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Galle- Gallensteine

In dieser Diskussion geht es um "Galle- Gallensteine" im "Gesundheit / Prävention" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Die für die Fettverdauung wichtige Galle (oder Gallensaft) wird in der Leber gebildet. Sie wird in einem eigenen Gangsystem innerhalb der Leber gesammelt und fließt ...


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Alt 21.05.2007, 04:55   #1
sun
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Standard Galle- Gallensteine - Dieser Beitrag ist 510 Tage alt

Die für die Fettverdauung wichtige Galle (oder Gallensaft) wird in
der Leber gebildet. Sie wird in einem eigenen Gangsystem innerhalb
der Leber gesammelt und fließt über den Hauptgallengang zum
Zwölffingerdarm und endet dort, meist zusammen mit dem
Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (Papilla duodeni Vateri), mit
einer verschließbaren Mündung (Sphinkter Oddi). Auf halbem Weg zweigt
der Gallenblasengang ab und ermöglicht die Speicherung der Galle in
der Gallenblase. Diese liegt eingebettet in einer Mulde an der
Unterfläche des rechten Leberlappens.
Die Leber produziert rund um die Uhr etwa 1 Liter Gallensaft. Im
Nüchternzustand wird der kontinuierlich produzierte Gallensaft in
der Gallenblase gespeichert und eingedickt. Wird Nahrung
aufgenommen, so bewirken verschiedene Steuerhormone das
Zusammenziehen der Gallenblasenwand. Dadurch wird der gespeicherte
Gallensaft in den Gallengang gepresst, das Ventil zum
Zwölffingerdarm wird gleichzeitig geöffnet und der Gallensaft kann
so in den Zwölffingerdarm gelangen. Dort wird er zur Verdauung der
Nahrung, insbesondere der Fette benötigt.

Die Galle setzt sich aus verschiedenen Substanzen zusammen:
• Wasser,
• Gallensäuren oder Gallensalze,
• Phospholipide = Lecithin,
• Cholesterin,
• Bilirubin,
• Elektrolyte (Blutsalze),
• Medikamente, Giftstoffe.

Der Gallensaft hat eine typische gelb-bräunliche Farbe und ist auch
für die Farbe unseres Stuhls verantwortlich. Wenn auf Grund eines
Verschlusses des Gallenganges, z.B. durch Gallensteine, kein
Gallensaft in den Zwölffingerdarm gelangen kann, ist der Stuhl
weißlich gefärbt und übelriechend.
Die Gallenblase wird auch als Galle bezeichnet, ebenso nennt man
umgangssprachlich auch den Gallensaft einfach Galle.

Gallensteine

Gallensteine entstehen recht oft, 15% aller Männer und 30% aller
Frauen über 40 Jahren sind Gallensteinträger. Die Anzahl der
Betroffenen nimmt mit steigendem Alter zu. Etwa 60 bis 80% der
Steine bleiben stumm und ohne Symptome. Sie werden oft zufällig bei
Ultraschalluntersuchungen aus anderen Gründen entdeckt.
Gallensteine, die keine Beschwerden verursachen, erfordern keine
Behandlung!
Nur bei 20% aller Patienten mit Gallensteinen treten im Laufe ihres
Lebens Beschwerden auf. Der Arzt spricht dann von einer
„symptomatischen Gallensteinerkrankung“. Diese Beschwerden können
sich sehr unterschiedlich äußern und werden von Patienten auch in
ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich empfunden.
Stumme Gallensteine nicht-chirurgisch zu behandeln, z.B. durch
medikamentöse Steinauflösung oder Ultraschallzertrümmerung, oder zu
operieren, bietet keinen Vorteil und wiegt nicht die geringe
Wahrscheinlichkeit von 2 bis 4% auf, im Verlauf der folgenden 10
Jahre Beschwerden zu bekommen.
Die Entstehung der Gallensteine ist das Ergebnis einer großen Menge
zusammengehörender Einzelelemente. Da die Galle verschiedene
Bestandteile hat, können sich abhängig von einer veränderten
Zusammensetzung auch unterschiedliche Gallensteinarten bilden. Der
gesamte Ablauf ist nicht in allen Einzelheiten geklärt. Aber es gibt
einige Risikofaktoren, bei denen eine Gallensteinbildung vermehrt
vorkommt.

