Das Fragen Forum Netzwerk


Patientenfragen.net - wir haben die Antworten   Patientenfragen.net - wir haben die Antworten
Zurück   Patientenfragen.net > Diskussionsforen > Chat Ecke
ACHTUNG: Antworten in einem Forum können niemals den Arztbesuch ersetzen!
Bitte konsultieren Sie bei allen medizinischen Problemen einen Arzt Ihres Vertrauens.


Für Dichter und Denker

In dieser Diskussion geht es um "Für Dichter und Denker" im "Chat Ecke" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Untergegangen sind schon der Mond und die Pleiaden. Es ist Mitternacht, es vergehen die Stunden. Ich aber schlafe allein . (Sappho von Lesbos) „Und ich ...


Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen
Alt 14.08.2007, 17:21   #91
Glaubt an nix!
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: männlich
Registriert seit: 15.04.2007
Beiträge: 476

Online Status: Pianoman ist offline




Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 425 Tage alt

Untergegangen sind schon der Mond und die Pleiaden.
Es ist Mitternacht, es vergehen die Stunden.
Ich aber schlafe allein
.

(Sappho von Lesbos)


„Und ich sehe einen neuen Himmel und eine neue Erde.“


(Offenbarung des Johannes)


„Alles fließt und steht nicht still.“


(Heraklit)


„Segelnd auf weinfarbenem Meer hin zu Menschen anderer Sprache“


(Odyssee)


„Jede Seele ist unsterblich...


(Platon)


Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir weggehen.


(Albert Schweitzer)


Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein.

(Heinrich von Kleist)


Wir sind vom gleichen Stoff,
aus dem die Träume sind...
(und unser kurzes Leben ist eingebettet
in einen langen Schlaf.)

(William Shakespeare)


Ich setzte den Fuß in die Luft,
und sie trug.


(Hilde Domin)


Auf den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit dahin.

(Jean de La Fontaine)


Wer einen Fluß überquert
muß die eine Seite verlassen.


(Mahatma Gandhi)


Ich verlasse deine Schwelle als ein Freund,
meine Erde.


(Rabindranath Tagore)


Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen Dir Glück.

(J. W. Goethe)


Leuchtende Tage.
Nicht weinen, dass sie vorüber.
Lächeln, dass sie gewesen!


(Konfuzius)
  Mit Zitat antworten nach oben
Werbung

Beitrag Gesponsorte Links

   
Alt 14.08.2007, 19:03   #92
Frosch
Gast
 
 
 Allgemeine Infos 
Beiträge: n/a

Online Status:




Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 425 Tage alt

Urologiker und Pianoman,

vielen Dank!
Morgen wird der Kranz bestellt mit einem der Sprüche auf der Schleife, welcher, wird noch entschieden.

Es ist so schwer.

Traurig, der Frosch
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 16.08.2007, 06:41   #93
Frosch
Gast
 
 
 Allgemeine Infos 
Beiträge: n/a

Online Status:




Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 423 Tage alt

Folgender Spruch ist es geworden:

"Jede Seele ist unsterblich"

(Platon)

Vielen Dank nochmals an Pianoman.

Frosch
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 17.08.2007, 23:53   #94
Schaut ab und zu mal rein
 
Benutzerbild von Sammlerin
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: weiblich
Ort: Arth-Goldau

Registriert seit: 16.06.2007
Beiträge: 232
Blog-Einträge: 18

Online Status: Sammlerin ist offline




Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 422 Tage alt

Jeder hat so seine Art
der Eine rauh & hart
ein Andrer ganz apart
der Nächste will gar nichts wissen
noch Einer versteckt sich lieber
unter dem Kissen

Die Frau dort
hört gar nicht hin,
schaut stur hinaus
aus dem Fenster,
das nicht existiert
Der Landstreicher zähneklappernd
weil er friert

Der ältere Herr
schaut geradeaus
will nicht teilhaben,
dem Elend dieser armen Maus
nur das Kind bleibt stehn
offen und neigierig interessiert
staunend, ohne zu urteilen

Gleich wird die Katz es tun
und die Maus für immer ruhn!
Was ist schon dabei?
Katze ist satt, der Hunger vorbei!

