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Thema: Arthroskopische Knie Diagnose

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In dieser Diskussion geht es um "Arthroskopische Knie Diagnose" im "Chirurgische Sprechstunde" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
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    Fritz Lieberwirth
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    Standard Arthroskopische Knie Diagnose

    Durch einen "Fehltritt" habe ich mein linkes Knie verdreht. Nach ca. 14 Tagen wurde eine ambulante Operation durchgeführt.
    Arthroskopische Diagnose
    IV.gradiger Knorpelschaden mediale Femurcondyle, ausgeprägte Hoffahypertrophie mit eingeklemmten Anteilen, II.-III. gradige Chondromalazie der Trochlea linkes Kniegelenk.
    Arthroskopische Operation
    Knorpeldebridement medialer Femurcondulus linkes Kniegelenk, Hoffa-Teilresektion, Spülung und Videoprint-Dokumentation linkes Kniegelenk. (Der komplette OP-Bericht liegt mir vor und ist als Anhang beigefügt)

    Nach nunmehr 3 Wochen nach der OP habe ich immer noch starke Schmerzen und kann sehr schlecht laufen. Wie sieht die Zukunft für mein Knie aus?
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  2. #2
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    Standard AW: Arthroskopische Knie Diagnose

    Hallo Friedolin,

    Dein Unfall und die damit verbundene Verdrehung des Knies (Distorision) hatte sehr massive Auswirkungen und damit Folgen für das Knie.
    Der Hoffascher Fettkörper (Fettkörper unter der Kniescheibe (Patella) ist massiv angeschwollen. Am der medialen Femurcondyle fehlt nun der Gelenkknorpel als Schutz völlig auf zwei cm² dies in der Hauptbelastungszone. Natürlich kommt dann dazu ein Gelenkerguss udgl.
    Man hat nun eingeklemmt Teil des Hoffascher Fettkörper und labile Teile des Gelenkknorpel entfernt.

    Nun nach so einem schweren Unfall braucht es Zeit bis sich das Knie wieder regeneriert. Sprich das keien Entzündungen odgl. mehr vorhanden sind. Der Gelenkerguss wieder völlig verschwunden ist usw..
    Im Moment zählt bei Dir noch die PECH- Regel wenn das Knie noch geschwollen ist.

    P- Pause / E- Eis - vorsichtig kühlen / C- compression also evtl. Bandage/ H- hochlagern.

    Für Dich gilt die Muskeln um das Knie herum stärken - eine Bandage die das Knie ein Stück unterstützt. Allerdings ganz schmerzfrei wirst Du trotzdem nicht sein.
    Wenn Du jetzt jünger wärst und zumindest noch Reste des Gelenkknorpels da wären an besagter Stelle könnte man die Frage stellen ob da eine Microfraktuierung sinnvoll wäre. Da in dem Alter allerdings die Heilung eingeschränkt ist wäre das wahrscheinlich eher kontraproduktiv.
    Alles andere ist völlig OK für das Alter auch wenn die Ärzte von Chondromalazie schreiben (Knorpelerweichung) Grad II und hinter der Kniescheibe (Femurpatellar) Knorpelschaden II bis III das ist auch völlig normal altersentsprechend.

    Um das einmal einzuordnen hier (Link) sieht man das Kniegelenk mit den zwei Höckern (Condylen) des Oberschenkelknochens. Bei Dir ist das Problem auf der medialen Seite (Innenseite des Schenkels) also auf der Skizze rechts.

    http://www.sportklinik.de/uploads/pi..._start1_58.jpg

    Ich weis nicht wie es bei Dir mit den Schmerzen in zwei , drei Monaten aussieht wenn sich das Ganze so weit wie möglich wieder regeneriert hat? Es ist möglich das Du Dich u.U. an eine Schmerzklinik wenden musst da Schmerzen nach einer bestimmten Zeit chronisch werden können!! So wie der Arzt schreibt schmerzfrei wird es kaum wieder. Wie ausgeprägt dies dann ist hängt allerdings auch u.U. ein Stück von Dir ab.

