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FSME durch Zeckenstich- jetzt ist die richtige Zeit zum impfenDies ist eine Diskussion �ber "FSME durch Zeckenstich- jetzt ist die richtige Zeit zum impfen" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net@ Schubser, beiden Beiträgen kann ich nur voll zustimmen!... |
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| | #17 (Permalink) |
| Glaubt an nix! ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @summer Zuerst möchte Sie darum bitten, Sachdiskussionen nicht per PN zu führen. Da der Inhalt der PN weitgehend identisch mit Ihren bisher eingestellten Beiträgen in verschiedenen Threads ist, erspare ich mir Zitate aus dem Text und antworte Ihnen (unüblicherweise) im offenen Forum. Zum Thema: Martin Hirtes Pamphlet dient nicht der Aufklärung des mündigen Patienten, sondern agitiert mit mehrfach nachgewiesenen Falschaussagen tendenziell gegen Impfungen. Damit bläst er in´s gleiche Horn wie andere Propheten aus der Impfgegner-Bande, die mit pseudowissenschaftlichen Methoden und unhaltbaren Argumenten ihre weltanschaulichen oder religiösen Vorstellungen durchsetzen wollen. Dass besonders Homöopathen oder Anthroposophen unter den Impfgegnern zu finden sind, bedarf -aufgrund der in diesen Verfahren vertretenen Auffassungen zu den Ursachen von Krankheiten- kaum einer Erwähnung. Fakt ist: Das international verfügbare Zahlenmaterial zu Bekämpfung mikrobiell verursachter (epidemischer) Erkrankungen ist eindeutig: Impfen schützt Leben. Ohne wenn und aber. Überall dort, wo genügend hohe Durchimpfungsraten vorliegen, sind die großen Infektionskrankheiten verschwunden oder weitestgehend zurückgedrängt. Überall dort, wo der Impfschutz vernachlässig wurde, flammen sie wieder auf. Natürlich gibt es auch bei Impfungen Nebenwirkungen, jedes wirksame Medikament hat mögliche Nebenwirkungen. Aber kaum jemanden hindert die Möglichkeit von Magenblutungen daran, ein Aspirin einzunehmen. Bei Impfungen ist das anders. Hier müssen oft Entscheidungen für andere -sprich für Kinder- gefällt werden. Verunsichert sind naturgemäß vor allem junge Eltern, die sich mit den neuen Lebensumständen arragieren müssen. Die unüberschaubare Fülle an verfügbaren Informationsquellen nmacht dabei die Entscheidungen nicht einfacher. Ganz schnell gerät man besonders im Internet in Foren, die sich ausschließlich mit diesen Fragen beschäftigen, so auch mit der Frage nach dem Sinn von Impfungen. Dort ist im deutschsprachigen Raum (BRD, Östereich, Schweiz) unglaublich viel Unsinn als Folge ideologischer Auseinandersetzungen geschrieben. Hier von neutraler Aufklärung zu sprechen ist grotesk. Besonders auch die deutsche homöopathisch orientierte Heilpraktiker-Gilde verficht dabei wissenschaftlich unhaltbare Positionen. In diesen Foren kämpfen fehlinfomierte Lainen und zum Teil auch Ärzte wie beispielsweise Martin Hirte, Hans Tolzin, Gerhard Buchwald, August Zöbl, Nathalie Wohlgemuth oder die unglaubliche Truppe des Schweizer Impfgegenervereins "aegis" einen absurden Kampf gegen die Wissenschaftsmedizin. Man sollte sich dabei keiner Illusion hingeben: Die so genannten "Impfgegner" sind nicht besorgte Zeitgenossen, die sich kritisch mit dem Sinn und den Risiken für die einzelne Impfung auseinander setzen. Unter Mißachtung sämtlicher bekannter Fakten werden in diesen alternativ/esoterisch/religiös doktrinierten und doktrinierenden Kreisen Impfungen als die Geißel der Menschheit schlechthin bezeichnet. Es gibt kaum eine schwere Erkrankung, der nicht auf das Impfen zurückgeführt wird: Hirnschäden, Krebs, HIV, ADHS, Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, Schwächung des Immunsystems und alle möglichen Allergien. Alles angebliche Impffolgen. Dass solche Elendspropaganda viele Menschen, vor allem junge Eltern verunsichert, bedarf keine Erwähnung. Das moralisch Verwerfliche ist allerdings, dass das Thema Impfung instrumentalisiert wird, um eine umfassende weltanschauliche Diskussion zu führen. Denn eigentlich geht es um die fundamentale Feindschaft gegenüber der Wissenschaftsmedizin und der naturwissenschaftlichen Forschung. Und innerhalb dieser Diskussion ist dann jedes Mittel recht. Wir sollten jedoch eins nicht vergessen: Unabhängig von jeder weltanschaulichen Diskussion ist Impfen auch ein gesamtgesellschaftliches Thema. Impfschutz ist nicht nur -wie von Impfgegnern suggeriert wird- eine ausschließlich private, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Nur eine hohe Durchimpfungsrate garantiert eine hinreichende Sicherheit aller Bürger vor Epidemien gefährlicher Krankheiten, besonders im Kindesalter. Deswegen muss offensiv über die Argumente der Impfgegner diskutiert werden. Diskussion benötigen stichhaltige Argumente und konkrete Fragestellungen, nicht aber die Verkündigung latenter Ängste; deshalb meine Aufforderung auch an Sie "summer". Führen Sie bitte eine Diskussion mit konkreten Argumenten, diese sind zu besprechen. Die Verweise auf tendenziöse Literatur helfen nicht weiter. Bitte beachten ! UN-Kinderrechtskonvention Artikel 24 1. Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmass an Gesundheit an sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit. Die Vertragsstaaten bemühen sich sicherzustellen, dass keinem Kind das Recht auf Zugang zu derartigen Gesundheitsdiensten vorenthalten wird. Impfen ist Kinderrecht. Das Verhindern von Impfungen ohne medizinisch nachvollziehbare Gründe, ist eine Vernachlässigung der Elternpflicht. Umfassende Informationen zum Impfen sind u.a. hier erhältlich: http://www.impfinformationen.de/ Pianoman |
