "Alternativmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
@ Schubser, nein, ich habe die Allergischen Reaktionen nicht herbeigedacht. Von ausgeprägten Allergien war mein mittlerer Sohn betroffen. Dieser hatte aber keine Probleme mit Schmerz- ...


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Alt 12.10.2008, 10:39   #166
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 55 Tage alt

@ Schubser,

nein, ich habe die Allergischen Reaktionen nicht herbeigedacht. Von ausgeprägten Allergien war mein mittlerer Sohn betroffen. Dieser hatte aber keine Probleme mit Schmerz- Fieber senkenden Mitteln, (Paracetamol/ Acetylsalizylsäure) er hat sie gut vertragen.
Meine Tochter hat aber Beide nicht vertragen. Die Allergie gegen Paracetamol ist auch erst mit 4 Jahren aufgetreten. Auf Acetylsalicylsäure hat sie schnell reagiert.
Ich selber vertrage kein Propyphenazon. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass es eben nicht vorhersehbar ist, wie ein Mensch auf die Medikation reagiert. Nicht mehr und nicht weniger.

Liebe Grüße Ulrike
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Alt 12.10.2008, 10:46   #167
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 55 Tage alt

@ Jerusha,

danke noch mal für den Hinweis nicht zu springen. Hätte ich aber doch sowieso nicht gemacht, da Fallschirme doch keinen Nutzen haben. http://www.bmj.com/cgi/content/full/327/7429/1459

Liebe Grüße Ulrike
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Alt 12.10.2008, 11:00   #168
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 55 Tage alt

Ja, Allergien können immer und jeder Zeit auftreten.
In jedem Alter und auf quasi alles Mögliche....

Das hatte ich hier im Forum an anderer Stelle schon einmal geschrieben.
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Alt 12.10.2008, 13:54   #169
.........................
 
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 54 Tage alt

@ Ulrike

Zitat:
danke noch mal für den Hinweis nicht zu springen. Hätte ich aber doch sowieso nicht gemacht, da Fallschirme doch keinen Nutzen haben. http://www.bmj.com/cgi/content/full/327/7429/1459
Zu allererst: Es freut mich, daß du dich nicht (zu Dummheiten) provozieren läßt.

Stand in der Aufforderung von Pianoman von einer Brücke zu springen etwas von einem Fallschirm? Tut mir leid, ich finde da nichts.

Aber ich habe etwas für dich gefunden: Einen Link (für deine Sammlung) aus dem hervorgeht, daß Fallschirme getestet wurden und doch wirksam sind (wenn sie denn aufgehen) .

Wie dem auch sei, auch für mich wäre das nichts in höheren Sphären zu schweben (auch nicht mit Fallschirm), ich bleibe lieber auf dem Boden der Tatsachen.

Liebe Grüße

Jerusha
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Alt 12.10.2008, 15:17   #170
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 54 Tage alt

Zitat: von Pianoman
Wohin diese - dummerweise hier in diesem Forum publizierte - aber eigentlich völlig unbegründete Hysterie führt, kann man dort sehen, wo dem Wahnsinn der Eso-Medizin keine Grenzen gesetzt werden, z.b. im Hort der Irren, dem Lage & Roy Forum.
Wenn ich mich dahinbegebe, werde ich wahrscheinlich Gift und Galle versprühen in Zukunft bei Themen wie diesen hier.

Zitat: von Pianoman
Da pfuschen offensichtlich überforderte Mütter an ihren leidenden Kinden tagelang mit unwirksamen Scheinmedikamenten herum. Ein sogenannter Arzt war offenbar bei der ganzen Schweinerei auch beteiligt.
Und das, weil ihnen in den einschlägigen Foren des Internets die dummdämlichen Gläubigen erzählen, dass man von der "Schulmedizin" besser die Finger lässt, und in den meisten Fällen der Placebo-Effekt die Dinge schon richtet.
Mißhandlung von Kindern ist in Deutschland verboten. Bedauerlich für diese Kinder ist es, daß hier nichts getan wird bzw. sich keiner drum kümmert.

