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Thema: leistenbruch-OP und fragen danach

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In dieser Diskussion geht es um "leistenbruch-OP und fragen danach" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Wohnt praktisch hier
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    Standard leistenbruch-OP und fragen danach

    hallo,

    mein mann hatte einen leistenbruch, der wurde per bauchspiegelung operiert. es wurde ein netz eingelegt ...

    als er sich den krankenschein verlängern lassen wollte, stellte der hausarzt fest, das der leistenbruch wieder da ist, also ging es wieder auf station.

    nach ultraschall und eingehenden untersuchungen wurde ihm nun gesagt, das die OP erfolgreich war, der bruch verschlossen...

    das, was da im hodensack zu spüren ist, wäre wundflüssigkeit und altes gewebe. bei der OP wird das gewebe (welches bitte? ich denk, der darm ist in den bruch gerutscht?) soweit als möglich aus dem bruch gezogen, der rest wird abgeschnitten und ist irgendwann nicht mehr da (?)

    was also ist mit dem gewebe gemeint, das da im hodensack ist, also abgeschnitten wurde? ein stück darm kann es ja nicht sein, den, oder teile davon, schneidet man ja nicht einfach so mal ab.

    ist es wirklich so, das das gewebe, das sich nun noch im hodensack befindet, von selber abbaut? muss das noch irgendwie mal überprüft werden? kann man sich auf die (uns unverständlichen) aussagen jetzt einfach so verlassen?

    für antworten wäre ich sehr dankbar...

    LG
    Wenn es uns schlecht geht trösten wir uns mit dem Gedanken, daß es noch schlimmer sein könnte.<br />Und wenn es ganz schlimm ist klammern wir uns an die Hoffnung, daß es nur besser werden kann.

  2. #2
    Wohnt praktisch hier
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    Standard AW: leistenbruch-OP und fragen danach

    frage: was ist mit dem forum los? warum erscheint der text oben, so wie er jetzt ist? ich habe einen ganz normalen, gut lesbaren text geschrieben, jetzt sind eine menge zeichen drin, die ich nie geschrieben habe und die den text schon fast unlesbar machen?

  3. #3
    Arzt (Chirurgie)
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    Standard AW: leistenbruch-OP und fragen danach

    Hallo Schlumpfine,

    bei dem laparoskopischen Verfahren wird, je nach Technik, zwischen einem künstlichen Raum (Bauchdecke/Bauchfell) (TEPP) oder direkt in der Bauchhöhle (TAPP) operiert. Mir ist jetzt aus Ihrem Beitrag nicht bekannt, welches der beiden Verfahren angewandt wurde. Jedoch wird bei beiden Verfahren die Bruchpforte durch ein Netz großzügig abgedeckt und ist damit verschlossen. Eine Bruchsackresektion findet nicht statt.

    Es kann sich in der Tat um eine Ansammlung von Gewebeflüssigkeit handeln.

    Nein, bei einer Leistenhernie rutscht nicht zwangsläufig Darmanteile in den Bruchsack. Meist ist es einfaches Gewebe.

  4. #4
    Wohnt praktisch hier
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    Standard AW: leistenbruch-OP und fragen danach

    hallo Herr Baumman,

    hab grad nachgeschaut, es wurde nach TAPP operiert...

    ja, was ich wissen wollte ist, ob sich dieses gewebe jetzt iwie auflöst oder ob man dort immer was ertasten wird, weil es ja ziemlich geschwollen ist. das sich die flüssigkeit auflöst weiss ich.
    und muss/sollte das iwie kontrolliert werden? nicht das sich aus diesem alten gewebe noch iwas entwickelt, was nicht sein soll...

    vielen dank

  5. #5
    Arzt (Chirurgie)
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    Standard AW: leistenbruch-OP und fragen danach

    Hallo,

    bei TAPP wird unmittelbar in der Bauchhöhle operiert.

    Also normalerweise sollte der Bruchsack, der ja durch den Leistenbruch in den Leistenkanal rutscht, aus dem Leistenkanal geborgen werden und die Bruchlücke durch das Netz verschlossen werden. Wenn der Bruchsack vollständig geborgen wurde, sollte sich auch kein "Fremdkörper" mehr im Hodensack befinden.

