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LungenembolieIn dieser Diskussion geht es um "Lungenembolie" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.netHallo zusammen, ich möchte mich gern mit meiner Erfahrung über Lungenembolie einbringen. Ich habe vor ca einem Jahr eine Lungenentzündung gehabt, die allerdings zu Anfang ... |
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| | #1 |
| Ganz neu hier ![]() | Hallo zusammen, ich möchte mich gern mit meiner Erfahrung über Lungenembolie einbringen. Ich habe vor ca einem Jahr eine Lungenentzündung gehabt, die allerdings zu Anfang immer falsch diagnostiziert wurde. Der Notarzt meinte verrenkter Wirbel, der HA gab ihm Recht (ohne mich untersucht zu haben) und selbst als ich schon im KKH lag, hieß es Rückenproblem. Hatte im KKH mehrmals extreme Schmerzen und bekam keine Luft und jedesmal wurde ein CT vorgeschlagen. Aber nie eins gemacht. Erst beim Ultraschall (lag schon eine Woche im KKH) hat man in der Lunge etwas gesehen und mich dann auf Lungenentzündung behandelt. Damit war das Thema abgegessen und ich wurde 1 Woche später (trotz Schmerzen) entlassen. Ich lag 2 Tage zuhause als ich meinen Freund anflehte mich wieder zurück zu bringen. Dort hab ich erstmal ordentlich Schmerzmittel bekommen. Lag also wieder auf Station und konnte weder liegen, sitzen noch stehen. Selbst laufen war unmöglich. Abends ließ sich dann mal ne Ärztin blicken und hat sich doch erschrocken wie ich aussah. Sie hat dann gleich eine Blutgasuntersuchung gemacht und gemeint, das die sehr schlecht ausgefallen war. Dann ging alles sehr schnell. Bin zum Ultraschall (Herz) und dann sofort auf die Intensivstation. Hatte eine Lungenembolie. Bei der endlich durchgeführten CT Untersuchung, meinte die Ärztin dort "Herzlichen Glückwunsch, sie haben eine Lungenembolie". Klatsch! Es stellte sich raus, das ich schon während der Lungenentzündung die Embolie bekommen hatte. Und man hat mich damit entlassen!!! Prickelnd, dachte ich mir! Lag also dann noch mal 4 wochen im KKH und habe nach meiner Entlassung erstmal den HA gewechselt. Der hat mich nämlich nach der Entlassung aus dem KKH nicht untersucht und die Embolie nicht bemerkt!!! Nun, um es kurz zu machen. Ich habe nun einen supertollen Arzt und wurde auch sehr schnell wieder fit. Muß zwar noch ne Weile Marcumar nehmen aber das stört mich nicht. Ich teste meine Werte selber und bin somit relativ unabhängig. Ein Positives hat das ganze ja. Immer wenn ich wieder in dieses KKH muß, dann werde ich gleich richtig untersucht, denn den Fehler wollen die ja nicht nochmal machen. Bis dahin LG BIBI |
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| | #2 |
| Arzt ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Das ist echt eine traurige Geschichte und ein perfektes Beispiel dafür, wie es nicht laufen sollte. Hast du nicht gehustet bei deiner Lungenentzündung? Ich versteh das echt nicht. Ich kann nur echt hoffen, dass mir das als Arzt nie passiert. Man sollte seine Diagnosen immer hinterfragen, wenn irgend etwas nicht so ganz zu stimmen scheint. Da Ärzte aber auf Station sehr wenig Zeit für Patienten haben, da ja der Bürokram wesentlich wichtiger ist (DANKE Gesundheitspolitik!) passiert sowas leider manchmal. Ich hoffe, dass sich in Deutschland bald was ändert. Die Ärzte streiken nicht umsonst, und es geht wirklich nicht nur ums Geld, auch wenn das viele denken, weil es sich in den Medien so gut verkaufen lässt. (p.s.: Wenn ich fertig bin und als Assistenzarzt 60 Stunden die Woche arbeite, dann werde ich im Schnitt 1600€ netto verdienen. Eigentlich zum heulen ) |
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| | #3 |
