Hi Julia!
Also, wir hatten damals in der Praxis auch immer mal so Ausrutscher, aber dann wurden solche Mengen nicht immer gespritzt, sondern halt nur eine kurze Zeit und die Patienten mußten entweder selber oder durch mich oder durch einen Pflegedienst ihre Werte mittels Stick und BZ-gerät 3 x tgl. messen! Und dann wurde natürlich noch eine Blutabnahme vorgenommen und ins Labor geschickt. Waren dann die Werte immer noch so, daß solche Mengen erforderlich waren, wurden die Patienten entweder zum Diabetologen überwiesen oder ins KH eingewiesen und zwar zur Neueinstellung und/oder Ernährungsberatung!
Diese Ausrutscher waren höchst selten, wir kannten unsere Pappenheimer, die dann fleißig Kuchen und Co. gegessen haben und konnten da auch meistens mit ernsten Worten entgegenwirken. Alleine die Aussicht stationär ins KH zu müssen, half oft schon sehr nachhaltig!
Also die Regel sind solche Mengen an Einheiten sicher nicht! Da denkst Du schon ganz richtig! Diese Mengen sollten eher die Ausnahme bleiben, so habe ich das jedenfalls gelernt!
Hi Domino!
Ich kann den Worten von Obelix nicht mehr viel hinzufügen! Wenn man eine Krankheit hat, muß man die entsprechenden Umstände halt akzeptieren und kann nicht so weitermachen wie vorher. Man kann sicher als Diabetiker heutzutage schon sehr viel mehr essen als vor 30 Jahren, aber alles sollte man bestimmt nicht essen, da ändert dann auch nichts dran, daß Du auf die Menge achtest. 1 Stück Kuchen bleibt Kuchen, ob klein oder groß, Zucker bleibt Zucker und den solltest Du tunlichst vermeiden!
Ich konnte es noch nie verstehen, weshalb Diabetiker sich nicht an die Regeln halten und dann beim Arzt sitzen und über die Folgen jammern, und wir konnten in der Praxis das dann ausbügeln als Diabetesasisstentinnen oder auch die X. Ernährungsberatung machen. Oder aber das 100. BZ-Tagesprofil, oder, oder, oder....
Hi Obelix!
Ich finde es sehr vorbildlich, daß Du nicht mit Messer in der Tasche rumrennst!
Wie schon oben geschrieben, finde ich solche Ernährung bei Diabetes auch nicht in Ordnung, aber letztendlich ist jeder seines Glückes Schmied. Nur leider verursachen solche Patienten auch wieder jede Menge Kosten, die sich locker vermieden ließen, wenn man sie sich an Regeln hielten!
Liebe Grüße, Andrea
Bitte konsultieren Sie bei allen medizinischen Problemen einen Arzt Ihres Vertrauens.
Ergebnis 7 bis 12 von 43
- 23.11.2006 09:40 #7TeetanteGast
AW: Insulinmenge bei Typ-2-Diabetikern
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- 23.11.2006 09:56 #8Obelix1962Gast
AW: Insulinmenge bei Typ-2-Diabetikern @Teetante,
ich glaube wenn sich ein Diabetiker an Foren beteidigt ist er auch in der Lage sich über diverse Foren, Kassen und so weiter über seine Krankheit zu informieren.
Es ist nun mal so das der innere Schweinehund überwindet werden muß.
Aber nachdem ein Zuckerkranker sich mal so richtig über seine Krankheit
Gedanken gemacht hat und sich über die Folgen im Klaren ist wird er sein
Leben auch aus einer ganz anderen Sicht betrachten.
Ernährungsumstellung, Sportlich aktiv sein, das meiden von Zucker und das
benutzen von Zuckerersatzstoffen sind glaube ich nur ein kleiner Teil der da
zu beachten ist.
Viel viel wichtiger ist das persönliche wollen der Umstellungen die einem
als Diabetiker nun mal ins Haus stehen.
Grüßle
Obelix1962
- 23.11.2006 10:11 #9TeetanteGast
AW: Insulinmenge bei Typ-2-Diabetikern Hi Obelix!
Wie wahr, wie wahr!
Wie lange lebst Du schon mit Deinem Diabetes ? Du scheinst es alles ganz gut im Griff zu haben, oder? Naja, vom Selbstversuch mal abgesehen..
Den haste bestimmt auch nur einmal unternommen, oder??
