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Thema: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

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In dieser Diskussion geht es um "Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???" im "Chirurgische Sprechstunde" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #11
    Arzt (Chirurgie)
    Geschlecht
    maennlich
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    27.01.2013
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    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    Hallo Lexi,

    wie schon gesagt, in der Regel - aber das trifft eben nicht immer zu 100% zu - dauert es schon ein wenig bis es zu solchen Verwachsungen kommt. Was aber auch Fakt ist: man kann Verwachsungen unter Umständen in einem bildgebenden Verfahren sehen. Aber auch hier gilt: es geht nicht immer zu 100%.

    Bei dem einen kommt es schneller zu Verwachsungen, bei dem anderen eher langsamer. Manche haben keine Beschwerden, der andere wiederum hat extreme Beschwerden. Das ist immer sehr unterschiedlich und man kann deshalb auch nie eine ganz pauschale Antwort auf solche Fragen geben.

    Nun, die Möglichkeit besteht natürlich, das die Beschwerden durch Verwachsungen hervorgerufen werden. Denn sicher ist definitiv, das durch jeden Eingriff der durchgeführt wird, eben auch solche Verwachsungen entstehen. In welchem Ausmaß, das kann man aber nicht sagen.

    Wenn es keine erkennbare Ursache für die aktuellen Beschwerden gibt und sich auch nach Umstellen der Medikation keine Besserung zeigte, dann bleibt letztendlich irgendwann nur noch die Möglichkeit einer Diag. Laparoskopie, in der dann der gesamte Bauchraum mittels Schlüssellochverfahren begutachtet wird. In diesem Eingriff wird man dann auch die vorhandenen Verwachsungen lösen.

    So sieht man vielleicht während der Operation den möglichen Grund - sofern es nicht die Verwachsungen sind - für die Beschwerden. Denn nicht selten finden sich solche Gründe auch intraoperativ. Also während der Operation. Der Vorteil ist einfach: es sind nur drei kleine Schnitte.

    Von der Infiltrationsgeschichte habe ich wirklich keine Ahnung. Das habe ich zum einen noch nie gehört und zum anderen auch noch nie durchgeführt - ich wüsste auch nicht, das es jemals in einem der letzten zwei Häuser durchgeführt wurde. Da müsste sich vielleicht jemand anderes zu Wort melden oder nochmal der Arzt vor Ort angesprochen werden.

    Jedenfalls sind die Schmerzen auf Dauer ja kein Zustand. Im Zweifel sollte man dementsprechend wirklich die Möglichkeit einer diagnostischen Laparoskopie in Erwägung ziehen. Aber dann hat man auch wirklich alle Register gezogen. Denn das wäre eigentlich so die letzte Möglichkeit, die noch offen steht. Sollte sich danach immernoch keine Besserung zeigen, dann kann man wenigstens sagen das keine organische Ursache vorliegt.


    Viele Grüße

  2. #12
    Schaut öfter mal rein
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    84

    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    Hallo Herr Dr. Baumann,

    diese Woche hatte ich nochmal ein Gespräch mit dem Chefarzt der Chirurgie. Nach einer kurzen Untersuchung meinte er, dass es sich wohl sehr wahrscheinlich um Verwachsungen handeln würde und dass da dann jetzt als Möglichkeit nur noch eine OP bliebe.

    Er meinte, bei meiner Vorgeschichte mit der Bauchfellentzündung und der großen OP sei es schon sehr wahrscheinlich, dass es Verwachsungen sind, gerade auch wegen der Entzündung und dem, was aus meinem Magen rausgelaufen war...

    Er hat dann auch noch eine Sonografie gemacht, aber danach gesagt, dass er weiter nichts feststellen könne, aber das sei eben das Problem bei Verwachsungen.

    Allerdings habe ich heute von ihm eine Kopie des Berichtes an meinen Hausarzt bekommen und da steht drin: "Frau X berichtet über stark belastende Schmerzen im Bereich des linken Oberbauches, welche sich auch auf Druck klinisch reproduzieren lassen. In der Sonografie findet sich ein fraglich adhärenter Bezirk im linken Oberbauch..."