Es müssen nicht immer erst Kinder verhungern, geschlagen werden oder sexuell mißbraucht werden, bevor man einschreitet und von Vernachlässigung der Fürsorgepflicht und anderem berichtet. Auch so etwas wie in Pianomans Beitrag geschildert, halte ich für eine Vernachlässigung von Kindern.

Und wenn ich dann dieses Geschwurbel hier teilweise lese, dann können wir uns doch echt beglückwünschen, daß es Menschen wie Pianoman gibt, die unermüdlich aufklären und informieren, so daß wenigstens ein Großteil der verantwortlichen Elternteile erstmal das Hirn einschaltet und dann hoffentlich diese wirklosen Zuckerkügelchen nur als "Unterstützung" zu wirkenden Medikamenten gibt.

Grüße, Andrea
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Alt 12.10.2008, 15:30   #171
Glaubt an nix!
 
 
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 54 Tage alt

Zitat:
Ulrike2000:
Unter Viburcol habe ich jetzt mal gegoogelt. Bin in "Schnullerforen" und ähnlichem gelandet. Die Kinderärzte verschreiben diese Zäpfchen.
Zuerst einmal sind die Zäpfchen nicht verschreibungspflichtig, sondern frei erhältlich.
Weil das für viele andere homöopathische Medikamente auch gilt, wird fröhlich selbst therapiert. Die Apotheker-Kammer Nordrhein geht davon aus, dass 60 % dieser Medikamente (1) ohne vorhergehende ärztliche Konsultation erworben werden. Dafür sorgt dann auch das Geschwafel in den Schnuller-Foren.

Zum Thema: Viburcol / Heel

Zusammensetzung lt. Hersteller Heel:
1 Zäpfchen (= 1,1 g) enthält: Arzneilich wirksame Bestandteile: Chamomilla Dil. D1, Belladonna Dil. D2, Plantago major Dil. D3 jeweils 1,1 mg; Pulsatilla Dil. D2 2,2 mg; Calcium carbonicum Hahnemanni Dil. D8 4,4 mg. Sonstiger Bestandteil: Hartfett

Wer mag, kann ja mal versuchen, aus den Bestandteilen Tollkirsche, Kalziumkarbonat (Austerschale), Kamille, Breitblättriger Wegerich, Kuhschelle
einen Wirkmechanismus zu entwickeln.

Zur Erinnerung: Im Beispiel in Beitrag ging es um einen erkranken Säugling mit fast 40 Grad Temperatur...

Zitat:
Ulrike2000:
Da wurde von guten Erfahrungen der Eltern berichtet.
Ja, weil man Säuglinge kaum befragen kann.
Ich finde, die Eltern sollten in solchen Fällen ganz andere Erfahrungen machen, nämlich eine Begegnung mit dem Jugendamt. Und zwar deswegen:
Zitat:
Tab. 1a: Körperliche Vernachlässigung

Verweigerung oder Verzögerung medizinischer Behandlung bei Erkrankungen

Keine medizinische bzw. gesundheitliche Vorsorge (-untersuchungen), keine
Zahnvorsorgeuntersuchungen, keine oder unzureichende Impfungen, jeweils
aus

- Misstrauen gegenüber Medizinsystem
- Religiöser oder kultureller Einstellung
Auszug aus:
http://www.kindesmisshandlung.de/med...N-KJA-2005.pdf

Damit deutlich wird, dass der Wahnsinn Methode hat, eine weitere Fallbeschreibung aus dem Irrenhaus Lage & Roy