| Ganz neu hier ![]() | Hi, ja ich hab gehustet bei der Lungenentzündung. ich muß auch ehrlich sagen, das mich jeder Arzt, der mich untersucht hat, danach gefragt hat (es waren genau 5 Ärzte). Nur beim Röntgenbild wurde nichts gesehen und das war das Problem. Bis auf leichtes Fieber hat ich in deren Augen nichts. Nur die letzten beiden Ärzte haben konkret den Verdacht geäußert und mich im KKH behalten. Ich mach den Ärzten keinen Vorwurf (zumindest nicht den letzten), denn ich versteh schon, was sie zur Zeit durchmachen. Und bei der Anzahl von möglichen Krankheiten, bzw. Krankheitsbildern, ist es nicht immer leicht, die richte Diagnose zu stellen. Aber ich seh ein Vorteil in der ganzen Geschichte: Bei meinem letzten KKH Aufenthalt wurde ich gleich richtig behandelt, weil mit der vorrausgegangenen Krankheitsgeschichte, wollen die kein Risiko mehr eingehen. Ich hab Glück gehabt, das ich eine gute Assistenzärztin und nun ein guten Hausarzt habe, die mich wieder auf die Beine gestellt haben. DANKE DANKE DANKE bis dann |
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| | #4 |
| Ganz neu hier ![]() | Hallo bibismile, auch wenn es schon eine Weile her ist, herzlichen Glückwunsch dazu daß es am Ende gut gegangen ist. Eine sehr gute Freundin von mir hat auch eine Lungenembolie mit gleichzeitiger Lungenentzündung. Der Thrombu ist relativ großs Das KH in dem sie liegt hat nicht viel Erfahrung mit dem Ganzen (spritzten die ersten Tage Heparin ins Bauchgewebe anstatt intrvenös, viele wechselnde Ärzte, bzw. meist Assisteninnen oder Assistenten die oft nicht wissen was bislang geschah oder angeordnet wurde. Kann jemand eine Klinik empfehlen die darauf spezialisiert sind? Macht eine Verlegung Sinn, da im Moment absolute Bettruhe angeordnet ist? Danke für Eure Ratschläge |
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| | #5 |
| Aktiver Teilnehmer ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Hallo bibismile! Das mit der Embolie tut mir sehr leid, ich freue mich, dass alles so ein so gutes Ende hatte. Meine Mutter hatte im Mai eine Lungenembolie. Das ging fast nicht so gut aus. Sie rief mich an und konnte bloss sagen "Komm.." Ich fand Sie in Ihrem Bett vor, kreideweiss und sie fiel immer wieder in Ohnmacht. Der Krankenwagen kam sehr schnell und der Notarzt sagte sofort nach seiner Untersuchung, dass er auf eine Lungenembolie tippt. Alle Achtung!! Gut erkannt. Im Krankenhaus dann ging alles sehr schnell. Zum Glück hat sie sich sehr schnell erholt. Allerdings muss sie nun Marcumar nehmen. Ist zwar auch nicht so schön, aber das muss man wohl in Kauf nehmen (die Ärzte haben festgestellt, dass sie an einem seltenem Gendefekt leidet, der die Thrombosegefahr erhöht). Aber Dir Bibismile, wünsche ich alles Gute! Christina |
| Geändert von Stine (02.01.2008 um 13:28 Uhr). | |
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| | #6 |
| Noch neu hier ![]() ![]() | Hallöle ihr alle, ja das ist auch eins von meinem Themen. aber bevor ich hier anfange muss ich schon sagen, das ich meiner Hausärztin auch nichts vorwerfen kann, die Diagnose war wirklich nicht leicht zu stellen. alles begann an einem Montag ich schleppte mich trotz Erkältung, die ich nicht übers wochenende auskurieren konnte ins büro, nach dienstschluss ein kurzer Abstecher beim doc ein paar Medikamente holen, muss ja weiter gehen, Diagnose Infekt, so fühlte ich mich ja auch einige Medikamente, den Krankenschein lehnte ich wie immer ab und es ging nach Hause ins Bett. alles soweit nichts besonderes, den nächsten TAg wieder zum dienst schon mit verspätung weil ich irgendwie nicht in die Gänge