    Bedeutet das dann, dass er im Ultraschall doch einen Hinweis auf Verwachsungen gesehen hat? Denn wenn Verwachsungen Adhäsionen sind, dann würde ich mir die Bezeichnung "adhärenter Bezirk" so übersetzen, dass da in dem Bezirk Verwachsungen zumindest zu erahnen sind. Liege ich da richtig?

    Die OP soll als Bauchspiegelung nächste Woche gemacht werden. Leider konnte er mir zu der OP nicht mehr viel sagen, da er zu einem Notfall gerufen wurde.
    Ich weiß zwar so in etwa, wie so eine Bauchspiegelung abläuft, aber so ganz genau kann ich mir das noch nicht vorstellen. Und ich habe irgendwie ziemlich Angst davor. Können Sie mir meine Angst nehmen? Ist das wirklich ein relativ harmloser Eingriff? Wie lange dauert so eine OP in der Regel? Das wird doch immer in Vollnarkose gemacht, oder (dann brauche ich hinterher wieder so lange zum wach werden...)?
    Darf man danach eigentlich sofort wieder essen und trinken? Und aufstehen?

    Ich habe zwar für Mittwoch für das Aufklärungsgespräch schon einen Zettel mit Fragen angelegt, aber vielleicht können Sie mir ja auch schon ein bißchen was dazu sagen.

    Und trotz meiner Angst vor der OP bin ich eigentlich auch ganz froh, dass die OP gemacht wird, denn die Schmerzen werden immer schlimmer. Und das trotz 3x Targin am Tag. Ich kann schon nicht mehr schmerzfrei laufen oder z.B. auch Treppensteigen. Nur wenn ich ganz ruhig liege oder irgendwo ruhig sitze dann tut es nur kaum weh.

    Danke und viele Grüße und ein sonniges Wochenende
    Lexi

  3. #13
    Arzt (Chirurgie)
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    maennlich
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    27.01.2013
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    Hallo Lexi,


    eine Bauchspiegelung wird heute meistens im Schlüssellochverfahren durchgeführt Also nur mit 3-4 kleinen Schnitten, um die Kamera und die jeweiligen Instrumente einzuführen. Dann wird der ganze Bauch inspiziert und die Verwachsungen, die vorhanden sind, werden gelöst. Also einfach getrennt. Das ist eigentlich schon dann alles gewesen. Der Vorteil ist, das man andere Veränderungen oder evtl. Krankheitsbilder dann auch intraoperativ sehen kann - also während der Spiegelung. Sollte das der Fall sein, wird das meistens auch in der gleichen OP behoben. Daher wird bei der Aufklärung auch immer darauf hingewiesen, das es möglich sein kann, den operativen Eingriff der Befundlage anzupassen. Aber es kann auch sein, das man das auf eine andere OP verschieben würde - sofern es überhaupt zu unvorhergesehenen Befunden kommt.

    Da aber bisher alles ohne Befund war und man davon ausgeht, das es sich wirklich nur um Verwachsungen handelt, ist das ein sehr risikoarmer und unkomplizierter Eingriff. Im Großen und Ganzen also relativ harmlos, da dort nicht besonders viel gemacht werden muss.

    Die Operationsdauer ist sehr unterschiedlich. Das kann eine ganz schnelle Sache werden und nach eventuell 15 Minuten schon vorbei sein, aber es kann sich auch auf 1 - 1 1/2 Stunden hinauszögern. Das kommt immer darauf an, wie stark die Verwachsungen sind. Umso mehr Verwachsungen, desto länger dauert natürlich auch die Operation.

    Richtig, in der Regel wird der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt. Ich wüsste jetzt nicht, das ich mal mitbekommen hätte das einer unter Regionalanästhesie durchgeführt wurde.