Zitat:
Hallo,
mein Sohn hat jetzt bereits seit fünf Wochen Scharlach.Er ist bisher ohne AB behandelt worden.
Ich habe ihn symptomatisch behandelt. Er hatte zwei Tage Fieber u. drei Tage Ausschlag.Danach ging es ihm wieder gut.Ich geh seitdem immer zum Kinderarzt,den Abstrich machen lassen ob er noch ansteckend ist.Vorgestern Nacht hat er wieder Fieber bekommen u. gestern hatte er dann in seiner Höchstphase 40 grad.
Er hat dann über Herzschmerzen geklagt also gab ich ihm einen Tropfen Herzchakra u. hab auch die Herzgegend eingerieben.
Darauf ist er gleich eingeschlafen und hat nicht mehr darüber geklagt.Ich dachte,es ist vielleicht ein anderer Virus.Nachdem ich heute wieder den Abstrich machen lassen habe und er immer noch positiv ist,mach ich mir jetzt Sorgen wegen Spätfolgen.Es scheint ein Rückfall zu sein.Beladonna hilft bei ihm nicht.Das Fieber verschlechtert sich im Schlaf.Er hat Lachesis bekommen,daraufhin ist es gesunken.Gestern hat es nicht mehr gewirkt,darauf gab ich ihm Rhus Tox u.das Fieber war von 40 gestern Nacht auf 38,3 heute morgen gesunken.Bis heute Mittag ist es auf 37,5 gesunken.Jetzt steigt es wieder trotz Rhus tox, ist wieder bei 39.Ich weiß bald nicht mehr weiter.
Kann ich ihm die Nosode Scarlatinum geben? Die Bakterien müssen doch bald mal verschwinden.Bei meinem kleinen Sohn war nach zwei Wochen der Abstrich negativ.Er wurde vorher prophylaktisch mit Beladonna behandelt.Meine Tochter hatte nur zwei Tage Halschmerzen bekommen,dank Beladonnagaben.

Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar
Liebe Grüße
Romy
Zitat:
Hallo Romy,
ich kann Dir bei der Behandlung leider nicht weiterhelfen, finde es aber sehr gut, dass du den Scharlach homöopathisch behandelst.
In meiner Umgebung gibt es Kinder, die schon bis zu 5mal Scharlach hatten weil die Krankheit jedesmal mit Antibiotika unterdrückt wurde.
Für Dich und Deine Kinder alles Gute.
Elke
http://www.lage-roy.de/forum/viewtopic.php?t=423

Und weil sich schon andere Foren mit den Schwachköpfen beschäftigt haben, ein unmißverständlicher Fremd-Kommentar:

Kotzen könnte ich da. Jeder Idiot kann von mir aus mit sich machen, was er will, kann sich von mir aus die Ohren abschneiden. Kinder sind kein Eigentum der Eltern. Dass sie meisten die Mülltonnen für die elterlichen Neurosen sind ist schlimm genug. Hoffentlich überlebt die arme Sau seine Post-Streptokokkenkrankheit ohne Herzklappenfehler, rheumatischem Syndrom oder Niereninsuffizienz und ersäuft seine Alten in ein paar Jahren in einem Jauchefass (wegen der Urin-Therapie) und um sein posttraumatisches Belastungssyndrom ganzheitlich (d.h.: beide Eltern werden Urin-hypoxisch immunisiert, sie haben nie wieder Infektionen) zu behandeln. Ohne böse Chemie vom Psychiater.

Zu finden auf:
http://www.chemieonline.de/forum/sho...=11358&page=17

Erklärender Hinweis zum Kommentar auf chemieonline:
Zitat:
Welche Komplikationen können bei einer Scharlach-Erkrankung auftreten?

Komplikationen, die begleitend zu der akuten Mandelentzündung auftreten können, sind unter anderem

- Mittelohrentzündung,
- Nasennebenhöhlen-Entzündung,
- Lymphdrüsenbeteiligung,
- Abszesse im Rachenbereich sowie
- Hirnhautentzündung.

