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Galle- GallensteineIn dieser Diskussion geht es um "Galle- Gallensteine" im "Gesundheit / Prävention" Forum, als Teil von Patientenfragen.netDie für die Fettverdauung wichtige Galle (oder Gallensaft) wird in der Leber gebildet. Sie wird in einem eigenen Gangsystem innerhalb der Leber gesammelt und fließt ... |
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| Wohnt praktisch hier ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Die für die Fettverdauung wichtige Galle (oder Gallensaft) wird in der Leber gebildet. Sie wird in einem eigenen Gangsystem innerhalb der Leber gesammelt und fließt über den Hauptgallengang zum Zwölffingerdarm und endet dort, meist zusammen mit dem Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (Papilla duodeni Vateri), mit einer verschließbaren Mündung (Sphinkter Oddi). Auf halbem Weg zweigt der Gallenblasengang ab und ermöglicht die Speicherung der Galle in der Gallenblase. Diese liegt eingebettet in einer Mulde an der Unterfläche des rechten Leberlappens. Die Leber produziert rund um die Uhr etwa 1 Liter Gallensaft. Im Nüchternzustand wird der kontinuierlich produzierte Gallensaft in der Gallenblase gespeichert und eingedickt. Wird Nahrung aufgenommen, so bewirken verschiedene Steuerhormone das Zusammenziehen der Gallenblasenwand. Dadurch wird der gespeicherte Gallensaft in den Gallengang gepresst, das Ventil zum Zwölffingerdarm wird gleichzeitig geöffnet und der Gallensaft kann so in den Zwölffingerdarm gelangen. Dort wird er zur Verdauung der Nahrung, insbesondere der Fette benötigt. Die Galle setzt sich aus verschiedenen Substanzen zusammen: • Wasser, • Gallensäuren oder Gallensalze, • Phospholipide = Lecithin, • Cholesterin, • Bilirubin, • Elektrolyte (Blutsalze), • Medikamente, Giftstoffe. Der Gallensaft hat eine typische gelb-bräunliche Farbe und ist auch für die Farbe unseres Stuhls verantwortlich. Wenn auf Grund eines Verschlusses des Gallenganges, z.B. durch Gallensteine, kein Gallensaft in den Zwölffingerdarm gelangen kann, ist der Stuhl weißlich gefärbt und übelriechend. Die Gallenblase wird auch als Galle bezeichnet, ebenso nennt man umgangssprachlich auch den Gallensaft einfach Galle. Gallensteine Gallensteine entstehen recht oft, 15% aller Männer und 30% aller Frauen über 40 Jahren sind Gallensteinträger. Die Anzahl der Betroffenen nimmt mit steigendem Alter zu. Etwa 60 bis 80% der Steine bleiben stumm und ohne Symptome. Sie werden oft zufällig bei Ultraschalluntersuchungen aus anderen Gründen entdeckt. Gallensteine, die keine Beschwerden verursachen, erfordern keine Behandlung! Nur bei 20% aller Patienten mit Gallensteinen treten im Laufe ihres Lebens Beschwerden auf. Der Arzt spricht dann von einer „symptomatischen Gallensteinerkrankung“. Diese Beschwerden können sich sehr unterschiedlich äußern und werden von Patienten auch in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich empfunden. Stumme Gallensteine nicht-chirurgisch zu behandeln, z.B. durch medikamentöse Steinauflösung oder Ultraschallzertrümmerung, oder zu operieren, bietet keinen Vorteil und wiegt nicht die geringe Wahrscheinlichkeit von 2 bis 4% auf, im Verlauf der folgenden 10 Jahre Beschwerden zu bekommen. Die Entstehung der Gallensteine ist das Ergebnis einer großen Menge zusammengehörender Einzelelemente. Da die Galle verschiedene Bestandteile hat, können sich abhängig von einer veränderten Zusammensetzung auch unterschiedliche Gallensteinarten bilden. Der gesamte Ablauf ist nicht in allen Einzelheiten geklärt. Aber es gibt einige Risikofaktoren, bei denen eine Gallensteinbildung vermehrt vorkommt. Diese