Das Kind geht weiter
reich an Erfahrung und
immer noch heiter
während die Grossen
erschauern & sich fragen:
musste das sein?
Qual, mord & Pein
dieses Tierchen erleiden musste

Was jedoch das Kind nur wusste:
Die Erwachsnen tun es auch
schlimmer noch, als diese Katz!
Töten mehr als nötig,
des Menschen grausamer Brauch!

esbi/Sammlerin August07
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 21.08.2007, 14:26   #95
Schaut ab und zu mal rein
 
Benutzerbild von Sammlerin
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: weiblich
Ort: Arth-Goldau

Registriert seit: 16.06.2007
Beiträge: 232
Blog-Einträge: 18

Online Status: Sammlerin ist offline




Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 418 Tage alt

HERBST GEWORDEN

WENN ES ZEIT WIRD
UND DER SOMMER SICH IM
BLÄTTERREIGEN ZURÜCKZIEHT
WERD ICH DEN MANTEL HERVORHOLEN

WENN NEBELWOKEN
MORGENS UM MICH SCHWADEN
UND DANN GOLDEN DIE
STRAHLEN DER SONNE,
BLÄTTER LEUCHTEN LÄSST


WENN DIE LUFT ERFÜLLT IST
VOM DUFT DER
GEBRATENEN, HEISSEN KASTANIEN
UND DU DEINE HÄNDE
AM BRAUNEN PAPIER WÄRMST
WENN DU DANN WEITERGEHST
DURCH DEN PARK
DAS LAUB VOR DEINEN SCHUHEN
ZU BERGEN HÄUFST


WENN WIR DANN UNSERE HÄNDE
TIEF IN DEN GOLDGELBEN BLÄTTERBERG WÜHLEN
UND DAS LAUB HOCH IN
LUFT WIRBELN UND IHM
SEHNSÜCHTIG NACHTRÄUMEN
GETRAGEN VOM WIND
EMPORGEHOBEN WIE DER DRACHE
MIT SEINEN BUNTEN BÄNDERN


WENN DER RAUCH WIEDER
AUS DENS CHORNSTEINEN STEIGT
UND ALL DIE VÖGEL GEN SÜDEN ZIEHN
WENN DIE BERGSPITZEN
WEISSE MÜTZEN TRAGEN
UND DIE EICHHÖRNCHEN
EMSIG NÜSSE SAMMELN



DANN WEISS ICH,
ES IST WIEDER HERBST GEWORDEN!

*SAMMLERIN*AUG.07
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 30.08.2007, 20:59   #96
Wohnt praktisch hier
 
Benutzerbild von Brava
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: weiblich
Ort: Nimmerland

Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 1,175
Blog-Einträge: 5

Online Status: Brava ist offline




Brava eine Nachricht über Yahoo! schicken
Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 409 Tage alt

Jeden Tag, den wir beginnen,
sollten wir uns neu besinnen.
Wie das Schicksal es auch lenkt,
jeder Tag ist dir geschenkt.

.("").___♥_______♥______.("").
..`´.._______♥______♥___..`´..

Versuche jeden Tag zu leben,
um ihm einen Sinn zu geben.
Versuche jeden Tag zu lieben,
niemals wird dein Glück versiegen.

.("").___♥_______♥______.("").
..`´.._______♥______♥___..`´..

Ist ein Tag auch nicht so schön,
er wird bald vorübergehn,
keinen Tag sollst du bereuen,
dich lieber auf den nächsten freuen.