Selten kommt es zu einem toxischen Verlauf des Scharlachs. Die Beschwerden sind dann von Anfang an sehr viel ausgeprägter. Hohes Fieber, Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit, Krämpfe und Kreislaufversagen bis zum Schock können auftreten

Daneben gibt es schwere Folgekrankheiten, die zu Dauerschäden an lebenswichtigen Organen wie Herz und Nieren führen können. Dazu zählen insbesondere das so genannte rheumatische Fieber sowie Nierenentzündungen. Das rheumatische Fieber tritt zwei bis drei Wochen nach einer Scharlach-Erkrankung auf. Es kann zu Entzündungen der Gelenke, des Herzens sowie zu Bewegungsstörungen kommen. Mögliche Dauerschäden am Herzen betreffen die Herzklappen und können eine lebenslange Behandlung mit Antibiotika erforderlich machen.
Bei der akuten Nierenentzündung kommt es ein bis zwei Wochen nach dem Scharlach zu einer Nierenschädigung. Daher sollte etwa drei Wochen nach Beginn der Behandlung mit Antibiotika eine erneute ärztliche Untersuchung stattfinden, die dann häufig eine Urinuntersuchung beinhaltet.
Auszug aus:
http://www.barmer.de/barmer/web/Port...Scharlach.html


Ein HP oder Arzt, der wissenschaftlich ungesicherte oder wegen ihren nachgewiesenen Unwirksamkeit abgelehnte "Therapien" anbietet, weil er sie für wirksam hält, ist dumm und in seiner Dummheit gemeingefährlich.

Ein HP oder Arzt, der aus ideologischen Gründen oder - noch schlimmer - aus monetärem Interesse - solche "Therapien" dort anbietet, wo gesicherte Therapien zur Verfügung stehen, verübt eine strafbare Handlung, die nicht durch die ärztliche Therapiefreiheit abgedeckt ist.

Ein Heilpraktiker oder Arzt, der wissenschaftlich ungesicherte oder abgelehnte "Therapien" anbietet, obwohl er weiss, dass bestenfalls Placeboeffekte auftreten werden, nutzt die Bildungsdefizite Anderer zu seinem Vorteil, statt sie beheben zu helfen.
Das ist verantwortungsloses, unethisches Verhalten.

Patienten, die sich von einem Heilpraktiker oder Arzt wissenschaftlich ungesicherte oder abgelehnte "Therapien" andrehen lassen oder sogar einfordern, sind mindestens genauso dumm oder unbedarft wie jene, die sie anbieten.

Sie alle können nur so handeln, weil eine Entscheidung zwischen Wissen und Glauben als Folge wissenschaftlicher Ahnungslosigkeit von vielen Menschen nicht mehr getroffen werden kann.
Deswegen gewinnen die Vermittler völlig illusionärer Weltbilder immer mehr Anhänger; auch gegen jede Vernunft.

Was Vernunft in diesem Zusammenhang bedeutet, drückt der nachfolgende Beitrag aus:
Zitat:
Historische Entwicklung in Deutschland am Beispiel Säuglingssterblichkeit (Auszug)

(...) In den Industrieländern sank die Kindersterblichkeit bereits lange vor der Einführung effektiver medizinischer Interventionen (Grafik 1). Hierzu trugen neben wachsendem Wohlstand vor allem konsequentes Stillen sowie beratende, soziale und hygienische Maßnahmen und zunehmend auch die Kinderheilkunde bei (5, 8, 9, 11). Mit der breiten Verfügbarkeit von Impfungen und Antibiotika verbesserte sich die Situation weiter. Zwischen 1970 und 2004 sank die Kindersterblichkeit in den Industrieländern von 27/1 000 auf 6/1 000 – ein Rückgang um 78 %. Hierbei kam dem Überleben von Frühgeborenen dank einer leistungsfähigen, aber natürlich auch kostenintensiven (17) Geburts- und Perinatalmedizin eine steigende Bedeutung zu.
Der ganze Artikel:
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/...l.asp?id=57331


Endnote:

(1) http://www.aknr.de (Im Portal auf Weiterbildung gehen)
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Alt 12.10.2008, 15:44   #172
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 54 Tage alt

Pianoman, zur Info:

Diese Zäpfchen werden von Kinderärzten auf Kassenrezept verordnet (also zu Lasten der GKV). Kinderärzte haben andere Vorgaben als Ärzte, die Erwachsene behandeln. KIÄ können fast alles, was auch so freiverkäuflich ist, auf Kassenrezept verordnen bis einschließlich des 12. LJ des Kindes.

