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Demenzkranke Mutter

In dieser Diskussion geht es um "Demenzkranke Mutter" im "Krankenpflege" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Hallo zusammen, bei meiner Mutter (67) wurde vor 1,5 Jahren eine Multiinfarktdemenz festgestellt. Seit der Diagnose geht es so rasend bergab mit ihr. Nun habe ...



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Alt 04.02.2009, 23:08   #1
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Standard Demenzkranke Mutter - Dieser Beitrag ist 406 Tage alt

Hallo zusammen,

bei meiner Mutter (67) wurde vor 1,5 Jahren eine Multiinfarktdemenz festgestellt. Seit der Diagnose geht es so rasend bergab mit ihr. Nun habe ich folgendes Problem:

Meine Mutter wohnt noch zuhause und ist starke Raucherin. Der tägliche Konsum ist innerhalb der 1,5 Jahre von ca. 10 auf ca. 30 Stück angestiegen. Außerdem wiegt sie trotz Unterstützung (Pflegedienst, Nachbarschaftshilfe und ich selbst) bei Frühstück und Mittagessen und kalorienreicher Nahrung nur noch 45 Kilo.
Mir ist bewusst, dass dies so nicht mehr weitergehen kann - alleine schon wegen der Brandgefahr. Es sind schon einige Brandflecken in Teppichen und Sofa.

Betreutes Wohnen kommt nicht in Frage, da meine Mutter nicht mehr "gesellig" ist und das Angebot dort nicht in Anspruch nehmen würde. Höchstens jemand würde sie aus ihrem Zimmer locken. Außerdem besteht in den Wohnungen Rauchverbot - nur auf den Gängen darf geraucht werden. Und das würde meine Mutter nicht befolgen. Ich denke über dieses Stadium sind wir leider schon hinaus.

Eine häusliche 24h-Betreuung kann ich mir nicht leisten. Und in ein Pflegeheim möchte ich sie nicht tun. So pflegebedürftig ist sie noch nicht. Das möchte ich so lange wie möglich rauszögern.

Kann ich bzw. soll ich meiner Mutter das rauchen noch abgewöhnen? Und wenn ja wie? Hierbei ist vielleicht noch wichtig, dass meine Mutter im Moment noch in der Lage ist, sich selbst Zigaretten zu kaufen.
Oder gibt es von irgendeiner Seite finanzielle Unterstützung um eine 24h-Betreuung in Anspruch nehmen zu können?

Zu meiner Situation: Ich selbst bin Mutter von 2 kleinen Kindern (9 Monate und 2,5 Jahre), wohne einige Kilometer von meiner Mutter entfernt und kann sie leider nicht bei mir unterbringen bzw. nicht mehr "überwachen" wie ich es jetzt bereits tue. Was aber in ihrem Fall einfach zu wenig ist.

Weiß hier jemand einen Rat?

Vielen Dank schon einmal.

LG
Nicole
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Alt 06.02.2009, 18:43   #2
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Standard AW: Demenzkranke Mutter - Dieser Beitrag ist 404 Tage alt

Hallo albechtn,

tut mir sehr leid, dass es Deiner Mutter so schlecht geht. Soweit ich weiß, und das ist nicht viel, kann man Demenz noch nicht wirklich stoppen. Es gibt Medikamente, die den geistigen Verfall "abbremsen", aber die wird der Arzt ihr bestimmt schon verschrieben haben. Ich fürchte, es wird Dir nicht gelingen, Deiner Mutter das Rauchen abzugewöhnen. Das kann keiner bei einem anderen erreichen. Das muß Deine Mutter schon selbst wollen und ob sie für diese Einsicht noch fähig ist, kann man aus Deiner Beschreibung nicht erkennen. Für die Pflege von Demenzkranken soll es ja nach der neuen Gesundheitsreform neue Geldmittel geben. Ich weiß da nichts genaues, aber das müßte Dir ein jeder Pflegedienst oder jemand von der örtlichen Gemeindestation erklären können.
Ich kann Dir sehr gut nachfühlen, dass Du glaubst, nicht genug für Deine Mutter tun zu können. Egal wie viel man tut, man hat immer das Gefühl, es ist zu wenig. Dabei solltest Du Dir aber vor Augen halten, dass Du Deine Mutter auch durch die beste Pflege nicht wieder gesund kriegst. Das können nicht mal die Ärzte. Du solltest Dir auch bewußt machen, dass ein Laie die Pflege von Demenzkranken nicht allein schafft und fachliche Hilfe braucht. Damit kann man voll ausgelastet sein und Du hast noch eine Familie, die dich auch braucht, vielleicht nicht mehr so viel, aber ganz auf Dich verzichten können sie nicht. Dazu kommt noch die räumliche Entfernung, so dass schon mit der Hin- und Herfahrerei viel Zeit vertan wird, ohne dass schon pflegerisch was gelaufen ist. Du mußt einsehen, dass die Vollpflege für Dich eine Nummer zu groß ist. Und mach Dir keine Vorwürfe, Du würdest zuwenig für Deine Mutter tun. Was Du bis jetzt getan hast ist schon sehr viel. Zerreiß Dich nicht, Du hältst das Leben ( und Sterben) nicht auf.