    Ich muss gestehen:
    Ich habe selbst drei Leistenhernien-OPs hinter mir und hatte nach den Operationen keine "Fremdkörper" (Gewebe o.ä.) im Hodensack. Bei meinen bisherigen Patienten ist mir das bisher auch nicht bekannt geworden. Ich kann mich aber noch einmal im Kollegenkreis umhören - für mich klingt das irgendwie recht neu, dass sich nach einer Hernien-OP noch Gewebereste im Hodensack befinden sollen.


    Wann wurde die Operation vorgenommen?
    Gibt es irgendwelche Beeinträchtigungen und/oder Beschwerden?

  6. #6
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    Standard AW: leistenbruch-OP und fragen danach

    hallo,

    die OP war am montag 31.7.

    ausser der schwellung/tastbarer beule (deshalb ja auch die vermutung vom hausarzt, das der bruch wieder offen ist) gibts eigentlich nichts, was nicht mit der OP zu erklren ist. schmerzen beim husten und beim bücken (zum schuhe zubinden) dürften so kurz nach der OP ja noch normal sein...

    es wurde, wie gesagt, erklärt, das bei der OP das in den bruch gerutschte gewebe soweit wie möglich durch den bruch zurück-herausgezogen. das, was nicht herauszuziehen war, wurde abgeschnitten und dann der bruch verschlossen.

    das restliche gewebe, das nicht herausgezogen werden konnte ist nun wol in den hodensack gerutscht?
    wird sich das nun noch auflösen?

    das Sie das so nicht kennen beunruhigt mich jetzt aber schon

    LG

  7. #7
    Arzt (Chirurgie)
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    Standard AW: leistenbruch-OP und fragen danach

    Hallo Schlumpfine,

    Entschuldigung für die späte Antwort. Ich hatte dieses Wochenende leider Hintergrunddienst und hab die meiste Zeit im zweiten Zuhause verbracht.


    Gut, das ist ja erst einige Tage her. Da können derartige Auffälligkeiten vollkommen normal sein und darf man durchaus noch als Zustand nach der OP betrachten. Beunruhigen muss Sie das jetzt nicht, prinzipiell dürfen Sie sich schon auf die Aussage des behandelnden Arztes verlassen. Vieles erübrigt sich auch innerhalb der ersten Wochen wieder.

    Wenn jetzt keine Beschwerden bestehen (z.B. übermäßige Schmerzen, ...), würde ich da erst einmal zuwarten.

    Übrigens, nur weil mir das in dieser Art nicht so bekannt ist, muss Sie das nicht beunruhigen. Jeder hat da so seine Vorgehensweise. Vielleicht ist mir das in dieser Art auch nur nicht bekannt, da wir dieses Verfahren schon seit Jahren aus dem OP-Katalog verbannt haben und ich damit fast gar nicht konfrontiert wurde. Ich operiere Leistenhernien ausschließlich in der TEPP-Technik (außerhalb der Bauchhöhle) und offen.


    Viele Grüße

  8. #8
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    Standard AW: leistenbruch-OP und fragen danach

    hallo herr baumman,

    vielen dank für ihre antwort... und nein, sie ist nicht "so spät" ... jeder hier hat auch ein leben ausserhalb des internets, sie sind zusätzlich noch arzt und haben dienste... ich versteh das schon.

    ich denk auch, das man jetzt erst mal noch abwarten sollte und mein mann ist ja nun auch erst noch krankgeschrieben und hat sicher noch ein paar termine zur kontrolle.

    ist denn die TEPP-methode besser? also nur für den fall, das noch mal was kommt...

    ich selber gehe eher nicht in die klinik hier vor ort, wenn es sich vermeiden lässt...

