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Thema: 25 JAHRE AIDS - Die Todesspur des Virus

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In dieser Diskussion geht es um "25 JAHRE AIDS - Die Todesspur des Virus" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
    Name
    Michael Scheel
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    39 Jahre
    Wohnort
    Fulda
    Mitglied seit
    05.05.2006
    Beiträge
    3.014
    Blog-Einträge
    2
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard 25 JAHRE AIDS - Die Todesspur des Virus

    Aus SPIEGEL Online:

    Die Todesspur des Virus

    Als kalifornische Ärzte im Juni 1981 die ersten Aids-Fälle meldeten, wussten sie noch nicht, woran ihre jungen homosexuellen Patienten starben. Forscher suchten nach dem Erreger der mysteriösen Seuche - während die Krankheit um die Welt zog, und mit ihr die Angst.

    Zwischen 1967 und 1979 war das Medikament Pentamidin ganze zwei Mal bestellt worden - in den gesamten USA. Doch 1981 benötigten es gleich fünf Patienten auf einmal - alle in Krankenhäusern der Westküstenmetropole Los Angeles. Alle Patienten waren an einer exotischen Lungenentzündung erkrankt, ausgelöst von Pneumocystis carinii. Der Einzeller befällt nur Patienten, deren Immunsystem lahmgelegt ist.

    Auch andernorts wurde plötzlich Pentamidin nachgefragt. Bei homosexuellen Männern in den US-Bundesstaaten New York und Kalifornien traten derweil extrem seltene Krebsformen auf.

    Am 5. Juni 1981 erschien ein zweiseitiger Artikel in der Fachzeitschrift "Morbidity and Mortality Report" der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control (CDC) - der erste wissenschaftliche Aufsatz über die neue Krankheit. Die Ärzte Michael Gottlieb und Wayne Sandera schilderten darin die Fälle der fünf Schwulen aus L.A. - da war einer der Patienten bereits gestorben.

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  2. #2
    chaosbarthi
    Gast

    Standard 25 JAHRE AIDS - Die Todesspur des Virus

    Hi StarBuG,
    um die Geschichte zu ergänzen, ein paar Erinnerungen von mir:

    Im Rahmen hochschlagender Wogen und bayrischer Diskussionen über eine evtl. notwendig werdende "Kasernierung" von HIV-Infizierten wurden unter Rita Süssmuth (damalige Gesundheitsministerin) 1986 hastig die ersten AIDS-Beratungsstellen aufgebaut (Die Privatinitiative "Deutsche AIDS-Hilfe" gab es vorher schon, aber keine offiziellen Anlaufstellen). Die damals frisch gebackene Psycho-Diplomandin Juliane Dürkop bekam die allererste Stelle in Kiel und ich stieß als Praktikantin hinzu.

    Das war eine echt abenteuerliche Stimmung, denn die Beratungsstellen waren überhastet und ohne jedwedes Konzept eingerichtet worden. So hockten wir denn in einem kleinen Büro des Kieler Gesundheitsamtes, mussten uns mit einer völlig "unbekannten" Materie vertraut machen und zunächst ein Konzept erstellen. Gleichzeitig kamen schon die ersten Betroffenen in die Beratung.

    Wir gründeten den 1. Kieler-AIDS-Arbeitskreis, der sich darum bemühte, zunächst alle maßgeblichen Parteien an einen Tisch zu holen, um die Problematik auch über Vorurteilsgrenzen hinaus angemessen diskutieren zu können. Und so fanden sich neben namhaften Sexualwissenschaftlern wie z.B. Prof. Wille, Vertreter der Homo-Szene, Prostituierte, Ärzte des Gesundheitsamtes, Aktion Jugendschutz, Drogenhilfe-Vereine und auch wir beide an einem Tisch wieder.

    M. E. war das der allererste Schritt in Deutschland mit dem Thema vernünftig umzugehen. Auch wenn es heute keiner mehr weiß, hat es viel bewirkt. Animiert durch diese Runde entstanden zunächst Landes-AIDS-Arbeitskreise und irgendwann auch ein Bundes-AIDS-Arbeitskreis unter Leitung von Juliane. Erst dadurch wurde es möglich, den HIV-Infizierten wieder Menschenstatus zu verleihen und ihnen eher Mitgefühl als Ablehnung und Angst entgegenschlagen zu lassen. Ohne diese Arbeitskreise hätte es wohl nicht so schnell eine positive Presse gegeben.

    Rita Süssmuth war mit diesen Schritten innerhalb ihrer Partei (CDU) sehr mutig. Als sie begann, innovative Konzepte auch für andere Gesundheitsbereiche anzudenken, wurde sie von ihrem Posten weggelobt. Anders mag ich ihre Nominierung zur Präsidentin des Deutschen Bundestages kaum bezeichnen.

    LG chaosbarthi

  3. #3
    Lilly
    Gast

    Standard 25 JAHRE AIDS - Die Todesspur des Virus

    Hallo Chaosbarthi
    Ich habe auch die Entwicklung von Anfang an mitbekommen, mir sträuben sich immer noch die Haare über die Zustände damals....
    Und die Forderung von Gauweiler und Co...die liessen mir kalte Schauer über den Rücken laufen....

    Auch ich habe Rita Süssmuth sehr bewundert damals für ihren Mut.

    Mittlerweile arbeite ich ehrenamtlich schon fast 25 Jahre für die Aidshilfe (damals gab es sie in dieser Form noch nicht, aber ich habe so meine eigenen Kreise gehabt, um die Situation zu verbessern)....

    Noch liegt vieles im Argen, aber es hat sich schon sehr viel getan seit damals.


  4. #4
    chaosbarthi
    Gast

    Standard 25 JAHRE AIDS - Die Todesspur des Virus

    Hast Recht,

    Gauweiler war es, der alle HIV-Infizierten einsperren wollte. Da kam ich eben nicht drauf. Mich hat das Ganze damals auch ziemlich geschockt. *namenglattverdrängthatte*

    LG chaosbarthi

  5. #5
    Lilly
    Gast

    Standard 25 JAHRE AIDS - Die Todesspur des Virus

    Ja, der ist danach ja auch ziemlich in der Versenkung verschwunden. Hat sich im Rest der Republik nicht sehr beliebt gemacht.

    Ich denke, er war/ist ein Aids-Phobiker, ansonsten könnte ich mir nicht erklären, warum er so aberwitzige Thesen in die Welt setzte.
    Ich denke wirklich auch nur mit Schrecken daran. Als ob es nicht schon schlimm genug gewesen wäre zu dieser Zeit.

  6. #6
    Sunflowers
    Gast

    Standard AW: 25 JAHRE AIDS - Die Todesspur des Virus

    Gen erhöht Risiko für HIV-Infektion

    Chicago. Ein Gen, das nur bei aus Afrika stammenden Menschen vorkommt, erhöht laut
    einer Untersuchung das Risiko einer HIV-Infektion. Das sogenannte DARC-Gen lasse das
    Infektionsrisiko um 40 Prozent steigen, geht aus einer jetzt veröffentlichten Studie aus den USA hervor. Rund 90 Prozent der Afrikaner seien Träger dieses Gens.

    Saarbrücker Zeitung

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