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Thema: Galle- Gallensteine

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In dieser Diskussion geht es um "Galle- Gallensteine" im "Gesundheit / Prävention" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Wohnt praktisch hier Avatar von sun
    Geschlecht
    weiblich
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    35 Jahre
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    08.04.2007
    Beiträge
    702
    Blog-Einträge
    3

    Standard Galle- Gallensteine

    Die für die Fettverdauung wichtige Galle (oder Gallensaft) wird in
    der Leber gebildet. Sie wird in einem eigenen Gangsystem innerhalb
    der Leber gesammelt und fließt über den Hauptgallengang zum
    Zwölffingerdarm und endet dort, meist zusammen mit dem
    Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (Papilla duodeni Vateri), mit
    einer verschließbaren Mündung (Sphinkter Oddi). Auf halbem Weg zweigt
    der Gallenblasengang ab und ermöglicht die Speicherung der Galle in
    der Gallenblase. Diese liegt eingebettet in einer Mulde an der
    Unterfläche des rechten Leberlappens.
    Die Leber produziert rund um die Uhr etwa 1 Liter Gallensaft. Im
    Nüchternzustand wird der kontinuierlich produzierte Gallensaft in
    der Gallenblase gespeichert und eingedickt. Wird Nahrung
    aufgenommen, so bewirken verschiedene Steuerhormone das
    Zusammenziehen der Gallenblasenwand. Dadurch wird der gespeicherte
    Gallensaft in den Gallengang gepresst, das Ventil zum
    Zwölffingerdarm wird gleichzeitig geöffnet und der Gallensaft kann
    so in den Zwölffingerdarm gelangen. Dort wird er zur Verdauung der
    Nahrung, insbesondere der Fette benötigt.

    Die Galle setzt sich aus verschiedenen Substanzen zusammen:
    • Wasser,
    • Gallensäuren oder Gallensalze,
    • Phospholipide = Lecithin,
    • Cholesterin,
    • Bilirubin,
    • Elektrolyte (Blutsalze),
    • Medikamente, Giftstoffe.

    Der Gallensaft hat eine typische gelb-bräunliche Farbe und ist auch
    für die Farbe unseres Stuhls verantwortlich. Wenn auf Grund eines
    Verschlusses des Gallenganges, z.B. durch Gallensteine, kein
    Gallensaft in den Zwölffingerdarm gelangen kann, ist der Stuhl
    weißlich gefärbt und übelriechend.
    Die Gallenblase wird auch als Galle bezeichnet, ebenso nennt man
    umgangssprachlich auch den Gallensaft einfach Galle.

    Gallensteine

    Gallensteine entstehen recht oft, 15% aller Männer und 30% aller
    Frauen über 40 Jahren sind Gallensteinträger. Die Anzahl der
    Betroffenen nimmt mit steigendem Alter zu. Etwa 60 bis 80% der
    Steine bleiben stumm und ohne Symptome. Sie werden oft zufällig bei
    Ultraschalluntersuchungen aus anderen Gründen entdeckt.
    Gallensteine, die keine Beschwerden verursachen, erfordern keine
    Behandlung!
    Nur bei 20% aller Patienten mit Gallensteinen treten im Laufe ihres
    Lebens Beschwerden auf. Der Arzt spricht dann von einer
    „symptomatischen Gallensteinerkrankung“. Diese Beschwerden können
    sich sehr unterschiedlich äußern und werden von Patienten auch in
    ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich empfunden.
    Stumme Gallensteine nicht-chirurgisch zu behandeln, z.B. durch
    medikamentöse Steinauflösung oder Ultraschallzertrümmerung, oder zu
    operieren, bietet keinen Vorteil und wiegt nicht die geringe
    Wahrscheinlichkeit von 2 bis 4% auf, im Verlauf der folgenden 10
    Jahre Beschwerden zu bekommen.
    Die Entstehung der Gallensteine ist das Ergebnis einer großen Menge
    zusammengehörender Einzelelemente. Da die Galle verschiedene
    Bestandteile hat, können sich abhängig von einer veränderten
    Zusammensetzung auch unterschiedliche Gallensteinarten bilden. Der
    gesamte Ablauf ist nicht in allen Einzelheiten geklärt. Aber es gibt
    einige Risikofaktoren, bei denen eine Gallensteinbildung vermehrt
    vorkommt.

