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Abnehmen sinnvoll unterstützen - was ist zu empfehlen

Dies ist eine Diskussion über "Abnehmen sinnvoll unterstützen - was ist zu empfehlen" im "Gesundheit / Prävention" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Frühling und Sommer nahen und die aktuelle Mode mit kurzen Röcken und Hosen entblößt die im Winter angesammelten Hüftpolster. Der Bedarf ...

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Alt 20.05.2007, 08:03
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Standard Abnehmen sinnvoll unterstützen - was ist zu empfehlen - Dieser Beitrag ist 363 Tage alt

Frühling und Sommer nahen und die aktuelle Mode mit kurzen Röcken und
Hosen entblößt die im Winter angesammelten Hüftpolster.
Der Bedarf an einer effektiven Diät, mit der man nebenbei viele
Kilos Fett verliert und sich zudem nicht einschränken muss, ist
enorm. Dies machen sich einige Anbieter von
Nahrungsergänzungsprodukten zu Nutze. Oft sieht man in den Medien
Anzeigen von bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln, die eine mühelose
Gewichtsreduktion ohne Ernährungsumstellungen versprechen. Dies
funktioniert nur in den seltensten Fällen, meist tut sich ohne
begleitende Diät entweder gar nichts oder man nimmt nur ein wenig
ab, bekommt dafür aber andere Beschwerden wie Unruhe, Herzrasen,
Unwohlsein, Bauchkrämpfe, Durchfälle und vieles mehr.

Abnehmen durch sinnvolle Ernährungsumstellung
Eine geplante Gewichtsabnahme über 5 kg ist nur zu erreichen mit
einem langfristig angelegten Programm, das neben einer
Ernährungsumstellung auch Sport bzw. ein Bewegungsprogramm mit
einbezieht. Sinnvoll wäre eine Ernährung mit einem hohem Gehalt an
Obst und Gemüse sowie fettarmem Eiweiß. Es empfiehlt sich die
Reduktion von tierischem Fett und leeren Kohlenhydraten, die z.B. in
Weißmehlprodukten, Kuchen und Süßigkeiten vorkommen. Denn diese Art
von Kohlenhydraten hat außer Kalorien meist keine für den Körper
wichtigen Nährstoffe und kann dank eines schnellen
Blutzuckeranstieges und darauf folgender Insulinausschüttung den
Heißhunger schüren. Die Gesamtkalorien sollten dabei nicht zu stark
reduziert werden, es empfiehlt sich bei längeren Diäten zwischen
1200-1500 kcal, um eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen
zu gewährleisten.

Übergangsweise wäre auch eine Substitution von Vitaminen und
Mineralstoffen bei längerer Diät über 2 Wochen sinnvoll. Die
Gewichtsabnahme erfolgt häufig etwas langsamer als bei einer
kurzfristigen Diäten, ist aber von längerer Dauer, da nicht nur
Wasser und Muskelmasse verloren gehen, sondern auch das lästige
Körperfett verbrannt wird. Empfohlen ist eine Gewichtsabnahme von
bis zu einem Kilogramm pro Woche. Diäten wie Glyxx Diät oder Logi
Methode bevorzugen Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index
und können helfen, die Ernährung dauerhaft umzustellen.

Die Gruppe der eiweißreichen Diäten wie Aktins-, Hollywood- oder
South Beach Diät versprechen schnelles Abnehmen durch viel Protein
und wenig Kohlenhydrate. Studien zeigen, dass die Gewichtsabnahme am
Anfang etwas schneller erfolgt als bei eher Kohlenhydrat betonten
Diäten, langfristig jedoch sich wenig Unterschied zeigt. Dafür
können die protein- und fettreichen Diäten aber den Stoffwechsel und
Säure Basen Haushalt belasten mit Erhöhung der Harnsäureproduktion
und des Cholesterinspiegels. Auch sind Fastenkuren in diesem Sinn
keine Diät, da der Sinn und Zweck die Entgiftung des Körpers ist und
nicht das Abnehmen an sich.