Liebe grüße, Andrea
- 24.11.2006 20:14 #10Doppelherz


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AW: Insulinmenge bei Typ-2-Diabetikern @ Teetante u. Obelix
ich glaube Ihr habt da wohl was mißverstanden. Ihr denkt doch nicht etwa, dass ich alles wahllos in mich hineinschiebe. Ich habe geschrieben, dass ich sehrwohl auf meine Ernährung achte, dh., dass ich auch möglichst auf Zucker verzichte u. vollwertig esse(Vollkornprodukte) u. auch auf Weismehl verzichte. Ich habe nur erwähnt, dass ich ab u. zu auch mal ein Stück Kuchen esse (was ich nicht jeden Tag mache, sondern nur alle heiligen Zeiten). Ich weiss schon, wie ich mich als Diabetiker verhalten muß und wenn man meine Insulinmenge bei dieser Menge Cortison (habe auch geschrieben, dass mein Diabetes medikamentenabhängig ist) betrachtet, ist das nicht viel und mein Hba 1c liegt unter 6, falls Euch das was sagt. Außerdem soll auch das Leben noch ein wenig Spass machen. Ich glaube nicht, dass ich sorglos mit meiner Gesundheit umgehe, da bei mir (herztransplantiert) einiges mehr auf dem Spiel steht u. ich glaube nicht, dass ihr Euch vorstellen könnt, was heisst mit den vielen Nebenwirkung (u.a. Diabetis ) der Immunsuppression leben zu müssen. Man darf nicht immer alle über einen Kamm scheren und vor allem nicht Behauptungen aufstellen, wenn man es nicht genau weis. In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Gesundheit
Servus DominoSorge Dich nicht - lebe!
- 24.11.2006 20:56 #11mämchenGast
AW: Insulinmenge bei Typ-2-Diabetikern Hallo, Leonessa, hallo Teetante,
wenn ein Typ 2-Diabetiker solche Mengen Insulin braucht, kann es an disziplinlosem Essen liegen, muß aber nicht. Bei so hohen Dosen liegt mit Sicherheit eine ausgeprägte Insulinresistenz vor, das heißt, der Körper spricht nicht auf das gespritzte Insulin an, ein Kreislauf beginnt: die Insulinresistenz nimmt zu, es wird mehr gespritzt, die Insulinresistenz....
Am besten hilft Bewegung und abnehmen, aber manche Menschen haben schon Erkrankungen, die die Bewegungsfähigkeit einschränken oder packen es einfach nicht. Es gibt auch Medikamente zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit, die werden häufig eingesetzt.
Manchmal werden die Werte sogar besser, wenn man weniger Insulin spritzt, aber da sollte der Diabetologe ein Auge drauf haben, Hausärzte sind da oft überfordert.
http://www.diabetes-und-insulinresistenz.de/
Hallo Obelix,
ich bin seit zwanzig Jahren dm Typ 1. Bis 1991 habe ich konventionell gespritzt, d. h. nach starrem Schema gespitzt und gegessen. Dann wurde ich auf intensivierte Insulintherapie (ict) umgestellt, das ist das, von dem Domino schreibt: man kann mal eine Mahlzeit weglassen, ein andermal was mehr essen, sich ein Stück Kuchen gönnen - und ausrechnen, wieviel man dafür mehr spritzen muß! Diese moderne Art der Diabetesbehandlung erlaubt eine viel höhere Lebensqualität, und wenn daraus keine Exzesse werden, bleiben auch die Werte im normnahen Bereich. Wohlgemerkt, auch ein Stoffwechselgesunder kann sich Exzesse nicht leisten, wenn die Figur/Gesundheit nicht leiden soll!
Nach den Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist heutzutage das Stück Kuchen für Diabetiker auch kein Tabu mehr - beispielsweise am Nachmittag im Rahmen des Tagesplanes als Zwischenmahlzeit gegessen! Wobei die Sahnetorte aufgrund des hohen Fettgehaltes besser ist als der Obstboden, weil durch Fett der Zucker langsamer ins Blut geht (die Kalorien stehen auf 'nem anderen Blatt)!
Und noch was: nicht nur Zucker läßt den Blutzucker steigen, teuflisch sind alle Weißmehlprodukte (Durchschnittspizza ca. 10 BE) oder auch das ach so gesunde Obst - große Banane 3 BE! Weintrauben oder frische Ananas waren zu Beginn meiner Diabeteskarriere ganz verboten, heute wiegt man sie ab und spritzt entsprechend dafür. In meinem Lieblings-Diabetiker-Forum habe ich von einer Frau gelesen, deren Werte eine Stunde nach dem Frühstück besser sind, wenn sie ihr Brot mit (fettem) Nutella geschmiert hat als wenn sie mageren Schinken drauf legt.
So, jetzt hab ich so viel geschrieben, daß Domino noch einen Artikel dazwischen geklemmt hat. Sein Hba1c mit unter 6 ist super, da will ich gerade wieder hin, bei mir lief es in letzter Zeit nicht so gut.
süße Grüße an alle
mämchen
- 24.11.2006 23:30 #12Obelix1962Gast
AW: Insulinmenge bei Typ-2-Diabetikern @mämchen
danke für die nette Info über Insulin spritzende Dia's
Ich wollte mit meinem Beitrag nicht sagen das der Dia Patient so bald er Dia hat
auf alles verzichten muß.
Ich selbst sündige als DIA2 er selbst viel zu viel, aber ich sündige bewust.
Ich will auch nicht die Aufklärung der Ärzte oder MTA 's schlecht reden.
Nein
Mein Beitrag sollte ein Aufrütteln sein, der daran erinnert worauf es beim
DIA-Patienten ankommt.
Das das Verzichten auf Zuckerhaltige Produkte immer wieder dem DIA vor
die Augen gehalten wird und und auch gehalten werden sollte.
Folgeerkrankungen aufgrund von DIA-Fehlern will ich hier gar nicht erst aufzählen.
Grüßle
Obelix1962
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