Grüße, Andrea
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Alt 13.10.2008, 17:09   #173
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 53 Tage alt

@ Pianoman,

ZUR INFO! http://www.patientenleitlinien.de/Fi...ndesalter.html

Da lesen Sie bitte doch einmal nach was die Aussage 40 Fieber bei einem Kind bedeutet, und wie man sich dann als Elternteil verhalten soll. Vielleicht hören Sie dann endlich auf besorgte Mütter der Vernachlässigung und der Körperverletzung zu bezichtigen.
Dann empfehle ich Ihnen noch detailliert diesen link: http://www.patientenleitlinien.de/Fi...ndesalter.html da bitte Nr. 5.6
Virbucol ist ein zugelassenes Medikament. Aber wahrscheinlich sitzen beim BfArM auch nur Irre. Die müssen ja ihrer Meinung nach mindestens genauso bekloppt sein wie die verordnenden Kinderärzte. Die es anwenden, obwohl keine Studien eindeutig die Wirksamkeit belegen aber gute Erfahrungen bestehen. Ihre Behauptung von nachgewiesener Unwirksamkeit im Zusammenhang mit Viburcol ist schlicht und ergreifend eine Lüge.
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Alt 13.10.2008, 17:59   #174
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 53 Tage alt

Ulrike,

ich glaube du hast ihn falsch interpretiert.
Wenn sich in meiner Wohnung ein unruhiges Kind mit 40 Fieber aufhalten würde, dann würde ich nicht im www nach Erfahrungen anderer Mütter suchen oder in der Apotheke nach Mitteln fragen, sondern ohne Zeitverzug das Kleine in mein Auto packen und zum nächstgelegenen Arzt bringen, damit die Ursache gefunden wird. Alles andere ist tatsächlich Vernachlässigung.
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Alt 13.10.2008, 18:14   #175
Mag Menschen
 
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 53 Tage alt

Ein freundliches Hallo an alle !

Angefangen haben wir hier mit dem Placeboeffekt bei AM und sind nun bei Kindesmisshandlung, welche Bandbreite unserer Beiträge. Ich denke, wir sollten die Irrungen und Wirrungen einzelner Anhänger der AM (hier irgendwelche Eltern) nicht dazu benutzen, die AM insgesamt zu verunglimpfen. Die damalige Katastrophe mit dem absolut leicht verträglichen Schlafmittel, da so leicht ist, dass es auch von Schwangeren gut vertragen wird, führte zu einer Katastrophe biblischen Ausmaßes (schwere Behinderungen bei Neugeborenen). Die Älteren unter uns werden sich vielleicht noch erinnern können. Diese schlimme Entgleisung aus Oberflächlichkeit in der Forschung, Nichtwissen der Ärzte (woher auch) und Profitgier wäre ein viel besseres Beispiel um eine Medizin zu diskreditieren. Aber die Medizin an sich ist dafür zu groß, zu wichtig und zu richtig, um ihr daraus einen Strick zu drehen. Also sollte Fehlverhalten einzelner eigentlich auch nicht dazu benutzt werden die AM insgesamt als Irrsinn zu bezeichnen.

