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Alt 30.07.2006, 09:51   #3 (Permalink)
Lilly
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Standard Höhere Krankenkassenbeiträge für Risikogruppen? - Dieser Beitrag ist 771 Tage alt

Hallo ihr LIeben
Ich halte das für Blödsinn.
Erstens gibt es sowas wie eine Schuldfrage nicht, denn keiner wird absichtlich krank oder baut absichtlich einen Unfall.

Hier ist keine Grenze zu setzen, denn dann müsste man JEDEN Autofahrer mehr zur Kasse bitten, jeden Arzt, jede Krankenschwester, jede Altenpflegerin...alle, die durch ihren Beruf vermehrt Infektionsrisiken ausgesetzt sind...auch die Polizisten und die Feuerwehr, da diese schneller verletzt werden können, als die Oma, die strickend zuhause auf dem Sofa sitzt

sind die jetzt alle schuld, weil sie so einen Beruf ergriffen haben und müssen deshalb mehr bezahlen?

Ich finde es einen Einschnitt in die persönliche Freiheit, wenn man mehr zahlen muss, weil man einen gefährlicheren Sport betreibt oder ein "gefährlicheres" Hobby hat als andere.

Unser Sozialsystem lebt von der Gemeinschaft, alle für einen, einer für alle...das war mal das Motto....also warum daran rütteln??

Zudem ist da auch noch die Frage der Kontrolle...wer will sich bereiterklären hinter jedem einzelnen herzudackeln und seinen Tagesablauf 24 Std lang zu überwachen....nicht machbar....und auch ein Einschnitt in die Privatsphäre.....

solche Diskussionen würd ich erst gar nicht aufkommen lassen...

Und letztlich sind Rauchen, trinken, essen auch Krankheiten, sie fallen unter Suchtverhalten und sind nicht einfach nur schlechte Angewohnheiten...

Da wäre es sinnvoller mehr Geld für Therapien anzulegen, damit die eigentlich Ursache für diese Erkankungen erkannt und bearbeitet werden...dann erledigt sich das mit Folgekosten von ganz allein...

alles andere ist für mich wieder einmal mehr nur Symptom-Kuriererei...
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