.("").___♥_______♥______.("").
..`´.._______♥______♥___..`´.
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 30.08.2007, 21:12   #97
Wohnt praktisch hier
 
Benutzerbild von Brava
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: weiblich
Ort: Nimmerland

Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 1,175
Blog-Einträge: 5

Online Status: Brava ist offline




Brava eine Nachricht über Yahoo! schicken
Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 409 Tage alt

Freundschaft kann ein Mensch nur geben,
wenn er selber sie verspürt,
wenn ein Blick oder ein Lächeln
tief im Herzen ihn berührt.
*♥*(¯`·._)*♥**♥*(¯`·._)*♥*
Nicht nur Geld und Gut entscheiden,
ob du wirklich glücklich bist,
wichtig ist, dass man im Leben
einfach Mensch geblieben ist.
*♥*(¯`·._)*♥**♥*(¯`·._)*♥*
Unser ganzes Tun und Handeln,
ist es uns nicht auferlegt?
Wieviel schöner ist das Leben,
wenn man es mit Freuden lebt.
*♥*(¯`·._)*♥**♥*(¯`·._)*♥*
Drum nütze jede schöne Stunde
in einer netten Freundesrunde
Denn Freundschaft ist ein grosses Gut,
wenn ehrlich man´s vom Herzen tut!
*♥*(¯`·._)*♥**♥*(¯`·._)*♥*
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 31.08.2007, 19:53   #98
Wohnt praktisch hier
 
Benutzerbild von Brava
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: weiblich
Ort: Nimmerland

Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 1,175
Blog-Einträge: 5

Online Status: Brava ist offline




Brava eine Nachricht über Yahoo! schicken
Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 408 Tage alt

Tränen im Dunkeln

Ich schaue aus dem Fenster,
es ist dunkel,
ich sehe beleuchtete Fenster
und ich weine.
Verletzende Worte - von Dir.
Du ziehst Dich zurück und läßt mich allein,
mit meinem Kummer und so vielen Tränen.
In solch einem Augenblick bereue ich all meine
Entscheidungen, die ich wegen Dir getroffen habe,
obwohl es in Wirklichkeit gar nicht so ist.
Ich schäme mich dafür, aber Du läßt mir keine
andere Wahl.
Die Vergangenheit zieht dann an mir vorbei
und hinterläßt traurige Leere.
Doch Du stellst auf Stur und weißt gar nicht,
was du damit in mir anrichtest.
Leider passiert zu oft, daß ich am Fenster stehe,
im Dunkeln
und weine....
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 02.09.2007, 20:20   #99
Wohnt praktisch hier
 
Benutzerbild von Brava
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: weiblich
Ort: Nimmerland

Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 1,175
Blog-Einträge: 5

Online Status: Brava ist offline




Brava eine Nachricht über Yahoo! schicken
Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 406 Tage alt

Wochen, Tage, Stunden der Angst sind vorbei,
von Hoffnungslosigkeit und Zweifel bin ich nun frei.
Das neue Leben gibt mir Hoffnung und Mut,
ich weiß jetzt, alles wird gut.
Ich pack es neu an -
mit Kraft und Elan.
Hab den Kopf voller Pläne
-wie ich mich nach allem Neuen sehne!
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 05.09.2007, 19:14   #100
Wohnt praktisch hier
 
Benutzerbild von Brava
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: weiblich
Ort: Nimmerland

Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 1,175
Blog-Einträge: 5

Online Status: Brava ist offline




Brava eine Nachricht über Yahoo! schicken
Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 403 Tage alt

Tränen
Zwei Augen blicken traurig ins Leere
Eine Träne löst sich und geht auf Reisen
Sie rinnt über die Wangen bis zum Kinn
Und fällt dann einen Augenblick der Zeit
Als sie auf Wiederstand trifft
Zerspringt sie wie ein Spiegel
Diese vielen kleinen Tränen
Setzen den Weg weiter fort und versickern im Boden
Viele Tränen folgen der ersten auf diese sinnlose Reise
Die Reise fand ihren Ursprung in einem Wortaustausch der Gefühle
Und ihr Ende im Boden
Der Mensch ist wie eine Träne
Den Ursprung in Gefühlen
Und am Ende begraben.
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 07.09.2007, 11:22   #101
Wohnt praktisch hier
 
Benutzerbild von Brava
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: weiblich
Ort: Nimmerland

Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 1,175
Blog-Einträge: 5

Online Status: Brava ist offline




Brava eine Nachricht über Yahoo! schicken
Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 401 Tage alt