    Wenn Du Probleme mit Übelkeit und Erbrechen nach der Operation hast oder es oftmals etwas länger dauert, bis Du wach bist, dann kannst Du ja mal den Anästhesisten ansprechen und nach einer TIVA fragen. Das wäre dann eine Total-intravenöse Anästhesie. Da wird nicht - wie üblich - das Narkosegas zur Aufrechterhaltung verwendet, sondern ein Schlafmittel mittels Perfusor. Das ist in den meisten Fällen Propofol. Dann ist die Aufwachzeit meistens nur noch zwischen 5 - 15 Minuten.

    Nach Eingriffen im Schlüssellochverfahren kann man unmittelbar nach dem Eingriff wieder aufstehen - sofern man wieder von der Narkose fit ist. Wenn man wieder wach ist sollte man also schon noch einmal 1-2 Stunden warten. Aber danach kann man ohne Probleme wieder aufstehen und sich auch bewegen. Essen und Trinken hängt vom Anästhesisten ab. Aber auch da geht es meistens schon wieder 2-3 Stunden nach der OP.

    Schmerzen werden sich da auch in Grenzen halten. Das einzige was ein wenig komisch sein wird, sind dann die Schmerzen im Bereich der Schulter, Rücken und in der Seite. Das kommt aber von dem eingeführten Gas in den Bauchraum. Das ist notwendig, damit man während der OP etwas im Bauch sieht - er muss eben aufgeblasen sein. Ansonsten die typischen Wundschmerzen - halten sich aber aufgrund des kleinen Schnittes in Grenzen.



    Viele Grüße

  4. #14
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    540

    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    hallo,

    hmmm... mal abgesehen davon, das das thema hier wohl abgehandelt ist... aber...

    verwachsungen konnten bei mir noch nie in bildgebenden verfahren sichtbar gemacht werden... und ich habe welche. nach einer vaginalen op in 2006 habe ich mich 5 jahre lang mit schmerzen gequält, mich durch viele untersuchungen (u.a. ct und mrt) gequält und bekam die diagnose reizdarm und die empfehlung, mich in psychiatrische behandlung zu begeben (aus heutiger sicht eine frechheit, da die schmerzen nicht eingebildet waren, sondern organischer ursache!!!).

    in 2011 habe ich, nach langer recherche im netz mir eine bauchspiegelung erkämpft, bei der verwachsungen gefunden und gelöst wurden. mein "reizdarm" gab glatte 7 woche ruhe (soviel zur diagnose reizdarm!!!) bevor der ganze schmu von vorne losging. ein jahr hielt ich durch, wandte mich dann an eine renomierte klink für verwachsungen (hier in deutschland). auch dort mrt und cr, nichts gefunden. aber immerhin wurde mir bestätigt, das verwachsungen nicht in bildgebenden verfahren darstellbar sind und verwachsungen in einem zeitraum von 6 wochen bis 3 monaten nach op´s oder adhäsiolysen bilden.

    also in 2012 erneute bauchspiegelung und lösung von verwachsungen, welche nicht an den stellen der vorherigen verwachsungen waren, in dieser klinik. und man warnte mich vor, das ich höchstwahrscheinlich wieder verwachsungen bekomme. von reizdarm keine rede in dieser klinik... und sollte ich einen haben (was ich nicht glaube) liess dieser mich glatte 9 wochen in ruhe... und seitdem ist der ganze zirkus wieder da...

    also herr dr. baumman, mit ihren aussagen, verwachsungen sind meist bei mrt oder ct sichtbar (und nur selten nicht) genauso wie ihrer aussage, so schnell treten keine verwachsungen auf, bin ich überhaupt nicht einverstanden. vor allem letzteres...

    beim lösen der verwachsungen entstehen ja wohl wundflächen, die sich sehr wohl und ganz fix irgendwo andocken und mit dem dortigen gewebe verwachsen können. und es gibt eine grpße anzahl von patienten, denen das immer wieder passiert. und auch die kleinen wunden durch eine bauchspiegelung können verwachsungen auslösen...

    ich spreche also aus eigner erfahrung und davon, was mir in einer speziellen klinik für verwachsungen erklärt wurde.
    Wenn es uns schlecht geht trösten wir uns mit dem Gedanken, daß es noch schlimmer sein könnte.<br />Und wenn es ganz schlimm ist klammern wir uns an die Hoffnung, daß es nur besser werden kann.