Ernährungsprogramme können bei hartnäckigen Kilos dauerhaft helfen
Es gibt eine Vielzahl von Ernährungs- und Diätprogrammen, die ein
langfristiges Abnehmprogramm mit Ernährungsumstellung anbieten. Ein
sehr gut organisiertes Programm bietet z.B. „Weight Watchers“ an, wo
man sich seine Ernährung nach einem Punktesystem aussucht und
dauerhaft eine gesunde Ernährung erlernt. Mittlerweile bietet die
Firma viele Fertigprodukte im Handel an, die das Kochen und
Nachdenken erleichtern.
Es gibt einige ärztlich begleitete Diätkonzepte wie z.B. Bodymed,
Formmed oder Precon, die auch für stark übergewichtige Personen mit
Erkrankungen, die einer ärztlichen Überwachung bedürfen, geeignet
sind. Neben dem Ersatz von 1 bis 2 Mahlzeiten durch Drinks auf
Molke/Sojabasis wird eine Ernährungsberatung angeboten und
regelmäßig die Körperzusammensetzung zur Erfolgskontrolle gemessen.
Welches Programm für Sie das richtige ist, besprechen Sie am besten
mit ihrem Hausarzt.

Welche Diätenmittel sind nicht zu empfehlen?
Es kommen täglich neue Mittel auf dem Markt, die mit einer schnellen
Gewichtsabnahme werben. Der Erfolg ist oft individuell
unterschiedlich oder hat gar keine Wirksamkeit. Es gibt z.B.
chitosanhaltige Präparate, die eine hohe Fettbindungskapazität haben
und damit die Kalorienaufnahme von selbst einschränken sollen. Oft
sind die Präparate aber zu niedrig dosiert oder bei dauerhafter
Einnahme treten Nebenwirkungen wie Fettstühle und Bauchkrämpfe auf
und die Resorption fettlöslicher Vitamine ist gestört. Bei Absetzen
des Mittels steigt oft das Gewicht wieder an, wenn die
Ernährungsgewohnheiten insgesamt nicht geändert wurden. Langfristig
besteht wie bei allen Diäten sogar die Gefahr, eher noch mehr
zuzunehmen, da durch mehrmaliges Auf und Ab des Gewichtes
(Jo-Jo-Effekt) der Körper auf "Sparflamme" schaltet und die
zugeführte Energie besonders gut verwertet.
Manche Firmen treten mit aggressiven Werbekampagnen in online- und
Printmedien auf und versprechen die Patentlösung für schnelle
Gewichtsabnahme - mit Erfahrungsberichten von Patienten und
Geld-zurück-Garantie. In den letzten Jahren wurde Ephidril 600 so
vermarktet, dieses Jahr ist es z.B.Detoxycall. Oft wird auch die
Zusammensetzung der Präparate nicht bekannt gegeben.
Nach Erfahrungsberichten von Patienten zu urteilen, ist der Erfolg
solcher Produkte aber fraglich - neben keinem Effekt warten viele
vergeblich auf Ihr Geld, wenn Sie das Produkt wieder zurückgeschickt
haben.

Verschreibungspflichtige Medikamente - auch nicht des Rätsels
Lösung
Bei starkem Übergewicht mit einem BMI über 30 ohne bisherigen
Abnahmeerfolg kann der Arzt Medikamente verschreiben, die eine
Aufnahme von Fett über den Darm reduzieren oder den Appetit hemmen.

Neben dem Wirkstoff Orlistat, das das fettspaltende Enzym Lipase im
Darm blockiert, wird häufig ein Appetitzügler mit dem Wirkstoff
Sibutramin verschrieben.
Unter einer Reduktionskost können diese beiden Substanzen die
Gewichtsabnahme unterstützen. Die möglichen Nebenwirkungen sollten
aber nicht außer Acht gelassen werden - neben einer verminderten
Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen kann es zu Fettstühlen,
Blähungen, Bauch- und Kopfschmerzen, Herzrasen und vermehrter
Infektneigung kommen.
Seit Ende 2006 ist ein neues Präparat zur Gewichtsreduktion bei
starkem Übergewicht mit Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen
zugelassen - Rimonabant (Acomplia®). Rimonabant hemmt als
CB1-Blocker die Lust auf die Nahrungsaufnahme, was das Gewicht
reduzieren soll. In Studien konnte dieser Effekt bei begleitender
Diät und Sport gezeigt werden. Wird das Medikament jedoch abgesetzt,
kommt es wieder zur Gewichtszunahme!

Wie grundsätzlich bei jeder Diät gilt auch bei der Einnahme
unterstützender Präparate: die dauerhafte Umstellung der Ernährung
mit der bewussten Reduktion des Fettkonsums und mehr Bewegung sind
die Vorraussetzungen für eine dauerhafte Gewichtsreduktion!

Weitere Infos erhalten sie in der Expertensprechstunde von Frau Dr.
Männel

Übergewicht und Diäten
http://gesund.qualimedic.de/Forum-901.html

Quelle: Gesundheitsberatung.aktuell Newsletter

Geändert von sun (21.05.2007 um 19:47 Uhr).
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