Scherben:
Da steht man nun, weiß nicht weiter kennt keinen Weg.
Steht vor einen Haufen Scherben die eins mal sein Leben waren.
Weiß nicht was als nächstes kommt.
Dachte man hatte alles was benötigte.
Doch die Worte von anderen machten alles zu Nichte.
Vergessen sind schöne Tag, die eins waren,
die Sonne vergangen.
Das Dunkel die Seele gefangen.
Es ist wie ein Kampf den man nicht Gewinnt.
Das Lachen wieder gestorben.
Dachte man könne sich auf die verlassen die einen um geben.
Kann zur zeit seine Gefühle nicht klar deuten.
Weiß nicht was die Menschen von einem wollen.
Kann Ihnen nicht mehr folgen.
Alleine gelassen von denen die man mag,
lauf dir die Tränen über das Gesicht.
Dein Denken ist steht geblieben, das hoffen verlernt.
Gedanken quälen dich, die du nicht los wirst.
Hast Angst das sie gewinnen denn dann weißt du
ist es vorbei, dann ist das Leben verwirkt.
Das Leben das du doch so geliebt hast.
Scheint nun wieder zu zerbrechen,
wie ein Glas das zu Boden fällt.
Gesprungen ist es schon.
nicht mehr viel und es fällt.
Dann liegen die Scherben auf dem Boden.

  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 15.09.2007, 11:46   #102
Wohnt praktisch hier
 
Benutzerbild von Brava
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: weiblich
Ort: Nimmerland

Registriert seit: 31.01.2007
Beiträge: 1,175
Blog-Einträge: 5

Online Status: Brava ist offline




Brava eine Nachricht über Yahoo! schicken
Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 393 Tage alt

Gib mir Deine Hand
und folge mir ins Land der Träume.
Schliesse Deine Augen.
Lass´ einfach los.
Vertraue mir - hab keine Angst!
Entfliehe mit mir an einen Ort
ohne Kummer und Sorgen,
ohne Zweifel und Ängste.
Für einen Augenblick nur
schwerelos träumend in eine andere Welt.
Hinauf zu den Sternen,
tanzend mit ihnen im Silberlicht des Mondes.
Schwebend auf weichen Wolken - der Sonne entgegen.
Sich spiegeln in ihrem goldenen Glanz,
ihre Wärme spüren auf Deiner Haut.
Weicher Wind streichelt Dir zärtlich durch´s Haar.
Frei wie ein Vogel - dem Alltag entfliehen,
leise Lied
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 01.11.2007, 18:18   #103
Rettungsassistent
 
Benutzerbild von Patientenschubser
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: männlich
Ort: Dahoim

Registriert seit: 22.05.2006
Beiträge: 2,321
Blog-Einträge: 16

Online Status: Patientenschubser ist offline

Autor

Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 346 Tage alt

Schön schaurig:

Der Rabe

Einst, um eine Mittnacht graulich, da ich trübe sann und traulich
müde über manchem alten Folio lang vergess'ner Lehr'-
da der Schlaf schon kam gekrochen, scholl auf einmal leis ein Pochen,
gleichwie wenn ein Fingerknochen pochte, von der Türe her.
"'s ist Besuch wohl", murrt' ich, "was da pocht so knöchern zu mir her -


das allein - nichts weiter mehr.

Ah, ich kann's genau bestimmen: im Dezember war's, dem grimmen,
und der Kohlen matt Verglimmen schuf ein Geisterlicht so leer.
Brünstig wünscht' ich mir den Morgen;- hatt' umsonst versucht zu borgen
von den Büchern Trost dem Sorgen, ob Lenor' wohl selig wär'-
ob Lenor', die ich verloren, bei den Engeln selig wär'-


bei den Engeln - hier nicht mehr.

Und das seidig triste Drängen in den purpurnen Behängen
füllt', durchwühlt' mich mit Beengen, wie ich's nie gefühlt vorher;
also daß ich den wie tollen Herzensschlag mußt' wiederholen:
"'s ist Besuch nur, der ohn' Grollen mahnt, daß Einlaß er begehr'-
nur ein später Gast, der friedlich mahnt, daß Einlaß er begehr':-


ja, nur das - nichts weiter mehr."

