Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 18.05.2007, 12:29   #32 (Permalink)
Pianoman
Glaubt an nix!
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: männlich
Registriert seit: 15.04.2007
Beiträge: 434

Online Status: Pianoman ist offline




Standard AW: M O T Z - Thread - Dieser Beitrag ist 462 Tage alt

Genau, quaks, darum geht es. Und genau das ist der Unterschied in der Sichtweise.

Ein Theorie gilt solange, bis ihr Gegenbeweis erbracht ist, dann wird sie verworfen.

Das nennt man Falsifizierung und ist die Voraussetzung für Entwicklung.

Bachblüten und Co. entziehen sich der Falsifizierung. Sie sind damit nicht wissenschaftlich und deswegen als Welterklärung auch nicht gleichrangig.
Es sind Glaubensbotschaften.

Aber hier geht es darum, Menschen verantwortlich aufzuklären.
Verantwortlich heißt, ihnen verifizierbare Begründungen zu liefern, und eben nicht
Glaubensbotschaften. Ich verweise nochmals auf meinen vorhergehenden Beitrag.

Wir brauchen ein Fundament an Methoden und Verfahren, unsere Welt so zu erklären, dass Prognosen verlässlich werden. Daran arbeitet die Wissenschaft.
Natürlich war niemend bei der Entstehung der Erde dabei. Aber die Astronomen sind in der Lage, den Prozess der Planetenenstehung an anderen Planeten nachzuvollziehen, weil sich im Universum die Entwicklung von Planeten und Sternen ständig vollzieht. Die Erde ist keine Ausnahme im Universum. Während alles dafür spricht, dass die Entwicklung unseres Planeten nicht anders verläuft als bei Milliarden anderer Himmelskörper, gibt es keinen nachvollziehbaren Anlass, anzunehmen, ausgerechnet hier, in einem kleinen unbedeutenden Spiralnebel am Rande der Milchstrasse würden die Uhren des Universum anders ticken.

Oder um den Makrokosmos Richtung Mikrokosmos zu verlassen: Bisher hat auch niemand gesehen, das bei dem Vorgang der Glykolyse in einer menschlichen Zelle eine Hexose durch ein Enzym in zwei Teile mit je drei Kohlenstoffatomen zerlegt wird. Aber kein Mensch käme auf die Idee, das anzuzweifeln.

Aber um auf den wesentlichen Punkt zu kommen: Nenne mir doch bitte mal ein Beispiel aus den hier geführten Diskussionen (zur Komplementärmedizin) , in denen der wissenschaftliche Standpunkt nicht haltbar oder zumindest stark unvollständig wäre. Gäbe es dieses Beispiel, und würde dadurch eine wissenschaftliche Fehlmeinung eindeutig identifiziert, würde die Wissenschaft sofort ihre Haltung ändern. Da sei Dir sicher.

Wissenschaftler sind nicht dogmatisch, sie verlangen nur Beweise.
Und da es scheint, als wären wir in bestimmten Wissensbereichen an den Grundpfeilern der Welt angelangt, müssen die Beweise ziemlich gut sein.

Pianoman
  Mit Zitat antworten nach oben