| Zitat: von dreamchaser | | | |
| Hmm...dieser Thread macht mich stutzig und betroffen zugleich. Ich arbeite noch nicht lange, aber für mich ist der Sinn und Zweck der täglichen Visite der, dass ich den Patienten beobachte, wie es ihm geht, ihm alle bevorstehenden Untersuchungen erkläre und alle schon erhobenen Befunde mit ihm durchgehe. Und dann natürlich auch das, was weiter auf ihn zukommt. Ich bespreche mit meinen Patienten sogar Medikationsänderungen - jeder sollte wissen warum er welche Tabletten schluckt. Und natürlich, was bei den Untersuchungen rausgekommen ist.
Leider erlebe ich oft, vor allem bei unschönen Diagnosen (Pat. muss z.B. Bypässe kriegen), dass die Patienten das besprochene oft verdrängen und am nächsten ag meinen, von nichts zu wissen. Das gehört aber zur normalen Abwehrreaktion des Menschen dazu, dann erklärt man es eben nochmal :-)) | |
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Vorbildlich, so wünsche ich mir jeden Arzt, nur ich denke mal das Problem ist die ZEIT!!
Und eventuell auch, dass manche Ärzte irgendwie im Laufe ihrer Laufbahn abstumpfen und die Patienten gar nicht mehr über alles so genau aufklären?? Vielleicht ist es auch reiner Selbstschutz vom Arzt?
Also über Medikamente im Krankenhaus wäre ich noch nie aufgeklärt worden, hätte ich nicht nachgefragt. Und die Aufklärungsbögen die man vor einer
Op unterschreibt sind ja auch recht oberflächlich gestrickt, meist fragt der Arzt ob man alles verstanden hat und dann wird unterschrieben oder manchmal unterschreibt man auch schon vorher und die Schwester nimmt den Bogen einfach so mit.
Lag vor einigen Jahren wegen meines Darms im KKH und der Pfleger brachte mir eine Infusion, mit dem lustigen Spruch es gäbe jetzt etwas für die Schönheit *gg*
Schaute die Flasche an und die erschien mir so komisch, im Gegensatz zu denen die ich zuvor dran hatte, also sagte ich ihm, dass ich nichts für die Schönheit brauche und er soll mal bitte nachschauen, weil ich eher denke, dass ich etwas für meine Pfunde benötige. Ich bestand darauf dass er die Flasche nicht dran mache, der war schon sauer.
Als der wieder kam, ging er ganz kleinlaut mit der Flasche zu meiner Bettnachbarin und als ich später nachsah stand da Maccumar drauf, nicht einmal das hat er mir gesagt.
Lieber Gruß Maggie