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Insulinmenge bei Typ-2-DiabetikernIn dieser Diskussion geht es um "Insulinmenge bei Typ-2-Diabetikern" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.netHallo! Bisher fand ich bei insulinpflichtigen Typ-2-Diabetikern so ca. 8-18 Einheiten pro Mahlzeiten spritzen müssen normal. Wenn Leute große Schwierigkeiten hatten, waren auch mal 20-30 ... |
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| | #1 |
| Aktiver Teilnehmer ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Hallo! Bisher fand ich bei insulinpflichtigen Typ-2-Diabetikern so ca. 8-18 Einheiten pro Mahlzeiten spritzen müssen normal. Wenn Leute große Schwierigkeiten hatten, waren auch mal 20-30 Einheiten angesagt laut Anordnung. Nun bin ich grade in der ambulaten Pflege und hab dort eine Patientin, der ich regelmäßig 58 Einheiten Actrapid spritzen muss und einen Herr, der 3x täglich 52 Einheiten eines anderen schnellwirksamen Insulins bekommt. Eine andere Dame bekommt immer 44 Einheiten. Ich war fast erschlagen, von den Mengen! Nun wollte ich die Typ-2-Diabetiker unter uns fragen, wieviel ihr (auch nach Schema) im Durchschnitt so spritzen müsst! Liebe Grüße eure erschütterte Julia |
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| | #2 |
| Doppelherz ![]() ![]() ![]() | Hallo Julia, das hängt von vielen Kriterien ab, was man so an Insulin benötigt. Bin auch Typ 2 u. habe bis vor kurzem noch Actrapid (Humaninsulin - Wirkzeit ca 7 - 8 Std.) gespritz. Bekam dann einen Fieberschub, da stieg der Zuckerspiegel an u. ich brauchte mehr Insulin. Da ich z. B. u.a. auch Cortison nehme hängt die Insulinmenge vom Cortison ab, desto mehr Cortison, desto mehr Insulin. Auch andere Medikamente können den Zuckerspiegel beeinflussen. Wenn man sich wenig bewegt, benötigt man auch mehr Insulin und das Essverhalten spielt natürlich eine sehr große Rolle. Ich wurde jetzt auf Apidra (Analoginsulin - Wirkzeit etwa 3 - 4 Std.) umgestellt, da ich mit Actrapid am Spätnachmittag immer in Unterzucker viel. Ich benötige i.d.R. 7 IE morgens, mittags 10 IE, abends 4 IE bei einer Menge von 17,5 mg Cortison. Muss gestehen, ich achte schon darauf, was ich so in mich reinschiebe, wobei ich durchaus auch mal ein Stück Schokolade od andere Süßigkeiten esse. Ich esse alles was mir schmeckt, nur auf die Menge achte ich. Falls ich mal ein Stück Kuchen oder eben bei einer Feier etwas üppiger schlemme, spritze ich einfach ein paar Einheiten mehr. LG Domino |
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| | #3 |
| Gast | @Julia! Bist Du sicher mit "3x52 Einheiten"?? Finde ich recht viel.... Kein Wunder, daß Du erschlagen bist bei solchen Mengen! Wie sind die BZ-Werte der Patienten da?? Komisch, komisch..... Lg, Andrea |
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| | #4 |
| Aktiver Teilnehmer ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Hallo Domino! Vielen Dank für deine lange Antwort! Ich finde es toll, wenn du auf deine Ernährung achtest. Diese habe ich für die sehr hohen Insulinmengen dieser Diabetiker in der ambulaten Pflege am meisten in Verdacht! Dass auch Tabletten und Bewegung beeinflussen weiß ich, aber diese 3 Patienten haben nicht gerade die Tabletten, die super beeinflussend sind. Deine Insulin-IE's lesen sich normal. schön. ![]() Liebe Grüße Julia |
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| | #5 |
