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Thema: Demenz

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In dieser Diskussion geht es um "Demenz" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1

    Standard Demenz

    Ich habe Probleme die Pflegestufe 1 für meine Mutter durch zu bekommen.Gegen die erste Begutachtung habe ich natürlich Wiederspruch eingelegt. Sie hatten vom Med.Dienst 74 min. von 90 min. anerkannt.Nun habe ich Heute den 2 Termin mit dem Med.Dienst gehabt, und trotz Neurologischem Gutachten wurde mir schon jetzt gesagt, das ich die Pflegestufe wohl nicht bekommen werde. Die Demenz ist laut Neur.Gutachten zwischen mittel bis schwer eingestuft.Nun bin ich langsam mit meinem Latein am Ende. Wer kann mir sagen was ich noch alles vorweisen muß um endlich ans Ziel zu kommen.Lange kann meine Mutter nicht mehr allein bleiben,denn die Krankheit schreitet laut Naurologe schnell fort.Ich würde sie gerne in eine Pflegeeinrichtung geben wo sie mehr Hilfe und Betreuung bekommt.
    Ich bedanke mich schon einmal bei allen die mir eventuell weiterhelfen können.Bin für jeden Rat oder Tip dankbar.

  2. #2
    Mag Menschen Avatar von katzograph
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    69 Jahre
    Wohnort
    Lübeck
    Mitglied seit
    20.02.2008
    Beiträge
    680

    Standard AW: Demenz

    Hallo Muenzenfreak,

    die Gutachter/innen vom medizinischen Dienst, sind darauf geeicht, möglichst keine Pflegestufe zu gewähren. Eine solche kostet nämlich Geld, dass man nicht oder nur sehr knapp hat in der Pflegeversicherung. Die werden da extra geschult und arbeiten mit Tricks, auf die man als Laie gar nicht kommt. Das ist einerseits ja nicht schlecht, weil es Geld spart, andererseits aber auch Leute gar nicht erst in den Genuß der Pflegestufe kommen läßt, für die die Pflegeversicherung gemacht wurden. Und das nur, weil sie auf irgendeinen Trick "reingefallen" sind.
    Lange Rede, kurzer Sinn, wenn die Krankheit fortschreitet, ändert sich auch immer wieder neu die Beurteilung der Patientin.
    Also wieder Antrag stellen, Termin mit dem med. Dienst festsetzen und -ganz wichtig- jemanden sachverständigen vom
    Pflegedienst dabei haben. Die kennen die Tricks und wissen, wie man ihnen begegnet. Die Wahrscheinlichkeit, dann eine Pflegestufe zu bekommen, steigt dann um fast 70% (soll mal irgendjemand festgestellt haben).
    Also, immer wiedewr probieren.

    Viel Glück dabei
    wünscht
    katzograph
    Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist eine andere Wahrheit.

    Niels Bohr

  3. #3

    Standard AW: Demenz

    Bisher war noch kein Pflegedienst eingeschaltet, weil ich mich immer selber um alles kümmern konnte. Jetzt wird es mir zu viel ,da ich Vollzeit im Schichtdienst arbeite und zwischendurch auch Wochenweise auswärts.Trotzdem werde ich mal die Möglichkeit in Betracht ziehen.Also vielen Dank für den Tip.

  4. #4
    Nachtigall
    Gast

    Standard AW: Demenz

    Hallo Muenzenfreak,
    Katzograph hat schon recht damit, dass Pflegestufen vom MdK sehr zögernd genehmigt werden. Meiner Erfahrung im Pflegedienst zufolge gibt es Leute vom MdK, die dafür berüchtigt sind, nichts zu genehmigen, und andere, die ein Herz haben für die Kranken und schauen, dass wenigstens Stufe 1 rausschaut.
    Wenn man Einspruch erhebt, kommt alles in die nächsthöhere Instanz und wird um einiges schwerer, die sind dann noch viel strenger. Am besten wäre es, einen Verschlechterungsantrag zu stellen.
    Es ist gut, jemanden von einem Pflegedienst bei der Gutachtung dabei zu haben, das ist aber nur von Wert, wenn der Patient schon vom Pflegedienst versorgt wird und dieser gewisse Leistungen nachweisen kann. Ich nehme da Abstand von "gewissen Tricks", bleibe bei der Wahrheit und rede sachlich von den Leistungen, die ich erbringen muss, und bisher hat es immer noch geklappt mit der gewünschten Pflegestufe.
    Zu beachten ist, dass bei einem neuen Termin kein Gutachter kommen darf, der schon mal da war. Das erleichtert dann oft die Situation, denn jeder der Gutachter schätzt die Sachlage anders ein.
    Wenn du deine Mutter in ein Pflegeheim gibst, dann werden sich diese Mitarbeiter auf jeden Fall sehr um eine Pflegestufe bemühen, weil dann die Anzahl der Pfleger/innen von der Pflegestufe abhängt und es sowieso eine Geldfrage ist.