    LG

  9. #9
    Arzt (Chirurgie)
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: leistenbruch-OP und fragen danach

    Besser oder schlechter, das ist so eine Ansichtssache. Jedes Verfahren hat da so seine Vor- und Nachteile. Ich kann Ihnen aber hier gerne einmal die grundlegenden Unterschiede zeigen:

    TAPP = Transabdominale präperitoneale Plastik

    Für dieses Verfahren muss man unmittelbar in den Bauchraum eingehen. Risiko dabei ist, dass es durch das Eindringen zu Verletzungen von Organen, Gefäßen und Nerven kommen kann. Nachdem hier die Hernie aufgesucht wurde, wird der Bruchsack gelöst und der Inhalt zurück in den Bauch gedrückt. Anschließend wird ein Netz eingebracht und die Bruchpforte großzügig abgedeckt. Nachteil hier: das Netz muss fixiert werden (Kleber, Klammern, ect.)

    TEPP = Total extraperitoneale Plastik

    Für dieses Verfahren wird zwischen der Bauchdecke und dem Bauchfell mittels Ballon ein künstlicher Raum hergestellt. Das heißt, hier wird außerhalb der Bauchhöhle operiert und man kommt nicht mit anderen Organen in Berührung, sondern befindet sich ausschließlich in diesem künstlich erzeugten Raum. Hier fallen also Risiken wie Verletzungen von Organen weg. Auch hier wird nach Aufsuchen der Hernie der Bruchsack freigelegt und dessen Inhalt in die Bauchhöhle zurückverlagert. Anschließend wird über der Bruchpforte hinter dem Muskel und vor dem Bauchfell das Netz eingelegt. Vorteil hier: keine Fixierung notwendig, da sich das Netz durch die Druckverhältnisse von selbst fixiert (natürlicher Innendruck des Bauches gegen den Gegendruck der Muskeln).


    Die Rezidiv-Rate, wie häufig es zu einem erneuten Leistenbruch kommt, ist jedoch bei beiden Verfahren sehr gering. Nachfolgend aber gerne ein paar Zahlen:

    Rezidiv-Rate

    Shouldice (offen, ohne Netz) 1-10%
    Lichtenstein (offen, mit Netz) 1-5%
    transabdominale Plastik (TAPP) 1-3%
    total extraperitoneale Plastik (TEPP) 1-3%


    Wie Sie sehen, sehr gering. Es gibt bei den Techniken also kein gut oder schlecht.

    Das TEPP-Verfahren ist anspruchsvoll, wird auch nicht von jedem Chirurgen beherrscht.
    Bei diesem Verfahren wird in einem sehr kleinen Raum minimal-invasiv gearbeitet, braucht
    entsprechend sehr viel Übung.


    Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar nützliche Informationen mit auf den Weg geben.



    Viele Grüße

  10. #10
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    Standard AW: leistenbruch-OP und fragen danach

    hallo herr bauman,

    vielen dank für ihre sehr ausführliche antwort.

    was mich eigentlich beunruhugt ist die aussage des arztes, es befinde sich neben wundflüssigkeit (ist ja normal und bat sich mit der zeit ab) auch "altes gewebe" im hodensack befindet.

    einerseits glaube ich ja, das der arzt schon weiss, was er in dem fall "nicht tun" muss, weil das dann wohl öfter ohne folgen passiert, weil sich das wohl auch abbaut.
    andererseits habe ich schon zuviel gelesen, zb. das sich sowas auch verkapseln kann und dann evtl. doch probleme macht... oder die möglichkeit (evtl. nur in meiner ängstlichen phantasie) das dieses tote gewebe evtl. entartet oder entzündet oder so...

    nunja... wir werden das weiter beobachten, evtl. beim nächsten termin noch mal nachfragen (nein, ich begleite meinen mann nicht ins sprechzimmer, das kann und traut er sich hoffentlich allein) und hoffen, das alles gut geht...

    manchmal ist es evtl auch ein bissl mehr fluch als segen, wenn man sich für med. vorgänge als laie zu sehr intressiert. aber leider bleibt einem heutzutage auch kaum eine andere möglichkeit, da ärzte immer weniger zeit für das patientengespräch haben. dabei könnte man viele ängste im patienten vermeiden, wenn er verstände, was da passiert. leider kann der arzt fast nichts dafür, das es ist, wie es ist...

    ihnen danke ich jedenfalls dafür, das sie sich in ihrer freizeit die zeit nehmen, die fragen der patienten hier bestmöglich zu beantworten... bleiben sie so, wie sie sind...

    LG

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