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Thema: Mandelentzündung - jetzt "Umlauf"

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In dieser Diskussion geht es um "Mandelentzündung - jetzt "Umlauf"" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    EifelMicha
    Gast

    Standard Mandelentzündung - jetzt "Umlauf"

    Also, es geht um Folgendes.

    Ich hatte seit Montag die bisher schlimmste Mandelentzündung in meinem Leben (22 Jahre). Vielleicht stelle ich mich ja auch nur an, ich bin ja schließlich auch nur ein Mann, so.

    Damit war ich dann doch tatsächlich zwei Tage später (morgens) im Krankenhaus, weil hier in der Gegend (im Umkreis von 20KM) ALLE Ärzte Urlaub hatten/haben.
    Die sehr zickige Empfangsdame im Krankenhaus (so nenne ich sie jetzt ..) hat mich auch schneller wieder weg geschickt, als ich dort angekommen bin.
    "Wir haben hier nur Chirugen, die kennen sich mit soetwas nicht aus" (grr.. ja, ist klar Madam)..

    Also fuhr ich wieder Heim und beschloss einfach abzuwarten.
    Gestern Abend die nächste Hiobsbotschaft: Die Entzündung ist, vielleicht durch den Blutkreislauf, von den Mandeln zu meinem linken Mittelfinger gewandert (?!). Dort hat sich nun ein schicker Umläufer entwickelt, herrlich,.. und das seit gestern.

    Nun meine eigentliche Frage:
    Wenn ich dann gleich hoffentlich ins Krankenhaus fahre, und mit dem Umläufer per Emmert Plastik entfernen lasse, sollte ich die Mandeln direkt mit entfernen lassen?

    Der Grund meiner Überlegung ist Folgender:
    Ich wurde vor circa zwei Jahren mit Verdacht auf Meningitis ins Krankenhaus eingeliefert. Diese bestätigte sich nicht. Jedoch meinte der Chefarzt, dass ich irgendwo im Körper einen "Brandherd" habe, welcher jedoch nicht aufzufinden sei.
    Meiner Meinung nach, und da bin ich mir sehr sicher, sind die Mandeln der Brandherd!

    Nun, was sagt ihr dazu?

  2. #2
    Krankenschwester
    Geschlecht
    weiblich
    Wohnort
    Neukirchen-Vluyn
    Mitglied seit
    27.08.2009
    Beiträge
    449
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Mandelentzündung - jetzt "Umlauf"

    Schau doch wenn soetwas akut auftritt bitte demnächst welcher Arzt draußen Dienst hat.
    Oftmals gibt es auch KV-Praxen in denen die diensthabenden Ärzte anzutreffen sind.
    Es gibt IMMER einen diensthabenden Notarzt, in den KV Praxen sind sogar meißtens Fachärzte anzutreffen.
    Der Weg ist folgender: Der Notarzt oder Hausarzt weist die Fälle die eine Krankenhausbehandlung benötigen den Kliniken zu, es sei denn es halndelt sich um einen Notfall, Unfall. Was ein Notfall ist, ist eigentlich genau definiert, den man in der Klinik behandeln darf. Dazu muß man eine( gelbe) Überweisung oder eine( rote) Einweisung mitbringen.
    Ich darf ein " rotes " Auge auch nicht einfach in die Klinik einbestellen, wenn draußen ein Arzt im Dienst ist. - Das wäre aber auch überzogen, wenn die Ursache mit einer einfachen antibiotischen Salbe oder mit freiverkäuflichen Allergietropfen behoben wäre.
    Die meißten Kliniken können sogar nur Privatrezepte ausstellen. Das macht also behandlungstechnisch nicht mal viel Sinn und hat überhaupt keinen Vorteil für den Patienten.
    Die Kassen bestimmen: " This Way!" und die Dame am Empfang hat sich wohlmöglich nur an die Vorschriften gehalten.
    Wenn man sich die Op-Termine ansieht, wie lange man teilweise benötigt um bestimmte OP- Termine zu bekommen, leuchtet das ebenfalls ein. Wenn alle Patienten die beim niedergelassenem Arzt behandelt werden können während der normalen Praxiszeiten in die Kliniken kommen würden, dann verlängern sich die Zeiten für einen Op- Termin ins uferlose. Dafür ist das System nicht ausgerichtet und das ist in der heutigen Zeit von uns allen nicht mehr finanzierbar. Das bedeutet, die Krankenkassenbeiträge für die Allgemeinheit würden weiter steigen müssen.
    Das macht Sinn, wenn man sich vorstellt, welchen Apparat man mit seiner Erkrankung da in Anspruch nimmt und welche Kosten dafür entstehen. Das gilt natürlich nicht für Schlaganfälle , Infarkte. Brüche usw. Eine Erkrankung die man schon mehrere Tage mit sich herumschleppt und mit der man nicht zu den normalen Zeiten zum Doc gegangen ist, ist mit Notfall auch nicht unbedingt gemeint, es sei denn es träte eine Verschlimmerung der Symptome auf.-
    Wenn Du Dir mal klar machst, Du wärest jetzt dort als Notfallpersonal im Dienst und Du hörst dann von dem Patienten: "Ich renne damit schon 5 Tage herum, " dann fragst Du Dich auch, waurm der Patient in der Zwischenzeit nicht zu niedergelassenen Arzt gegangen ist?
    Das mit dem mal eben mitentfernen lassen geht ebenfalls nicht, weil Du für die Mandeloperation einen HNO Arzt benötigst und für den Umlauf einen Allgemeinchirurgen.