Da unser pianoman hier mittlerweile als feste Einrichtung gilt, aus deren links und sonstigen Hinweisen und Schlussfolgerungen man zitiert und darauf zurückgreift, möchte ich mich dieser Gepflogenheit auch bedienen, das spart viel Schreiberei.
In den empfohlenen links wird die Forschung und Erfahrung mit Placeboeffekten beschrieben. Mal ganz groß zusammengefasst, sind das zwei Erscheinungsformen: 1) die Medizin ohne Wirkstoff und 2) die gesamte Behandlung und Ansprache des Patienten.
Es wurde festgestellt, dass 30-70 % der Menschen darauf ansprechen und etwa die gleichen Prozentzahlen für eine Besserung, bis hin zur Heilung stehen. Es gibt (noch) keine wissenschaftliche Erkenntnis über den Grund dieser Wirkung aber wissenschaftlich durchaus überzeugende Untersuchungen d a s e s funktioniert. Vermutet wird eine wie auch immer geartete Inspirierung des Immunsystems. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Sind das nicht die gleichen Wirkungen und Zahlen, die die AM für sich beansprucht, mit etwa den gleichen Begründungen? Nur das es statt Tabletten eben andere Sachen sind, die das Immunsystem anschubsen, auch Behandlungsformen, über die wir hier nicht mehr sprechen. In der AM wird das anschubsen von Selbstheilungskräften zum System erklärt und angewendet.
In der normalen Medizin gilt die Verabreichung von wirkstofflosen Medikamenten als unethisch, wird aber doch so oft angewendet, dass ich Pharmafirmen mit der Herstellung auch von Placebos beschäftigen. Dann wird es wohl keine kleine Menge sein, die da verabreicht wird. Ach ja, wenn man in medizinischen Versuchen Placebos zum Beispiel für Kontrollzwecke an Kranke verabreicht, ist das merkwürdigerweise nicht mehr unethisch. Sind diese Kranken irgendwie anders?
Noch eine kleine Anmerkung zu Glauben und Wissen: Früher entschied die Kirche, was wir zu glauben hatten, das galt auch für das Wissen der damaligen Zeit. Spätestens seit der französischen Revolution hat die Kirche diese Vormachtstellung im Denken verloren. Jetzt bestimmt die Wissenschaft, was wir zu glauben haben. Mit dem gleichen Nachhdruck wie seinerzeit die Kirche, mit genau den gleichen Unterdrückungsmechanismen und mit der gleichen Unnachgiebigkeit und Fanatismus. Es werden wissenschaftliche Ergebnisse anerkannt, zu neuen Credo erhoben und wehe, jemand wagt, daran auch nur den geringsten Zweifel zu erheben. Wenn zehn Jahre später wiederum durch wissenschaftliche Untersuchungen festgestellt wird, dass das alles ganz anders ist, kräht kein Hahn mehr nach den damaligen Unterdrückungen. Wohlgemerkt, es ist nicht unbedingt die Wissenschaft, die so handelt, es sind meist deren Funktionäre, die Besitzstandwahrer und sonstige Vorteilszieher. Das die Wissenschaft immer weiter voranschreitet und sich gelegentlich auch
selbst berichtigt ist der normale Ablauf. Um auf das Wissen zurückzukommen: Eltern wollen ihre Sprösslinge immer vor Ungemach beschützen und warnen deshalb: “Fass den Ofen nicht an, der ist heiß und das tut doll weh.“ Die meisten Kinder glauben ihren Eltern (Wissensautoritäten) das auch unbesehen. Aber es gibt immer wieder welche, die das eben nichtg lauben und selbst ausprobieren. Und tatsächlich, der Ofen ist heiß und es tut weh, und zwar verdammt doll. Je t z t w e i ß dieses Kind, dass der Ofen heiß ist. Die anderen haben vorher nur das Wissen der Eltern ungeprüft übernommen und sehen sich durch die Erfahrungen der Kinder, die ausprobiert haben bestätigt. Daraus folgt für mich, es gibt mindestens zwei Arten von Wissen : 1) aus eigener Erfahrung, 2) aus übernommenen Fakten und den daraus sich ergebenden Schlussfolgerungen (Fremdwissen). Das zweite Wissen ist ungeheuer praktisch für das Leben, braucht man doch das Rad nicht jedes Mal neu zu erfinden, wenn man mal eben zum Bäcker fahren will. Diese Fähigkeit ist in dieser weit ausgebauten Form wohl nur dem Mensch eigen und hat ihm diese Vormachtstellung und Zivilisation erst ermöglicht. In einfacher Form, z.B. Erfindung von Werkzeug und Weitergabe dieser Kenntnisse an Artgenossen sind sonst nur bei wenigen Lebewesen beobachtet worden (Affen/Vögel). Ich persönlich finde, man sollte bei Zweifeln an diesem Fremdwissen auch mal nachfragen und nachdenken dürfen, ohne gleich als Ketzer gebrandmarkt zu werden.
Was das Wissen über den Fall aus großer Höhe angeht, glaube ich nicht, dass pianoman wirklich weiß, was für Konsequenzen das hat. Er kennt nicht das Gefühl des Fallens und nicht den Schmerz des Aufpralls ( hoffe ich mal für ihn), sondern er macht sich gut begründetes Fremdwissen zu eigen. Dagegen ist auch nichts zu sagen außer, dass der Hinweis fehlt, dass es immer wieder Berichte über Menschen gibt, die aus großen Höhen fallen und obwohl alle erwarten, einen großen Pfannkuchen am Aufprallort zu finden, haben sich die Typen man gerade mal den Fuß verstaucht oder `nen Arm gebrochen. Auf solche Ausnahmen von der
Regel wird nie hingewiesen. Komisch. Allerdings, bitte nicht darauf hoffen, dass diese Ausnahme gerade bei Euch stattfindet. Die Wahrscheinlichkeit ist wirklich äußerst gering.
Und als Abschluß noch eine kleine Nachricht am Rande: patientenfragen sucht immer gute Fachleute, um hier im Forum weiterhin gut und fachmännisch Auskunft geben zu können.
Dies Suche erfolgt auch in anderen Foren. Dort sind aber die Fachleute, also gestandene Mediziner, nicht wirklich erbaut von der Aussperrung mancher Themen der AM und wollen
mit ihren diesbezüglichen Erfahrungen, die sie in ihrem Berufsleben zum Teil zähneknirschend mit der AM gemacht haben, nicht hinter dem Berg halten. Außerdem möchten Sie sich nicht dem Umgangston, den hier einige ihrer Berufkollegen an den Tag legen, aussetzen. Also bitte immer schön freundlich diskutieren, dann klappt`s auch mit dem
Fachnachwuchs.