| Aktiver Teilnehmer ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Hallo Andrea! Ja, ich bin mir sicher bei den Werten, u.a. weil ich sie laut Anbordungszettel vom Hausarzt verabreicht habe. ![]() Diese Pat. werden leider nicht täglich gestickst. Werte die ich dort gesehen habe waren aber so etwa zwischen 130 und 200mmHg, also scheinen die Leute nicht so schlecht eingestellt zu sein... Komisch ist übrigens das richtige Wort! Wenn auch beängstigend auch passend wäre... oder? Liebe Grüße Julia |
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| | #6 |
| Gast | @Domino, Dir als Diabetiker (bin es leider auch) sollte bewust sein das Du Dich an gewisse Regeln zu halten hast. Wenn ich das schon höre das Du Dir dann halt ein wenig mehr Insulin spritzt da geht mir das Messer in der Hosentasche auf obwohl ichkeines drin hab. Halt Dich einfach an die einfachste Regel: Meide Zucker ! Grüßle Obelix1962 |
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| | #7 |
| Gast | Hi Julia! Also, wir hatten damals in der Praxis auch immer mal so Ausrutscher, aber dann wurden solche Mengen nicht immer gespritzt, sondern halt nur eine kurze Zeit und die Patienten mußten entweder selber oder durch mich oder durch einen Pflegedienst ihre Werte mittels Stick und BZ-gerät 3 x tgl. messen! Und dann wurde natürlich noch eine Blutabnahme vorgenommen und ins Labor geschickt. Waren dann die Werte immer noch so, daß solche Mengen erforderlich waren, wurden die Patienten entweder zum Diabetologen überwiesen oder ins KH eingewiesen und zwar zur Neueinstellung und/oder Ernährungsberatung! Diese Ausrutscher waren höchst selten, wir kannten unsere Pappenheimer, die dann fleißig Kuchen und Co. gegessen haben und konnten da auch meistens mit ernsten Worten entgegenwirken. Alleine die Aussicht stationär ins KH zu müssen, half oft schon sehr nachhaltig! Also die Regel sind solche Mengen an Einheiten sicher nicht! Da denkst Du schon ganz richtig! Diese Mengen sollten eher die Ausnahme bleiben, so habe ich das jedenfalls gelernt! Hi Domino! Ich kann den Worten von Obelix nicht mehr viel hinzufügen! Wenn man eine Krankheit hat, muß man die entsprechenden Umstände halt akzeptieren und kann nicht so weitermachen wie vorher. Man kann sicher als Diabetiker heutzutage schon sehr viel mehr essen als vor 30 Jahren, aber alles sollte man bestimmt nicht essen, da ändert dann auch nichts dran, daß Du auf die Menge achtest. 1 Stück Kuchen bleibt Kuchen, ob klein oder groß, Zucker bleibt Zucker und den solltest Du tunlichst vermeiden! Ich konnte es noch nie verstehen, weshalb Diabetiker sich nicht an die Regeln halten und dann beim Arzt sitzen und über die Folgen jammern, und wir konnten in der Praxis das dann ausbügeln als Diabetesasisstentinnen oder auch die X. Ernährungsberatung machen. Oder aber das 100. BZ-Tagesprofil, oder, oder, oder.... Hi Obelix! Ich finde es sehr vorbildlich, daß Du nicht mit Messer in der Tasche rumrennst! ![]() Wie schon oben geschrieben, finde ich solche Ernährung bei Diabetes auch nicht in Ordnung, aber letztendlich ist jeder seines Glückes Schmied. Nur leider verursachen solche Patienten auch wieder jede Menge Kosten, die sich locker vermieden ließen, wenn man sie sich an Regeln hielten! Liebe Grüße, Andrea |
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| | #8 |
| Gast | @Teetante, ich glaube wenn sich ein Diabetiker an Foren beteidigt ist er auch in der Lage sich über diverse Foren, Kassen und so weiter über seine Krankheit zu informieren. Es ist nun mal so das der innere Schweinehund überwindet werden muß. Aber nachdem ein Zuckerkranker sich mal so richtig über seine Krankheit Gedanken gemacht hat und sich über die Folgen im Klaren ist wird er sein Leben auch aus einer ganz anderen Sicht betrachten. Ernährungsumstellung, Sportlich aktiv sein, das meiden von Zucker und das benutzen von Zuckerersatzstoffen sind glaube ich nur ein kleiner Teil der da zu beachten ist. Viel viel wichtiger ist das persönliche wollen der Umstellungen die einem als Diabetiker nun mal ins Haus stehen. Grüßle Obelix1962 |