Augenblicklich schwand mein Bangen, und so sprach ich unbefangen:
"Gleich, mein Herr - gleich, meine Dame - um Vergebung bitt' ich sehr;
just ein Nickerchen ich machte, und Ihr Klopfen klang so sachte,
daß ich kaum davon erwachte, sachte von der Türe her -
doch nun tretet ein!" - und damit riß weit auf die Tür ich - leer!


Dunkel dort - nichts weiter mehr.

Tief ins Dunkel späht' ich lange, zweifelnd, wieder seltsam bange,
Träume träumend, wie kein sterblich Hirn sie träumte je vorher;
doch die Stille gab kein Zeichen; nur ein Wort ließ hin sie streichen
durch die Nacht, das mich erbleichen ließ: das Wort "Lenor'?" so schwer -
selber sprach ich's, und ein Echo murmelte's zurück so schwer:


nur "Lenor'!" - nichts weiter mehr.

Da ich nun zurück mich wandte und mein Herz wie Feuer brannte,
hört' ich abermals ein Pochen, etwas lauter denn vorher.
"Ah, gewiß", so sprach ich bitter, "liegt's an meinem Fenstergitter;
Schaden tat ihm das Gewitter jüngst - ja, so ich's mir erklär';-
schweig denn still, mein Herze, lass mich nachsehn, daß ich's mir erklär':-


's ist der Wind - nichts weiter mehr!"

Auf warf ich das Fenstergatter, als herein mit viel Geflatter
schritt ein stattlich stolzer Rabe wie aus Sagenzeiten her;
Grüßen lag ihm nicht im Sinne; keinen Blick lang hielt er inne;
mit hochherrschaftlicher Miene flog empor zur Türe er -
setzt' sich auf die Pallas-Büste überm Türgesims dort - er


flog und saß - nichts weiter mehr.

Doch dies ebenholzne Wesen ließ mein Bangen rasch genesen,
ließ mich lächeln ob der Miene, die es macht' so ernst und hehr:
"Ward dir auch kein Kamm zur Gabe", sprach ich, "so doch stolz Gehabe,
grauslich grimmer alter Rabe, Wanderer aus nächtger Sphär'-
sag, welch hohen Namen gab man dir in Plutos nächtger Sphär'?"


Sprach der Rabe, "Nimmermehr."

Staunend hört' dies rauhe Klingen ich dem Schnabel sich entringen,
ob die Antwort schon nicht eben sinnvoll und bedeutungsschwer;
denn wir dürfen wohl gestehen, daß es keinem noch geschehen,
solch ein Tier bei sich zu sehen, das vom Türgesimse her -
das von einer Marmor-Büste überm Türgesimse her


sprach, es heiße "Nimmermehr."

Doch der droben einsam ragte und dies eine Wort nur sagte,
gleich als schütte seine Seele aus in diesem Worte er,
keine Silbe sonst entriß sich seinem düstren Innern, bis ich
seufzte: "Mancher Freund verließ mich früher schon ohn' Wiederkehr -
morgen wird er mich verlassen, wie mein Glück - ohn' Wiederkehr."


Doch da sprach er, "Nimmermehr!"

Einen Augenblick erblassend ob der Antwort, die so passend,
sagt' ich, "Fraglos ist dies alles, was das Tier gelernt bisher:
's war bei einem Herrn in Pflege, den so tief des Schicksals Schläge
trafen, daß all seine Wege schloß dies eine Wort so schwer -
daß' all seiner Hoffnung Lieder als Refrain beschloß so schwer


dies "Nimmer - nimmermehr."

Doch was Trübes ich auch dachte, dieses Tier mich lächeln machte,
immer noch, und also rollt' ich stracks mir einen Sessel her
und ließ die Gedanken fliehen, reihte wilde Theorien,
Phantasie an Phantasien: wie's wohl zu verstehen wär'-
wie dies grimme, ominöse Wesen zu verstehen wär',


wenn es krächzte "Nimmermehr."