  5. #15
    Arzt (Chirurgie)
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    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    Langsam, langsam. Ich habe in der Antwort geschrieben das man Verwachsungen in den bildgebenden Verfahren sehen KANN, nicht MUSS. Wie es sich am Ende bei den Patienten darstellt, ist eine andere Geschichte..

    Verwachsungen werden immer und immer entstehen. Egal bei welchem Eingriff. Ganz von Verwachsungen befreien - geht nun einmal nicht. Damit muss man sich abfinden. Aber es ist ja nicht gesagt, das Verwachsungen immer Probleme bereiten müssen.

    Ich habe mittlerweile unzählige OP's am Bauch über mich ergehen lassen müssen, weshalb ich mit Sicherheit sagen kann, dass dort massenweise Verwachsungen vorliegen. Nur, ich habe eben keine Probleme. Das ist ja kein muss. Was nicht ist, kann ja auch bei mir noch kommen.


    Das Verwachsungen innerhalb kürzester Zeit entstehen, ist nun einmal nicht der Regelfall. Dennoch kann es auch - so wie bei Dir - durchaus vorkommen, das es doch schneller geht als eigentlich.

  6. #16
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    540

    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    sorry, aber das liest sich in ihrem ersten post zu diesem thema völlig anders....



    Zitat von Dr. Baumann Beitrag anzeigen
    Moin,

    also Verwachsungen kann man erst einmal ausschließen. Weil man würde sie in der Tat in der Bildgebung erkennen können. Aber der wichtigste Punkt, der das eigentlich schon ausschließen kann: die Zeit zwischen Operation und der jetzigen Problematik ist viel zu kurz, um sagen zu können das Verwachsungen die Ursachen sind. Denn Verwachsungen kommen nicht von jetzt auf gleich - innerhalb von 2-3 Monaten.
    .
    .
    .......
    .
    .

    Fakt ist:

    Es liegen keine organischen Ursachen vor.
    Alle Untersuchungen die durchgeführt wurden - wenn ich das richtig gelesen habe - sind ohne Befund geblieben. Also tappt man nach wie vor im Dunkeln und hat ehrlich gesagt keine Ahnung, wonach man noch suchen könnte.

    Ob sich bedingt durch die Schmerzmedikation oder aber auch schon über den ganzen Zeitraum unter Schmerzen jetzt ein chronisches Schmerzsyndrom entwickelt hat, das weiß ich auch nicht so recht. Aber ich glaube eher weniger daran.
    genau der selbe schmu, den man mir jahrelang erzählt hat, es liegen keine organischen ursachen vor, also psychisch, ab zum psychiater... und mit ihrem ersten satz haben sie die lexi ja auch total verunsichert, der von wahrscheinlichen verwachsungen berichtet wurde... lesen sie sich den tread einfach nochmal durch....

    sorry, aber da kommt mir die galle hoch. und ja, das ausmaß der verwachsungen sagt nichts über deren auswirkungen aus... ich quäle mich täglich und da tut es mir dann eben in der seele weh, wenn andere, wie ich, auf den langen weg geschickt werden, weil die ärzte nichts finden...

    nichts dagegen, das sie nichts finden, sind auch nur menschen... aber dann sollten sie sich abgewöhnen zu sagen: "da ist nichts" , weil man sich das alles eben nicht nur einbildet...

    sagt doch einfach: "ich finde nichts"... aber das kratzt dann wahrscheinlich doch zu sehr an der ehre der "götter in weiss"


    mich würde dann nun aber eher ein erneuter beitrag des treaderstellers intressieren, wenn alles gut ging, müsste die op schon vorbei sein... ich wünsche alles gute und viel erfolg

  7. #17
    Arzt (Chirurgie)
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    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    Liebe Schlumpfine,

    nur weil manche Patienten negative Erfahrungen gemacht haben heißt das noch lange nicht, alles darauf abwälzen zu müssen. Es gibt nun einmal zwei Seiten der Medaille.