Gruß
katzograph
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Alt 18.10.2008, 00:22   #176
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Standard AW: Placebo-Effekt von alternativen Therapieformen? - Dieser Beitrag ist 49 Tage alt

Zitat:
Ulrike2000: ZUR INFO! http://www.patientenleitlinien.de/Fi...ndesalter.html
Da lesen Sie bitte doch einmal nach was die Aussage 40 Fieber bei einem Kind bedeutet, und wie man sich dann als Elternteil verhalten soll.
Welchen Beweis Sie mit den Leitlinien der Anthroposophen-Klinik Witten-Herdecke hier antreten wollen, wird mir auch nach der Lektüre dieser Regeln nicht ganz deutlich.

Immerhin ist dort zu lesen:

Zitat:
Meist fiebern Kinder, ohne dass eine eindeutige Ursache dafür erkennbar wäre. Häufig steckt eine banale Erkältung hinter dem Fieberanstieg. In Fachbüchern finden sich unterschiedliche Angaben zu häufigen und selteneren Fieberursachen.
Fest steht, dass an etwa der Hälfte der Fieberereignisse Viren und nicht Bakterien beteiligt sind. Vor allem gilt dies für kleinere Kinder.

(D.h. aber auch, dass an den anderen 50 % der Erkrankungen mit Fieber Bakterien und Viren beteiligt sind, siehe untenstehende Liste. Anm. Verfasser)


Die folgende Liste zeigt häufige Gründe für ein Fieber in alphabetischer Reihenfolge:

Zu den häufigen Fieberursachen zählen:

Blasenentzündung
Blinddarmentzündung
Bronchitis
Hirnhautentzündung (Meningitis)
Infekte der oberen Atemwege
Lungenentzündung
Magen-Darm-Infekte
Mittelohrentzündung
Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)
Virusinfektionen, wie z.B. bestimmte Kinderkrankheiten
Das Problem ist doch nicht nur die absurde Viburcol-Gabe, sondern das gesamte - ganzheitlich-alternativ-homöopathisch-inkompetente - Verhalten der Mutter.

Wie sie beschreibt, hat ihr Kind in der Nacht zwischen Donnerstag und Freitag hohes Fi