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Thema: Die fliehenden Doktoren

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In dieser Diskussion geht es um "Die fliehenden Doktoren" im "Chat Ecke" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
    Name
    Michael Scheel
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    Standard Die fliehenden Doktoren

    Ein Artikel aus SPIEGEL Online:

    Die fliehenden Doktoren

    Seit Monaten rebellieren junge Ärzte gegen miese Arbeitsbedingungen. Die einen streiken, andere packen schon resigniert ihre Koffer. Die Fluchtbewegung ins Ausland oder in die Industrie ist massiv - nichts wie weg aus den deutschen Krankenhäusern.

    Ja, er hat noch ein wenig mitgestreikt, erzählt Daniel Ketteler, aus Solidarität. Aber egal, wie der seit Wochen andauernde Arbeitskampf zwischen Krankenhausärzten und der Tarifgemeinschaft der Länder ausgeht: Im August ist Ketteler weg. Nach Zürich. Der junge Arzt ist 28, gerade hat er in Aachen sein drittes Staatsexamen absolviert. Danach hatte er eine Stelle sicher, sogar eine, die ihm gefiel. Aber dort hätte Ketteler nur 1700 Euro verdient, dabei möglicherweise viele Überstunden gemacht.

    In der Schweiz wird er laut Vertrag zwar 50 Stunden pro Woche arbeiten, doch dafür gibt es auch das Doppelte, und jede zusätzliche Arbeitsstunde wird bezahlt. Wer da nein sage, meint Ketteler, "muss blöd sein. Oder total loyal".

    Daniel Ketteler ist nicht der einzige angehende Weißkittel, der seine Koffer packt. 6300 deutsche Krankenhausärzte sind nach Angaben der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund (MB) bereits abgewandert, "mit steigender Tendenz", wie MB-Sprecher Athanasios Drougias sagt. Die Fluchtgründe sind eindeutig: Anderswo locken mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Nach einer Erhebung der Landesärztekammer Hessen verlangten im Jahr 2000 gerade einmal 19 hessische Ärzte das "Certificate of Good Standing", eine Art Führungszeugnis für die Arbeit im Ausland. Im Jahr 2004 waren es schon 181.

    So wie Daniel Ketteler ziehe es derzeit die meisten Mediziner in die Schweiz, sagt Marita Siefert, die beim Personaldienstleister Adecco den Bereich "Health Care" betreut. Sehr beliebt seien außerdem skandinavische Länder und der Großraum London, wo deutsche Ärzte zunehmend als Zeitarbeiter beschäftigt seien. Insbesondere Anästhesisten besserten mit regelmäßigen Ausflügen in die britische Hauptstadt ihr Einkommen auf.

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  2. #2

    Standard Re: Die fliehenden Doktoren



    Seit ca 5 Jahren behaupte ich schon, daß wir eines morgens aufwachen und dann ist nichts mehr da! Dann wird es auch kein Deutschland mehr geben! Industrie und was auch immer möglich ist, kannste alles im Ausland wiederfinden!
    Und die restlichen Deutschen wird man dann auch irgendwie noch kleinkriegen!

  3. #3
    Krankenschwester Avatar von Leonessa
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    495
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard Re: Die fliehenden Doktoren

    Ich finde es traurig, dass eine so wichtige und eigentlich auch hoch angesehene Berufsgruppe zu solchen Mitteln greifen muss!

  4. #4

    Standard Re: Die fliehenden Doktoren


    Ja ... Leonessa, es ist so Vieles traurig! Ob angesehene Berufsgruppe, Firmen, 0 8 15 Bürger oder auch eben Tippelbrüder, ..... soooo Vieles ist hier traurig!

  5. #5
    Schaut öfter mal rein Avatar von topolina
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    31.05.2006
    Beiträge
    69

    Standard Re: Die fliehenden Doktoren

    tja...so is es leider...bis was ernstes passiert...aber man muß die ärzte schon auch verstehen...

  6. #6
    Krankenschwester Avatar von Leonessa
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    Berlin- Reinickendorf
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    06.05.2006
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    495
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard Re: Die fliehenden Doktoren

    Die Ärzte haben vermutlich eben auch eine schlechte Verhandlungsposition, da sich die Leute, mit denen sie verhandeln müssen, wohl größtenteils Privatkliniken leisten können, in denen die Arbeitsbedingungen noch ganz gut sind. So müssen sie sich nich selbst auf diese oft total übermüdet arbeitenden Menschen verlassen im Ernstfall.
    Bin echt mal gespannt, was aus den Streiks noch wird...