    Gruss Stefan

  3. #3
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    Standard AW: Arthroskopische Knie Diagnose

    Danke Stefan,
    ich freue mich über die schnelle Antwort . Es gibt mir etwas mehr Klarheit über mein Knieproblem aber auch Hoffnung, dass ich nach einer gewissen Zeit mein Knie wieder einigermaßen normal brauchen kann. Mein geliebtes Alpinskifahren wollte ich eigentlich noch nicht aufgeben.
    Vielen herzlichen Dank
    Friedolin

  4. #4
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    Standard AW: Arthroskopische Knie Diagnose

    Hallo Stefan,
    nun ist bereits viel Zeit ins Land gegangen seit meiner Knie-Op am 10. August 2016. Leider habe ich, wie schon vorausgesagt, noch immer ziemlich starke Schmerzen. Was mich besonders beunrhigt, die Schmerzen melden sich auch in Ruhe, also besonders in der Nacht. Das sind pulsierende Schmerzschübe, zwei drei Minuten lang, dann ist wieder eine Zeitlang Ruhe. Zur Nacht nehme ich noch immer 1 Novaminsulfon ratio 500mg. Krankengymnastik scheint nicht viel zu helfen. Laufen (normales gehen) und Treppen steigen ist schmerzhaft nur unbelastetes Radfahren (mittels Pedelec, also elektrisch unterstützt) geht ganz gut. Zur Unterstützung beim Stehen und Gehen benutze ich eine vom Arzt verordnete Orthese, die zwar eine gewisse Erleichterung bringt aber nur für kürzere Zeitphasen nutzbar ist, wegen des Druckes. Vor der OP hatte ich in Ruhestellung keine oder ganz wenig Schmerzen. Kann es sein, dass bei der OP im Knie etwas verletzt wurde, was jetzt die Schmerzen verursacht? Bei einer Nachuntersuchung am 11. Oktober in der LVR Süchteln sagte man mir, dass man die Probleme erwartet hätte. Eventuell könnten Spritzen durch den behandelnden Orthopäden helfen. Einen Termin bekomme ich diese Woche. Problem: Am 13. November wollten wir für 3 Wochen nach Thailand fliegen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Fritz Lieberwirth

  5. #5
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    Standard AW: Arthroskopische Knie Diagnose

    Hallo Stefan,
    seit meinem letzten Bericht ist nun eine lange Zeit vergangen. Ich möchte jedoch etwas super positives berichten. Am 28.10.2016 habe ich eine Ostenil-Spritze (Hyaluron) in mein Knie bekommen. Das tat höllisch weh aber nach ca.8 Stunden waren meine Schmerzen bei Bewegung und in Ruhe praktisch verschwunden. Danach habe ich noch zwei weitere Spritzen jeweils nach einer Woche bekommen. Die Kosten pro Spritze betrugen 50,00 € (keine Kassenleistung). Im verganggenen Januar konnte ich sogar alpin problemlos Skifahren. Der Arzt sagte mir, dass die Wirkung der Spritze nicht ewig anhalten wird. Bis jetzt (Februar 2017) bin ich jedoch noch sehr zufrieden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Fritz Lieberwirth

  6. #6
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    Standard AW: Arthroskopische Knie Diagnose

    Hallo Friedolin,

    also so eine Hyaluronspritze(n) hält ca. ein halbes Jahr bis .... . Das Hyaluron ersetzt als "Gelenkschmiere" Bereiche wo fast nur noch Knochen ist. Kein Gelenkknorpel mehr vorhanden ist.
    Bei vermehrter Belastung kommt es regelrecht zu einem Knochenmarksumbau darum die Beschwerden auch ohne viel Belastung . Also kann man Dir nur wünschen das die Spritzen etwas länger halten!
    Ob Du eine Manschette trägst odgl. um das Knie evtl. so ein klein wenig zu entlasten?
    Mehr kann man leider dazu nicht sagen der Oberarzt schreibt von Restbeschwerden!

    Also alles Gute
    Stefan

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