| Geändert von Pianoman (09.05.2008 um 06:36 Uhr). | |
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| | #18 (Permalink) |
| Glaubt an nix! ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Betrifft: Information zum Impfen Unbedingt sehenswert: Vortrag von Mag. DDr. Wolfgang Maurer von der Universitätsklinik für Jugend- und Kinderheilkunde Wien. http://oegk.zup-media.com/# Dank an aufmerksame Kollegen für den Hinweis auf diesen Vortrag ! Pianoman |
| Geändert von Pianoman (08.05.2008 um 15:49 Uhr). | |
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| | #19 (Permalink) |
| Glaubt an nix! ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Betrifft: Impfgegner Auch lesenswert: http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/03/06/pisa-schock-in-der-arztpraxis/ Pianoman |
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| | #20 (Permalink) |
| Noch neu hier ![]() ![]() | Ich habe den Impfschutz meiner Kinder gewissenhaft gemacht, aber gegen FSME sind wir alle nicht geimpft, obwohl wir in einem Risikogebiet leben. Ich hatte auch schon einmal Borreliose, die aber sofort erkannt wurde und ausheilte. Meine Tante ließ sich impfen und hatte danach größte gesundheitliche Probleme, auch das kann nämlich passieren. Wenn wir im Gras oder Wald waren, suchen wir uns gründlich ab, und meist erwischen wir die Zecken noch, bevor sie sich einbeißen, heuer hat es bei mir noch kein einziger geschafft, ich war immer schneller. Vielleicht bereue ich es eines Tages zutiefst, aber ich sehe immer noch meine Tante vor mir, die fast ein Jahr lang nicht richtig laufen konnte... |
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| | #21 (Permalink) |
| Moderatorin / Marketing ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @claude-marie wenn ihr in einem risikogebiet wohnt, wäre es doch gerade wichtig, denkst du nicht? sicherlich kann es nebenwirkungen geben, und deine tante ist da leider ein extremes beispiel dafür. Aber ich persönlich habe selten von so schlimmen nebenwirkungen gehört. Also ich an deiner stelle würde mich impfen lassen |
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| | #22 (Permalink) |
| Ärztin ![]() ![]() ![]() ![]() | Irgendwie habe ich hier z.T das Gefühl, dass FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) mit Borreliose vermischt wird. Das sind 2 völlig unterschiedlich Erkrankungen!! Für beides gibt es Epidemiegebiete, aber nur gegen FSME kann man impfen (Viren). Gegen Borrelien gibt es keinen Impfstoff, aber wirksame Antibiotika. Ich bin absoluter Impfbefürworter und auch sonst sehr gewissenhaft gegen alles geimpft, jedoch nicht gegen FSME, obwohl ich aus einem Epidemiegebiet komme und jetzt wieder in einem wohne. Wenn man sich bezüglich der Impfreaktionen Sorgen macht, dann muss man sich folgendes überlegen: entweder man ist ein Stadtmensch und nicht in den Wälder und Wiesen mit hohen Gräsern unterwegs, dann ist das Risiko für FSME und Borreliose relativ gering, da die Zecken nun mal v.a.im Wald leben. Dann kann man sich überlegen evtl. nicht zu impfen. Wenn man hingegen oft in der freien Natur unterwegs ist, z.B.einen Hund hat, mit dem man oft im Wald unterwegs ist, dann sollte man die Impfung schon eher in Erwägung ziehen, da das Risiko schon deutlich höher ist. |
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| | #23 (Permalink) |
| Noch neu hier ![]() ![]() | Ja, das ist sicher richtig. Und ich vermische Borreliose und FSME bestimmt nicht, ich wollte damit nur andeuten, DASS ich mich bereits einmal durch einen Zecken infizierte, dass das Risiko, sich da was einzufangen bei mir durchaus gegeben ist. Dennoch habe ich mich gegen die Impfung entschieden. Seit zwei Jahren hat bei mir keiner mehr eingebissen, obwohl ich sie teilweise magisch anziehe, ich bin gewarnt und vorsichtig, wenn ich draußen länger unterwegs bin, achte ich darauf, weiße Strümpfe zu tragen, da sieht man sie sofort. Wenn sie natürlich im Haar hängen, hat man keine Chance, aber ich vermeide es eben, durch Unterholz zu kriechen. Wer allerdings auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich tatsächlich impfen lassen und sich keinesfalls an mir ein Beispiel nehmen. Und hat so ein Mistvieh eingebissen, genau beobachten, ob sich ein roter Ring bildet, das sieht man meist wirklich deutlich, dann sofort zum Arzt, Antibiotika geben lassen und man hat beste Chancen zumindest gegen die Borreliose, die mit ihren Spätfolgen auch kein Pappenstiel ist. Wie gesagt, vielleicht bin ich tatsächlich leichtsinnig |
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