Dieses zu erraten, saß ich wortlos vor dem Tier, doch fraß sich
mir sein Blick ins tiefste Innre nun, als ob er Feuer wär';
brütend über Ungewissem legt' ich, hin und her gerissen,
meinen Kopf aufs samtne Kissen, das ihr Haupt einst drückte hehr -
auf das violette Kissen, das ihr Haupt einst drückte hehr,


doch nun, ach! drückt nimmermehr!

Da auf einmal füllten Düfte, dünkt' mich, weihrauchgleich die Lüfte,
und seraphner Schritte Klingen drang vom Estrich zu mir her.
"Ärmster", rief ich, "sieh, Gott sendet seine Engel dir und spendet
Nepenthes, worinnen endet nun Lenor's Gedächtnis schwer;-
trink das freundliche Vergessen, das bald tilgt, was in dir schwer!"


Sprach der Rabe, "Nimmermehr."

"Ah, du prophezeist ohn' Zweifel, Höllenbrut! Ob Tier, ob Teufel -
ob dich der Versucher sandte, ob ein Sturm dich ließ hierher,
trostlos, doch ganz ohne Bangen, in dies öde Land gelangen,
in dies Haus, von Graun umpfangen,- sag's mir ehrlich, bitt' dich sehr -
gibt es - gibt's in Gilead Balsam?- sag's mir - sag mir, bitt' dich sehr!"


Sprach der Rabe, "Nimmermehr."

"Ah! dann nimm den letzten Zweifel, Höllenbrut - ob Tier, ob Teufel!
Bei dem Himmel, der hoch über uns sich wölbt - bei Gottes Ehr'-
künd mir: wird es denn geschehen, daß ich einst in Edens Höhen
darf ein Mädchen wiedersehen, selig in der Engel Heer -
darf Lenor', die ich verloren, sehen in der Engel Heer?"


Sprach der Rabe, "Nimmermehr."

"Sei denn dies dein Abschiedszeichen", schrie ich, "Unhold ohnegleichen!
Hebe dich hinweg und kehre stracks zurück in Plutos Sphär'!
Keiner einz'gen Feder Schwärze bleibe hier, dem finstern Scherze
Zeugnis! Laß mit meinem Schmerze mich allein!- hinweg dich scher!
Friß nicht länger mir am Leben! Pack dich! Fort! Hinweg dich scher!"


Sprach der Rabe, "Nimmermehr."

Und der Rabe rührt' sich nimmer, sitzt noch immer, sitzt noch immer
auf der bleichen Pallas-Büste überm Türsims wie vorher;
und in seinen Augenhöhlen eines Dämons Träume schwelen,
und das Licht wirft seinen scheelen Schatten auf den Estrich schwer;
und es hebt sich aus dem Schatten auf dem Estrich dumpf und schwer


meine Seele - nimmermehr.

Edgar Allen Poe (veröffentlicht 1845)
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 10.11.2007, 17:07   #104
Ganz neu hier
 
 
 Allgemeine Infos 
Alter: 45
Geschlecht: weiblich
Registriert seit: 01.11.2007
Beiträge: 8

Online Status: Farbenspiel ist offline




Standard AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 337 Tage alt

Ich schreib jetzt einfach mal eines meiner Lieblingsgedichte:-)

STUFEN

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andere neue Bidungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten
an keinem wie an einer Heimat hängen
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen
Er will uns Stuf um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden........

Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde.

H.Hesse


Herzlich

Renate
  Mit Zitat antworten nach oben
Alt 10.11.2007, 22:49   #105
Arzt
 
Benutzerbild von urologiker
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: männlich
Registriert seit: 27.03.2007
Beiträge: 552

Online Status: urologiker ist offline



Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

urologiker eine Nachricht über Skype™ schicken
Idee AW: Für Dichter und Denker - Dieser Beitrag ist 337 Tage alt

Besser in Geld schwimmen als gar kein Sport.
  Mit Zitat antworten nach oben
 
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen

Forumregeln Gesponserte Links
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an
[IMG] Code ist an
HTML-Code ist aus
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are an
Gehe zu