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Thema: Abnehmen sinnvoll unterstützen - was ist zu empfehlen

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In dieser Diskussion geht es um "Abnehmen sinnvoll unterstützen - was ist zu empfehlen" im "Gesundheit / Prävention" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Wohnt praktisch hier Avatar von sun
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    35 Jahre
    Mitglied seit
    08.04.2007
    Beiträge
    702
    Blog-Einträge
    3

    Standard Abnehmen sinnvoll unterstützen - was ist zu empfehlen

    Frühling und Sommer nahen und die aktuelle Mode mit kurzen Röcken und
    Hosen entblößt die im Winter angesammelten Hüftpolster.
    Der Bedarf an einer effektiven Diät, mit der man nebenbei viele
    Kilos Fett verliert und sich zudem nicht einschränken muss, ist
    enorm. Dies machen sich einige Anbieter von
    Nahrungsergänzungsprodukten zu Nutze. Oft sieht man in den Medien
    Anzeigen von bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln, die eine mühelose
    Gewichtsreduktion ohne Ernährungsumstellungen versprechen. Dies
    funktioniert nur in den seltensten Fällen, meist tut sich ohne
    begleitende Diät entweder gar nichts oder man nimmt nur ein wenig
    ab, bekommt dafür aber andere Beschwerden wie Unruhe, Herzrasen,
    Unwohlsein, Bauchkrämpfe, Durchfälle und vieles mehr.

    Abnehmen durch sinnvolle Ernährungsumstellung
    Eine geplante Gewichtsabnahme über 5 kg ist nur zu erreichen mit
    einem langfristig angelegten Programm, das neben einer
    Ernährungsumstellung auch Sport bzw. ein Bewegungsprogramm mit
    einbezieht. Sinnvoll wäre eine Ernährung mit einem hohem Gehalt an
    Obst und Gemüse sowie fettarmem Eiweiß. Es empfiehlt sich die
    Reduktion von tierischem Fett und leeren Kohlenhydraten, die z.B. in
    Weißmehlprodukten, Kuchen und Süßigkeiten vorkommen. Denn diese Art
    von Kohlenhydraten hat außer Kalorien meist keine für den Körper
    wichtigen Nährstoffe und kann dank eines schnellen
    Blutzuckeranstieges und darauf folgender Insulinausschüttung den
    Heißhunger schüren. Die Gesamtkalorien sollten dabei nicht zu stark
    reduziert werden, es empfiehlt sich bei längeren Diäten zwischen
    1200-1500 kcal, um eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen
    zu gewährleisten.

    Übergangsweise wäre auch eine Substitution von Vitaminen und
    Mineralstoffen bei längerer Diät über 2 Wochen sinnvoll. Die
    Gewichtsabnahme erfolgt häufig etwas langsamer als bei einer
    kurzfristigen Diäten, ist aber von längerer Dauer, da nicht nur
    Wasser und Muskelmasse verloren gehen, sondern auch das lästige
    Körperfett verbrannt wird. Empfohlen ist eine Gewichtsabnahme von
    bis zu einem Kilogramm pro Woche. Diäten wie Glyxx Diät oder Logi
    Methode bevorzugen Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index
    und können helfen, die Ernährung dauerhaft umzustellen.

    Die Gruppe der eiweißreichen Diäten wie Aktins-, Hollywood- oder
    South Beach Diät versprechen schnelles Abnehmen durch viel Protein
    und wenig Kohlenhydrate. Studien zeigen, dass die Gewichtsabnahme am
    Anfang etwas schneller erfolgt als bei eher Kohlenhydrat betonten
    Diäten, langfristig jedoch sich wenig Unterschied zeigt. Dafür
    können die protein- und fettreichen Diäten aber den Stoffwechsel und
    Säure Basen Haushalt belasten mit Erhöhung der Harnsäureproduktion
    und des Cholesterinspiegels. Auch sind Fastenkuren in diesem Sinn
    keine Diät, da der Sinn und Zweck die Entgiftung des Körpers ist und
    nicht das Abnehmen an sich.

    Ernährungsprogramme können bei hartnäckigen Kilos dauerhaft helfen
    Es gibt eine Vielzahl von Ernährungs- und Diätprogrammen, die ein
    langfristiges Abnehmprogramm mit Ernährungsumstellung anbieten. Ein
    sehr gut organisiertes Programm bietet z.B. „Weight Watchers“ an, wo
    man sich seine Ernährung nach einem Punktesystem aussucht und
    dauerhaft eine gesunde Ernährung erlernt. Mittlerweile bietet die
    Firma viele Fertigprodukte im Handel an, die das Kochen und
    Nachdenken erleichtern.
    Es gibt einige ärztlich begleitete Diätkonzepte wie z.B. Bodymed,
    Formmed oder Precon, die auch für stark übergewichtige Personen mit
    Erkrankungen, die einer ärztlichen Überwachung bedürfen, geeignet
    sind. Neben dem Ersatz von 1 bis 2 Mahlzeiten durch Drinks auf
    Molke/Sojabasis wird eine Ernährungsberatung angeboten und
    regelmäßig die Körperzusammensetzung zur Erfolgskontrolle gemessen.
    Welches Programm für Sie das richtige ist, besprechen Sie am besten
    mit ihrem Hausarzt.