Risikofaktoren, die Gallensteine in ihrer Entstehung begünstigen, wurde in älteren medizinischen Lehrbüchern mit einer familiären Veranlagung und mit den „fünf F“ zusammengefasst: female, fat, fertile, forty, fair (weiblich, übergewichtig, mehrere Kinder, vierzig, hellhaarig). Aber es sind noch einige andere Umstände oder Krankheiten, die eine Gallensteinbildung fördern: • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), • erhöhte Blutfette (Hyperlipidämie), • Leberschrumpfung (Leberzirrhose), • Erkrankungen des unteren Dünndarms (Verlust von Gallensalzen), • rasche Gewichtsabnahme, • krankhafter Abbau von roten Blutkörperchen (chronische Hämolyse), • künstliche Ernährung, • Gallengangsanomalien, -verengungen, -entzündungen, • bestimmte Medikamente (Ceftriaxon, Cholestyramin, Clofibrat, Octreotid, Östrogene), • Schwangerschaft (erhöhte Cholesterinausscheidung durch Östrogenabbau). Beschwerden bei Gallensteinen Charakteristische Symptome für Gallenblasensteine sind kolikartige Schmerzattacken von mehr als 15 Minuten im mittleren und rechten Oberbauch, die auch in den Rücken und in die rechte Schulter ausstrahlen können. Dazu können Übelkeit, gelegentlich Erbrechen, Blähungen und Verdauungsstörungen kommen. Aber diese typischen Beschwerden sind nicht immer so deutlich und die Ärzte sollten bei nur schwachen Anzeichen sicherstellen, dass nicht Erkrankungen anderer Bauchorgane oder des Herzens deren Ursache sind. Häufig werden die Schmerzen durch fettreiche Mahlzeiten, Eierspeisen oder Kaffee ausgelöst. Die Ausprägung der Schmerzen kann sehr unterschiedlich sein. Einige Patienten berichten von einem leichten, unspezifischen Druckgefühl nach einem großen Festessen, andere berichten von vernichtenden, kolikartigen Schmerzen, die sie wie aus heiterem Himmel befallen. Parallel können unspezifische Symptome wie Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten auftreten. Gallenkolik Wenn Gallensteine aus der Gallenblase in das Gallengangssystem gelangen und dort einklemmen, versucht die Muskulatur des Gallenganges, diesen Gallenstein in den Zwölffingerdarm weiterzutransportieren. Dieses Arbeiten der Muskulatur gegen das Hindernis führt zu typischen krampfartigen Schmerzen, die in Wellen auftreten und Koliken genannt werden. Dabei können zusätzlich Übelkeit und Schweißausbrüche auftreten. Gelbsucht (Ikterus) Wenn sich ein Stein im Hauptgallengang verklemmt, wird der Abfluss des Gallensaftes blockiert und es kommt zu einem Rückstau des Gallenfarbstoffes in die Leber und in den Körper. • Dabei tritt eine Gelbfärbung der Augen und der Haut auf (Ikterus). • Da der Gallenfarbstoff nicht mehr in den Darm gelangt, kommt es zu einer weißlichen Entfärbung des Stuhls (Fettstuhl). • Der Urin färbt sich dagegen bierbraun, da der Körper versucht, den Gallenfarbstoff über die Nieren auszuscheiden. Mit persönlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die Expertensprechstunde Quelle: Gesundheitsberatung,aktuell Newsletter |
| Geändert von sun (21.05.2007 um 19:46 Uhr). | |
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| Aktiver Teilnehmer ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Ja ja ne Gallenkolik ist echt etwas ganz fieses. Mir wurde schon mit 25 Jahren meine Gallenblase entfernt. War damals noch mit nem richtigen Bauchschnitt. Und jeder Arzt der mich sah, meinte ganz verwundert *was sie haben Gallensteine* Ich war schon immer sehr schlank, habe mich meist gesund ernährt.............aber nun weiß ich was wahrscheinlich der Auslöser war *Erkrankung im unteren Dünndarmabschnitt* so schlau war man 1985 wohl noch nicht |
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