    Diese Risikofaktoren, die Gallensteine in ihrer Entstehung
    begünstigen, wurde in älteren medizinischen Lehrbüchern mit einer
    familiären Veranlagung und mit den „fünf F“ zusammengefasst: female,
    fat, fertile, forty, fair (weiblich, übergewichtig, mehrere Kinder,
    vierzig, hellhaarig).
    Aber es sind noch einige andere Umstände oder Krankheiten, die eine
    Gallensteinbildung fördern:
    • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
    • erhöhte Blutfette (Hyperlipidämie),
    • Leberschrumpfung (Leberzirrhose),
    • Erkrankungen des unteren Dünndarms (Verlust von Gallensalzen),
    • rasche Gewichtsabnahme,
    • krankhafter Abbau von roten Blutkörperchen (chronische
    Hämolyse),
    • künstliche Ernährung,
    • Gallengangsanomalien, -verengungen, -entzündungen,
    • bestimmte Medikamente (Ceftriaxon, Cholestyramin, Clofibrat,
    Octreotid, Östrogene),
    • Schwangerschaft (erhöhte Cholesterinausscheidung durch
    Östrogenabbau).

    Beschwerden bei Gallensteinen

    Charakteristische Symptome für Gallenblasensteine sind kolikartige
    Schmerzattacken von mehr als 15 Minuten im mittleren und rechten
    Oberbauch, die auch in den Rücken und in die rechte Schulter
    ausstrahlen können. Dazu können Übelkeit, gelegentlich Erbrechen,
    Blähungen und Verdauungsstörungen kommen. Aber diese typischen
    Beschwerden sind nicht immer so deutlich und die Ärzte sollten bei
    nur schwachen Anzeichen sicherstellen, dass nicht Erkrankungen
    anderer Bauchorgane oder des Herzens deren Ursache sind.
    Häufig werden die Schmerzen durch fettreiche Mahlzeiten, Eierspeisen
    oder Kaffee ausgelöst.
    Die Ausprägung der Schmerzen kann sehr unterschiedlich sein. Einige
    Patienten berichten von einem leichten, unspezifischen Druckgefühl
    nach einem großen Festessen, andere berichten von vernichtenden,
    kolikartigen Schmerzen, die sie wie aus heiterem Himmel befallen.
    Parallel können unspezifische Symptome wie Völlegefühl,
    Appetitlosigkeit und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten auftreten.

    Gallenkolik

    Wenn Gallensteine aus der Gallenblase in das Gallengangssystem
    gelangen und dort einklemmen, versucht die Muskulatur des
    Gallenganges, diesen Gallenstein in den Zwölffingerdarm
    weiterzutransportieren.
    Dieses Arbeiten der Muskulatur gegen das Hindernis führt zu
    typischen krampfartigen Schmerzen, die in Wellen auftreten und
    Koliken genannt werden. Dabei können zusätzlich Übelkeit und
    Schweißausbrüche auftreten.
    Gelbsucht (Ikterus)
    Wenn sich ein Stein im Hauptgallengang verklemmt, wird der Abfluss
    des Gallensaftes blockiert und es kommt zu einem Rückstau des
    Gallenfarbstoffes in die Leber und in den Körper.
    • Dabei tritt eine Gelbfärbung der Augen und der Haut auf
    (Ikterus).
    • Da der Gallenfarbstoff nicht mehr in den Darm gelangt, kommt es
    zu einer weißlichen Entfärbung des Stuhls (Fettstuhl).
    • Der Urin färbt sich dagegen bierbraun, da der Körper versucht,
    den Gallenfarbstoff über die Nieren auszuscheiden.

    Mit persönlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die
    Expertensprechstunde

    Quelle: Gesundheitsberatung,aktuell Newsletter
    Geändert von sun (21.05.2007 um 20:46 Uhr)
    "Zufriedenheit mit seiner Lage, ist der größte und sicherste Reichtum"

  2. #2
    Aktiver Teilnehmer Avatar von Maggie
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    Mitglied seit
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    Beiträge
    330

    Standard AW: Galle- Gallensteine

    Ja ja ne Gallenkolik ist echt etwas ganz fieses.

    Mir wurde schon mit 25 Jahren meine Gallenblase entfernt. War damals noch mit nem richtigen Bauchschnitt.
    Und jeder Arzt der mich sah, meinte ganz verwundert *was sie haben Gallensteine*
    Ich war schon immer sehr schlank, habe mich meist gesund ernährt.............aber nun weiß ich was wahrscheinlich der Auslöser war *Erkrankung im unteren Dünndarmabschnitt* so schlau war man 1985 wohl noch nicht

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