28.12.2007, 12:56
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#36 (Permalink)
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Ärztin
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AW: Das schlechte Image - Dieser Beitrag ist 252 Tage alt
Etwa 150 Millionen von Chinesen sind an einer chronischen Hepatitis B erkrankt, nach UN Meinung (1999) wohl zu einem großen Teil durch nicht indizierte Injektionen in der Kindheit mit unsauberen Nadeln induziert.
Eine chronische Hepatitis geht nicht selten in eine (auch tödlich verlaufende) Leberzirrhose über, eine weitere Folge ist Leberkrebs. Leberkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in China.
--> Mit einem Leberzellkarzinom ist die Hepatitis C verknüpft - in meiner Ausbildung war der Zusammenhang zwischen dem Leberkarzinom und der Hepatitis B nicht bewiesen (oder wurde uns von den führenden Forschern im Bereich der Hepatologie leider nicht vermittelt).
@ Pianoman: könnten Sie mir die Anzahl der Studienteilnehmer und die Signifikanz der von Ihnen zitierten Studie noch nennen Für mich zumindest wichtig zu wissen für die Interpretation der Studie. Denn es gibt auch in der sog. "Schulmedizin" Studien, die absoluter Müll sind, weil sie nicht signifikant sind, oder weil dort nicht vergleichbare Dinge miteinander verglichen werden. Also, Studienergebnis nicht gleich Studienergebnis!!!!
In meinem Studium war ein Teil auch den sog.alternativen Heilmethoden gewidmet, in unserem Falle z.B. Akupunktur, Moxibustion etc. Meiner Meinung nach ist es wichtig für Schulmediziner diese Heilmethoden zu kennen und nicht gleich zu verteufeln. Sicher laufen einige Patienten sofort zum "Wunderheiler" (welcher Sparte auch immer), andere gehen nach einem frustriertem Besuch beim Schulmediziner dorthin...
Aus Erfahrung im Bekanntenkreis habe ich durchaus positive Erfolge von Akupunktur (wo auch immer punktiert wurde) sehen können (und ich stehe alternativen Heilmethoden durchaus kritisch gegenüber) - natürlich sollte man die Indikation bzw. je nach bestehender Erkrankung abwägen. Es gibt auch genug Schulmediziner die inadäquate Behandlungen durchführen - diese werden oft von der Krankenkasse bezahlt, während alternative Heilmethoden von der Person selbst bezahlt werden. Und das zählt für mich auch ein Stückweit zur persönlichen Freiheit und Privatvergnügen!
Ich denken, wenn sich jeder von beiden Seiten (sowohl Heilpraktiker als auch Schulmediziner) seiner Grenzen bewusst wird, kann man sich durchaus in einigen Punkten ergänzen. Eine reine Schwarz-Weiss-Sicht lehne ich konsequent ab!!!
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