Ich wünsche Dir viel Geduld und Einsicht in das Unabänderliche.

Gruß
katzograph
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Alt 07.02.2009, 09:02   #3
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Standard AW: Demenzkranke Mutter - Dieser Beitrag ist 403 Tage alt

Halli Hallo,

es tut mir leid das es deiner Mutter so schlecht geht :-(.
Ich Überlege grad (du schreibst zwar deine Mutter ist nicht mehr so gesellig) es gibt Pflegedienste die Bieten eine Tagestätte an. Wäre das was für sie? Ich meine dann kann sie ja immer wieder nach Hause, wenn du sie nicht aus Ihrem persönlichen Umfeld reißen magst. Aber irgendwann wird der Punkt kommen wo auch dies nicht mehr relisierbar ist (leider)
Habt ihr eine Pflegestufe beantragt als finanzielle Unterstützung?
Ich weiß das die Pflege Demenzkranker Pat. eine Vollzeitaufgebe ist. Bedenke das du nicht auf der strecke bleibst und versuch abzuwegen was für deine Mama und dich das beste ist. Auch wenn es schwer ist.
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Alt 07.02.2009, 19:53   #4
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Standard AW: Demenzkranke Mutter - Dieser Beitrag ist 403 Tage alt

Hallo,als erstes beantrage eine Pflegestufe.Bei der Begutachtung des MDK sei bitte anwesend!!!!!!!! Dann würde ich die Mutti so langsam auf die Heimaufnahme ,ich weiß ist für beide Seiten schwer,aber bereite sie vor.Das bekommst ohne Hilfe bald nicht mehr in den Griff.Nicht alle Heime sind schlecht!Was du so im Fernsehen siehst ist manchmal sehr unrealistisch.Siehe dir Heime in deiner Gegend an und rede mit Bewohnern oder vielleicht Angehörigen.Die Demenz bei deiner Mutti schreitet voran und gerade solche Menschen brauchen einen geregelten Tagesablauf.Es geht mit der Nahrungsaufnahme und der Einnahme der Med. los.Bald vergießt sie dieses.Das Rauchen ist nicht so das Problem es gibt viele Bewohner die eine Zig. Rauchen.Einige hören ganz von alleine auf.Ich wünsche euch viel Glück und lege los.Lg. Sylvi
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Alt 27.03.2009, 15:08   #5
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Standard AW: Demenzkranke Mutter - Dieser Beitrag ist 355 Tage alt

Hallo,

tut mir Leid, dass es deiner Mutter nicht gut geht.

Ich denke auch, dass es kaum möglich sein wird deiner Mutter das Rauchen abzugewöhnen. Wenn sie daran Freude hat, warum soll man es ihr nehmen. Aber ich verstehe schon, dass du Angst hast, dass sie in ihrer Wohnung mal einen Brand auslösen könnte.
Um eine Heimunterbringung kommst du wohl auch nicht herum. So schade es ist, aber dort ist Rauchen ja auch nicht immer und überall verboten. Manchmal finden sich in extra eingerichteten Rauchräumen auch ganz nette Grüppchen zusammen und deine Mutter kann vielleicht doch noch die Gesellschaft von anderen Menschen genießen.
Ich würde mich den anderen auf jeden Fall darin anschließen, dass du bedenkst, das du dein Leben über die Pflege deiner Mutter nicht vergisst. Und wie auch schon gesagt wurde, natürlich gibt es schwarze Schafe im Pflegebereich, aber doch auch nicht nur. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und Mut in dieser schwierigen Zeit. Alles Gute!
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