    Es ist nun einmal so das es klinisch in den meisten Fällen so ist, dass es erst nach einer gewissen Zeit zu solchen Verwachsungen kommt, die dann letztendlich auch evtl. Probleme bereiten. Und nicht schon innerhalb weniger Wochen. Zumal Verwachsungen im Regelfall nicht binnen weniger Tage und Wochen entstehen (können).

    Was wollen Sie denn eigentlich? Wenn Untersuchungen (übrigens alle bildgebenden Verfahren, Labordiagnostik, körperliche Untersuchung inkl. Anamnese) ohne Befund bleiben, dann ist es nun einmal so das keine (akute) organische Ursache vorliegt. Denn man kann nur das beurteilen, was auch zu sehen ist und über die übrigen Bestandteile der Diagnostik ein Ergebnis liefert.

    Also sollte man Ihrer Meinung nach im Zweifel einfach aufschneiden, reinschauen und dann wieder zumachen, sodass das Endprodukt dann wieder erneute Verwachsungen sind? Was übrigens dann eine unnötige Belastung des Patienten und darüber hinaus auch noch unnötige Risiken mit sich bringt? Na dann: Herzlichen Glückwunsch.

    Nun, wenn organisch nichts vorliegt, ist es eben so das man auch die psychologische Seite abklopfen muss. Denn es ist nicht selten der Fall, das dort die Ursachen liegen. Aber die meisten Menschen setzen das ja dann wieder mit "der will mich für bekloppt erklären" gleich. Wobei das wieder zwei verschiedene paar Schuhe sind.

    Manchmal wäre es hilfreich, sich ein wenig zu informieren. Denn dann wüssten auch Sie, in wie vielen Fällen die psychologische Seite die Ursache war, als sämtliche Diagnostik ohne Befund war. Aber das wird dann wahrscheinlich wieder zuviel Arbeit sein. Dann ist die Alternative B doch wesentlich einfach. Nämlich allen Medizinern irgendwelchen Quatsch anzureden.

    Sie haben auch eine etwas zu vereinfachte Sichtweise zur Medizin.
    Frei nach dem Motto: "Nur die Hälfte wissen, aber alles sagen."


    Ist ja nicht so, das ich es nicht weiß. Ich arbeite ja nur schon seit einer langen Zeit in der Chirurgie und habe schon eine Vielzahl an Patienten mit Verwachsungen behandelt/untersucht ggf. auch operiert. Nunja, aber Laien wissen natürlich immer alles besser und sind ach so schlau, denn Dr. Google und seine persönlichen Erfahrungen sind ja alles im Leben und trifft auf alle Menschen zu - selbst wenn es ein ganz atypischer Verlauf war.


    In diesem Sinn,

  8. #18
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    203
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    Oh.Oh, da wird es aber gleich wieder dicke Kritik geben.......geht dann wieder am eigentlichen Thema vorbei, aber:ich bin (wieder) gespannt....

    Lg
    jobwa

  9. #19
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    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    entschuldigung, aber nun werden sie persönlich... weil ich ihnen den spiegel vorgehalten habe? ich weiss so einiges, habe in ner arztpraxis gearbeitet (zb).

    ausserdem habe ich ihnen oben schon erklärt, woher ich "mein" wissen über verwachsungen habe. und das deckt sich nicht mit dem, was sie hier schreiben. und, mit verlaub, ich glaube den leuten aus "meiner" klinikl, welche seit jahren zum thema verwachsungen forscht und zum größten teil nur diese erkrankung behandelt nun mal mehr, als ihnen...