Diese Risikofaktoren, die Gallensteine in ihrer Entstehung
begünstigen, wurde in älteren medizinischen Lehrbüchern mit einer
familiären Veranlagung und mit den „fünf F“ zusammengefasst: female,
fat, fertile, forty, fair (weiblich, übergewichtig, mehrere Kinder,
vierzig, hellhaarig).
Aber es sind noch einige andere Umstände oder Krankheiten, die eine
Gallensteinbildung fördern:
• Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
• erhöhte Blutfette (Hyperlipidämie),
• Leberschrumpfung (Leberzirrhose),
• Erkrankungen des unteren Dünndarms (Verlust von Gallensalzen),
• rasche Gewichtsabnahme,
• krankhafter Abbau von roten Blutkörperchen (chronische
Hämolyse),
• künstliche Ernährung,
• Gallengangsanomalien, -verengungen, -entzündungen,
• bestimmte Medikamente (Ceftriaxon, Cholestyramin, Clofibrat,
Octreotid, Östrogene),
• Schwangerschaft (erhöhte Cholesterinausscheidung durch
Östrogenabbau).

Beschwerden bei Gallensteinen

Charakteristische Symptome für Gallenblasensteine sind kolikartige
Schmerzattacken von mehr als 15 Minuten im mittleren und rechten
Oberbauch, die auch in den Rücken und in die rechte Schulter
ausstrahlen können. Dazu können Übelkeit, gelegentlich Erbrechen,
Blähungen und Verdauungsstörungen kommen. Aber diese typischen
Beschwerden sind nicht immer so deutlich und die Ärzte sollten bei
nur schwachen Anzeichen sicherstellen, dass nicht Erkrankungen
anderer Bauchorgane oder des Herzens deren Ursache sind.
Häufig werden die Schmerzen durch fettreiche Mahlzeiten, Eierspeisen
oder Kaffee ausgelöst.
Die Ausprägung der Schmerzen kann sehr unterschiedlich sein. Einige
Patienten berichten von einem leichten, unspezifischen Druckgefühl
nach einem großen Festessen, andere berichten von vernichtenden,
kolikartigen Schmerzen, die sie wie aus heiterem Himmel befallen.
Parallel können unspezifische Symptome wie Völlegefühl,
Appetitlosigkeit und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten auftreten.

Gallenkolik

Wenn Gallensteine aus der Gallenblase in das Gallengangssystem
gelangen und dort einklemmen, versucht die Muskulatur des
Gallenganges, diesen Gallenstein in den Zwölffingerdarm
weiterzutransportieren.
Dieses Arbeiten der Muskulatur gegen das Hindernis führt zu
typischen krampfartigen Schmerzen, die in Wellen auftreten und
Koliken genannt werden. Dabei können zusätzlich Übelkeit und
Schweißausbrüche auftreten.
Gelbsucht (Ikterus)
Wenn sich ein Stein im Hauptgallengang verklemmt, wird der Abfluss
des Gallensaftes blockiert und es kommt zu einem Rückstau des
Gallenfarbstoffes in die Leber und in den Körper.
• Dabei tritt eine Gelbfärbung der Augen und der Haut auf
(Ikterus).
• Da der Gallenfarbstoff nicht mehr in den Darm gelangt, kommt es
zu einer weißlichen Entfärbung des Stuhls (Fettstuhl).
• Der Urin färbt sich dagegen bierbraun, da der Körper versucht,
den Gallenfarbstoff über die Nieren auszuscheiden.

Mit persönlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die
Expertensprechstunde

Quelle: Gesundheitsberatung,aktuell Newsletter

Geändert von sun (21.05.2007 um 19:46 Uhr).
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Alt 22.05.2007, 21:43   #2
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Standard AW: Galle- Gallensteine - Dieser Beitrag ist 508 Tage alt

Ja ja ne Gallenkolik ist echt etwas ganz fieses.

Mir wurde schon mit 25 Jahren meine Gallenblase entfernt. War damals noch mit nem richtigen Bauchschnitt.
Und jeder Arzt der mich sah, meinte ganz verwundert *was sie haben Gallensteine*
Ich war schon immer sehr schlank, habe mich meist gesund ernährt.............aber nun weiß ich was wahrscheinlich der Auslöser war *Erkrankung im unteren Dünndarmabschnitt* so schlau war man 1985 wohl noch nicht
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