Passwort vergessen?

Benutzernamen vergessen?


Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 12

Thema: Schokolade

Hier klicken um die Schrift der Beiträge zu vergrößern Hier klicken um die Schrift der Beiträge zu verkleinern

In dieser Diskussion geht es um "Schokolade" im "Gesundheit / Prävention" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1

    Standard Schokolade

    Ich esse sehr viel Schokolade. Gemeint ist Schokolade mit einem Kakaogehalt von mehr als 80 %, meist mehr als 90 %.

    Diese Schokolade habe ich bis jetzt (über viele Jahre, täglich) als Medizin gegessen.

    Medizin daher, ich habe mal Studienberichte gelesen, wo stand, dass Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil sehr gute gesundheitliche Wirkung hat. Herz-Kreislauf und anderes.

    Jetzt habe ich aber in einem anderem Forum gelesen, dass es wohl von mir eine Fehlinformation ist. Dort wurde geschrieben, dass Schokolade sogar gesundheitliche Schäden verursachen kann, wie Blindheit, Verlust der Beine .....

    Kann mir wer bestätigen, oder einen Link nennen, gern auch Buchtitel wo ich dazu noch was nachlesen kann.... dass Schokolade eher einen gesundheitsschädlichen Wert hat.

    Ich bedanke mich schon mal für Antworten.

  2. #2
    Wohnt praktisch hier Avatar von wheelchairpower
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    42 Jahre
    Mitglied seit
    10.09.2008
    Beiträge
    537

    Standard AW: Schokolade

    Hallo,

    also ich denke nicht das man durch zu viel Schokolade blind wird und sogar die Beine verliert. Das ist ein übler Scherz!
    In maßen ist richtige Schokoade sogar gesund. Je höher der Kakaoanteil, desto gesünder!

  3. #3
    Jule77
    Gast

    Standard AW: Schokolade

    Hallo,
    für einen gesunden Menschen ist das Stückchen Schokolade nicht schädlich, ganz im Gegenteil, und führt weder zu Blindheit noch zum Verlust von Beinen.

    Vermutlich ist den Leuten aus dem anderen Forum da etwas durcheinander geraten. Bei Tieren (Katzen und auch beispielsweise Hunde) kann Schokolade durch das in ihr enthaltene Theobromin, zu Vergiftungserscheinungen, unter Umständen -je nach gefressener Menge- auch zum Tod führen. Das liegt aber daran, dass bei Katzen und Hunde das Enzym fehlt, welches Theobromin abbaut. Der (gesunde) Mensch hat dieses Enzym in seinem Körper.

    Theobrominvergiftung

    Schädlich wirds dann, wenn es nicht bei dem einen Stückchen bleibt, sondern regelmäßig ganze Tafeln verputzt werden zusätzlich zu den ganz "normalen" Kalorien. Das macht dann natürlich auf Dauer dick und kann Folgeprobleme bereiten.

    Also genieße weiterhin dein Stückchen Schoki und lass dich nicht verückt machen.

  4. #4
    Christiane
    Gast

    Standard AW: Schokolade

    Vermutlich war das in Bezug auf Diabetiker gemeint, die sich nicht an ihren Diätplan halten. Die daraus resultierenden erhöhten Blutfett- und Blutzuckerspiegel haben dann genannte Folgeschäden.

  5. #5
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    26.09.2012
    Beiträge
    2

    Standard AW: Schokolade

    Achtung, so harmlos ist das nicht !!!

    Die tödliche Dosis (orale LD50) von Theobromin beim Mensch(!) liegt etwa bei 700 g Kakaopulver. (280mg/kg Körpergewicht = 18g Theobromin bei Körpergewicht 65 kg).
    Daher unterliegt die Substanz auch dem Arzneimittelgesetz!

    Das sind dann etwa "nur" 8 Tafeln Schokolade(!) beispielsweise bei Lindt Excellence 100g mit 90% Kakaoanteil.
    Kakao enthält etwa 2.5 - 2.8% des "Giftstoffes" Theobromin. Erste Anzeichen einer Vegiftung sind Augenflimmern, Pulsbeschleunigung und Kopfschmerzen.


    Die Dosis ist also wie so oft entscheidend.
    Kosten für diese Dosis: weniger als 20 EUR bei Lindt & Spüngli.


    Quelle:
    1. F. v. Bruchhausen, S. Greiner, R. Hänsel, G. Heubl, H. Hager, E. Stahl-Biskup, W. Reuss: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis. Band 6: Drogen P–Z. 5. Auflage, Springer, 1994, ISBN 978-3-540-52639-1, S. 943–954.