kam, das Spray (keine Ahnung mehr wie das hieß) sollte mir linderung beim Atmen verschaffen, hat ich immer bei mir so drei vier mal bis mittag benutzt, jedenfalls es ging halt doch nicht. also wollte ich einfach wieder heim ins bett und morgen wird es schon besser, bin halt ein unverbesserlicher optimist (Gott sei Dank), jedoch so weit kam ich nicht, schon während der autofahrt, ca 18 KM durch kleine Ortschaften, merkte ich das ich warum auch immer immer weniger Luft zum Atmen bekam, wer kann es mir verdenken das nach einige zeit die Panik bei mir ausbrach. stellt euch mal vor, ihr holt luft und je öfter oder intensiver ihr das wollt umso weniger geht das. ich verstand die welt nicht mehr und begriff überhaupt nicht was los war... irgendwann suchte ich nur noch eine Möglichkeit zum paßt auf PARKEN weil ich möchte ja nicht auf der landstraße den verkehr blockieren, so blöd kann man sein und das in meinem alter. Anhalten - aussteigen - kein Mensch da weit und breit! soll ich jetzt jemanden anrufen, blöd wer weiß was die dann denken (grenzt ja echt in Idiotie) ich warte - hilfe es wird immer schlimmer wie lange hält ein Mensch ohne Sauerstoff aus? bin ich blöd? ANGST PANIK jetzt reicht es ich will anrufen - vorbei - KEIN TON MEHR AUS MEINEM MUND - eine Mauer meine letzte Ruhestätte ich sitze dort und wieso ich bin total ruhig bekomm keine luft sehe bilder vor mir, ich nein nicht nur ich mein leben läuft ab... auf einmal eine stimme von irgendwoher "kann ich ihnen helfen" mein retter er schaut mich an und eh ich mich versehe ruft der den Rettungsdienst. Diagnose wahrscheinlich Nerv eingeklempt, blutabnahme im Sani, warten in der Notaufnahme im KH, Botschaft also wir machen noch ein CT dann sind wir sicher... was ist dann sicher mir gehts gut, ich liege, nein sitze auf der liege halt so halb hoch und es geht mir wieder super gut, mein Sodoku liegt auf meinem schoß, die ärzte laufen vorbei und lächeln, die lachen mich bestimmt aus, von wegen Notfall... CT alles fertig ich wieder warten, möchte so gern auf Toilette, jetzt reicht es ich also runter von der Brische und sch.... es geht nicht alles beginnt von vorn, egal ich muss auf WC, geschafft das andere auch denn ich komme nach dem anschiss der Ärzte sofort hoch Intensivstation. Akute Lungenembolie großer Thrombus, jetzt geht es schnell, Tropf, alle möglichen geräte und was weiß ich noch. muss schrecklicher Anblick gewesen sein, mein Männel ist trotz aller Bemühungen fast zusammen gebrochen als er kam. zum Auflösen des Thrombus erhielt ich eine Infusion, allergie alles wurde schlimmer Unterversorgung mit Sauerstoff und und und. 5 Tage Intensivstation mein Leben hat wieder eingesetzt. noch 5 Tage nur liegen und weiter 5 Tage kontrolle auf normaler Station. anschließend Reha und seit diesem zeitpunkt ist halt alles anders. KH verordnet Falithrom, täglich Kompressionsstrumpfhosen, jedes Quartal Kariologe und Angiologe striktes Hormonverbot, Verhütung Ups da gab es ja noch was seit Reha kommt dazu die Procorolan damit mein Herzschlag künstlich runter gefahren werden soll um die Brustschmerzen und halt ein halb wegs normales Leben wieder führen zu können. alles in allem ich lebe noch und doch die Angst ist seit dem ein wichtiger Begleiter in meinem Leben geworden. ich mache keinem Vorwürfe, nicht meinem Doc und auch sonst niemanden, es hätte jeden treffen können und wenn man mal wirklich ganz ehrlich ist, die ärzte haben es eh schon schwer, stunden voller verantwortung wenn dann doch mal was passiert regt man sich auf aber wenn alles gut läuft, bedankt man sich dafür bei Ihnen!? |
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