    Welche Diätenmittel sind nicht zu empfehlen?
    Es kommen täglich neue Mittel auf dem Markt, die mit einer schnellen
    Gewichtsabnahme werben. Der Erfolg ist oft individuell
    unterschiedlich oder hat gar keine Wirksamkeit. Es gibt z.B.
    chitosanhaltige Präparate, die eine hohe Fettbindungskapazität haben
    und damit die Kalorienaufnahme von selbst einschränken sollen. Oft
    sind die Präparate aber zu niedrig dosiert oder bei dauerhafter
    Einnahme treten Nebenwirkungen wie Fettstühle und Bauchkrämpfe auf
    und die Resorption fettlöslicher Vitamine ist gestört. Bei Absetzen
    des Mittels steigt oft das Gewicht wieder an, wenn die
    Ernährungsgewohnheiten insgesamt nicht geändert wurden. Langfristig
    besteht wie bei allen Diäten sogar die Gefahr, eher noch mehr
    zuzunehmen, da durch mehrmaliges Auf und Ab des Gewichtes
    (Jo-Jo-Effekt) der Körper auf "Sparflamme" schaltet und die
    zugeführte Energie besonders gut verwertet.
    Manche Firmen treten mit aggressiven Werbekampagnen in online- und
    Printmedien auf und versprechen die Patentlösung für schnelle
    Gewichtsabnahme - mit Erfahrungsberichten von Patienten und
    Geld-zurück-Garantie. In den letzten Jahren wurde Ephidril 600 so
    vermarktet, dieses Jahr ist es z.B.Detoxycall. Oft wird auch die
    Zusammensetzung der Präparate nicht bekannt gegeben.
    Nach Erfahrungsberichten von Patienten zu urteilen, ist der Erfolg
    solcher Produkte aber fraglich - neben keinem Effekt warten viele
    vergeblich auf Ihr Geld, wenn Sie das Produkt wieder zurückgeschickt
    haben.

    Verschreibungspflichtige Medikamente - auch nicht des Rätsels
    Lösung
    Bei starkem Übergewicht mit einem BMI über 30 ohne bisherigen
    Abnahmeerfolg kann der Arzt Medikamente verschreiben, die eine
    Aufnahme von Fett über den Darm reduzieren oder den Appetit hemmen.

    Neben dem Wirkstoff Orlistat, das das fettspaltende Enzym Lipase im
    Darm blockiert, wird häufig ein Appetitzügler mit dem Wirkstoff
    Sibutramin verschrieben.
    Unter einer Reduktionskost können diese beiden Substanzen die
    Gewichtsabnahme unterstützen. Die möglichen Nebenwirkungen sollten
    aber nicht außer Acht gelassen werden - neben einer verminderten
    Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen kann es zu Fettstühlen,
    Blähungen, Bauch- und Kopfschmerzen, Herzrasen und vermehrter
    Infektneigung kommen.
    Seit Ende 2006 ist ein neues Präparat zur Gewichtsreduktion bei
    starkem Übergewicht mit Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen
    zugelassen - Rimonabant (Acomplia®). Rimonabant hemmt als
    CB1-Blocker die Lust auf die Nahrungsaufnahme, was das Gewicht
    reduzieren soll. In Studien konnte dieser Effekt bei begleitender
    Diät und Sport gezeigt werden. Wird das Medikament jedoch abgesetzt,
    kommt es wieder zur Gewichtszunahme!

    Wie grundsätzlich bei jeder Diät gilt auch bei der Einnahme
    unterstützender Präparate: die dauerhafte Umstellung der Ernährung
    mit der bewussten Reduktion des Fettkonsums und mehr Bewegung sind
    die Vorraussetzungen für eine dauerhafte Gewichtsreduktion!

    Weitere Infos erhalten sie in der Expertensprechstunde von Frau Dr.
    Männel

    Übergewicht und Diäten
    http://gesund.qualimedic.de/Forum-901.html

    Quelle: Gesundheitsberatung.aktuell Newsletter
    Geändert von sun (21.05.2007 um 21:47 Uhr)
    "Zufriedenheit mit seiner Lage, ist der größte und sicherste Reichtum"

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