  6. #6

    Standard AW: Schokolade

    ich will die Person sehen, die es schafft, 8 Tafeln von 90%iger Schokolade direkt hintereinander in sich rein isst. Da verstaubt man eher und hat ein Magenproblem, als das man sich vergiftet.

    Ok, bei Vollmilchschoki sähe das etwas anders aus, aber was ist dann da die Dosis? ~ 24 Tafeln (=2,4kg)? Da hat man auch ein anderes Problem.

    Oder gibt es tatsächlich Schokoladentote, welche nicht an den Folgeerkrankungen, sondern direkt an der Schokolade gestorben sind?

  7. #7
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    26.09.2012
    Beiträge
    2

    Standard AW: Schokolade

    Laut Sicherheitsdatenblatt für Theobromin >99% (CAS 83-67-0) der Carl Roth GmbH & Co. KG vom 17.01.2012 beträgt die orale LD50 950mg/kg und nicht 280mg/kg.
    Quelle: http://www.carlroth.com/jsp/de-de/sdpdf/8963.PDF
    Hieraus ergeben sich dann folgende Werte bei angenommenen 65 kg Körpergewicht:
    ca. 62g Theobromin = 2.200 ... 2.500g Kakaopulver
    (Diese Menge Kakaopulver wäre wirklich ziemlich staubig)

    Wir reden also bei der Annahme 950mg/kg über 25-27 Tafeln Lindt & Sprüngli Excellence 90% Mild.

    Da diese Schokolade - wie der Namen schon sagt - ausgesprochen mild conchiert ist, wird eine Einnahme dieser Menge durchaus möglich und zunächst auch angenehm sein.
    Diese Schokolade ist weder "staubig" noch besonders bitter oder kakaosäuerlich. Es handelt sich um eine Edelschokolade.
    Sie besteht neben Theobromin vor allem aus planzlichen Fetten. Zucker spielt bei 90% Kakao eine untergeordnete Rolle.

  8. #8
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    68 Jahre
    Mitglied seit
    03.02.2013
    Beiträge
    6

    Standard AW: Schokolade

    Hallo,
    bin neu hier, weil ich mich bei Google über Theobrominvergiftung informieren wollte und weil dieser Beitrag ja noch nicht so sehr alt ist.

    Was der Fragesteller hier wollte, war bestimmt nicht, von nickenden und grinsenden Smilies verarscht zu werden.
    Vielleicht gibt es ja hier auch ein paar ernsthafte Antworter, die nicht nur auf der Spaßwelle surfen. Würde mich sehr freuen, denn ich bin seit langem auf der Suche nach einer Erklärung. Und zum Arzt brauche ich damit gar nicht erst zu gehen, dazu ist die Symptomatik einfach zu kompliziert. Auf jahrelange Expertensuche bin ich nicht gerade aus, dazu bin ich auch zu alt.

    Fakt ist, daß ich ein ständiges Bedürfnis habe, entweder nach Kaffee oder - weil ich das nicht auf Dauer kreislaufmäßig vertrage - ersatzweise nach Kakao. Den Zusammenhang sehe ich in der Ähnlichkeit der Wirkstoffe Coffein und Theobromin. (also bitte keine Wikipedia-Hinweise auf die Wirkweise, ich kann mir die selber suchen)

    Meine "Tagesdosis" ist morgens 1 Tasse Kakao aus 3 gehäuften Teelöffeln Kakao und dazu Zucker. Angerührt mit heißem Wasser. Nach etwa 2 bis 3 Stunden verspüre ich eine leichte Krampfbereitschaft der Muskeln allgemein, vor allem aber in den Waden. Ich führe das auf den Kakao zurück. Wenn ich ausnahmsweise mal 2 Tassen wie oben trinke, wird es ganz heftig.

    Nächtliche Wadenkrämpfe habe ich eigentlich regelmäßig. Die allgemeine Empfehlung, Magnesium zu nehmen, ist grundsätzlich ein Schmarrn, der angelesen und unaufhörlich weitergegeben wird. Reiner Blödsinn. Von einem Heilpraktiker wurde mir das auch bestätigt. Bei mir wirkt Magnesium - auch Trinkfläschchen hochdosiert - gar nicht gegen Wadenkrämpfe.