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| | #9 |
| Gast | Hi Obelix! Wie wahr, wie wahr! Wie lange lebst Du schon mit Deinem Diabetes? Du scheinst es alles ganz gut im Griff zu haben, oder? Naja, vom Selbstversuch mal abgesehen.. Den haste bestimmt auch nur einmal unternommen, oder??Liebe grüße, Andrea |
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| | #10 |
| Doppelherz ![]() ![]() ![]() | @ Teetante u. Obelix ich glaube Ihr habt da wohl was mißverstanden. Ihr denkt doch nicht etwa, dass ich alles wahllos in mich hineinschiebe. Ich habe geschrieben, dass ich sehrwohl auf meine Ernährung achte, dh., dass ich auch möglichst auf Zucker verzichte u. vollwertig esse(Vollkornprodukte) u. auch auf Weismehl verzichte. Ich habe nur erwähnt, dass ich ab u. zu auch mal ein Stück Kuchen esse (was ich nicht jeden Tag mache, sondern nur alle heiligen Zeiten). Ich weiss schon, wie ich mich als Diabetiker verhalten muß und wenn man meine Insulinmenge bei dieser Menge Cortison (habe auch geschrieben, dass mein Diabetes medikamentenabhängig ist) betrachtet, ist das nicht viel und mein Hba 1c liegt unter 6, falls Euch das was sagt. Außerdem soll auch das Leben noch ein wenig Spass machen. Ich glaube nicht, dass ich sorglos mit meiner Gesundheit umgehe, da bei mir (herztransplantiert) einiges mehr auf dem Spiel steht u. ich glaube nicht, dass ihr Euch vorstellen könnt, was heisst mit den vielen Nebenwirkung (u.a. Diabetis) der Immunsuppression leben zu müssen. Man darf nicht immer alle über einen Kamm scheren und vor allem nicht Behauptungen aufstellen, wenn man es nicht genau weis. In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Gesundheit Servus Domino |
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| | #11 |
| Gast | Hallo, Leonessa, hallo Teetante, wenn ein Typ 2-Diabetiker solche Mengen Insulin braucht, kann es an disziplinlosem Essen liegen, muß aber nicht. Bei so hohen Dosen liegt mit Sicherheit eine ausgeprägte Insulinresistenz vor, das heißt, der Körper spricht nicht auf das gespritzte Insulin an, ein Kreislauf beginnt: die Insulinresistenz nimmt zu, es wird mehr gespritzt, die Insulinresistenz.... Am besten hilft Bewegung und abnehmen, aber manche Menschen haben schon Erkrankungen, die die Bewegungsfähigkeit einschränken oder packen es einfach nicht. Es gibt auch Medikamente zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit, die werden häufig eingesetzt. Manchmal werden die Werte sogar besser, wenn man weniger Insulin spritzt, aber da sollte der Diabetologe ein Auge drauf haben, Hausärzte sind da oft überfordert. http://www.diabetes-und-insulinresistenz.de/ Hallo Obelix, ich bin seit zwanzig Jahren dm Typ 1. Bis 1991 habe ich konventionell gespritzt, d. h. nach starrem Schema gespitzt und gegessen. Dann wurde ich auf intensivierte Insulintherapie (ict) umgestellt, das ist das, von dem Domino schreibt: man kann mal eine Mahlzeit weglassen, ein andermal was mehr essen, sich ein Stück Kuchen gönnen - und ausrechnen, wieviel man dafür mehr spritzen muß! Diese moderne Art der Diabetesbehandlung erlaubt eine viel höhere Lebensqualität, und wenn daraus keine Exzesse werden, bleiben auch die Werte im