    zum thema "psychologische seite"... diese wird seit einigen jahren verstärkt von ärzten aus der kiste geholt, wenn sie weder zeit (geld) noch lust haben, sich mit patienten zu befassen, denen sie nicht innerhalb von 3 terminen helfen können.

    aber ich habe keine lust, weiter mit jemendem zu streiten, der es nicht akzeptieren kann, das es mündige patienten gibt, die nicht auf die knie fallen, wenn der gott in weiss nur den mund öffnet. ich kenne genug patiente, die jahrelang hin und her geschoben wurden, bis sie endlich engagierte und fähige ärzte gefunden hatten, die ihnen glaubten und solange nachforschten, bis die ursache gefunden war. und sie wissen scheinbar nicht, was sie leidgeprüften patienten antun, wenn sie ihnen ihre qualen als seelisch unterschieben.

    guten abend.

  10. #20
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    Standard AW: Starke Schmerzen im Bauch - keine Ursache???

    Hallo zusammen!

    Nach der regen Diskussion hier, während dessen ich im Krankenhaus war und operiert wurde, will ich mich hier auch mal wieder zu Wort melden.

    Wie geplant fand vor knapp 2 Wochen die OP als Laparoskopie statt. Der Chirurg hatte mir erklärt, dass man erstmal nur reinsehen würde, und wenn man was finden würde, dann weitere Zugänge machen würde, um die Verwachsungen zu lösen. Es könne aber auch sein, dass die Verwachsungen zu stark seien, dann müsste man offen operieren. Er sagte dazu, dass diese Möglichkeit bei mir leider vorliege, durch die große Narbe der Bauchfell-Not-OP und da der Magen ja an der Bauchdecke fixiert wurde.

    Ich hatte aber Glück und die ganze OP konnte Laparoskopisch durchgeführt werden. Nach der OP sagte mir der Chefarzt, dass er einige Verwachsungen gelöst hätte (hörte sich zunächst noch harmlos an). Am nächsten Tag sagte er, dass da doch einiges an Verwachsungen gewesen wäre, was er hätte lösen müssen (hörte sich schon nach mehr an). Als es mir am Wochenende darauf relativ schlecht ging und ich starke Schmerzen hatte, meinte der diensthabende Arzt, dass man sicherheitshalber ein CT machen müsse, da der Chefarzt gesagt habe, dass er Nachblutungen befürchte, weil er soviele Verwachsungen habe beseitigen müssen.... - es waren zum Glück keine Nachblutungen.

    Also hatte sich der Verdacht des Chirurgen 100%ig bestätigt. Einige Tage nach der OP wurden die Schmerzen dann auch weniger.

    Heute habe ich leider wieder mehr Schmerzen, aber ich denke, es ist zum einen noch der Wundschmerz (heute 10. Post-OP-Tag) und zum anderen bin ich erst am Samstag entlassen worden und habe mich gestern hier zuhause natürlich mehr bewegt als die ganzen Tage im Krankenhaus (die sehr kompliziert (mit einigen heftigen Komplikationen unabhängig von der eigentlichen OP) verliefen), von daher denke ich, dass es auch ein bißchen wie Muskelkater ist.

    Wie lange dauert es denn erfahrungsgemäß, bis die Schmerzen durch die OP verschwunden sind und man mit dem Reduzieren der Schmerzmittel beginnen kann? Dazu wurde mir bei der Entlassung gar nichts gesagt.

    Ich hoffe, dass es das jetzt war und ich in Zukunft keine Probleme mehr bekommen werde. Denn die Verwachsungen waren bei mir nicht in erster Linie dort, wo meine große Bauchnarbe ist, sondern in anderen Bereichen (linker Oberbauch). Der Arzt sagte, dass die wohl durch die massive Bauchfellentzündung entstanden sind. Von daher wäre die Gefahr, dass sie wieder auftreten, geringer. An der Narbe waren zwar auch etwas Verwachsen aber wohl nicht so schlimm, und im rechten Bauchbereich gar nicht.

    Viele Grüße

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