Hallo Star !
Ich habe ein Kind, fast 10, der hat noch in diesem Alter bei jedem kleinen Schnüpfelchen keine typische Rotznase hat dafür massive Pseudo-Krupp-Anfälle, Atemnot und hustet tags und nachts im Sekundentakt. Selbst Paracodein hilft nur für kurze Zeit. Aber alle Ärzte, selbst ein befreundeter, meint das verwächst sich noch, und es wäre weder eine Allergie noch Asthma.
Aber außer einem altertümlichen Lufu-Test, der noch nicht mal richtig ausgewertet werden konnte, da er nur auf das Volumen von ERwachsenen eingestellt war, wurde nichts gemacht.
Den einzigen leichten ERfolg hatten wir mit Umkaloabo (oder so ähnlich) - bei uns Umkalabumba genannt.
Da du ja richtig gut im Thema bist, vielleicht hast du einen Tipp - oder kannst mir doch Vertrauen in die "Verwachsungstherorie" geben.
Besten Dank
Bitte konsultieren Sie bei allen medizinischen Problemen einen Arzt Ihres Vertrauens.
Ergebnis 7 bis 12 von 15
Thema: Asthma
- 07.05.2006 23:56 #7migränetanteGast
Re: Asthma
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- 08.05.2006 00:02 #8eiseuleGast
Re: Asthma Hallo Migränetante, bin zwar nicht Starbug, gebe aber dennoch meinen Senf dazu: ;D
Warst du mit deinem Kind schon beim Allergologen? Oder bei einem "Lungenspezialisten"? Würde mich nicht einfach vertrösten lassen, dass es auswächst. Mag ja sein (habe keine Ahnung, ob es sein kann), nur wenn nicht, ist der Schaden zu gross, der über die Jahre durch nichtbehandlung eingetreten ist.
- 08.05.2006 00:11 #9Arzt (Kinderheilkunde)






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Re: Asthma Pseudokrupp ist in dem Alter eher eine Verlegenheitsdiagnose, vorallem wenn es häufig auftritt. Wobei die rein infektdominierten Anfälle wiederum dafür sprechen.
Sollte es wirklich Pseudokrupp sein, "verwächst" sich das wirklich.
(Siehe Definition Pseudokrupp ganz unten).
Wurde bei deinem Kind ein Allergietest gemacht (PRICK)?
Wenn nicht, dann geh mal in ein Uniklinikum oder zu einem niedergelassenen Kinderallergologen um mal eine "Rundum-Diagnostik" zu bekommen.
Bei mir wurde als Kind damals auch "Pseudokrupp" diagnostiziert, als ich mit ca. 5 Jahren einen nächtlichen Asthmaanfall hatte.
Hier nochmal die Definition Pseudokrupp:
meist viral verursachte (Parainfluenza 1–3) Kehlkopfentzündung mit Schleimhautschwellung unmittelbar unter den Stimmbändern (die meist frei bleiben; Laryngitis subglottica) mit sich plötzlich entwickelnder Symptomatik bei kleineren Kindern (1–5 J.): tief tönend-bellend rauher Husten (»Schafhusten«) sowie in- u. exspiratorischer Stridor mit Erstickungsangst. Therapie: Beruhigung u. Raumluftbefeuchtung; medikamentös: z.B. Chloralhydrat (als Klistier), in schweren Fällen Glucocorticoide u. Inhalation von razemischem Adrenalin, bei bakterieller Superinfektion Antibiotika. Die Prognose ist günstig.
1) ohne erkennbaren Infekt auftretender P., evtl. auf vasomotorischer Grundlage; scheint gehäuft bei Inversionswetterlagen oder vor bzw. bei Kaltluftfronten aufzutreten; ein Zusammenhang mit hohem SO2-Gehalt der Luft wird diskutiert.
2) Infektkrupp, Grippekrupp:; engl.: infectious croup
im Zusammenhang mit einem (»banalen«) Infekt auftretend, meist ausgelöst durch RS-Viren, ferner durch Parainfluenza-, ECHO-11-, Adenoviren, selten durch Masern- oder Influenzaviren.
Hoffe es hilft dir ein bischen.
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- 08.05.2006 00:23 #10migränetanteGast
Re: Asthma Allerbesten Dank,
das ging ja fix ;o)
Allergieteste wurden bisher abgelehnt, da diese Art von Bell-Husten und Ps-krupp-anfälle nur während einer Infektion auftrat (also fieberhafter Infekt, Rachenrötung etc.)
Bisher war das durchaus beruhigend, aber seit Anfang sind zum einen die Infekte häufig aufgetreten, und der Husten und die Anfälle dauern überdurchschnittlich lange auch noch lange nach Abklingen der akuten Infektanzeichen.
Aber ich werde mich auf die Suche nach einem Allergologen bzw. Pneumologen machen.
Besten Dank
Migränetante
- 08.05.2006 00:28 #11Arzt (Kinderheilkunde)






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Re: Asthma Es ist schon eher untypisch für ein allergisches Asthma, dass der Husten nur bei Infekt auftritt.
Allerdings müsste ich mir das Kind mal anhören und abhören, um da eine bessere Aussage zu treffen.
Was natürlich immer sein kann ist, dass ein allergisches Asthma latent vorhanden ist, und dieses dann durch den Infekt erst zu Symptomen führt.
Ich denke ein Kinderpneumologe ist die beste Wahl.
Die meisten sind eh auch Allergologen.
Viel Glück.
Meine Eltern hab ich damals fast in den Wahnsinn getrieben
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- 08.05.2006 14:50 #12Arzt (Kinderheilkunde)






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Re: Asthma Hallo migränetante
Ich habe heute noch einmal mit meinem Doktorvater gesprochen, der ist Professor für Kinderpneumologie und Allergologie.
Pseudokrupp eine Kleinkinderkrankheit, wie ich oben bereits gesagt habe.
Es ist eine durch Viren bedingte Kehlkopfentzündung, die nur bei Kleinkindern im Alter von 2-5 max. 6 Jahren auftritt, da dort die Anatomie des Kehlkopfes (Durchmesser der Luftwege) noch sehr klein ist, und auf Grund der Entzündung leicht zuschwillt, was dann zur Atemnot führt.
Deswegen verwächst sich Pseudokrupp auch. Beim größer werden der Kinder wächst auch der Kehlkopf und der Durchmesser der Luftwege wird größer.
Es gibt wenige Ausnahmen, wo eine anatomische Anomalie vorliegt, z.B. kann dies vorkommen bei Kindern, die als Frühchen zur Welt kamen und Intubiert wurden, die auch in höherem Alter Pseudokrupp bekommen können, ist aber eher unwahrscheinlich.
Das nächste Problem ist die Therapie.
Wenn ein Arzt Pseudokrupp feststellt, sollte er diesen mit Kortison behandeln (zum Abschwellen der Atemwege). Es gibt noch ein anderes Medikament, aber da hab ich den Namen leider schon wieder vergessen.
Paracodin ist bei Pseudokrupp nicht wirksam.
Mein Professor meinte, genau wie ich dir das oben auch schon empfohlen habe, dich zu einem Kinderpneumologen überweisen zu lassen.
Dort lass dann eine Metacholinprovokation machen und eine LuFu.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen
Gruß
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