normnahen Bereich. Wohlgemerkt, auch ein Stoffwechselgesunder kann sich Exzesse nicht leisten, wenn die Figur/Gesundheit nicht leiden soll! Nach den Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist heutzutage das Stück Kuchen für Diabetiker auch kein Tabu mehr - beispielsweise am Nachmittag im Rahmen des Tagesplanes als Zwischenmahlzeit gegessen! Wobei die Sahnetorte aufgrund des hohen Fettgehaltes besser ist als der Obstboden, weil durch Fett der Zucker langsamer ins Blut geht (die Kalorien stehen auf 'nem anderen Blatt)! Und noch was: nicht nur Zucker läßt den Blutzucker steigen, teuflisch sind alle Weißmehlprodukte (Durchschnittspizza ca. 10 BE) oder auch das ach so gesunde Obst - große Banane 3 BE! Weintrauben oder frische Ananas waren zu Beginn meiner Diabeteskarriere ganz verboten, heute wiegt man sie ab und spritzt entsprechend dafür. In meinem Lieblings-Diabetiker-Forum habe ich von einer Frau gelesen, deren Werte eine Stunde nach dem Frühstück besser sind, wenn sie ihr Brot mit (fettem) Nutella geschmiert hat als wenn sie mageren Schinken drauf legt. So, jetzt hab ich so viel geschrieben, daß Domino noch einen Artikel dazwischen geklemmt hat. Sein Hba1c mit unter 6 ist super, da will ich gerade wieder hin, bei mir lief es in letzter Zeit nicht so gut. süße Grüße an alle mämchen |
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| | #12 |
| Gast | @mämchen danke für die nette Info über Insulin spritzende Dia's Ich wollte mit meinem Beitrag nicht sagen das der Dia Patient so bald er Dia hat auf alles verzichten muß. Ich selbst sündige als DIA2 er selbst viel zu viel, aber ich sündige bewust. Ich will auch nicht die Aufklärung der Ärzte oder MTA 's schlecht reden.Nein Mein Beitrag sollte ein Aufrütteln sein, der daran erinnert worauf es beim DIA-Patienten ankommt. Das das Verzichten auf Zuckerhaltige Produkte immer wieder dem DIA vor die Augen gehalten wird und und auch gehalten werden sollte. Folgeerkrankungen aufgrund von DIA-Fehlern will ich hier gar nicht erst aufzählen. Grüßle Obelix1962 |
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| | #13 |
| Doppelherz ![]() ![]() ![]() | Hallo mämchen, danke für die Unterstützung, genauso hab ich es gemeint. Gleichzeitig möchte ich noch ergänzen, dass heute die Ernährungsberater und die Diabethologen davon abraten, Diabetikerprodukte, wie Marmelade, Schokolade usw. zu verwenden, weil anstatt Zucker, meist Fruchtzucker oder andere Zuckerarten verwendet werden u. diese Produkte außerdem nicht schmecken. Man sollte eben auf die Menge achten u. einfach bewußt essen. ![]() Schönes Wochenende ![]() Domino |
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| | #14 |
| Aktiver Teilnehmer ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Hallo ihr Lieben! Vielen vielen Dank für eure angeregte Diskussion! Daraus erkenne ich, dass ich durchaus keine Normalität kennen gelernt hab bei den beschreibenen Patienten und das beruhigt mich sehr! Auf meiner letzten Station war Zusammenarbeit mit der Diabetologie häufig und da hab ich auch die flexiblere Handhabung des DM Typ 2 kennengelernt und konnte gute Erfolge gesehen. Vielen Dank nochmal an euch! Liebe Grüße Julia |
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| | #15 |
| Gast | @Leonessa, Erfolg stellt sich dann ein, wenn der Patient sich auch der Folgen und seiner Krankheit bewust wurde/werden, der Arzt ihm dies auch entsprechend vermittelt hat sowie sein Umfeld lernt mit seiner Krankheit umzugehen. Grüßle Obelix1962 |
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