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Thema: Medianinfarkt re.

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In dieser Diskussion geht es um "Medianinfarkt re." im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Findet das ***** toll Avatar von Stiefelchen
    Name
    Elke
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    53 Jahre
    Mitglied seit
    06.05.2006
    Beiträge
    168

    Standard Medianinfarkt re.

    hallo ihr lieben,

    ich bin seit 3 tagen wieder aus dem krankenhaus raus.
    ich hatte lt. ärzten wohl einen Medianinfarkt rechts, das mein linkes bein nicht mehr funktioniert und mein linker arm auch noch nicht so wirklich passt dazu
    aber
    meine Sprachprobleme passen nicht dazu, ich kann nur sehr schleppend sprechen,
    die betonung der worte ist nicht richtig, die wortfindungsstörung ist sehr ausgeprägt.
    ich kann nicht mehr so einfach durch den hals, kehlkopf sprechen sondern muss mit
    meiner atemluft die worte hervor bringen, das ist sehr anstrengend und beschert mir
    immer wieder ein kribbeln in den fingern und ein summen im kopf, dann muss ich ruhig sein
    und mich auf meine atmung konzentrieren sonst fange ich an zu Hyperventilieren.

    mein linkes bein hängt mehr oder weniger an mir, ich kann nur dann stehen wenn ich die
    schiene anhaben und mein knie ganz nach hinten durch drücke, da ich auch cP habe
    findet mein knie das absolut nicht toll und quitiert mir die bewegung mit schmerzen und
    sehr schmerzhaften stichen im knie, nur anders kann ich das bein nicht nutzen, mein linker
    arm ist auchn och nicht wieder ok, die hand hat sich schon etwas gebessert, heißt ich kann
    zugreifen aber nicht hochheben (ein glas z.b.).
    ich muss nun wieder laufen lernen und die motorik meines linken armes und wieder sprechen, es ist alles äußerst anstrengend und die angst in mir ob ich nächstes jahr WIEDER von vorne anfangen muss macht es mir auch nicht einfacher.

    ich hatte letztes jahr einen schlaganfall und war gerade auf einem guten weg und nun das, ok ich hatte dieses jahr schon 2 mal eine TIA die letzte war sogar schon heftig und aus dem grund bekam ich noch ein weiteres blutverdünnung medikament aber es hat nichts genutzt.
    ich bin seit jahren Marcumar patientin da ich eine Blutgerinnungsstörung habe, ich neige dadruch zu thrombosen, infarkten und Schlaganfällen, letztes jahr bekam ich unter einem Marcumar INR 3,5 den schlaganfall, nun hatte ich einen Marcumar INR 2,6 plus ASS 100 und trotzdem habe ich wieder pech gehabt.

    ich weis nicht wie das weiter gehen soll

    ein arzt dort meint das evtl. mein implantierter Defi dafür verantworltich sein könnte, er könnte eine Embolie quelle sein. Der Defi ist nun zum 2mal wieder los, heißt das er hin und her rutscht und mir zusätzlich schmerzen bereitet.

    hat einer von euch noch eine idee was los sein könnte?
    warum das immer wieder passiert??
    was noch untersucht werden sollte`??

    oder überhaupt eine idee einen tipp`

    ich bin für alles dankbar, meine angst ist nicht gerade klein, ich versuche
    so ruhig es geht zu sein und übe mit meiner Logopädin das sprechen, mit dem
    ergotherapeuten die bewegungen und mit meinem therapeuten versuche ich in einer
    gesprächstherapie meine krankheits und schmerz situation zu bewältigen, ich versuche
    wirklich alles und mache so viel ich nur kann um das es mir wieder besser geht, aber die
    angst das wieder alles umsonst sein könnte und ich nächstes jahr wieder bei null anfange
    macht mir nicht wirklich Mut.

    wenn ich aber daran denke das mein defi schuld sein könnte frag ich mich was dann??
    ohne defi kann der nächste herzstillstand tödlich sein, mit defi immer wieder das problem das
    ein gerinnsel in den kopf kommt und mich vielleicht irgendwann schwerstpflegebedürftig macht............................................. ...

    was soll ich machen?? was nicht??
    wer kann mir helfen`??


    vielen dank für´s lesen, und ich wünsche euch alles gute, keine schmerzen und endlich mal wieder bisschen länger sonnenschein
    lieben gruß
    elke
    In der Not lernst du deine wahren Freunde kennen!

  2. #2
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
    Name
    Michael Scheel
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    39 Jahre
    Wohnort
    Fulda
    Mitglied seit
    05.05.2006
    Beiträge
    3.014
    Blog-Einträge
    2
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard Medianinfarkt re.

    Hallo Elke

    Erst einmal mein herzliches Beileid und ich wünsche dir, dass du schnell wieder auf die Beine kommst.

    Ein Schlaganfall ist schon was mieses.
    Ich würde an deiner Stelle darauf drängen, zumindest das mit dem Herzschrittmacher abzuklären.
    Ich denke, wenn man einen neuen setzt oder diesen korrigiert, das wäre eine Möglichkeit. Die Frage ist halt, ob das die Ärzte auch so sehen und ob die Krankenkassen das bezahlen. Aber da es dir Schmerzen bereitet, denke ich schon, dass es medizinisch eh indiziert ist.

    Ich bin leider kein Fachmann und ich denke, außer ein paar aufmunternden Worten wird dir hier niemand wirklich große Hilfe leisten können.
    Bei so komplizierten Fällen muss man die Akten kennen, die Untersuchungsergebnisse, die Bilder, und und und.

    Aber lass nicht locker und sprich mal mit einem Kardiologen darüber.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft, deine Situation zu meistern.

    Ach ja, zum Mediainfarkt.

    Die Arteria cerebri media versorgt einen großen Bereich des Gehirns.
    Auf den Bildern im Link der rote Bereich: http://www.neuropat.dote.hu/table/erell.htm

    Das Problem beim Mediainfarkt ist meistens zusätzlich zu dem Sauerstoffmangel des versorgten Gebiets, dass es zu einem Hirnödem (Wasseransammlung) kommt.
    Durch den steigenden Druck verschiebt sich das Gehirn in die andere Hälfte und es kommt zu noch größeren Schäden.
    Das deine andere Körperhälfte betroffen ist liegt daran, dass die Nervenfasern sich kreuzen (Nicht alle, manche auch mehrfach hin und her, aber nur jetzt zur einfachen Erklärung). Das heißt deine rechte Gehirnhälfte steuert deine linke Körperseite (auch nur ganz grob gesagt ).
    Zum Glück ist unser Gehirn sehr anpassungsfähig, so dass selbst völlig zerstörte Bereiche und deren Funktionen teilweise von anderen Gehirnregionen übernommen werden können. Dies setzt allerdings ein langwieriges und konsequentes Training voraus.

    Liebe Grüße

    Michael
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