    Was ich noch bei mir sehe, ist möglicherweise ein Zusammenhang zu einer Glutenunverträglichkeit oder einer Histaminintoleranz. Aber es ist keine Allergie. Also mal so, mal so. Jedenfalls scheint nach Kuchen (Weizen) auch eine erhöhte Krampfbereitschaft aufzutreten.Und immer zuerst in den Waden, bzw. Unterschenkeln.

    Meine Frage wäre: Hat jemand irgendwelche Ideen, wie man dieses Phänomen mal angehen könnte? Ich nehme auch regelmäßig Basica, weil ich meine, Mineralstoffe zu brauchen. Aber das allein bringt es nicht.

    Und eine weitere Frage: Kann man Theobromin mit irgendeinem herkömmlichen Mittel oder Nahrungsmittel gut neutralisieren? Ich habe den Verdacht, daß der Abbau dieses Stoffes bei mir irgendwie nicht optimal ist.

    Ansonsten sind eigene Erfahrungen und auch nur Vermutungen sehr willkommen, nur eben halt nicht einfach nur mal schnell was von Google etc..

    Vielen Dank für sachliche und fachliche Hinweise.
    Bruno

  9. #9
    Glaubt an nix!
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    15.04.2007
    Beiträge
    1.207

    Standard AW: Schokolade

    @ Bruno

    Mal kurz und knapp - ohne Smiley-Verarschung!

    1. Theobromin:

    Kein Antidot bekannt, bei Vergiftungen nur symptomatische Behandlung;

    Der Metabolismus von Theobromin läuft über die Leber. Wenn der bei Ihnen nicht richtig funktioniert, kann das eigentlich nur an einer schwerwiegenden Leberfunktionsstörung liegen.

    Dass die von Ihnen täglich aufgenommene Dosis zu Vergiftungserscheiningen führt, ist unwahrscheinlich;

    Bezüglich der von Ihnen beschriebenen Krampfneigung bietet sich eine Erklärung an, bei der Theobromin mit seiner leicht diuretischen Wirkung, in Verbindung mit einer möglicherweise bei Ihnen vorhandene, unzureichende Flüssigkeitszufuhr (die bei älteren Menschen aufgrund des vermindertens Durstgefühls häufig auftritt) zu einer Störung des Mineralstoffhaushalts beiträgt.
    Die Hypothese ist m.E. der einzige schlüssige Zusammenhang bei den von Ihnen genannten Parametern.

    2. Krampfneigung (in den Beinen)

    Krämpfe haben unterschiedliche Ursache, wobei die wesentlichste Ursache immer noch Störungen des Elektrolythaushalts sind, speziell dabei des Calzium - Magnesium-Haushalts.
    Die Ursachen für diese Störungen sind vielfältig und reichen von zu geringer Zufuhr über Resorptionsstörungen bis zur übermässigen Ausscheidung - beispielweise durch Diuretika.

    Genauso können aber auch Erkrankungen der Blutgefäße, Nerven- oder Stoffwechselerkrankungen zu Krämpfen führen: Beispiele für Gefäßerkrankungen sind Krampfadern, Thrombosen der Beinvenen oder periphere arterielle Verschlusskrankheit, wie sie häufig bei Rauchern auftritt.
    Zu Krämpfen führende Neuropathien sind im Zusammenhang mit Diabetes, Alkoholismus oder auch bei Infektionskrankheit Lyme-Borreliose zu verzeichnen. Außerdem muss an degenerative Erkrankungen des zentralen und pheripheren Nervensystems gedacht werden.

    Das alles hat mit Ihrer Leidenschaft für ein Tässchen Kakako nicht viel zu tun, vielleicht sollten Sie das Problem doch einmal mit einem Facharzt besprechen?

    Auch wenn Sie etwas länger nach einem der wenigen Ärzte suchen müssen, die nicht an der Komplexität Ihrer Beschwerden scheitern. Diese Dummbatzen.
    Geändert von Pianoman (03.02.2013 um 17:19 Uhr)
    People are told lies.
    There are 40 million websites and 39.9 million tell lies, sometimes outrageous lies.
    They mislead cancer patients, who are encouraged not only to pay their last penny
    but to be treated with something that shortens their lives.
    At the same time, people are gullible. It needs gullibility for the industry to succeed.
    It doesn't make me popular with the public, but it's the truth.
    Edzard Ernst über Alternativmedizin

  10. #10
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    68 Jahre
    Mitglied seit
    03.02.2013
    Beiträge
    6

    Standard AW: Schokolade

    @Pianomann

    Danke für die kompetente und ausführliche Antwort und den unverkennbar durchscheinenden Humor. (würde am liebsten einen Smilie setzen)