    Für beides benötigst Du eine gesonderte Einweisung, weil die Krankenkassen, das den Kliniken nicht bezahlen mit nur einer Einweisung und schon gar nicht im selben Aufenthalt. -Die Kliniken können es sich aber nicht leisten umsonst zu arbeiten,- die werden schon alle( wenn du mal nachschaust und googelst) privatisiert, weil die rote Zahlen schreiben.
    Läßt Du nun eine unkomplizierte Mandelentzündung ( auch wenn sie weh tut ) in der Klinik behandeln so dürfte das das 10 fache kosten, als eine Behandlung durch den niedergelassenen Arzt.
    Das sind Ressourcen, die wir alle für andere Erkrankungen brauchen würden und die wir so nicht einsetzen sollten.
    Wenn wir uns nicht über die steigenden Krankenkassengebühren oder Zusatzbeiträge beschwehren wollen, dann benötigen wir bei den Patienten ein "umdenken."
    Würde man die Rechnung tatsächlich selbst bezahlen müssen,dann würde man bei den Erkrankungen sicherlich auch auf die wirtschaftlichen Aspekte achten und schauen: " Wie kann ich das für mich günstig aber doch mit demselben Ergebnis behandeln lassen."
    Tierbesitzer kennen soetwas zb. wenn ihr Tier erkrankt ist. Da gibt es Erkrankungen mit denen man wartet, bis der Arzt "normal" Dienst hat und es gibt auch Erkrankungen, wo man sofort eine Klinik anfahren würde oder den Notdienst herauskommen läßt. In der Humanmedizin herrscht dieses Bewustsein kaum.-
    Die 20 km sind sicherlich nicht fein zurückzulegen bis zu Notdienst. Wenn man jedoch zu einer Party fährt, dann sind 20 km leicht zu bewältigen.
    Das bedeutet daß die Allgemeinheit der Versicherten die Mehrkosten für eine Krankenhausbehandlung bezahlen muß, weil zb. eine Busfahrt oder Taxifahrt vielleicht 20 oder 30 € kosten würde. Ich erinnere nochmal daran, um daß die Krankenhausbehandlung um etliches teurer sein würde.
    Dabei bestünde wenn Gründe vorliegen auch noch die Möglichkeit, daß man einen Transportschein bekommen könnte, wenn der behandelnde Arzt den Transportschein begründen könnte.
    Der Weg, ist leider nicht mehr so, wie er in den vergangenen Jahrzehnten möglich war. Und wenn man sich das mal im Nachhinein ansieht, dann wundert man sich, wie in der Vergangenheit mit unseren Beiträgen umgegangen wurde. Ich bin aber eigentlich froh, daß nun etwas auf diese Dinge geachtet wird, damit wir ALLE nicht ins uferlose Kassenbeiträge erarbeiten müssen, die verschleudert werden.
    Liebe Grüße Feli
    Geändert von feli (12.08.2010 um 13:24 Uhr)

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