    Ich wünsche dir viel Glück und deiner Mutter alles Gute!

  5. #5
    Wohnt praktisch hier Avatar von wheelchairpower
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    42 Jahre
    Mitglied seit
    10.09.2008
    Beiträge
    537

    Standard AW: Demenz

    Guten Morgen Muenzenfreak,

    es stimmt, dass es sehr schwer ist, die Pflegestufe 1 bei Demenz zu bekommen. Darum wurde auch die Pflegestufe 0 eingeführt, welche unter anderem für Menschen mit Demenz zutrifft.
    In den Richtlinien zur Einstufung (BRi) wird deshalb nicht eine bestimmte Diagnose sondern die "erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz" zum Maßstab genommen (§ 45a SGB XI).

    Die meisten stationären Pflegeeinrichtungen dürfen nur Menschen aufnehmen, denen im Gutachten des MDK bescheinigt wurde, dass eine vollstationäre Pflege erforderlich ist. Diese "Heimbedürftigkeitsbescheinigung" kann auch ausgestellt werden, wenn die Voraussetzungen für die Stufe I nicht erfüllt sind.

    Mehr dazu auf Demenz - eingeschränkte Alltagskompetenz

  6. #6
    Mag Menschen Avatar von katzograph
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    69 Jahre
    Wohnort
    Lübeck
    Mitglied seit
    20.02.2008
    Beiträge
    680

    Standard AW: Demenz

    Guten Morgen Muenzenfreak,

    nur damit keine Mißverständnisse aufkommen, die Mitarbeiter/innen vom Med. Dienst verstoßen nicht gegen Gesetze, sie versuchen nur auf ihre Art, die Spreu vom Weizen zu trennen. Und was Weizen ist, also Pflegebedürftigkeit, bestimmen sie aber gerne selbst. Mal ein Beispiel: Alter Herr mit starken altersbedingten Bewegungseinschränkungen und Diabetes.
    "Na, dann wollen wir uns mal die Füße ansehen. Ziehen Sie bitte mal die Strümpfe aus." "Geht nicht, da komm ich nicht mehr an." Die Strümpfe werden ausgezogen. "Ach, die sehen ja noch gut aus, da haben Sie ja noch Glück gehabt. Sie können die Strümpfe wieder anziehen." Der Ehrgeiz zu gefallen erwacht und der alte Herr beugt sich ächzend vor und versucht, einen Strumpf über die Zehen zu ziehen. "Na, geht ja noch" meint der/die Prüfer/in. Pflegestufe 1 abgelehnt.
    Alte Dame mit starken Anzeichen von Verwirrung. "Erzählen Sie doch mal, wie Sie so den Tag beginnen." "Äh ich steh auf.......... und esse Frühstück. "Aber vorher Waschen Sie sich noch, oder?" "Ja"" " Sie können sich doch noch selbst waschen?" Bei der alten Dame erwacht noch mal der Stolz und ein gewisses Unabhängigkeitsstreben und obwohl sie seit einem Jahr immer von der Tochter gewaschen wird sagt sie mit erhobenen Kopf: "Aber selbstverständlich, waschen kann ich mich noch selbst!" Tja Pech, auf diese Antwort wurde hingearbeitet, Pflegestufe abgelehnt. Protest der Angehörigen samt Hinweis auf Gewaschen werden nützt nichts mehr - die alte Dame wird doch nicht lügen?
    Nichts illegales, aber ganz schön hinterhältig. Deshalb jemand vom Pflegedienst, der diese Art kennt, dabeihaben ist schon die halbe Miete. Gepflegt haben muß der Dienst noch nicht. Wenn man durchblicken läßt, dass man die Pflege ihnen übergeben will, ist die Teilnahme am Test meist kostenfrei. Will man selber pflegen, so kostets meistens was, aber hält sich in Grenzen.

    Also, Einigkeit macht stark.

    Gruß
    katzograph

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