    "Leber" ist ein Stichwort, das mich geradezu anspringt. Und natürlich "Flüssigkeitsverlust" auf Grund nachlassenden Durstgefühls im Alter.
    Meine Leberwerte waren nach Ansicht meines Hausarztes so optimal, daß andere davon nur träumen könnten. Das war zu einer Zeit, wo ich noch da rum rannte und bei den Ärzten nach Hilfe suchte. Ich hatte ein Ziehen in der Oberbauchgegend rechts, das bis in den Rücken ausstrahlte. Vor allem immer, wenn sich ein bißchen Stress anbahnte. Aber nix mit Leber, jedenfalls meinte das mein Doktor. Ich hab trotzdem die Leber in Verdacht, habe auch längere Zeit Mariendistelsamen gemahlen genommen und einiges, was für die Leber empfohlen wird. Alkohohl gehört übrigens nicht zu meinen Themen. Aber ich denke, eine Leber kann auch aus anderen Gründen krank werden. Und ich sehe die Leber auch als das Organ, das der Psyche am stärksten verbunden ist, wenn man diesen unprofessionellen Gedanken mal hier einbringen darf. (Das Rauchen habe ich mehrmals aufgegeben, es ist ganz leicht, wie Mark Twain mal sagte. Er habe es schon oft selber gemacht, schrieb er ja angeblich mal. Also Rauchen tue ich seit Jahren nicht mehr und fange es auch nicht mehr an.)

    ---------------"Krämpfe haben unterschiedliche Ursache, wobei die wesentlichste Ursache immer noch Störungen des Elektrolythaushalts sind, speziell dabei des Calzium - Magnesium-Haushalts.
    Die Ursachen für diese Störungen sind vielfältig und reichen von zu geringer Zufuhr über Resorptionsstörungen bis zur übermässigen Ausscheidung - beispielweise durch Diuretika."-----------------

    Das hatte ich zu allererst im Visir, bin damit aber nicht weiter gekommen. Ich habe den Eindruck, daß es vom Darm kommt, weil dieser die Stoffe nicht mehr genügend aufnimmt. Und auch, daß er nicht genug Flüssigkeit aufnimmt. Habe schon mit den Elektrolyten experimentiert, die man nach längerem Durchfall einnehmen soll. (Durchfall ist aber nicht mein Problem.)

    Das alles ist so komplex, daß es wohl irgendwie für einen Arzt auch nicht durchschaubar ist. Und ich selber muß entscheiden, ob ich nun die noch zur Verfügung stehende Zeit mit der Suche nach Abhilfe und in Wartezimmern verbringe, oder eben da durchmaschiere und mich abfinde. An irgendwas muß man ja letztlich auch sterben.

    Was die Eingangsfrage betrifft, so ist bei mir jedenfalls eine Reaktion auf Kakao oder Schokolade "reproduzierbar" herbeizuführen. Ich könnte den Effekt also vorführen. Nützt aber gar nix. Als ich diesen Zusammenhang noch nicht im Blickfeld hatte und jeden Tag eine Tafel Schwarze Schokolade aß, die ich extra beim Aldi holte, weil sie glutenfrei war, bekam ich zeitweise nachts Krämpfe in den Adduktoren, also Oberschenkelmuskel innen. Und das wiederum hat mit Flüssigkeitsmangel zu tun, das habe ich nun auch herausgefunden. Also viel Trinken. Ja, und dann ist es vorbei, mit der Nachtruhe. Jede Stunde raus. Schlafmangel ist somit auch ein Problem geworden.

    Der größte Erfolg für den Hypochonder ist, daß er im Alter all das nachweisen kann, was er sich in seinen früheren Jahren nur eingebildet hat.

    Vielen Dank!
    Gruß
    Bruno

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Dunkle Schokolade steigert HDL-Cholesterinspiegel
    Von aerzteblatt.de im Forum Nachrichten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.10.2010, 19:00
  2. Herzschutz - Das Herz liebt Schokolade
    Von Focus.de im Forum Nachrichten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.08.2010, 09:10
  3. Depression - Schokolade soll trösten
    Von Focus.de im Forum Nachrichten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 27.04.2010, 14:00
  4. Schokolade - Cremiger Herzschutz
    Von Focus.de im Forum Nachrichten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 30.03.2010, 17:00
  5. Schokolade - Als Migränetrigger überschätzt
    Von Focus.de im Forum Nachrichten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 29.03.2010, 19:20