Passwort vergessen?

Benutzernamen vergessen?


Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Morbus Parkinson, schwarzer Hautkrebs+weitere Probleme

Hier klicken um die Schrift der Beiträge zu vergrößern Hier klicken um die Schrift der Beiträge zu verkleinern

In dieser Diskussion geht es um "Morbus Parkinson, schwarzer Hautkrebs+weitere Probleme" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    51 Jahre
    Mitglied seit
    23.10.2016
    Beiträge
    2

    Standard Morbus Parkinson, schwarzer Hautkrebs+weitere Probleme

    Guten Tag,
    nach der Diagnose Morbus Parkinson (2009) und schwarzer Hautkrebs (2013) war ich (50 Jahre alt) im Sommer bei einer MRT-Untersuchung, von der ich den folgenden Bericht an meinen Arzt gerne übersetzt hätte (dort sind auch die aktuellen Probleme beschrieben). Zusätzlich habe ich wohl noch eine "defekte" Blut-Hirnschranke.

    Der Bericht (ist leider sehr umfangreich):

    "Sehr geehrter Herr Kollege,
    besten Dank für die freundliche kollegiale Überweisung d. o. g. Pat., bei d. wir folgende Untersuchung durchgeführt haben:
    Kinetisch positionale Kernspintomographie der HWS vom 18.07.2016
    Anamnese I rechtfertigende Indikation:

    Rezidivierendes Zervikalsyndrom mit Nackenbeschwerden, muskulären Verspannungen, pseudoradikulären Zervikobrachialgien mit rechtsseitiger Ausstrahlung in die Schulter-ArmRegion und begleitendem Schwächegefühl sowie eingeschränkter zervikaler Beweglichkeit bei belastungs- und bewegungsabhängig betonbarer Beschwerdesymptomatik. Morbus Parkinson. Zustand nach malignem Melanom (ED 2013). Keine Voroperation im Bereich der Kopf-Hals-Region. Die Vorstellung erfolgt zur Abklärung der Halswirbelsäule unter natürlicher Gewichtsbelastung sowie in Funktionsstellungen bei klinischem Verdacht auf eine zervikale
    Gefügestörung mit Gleitwirbel im mittleren HWS-Abschnitt.
    Untersuchungstechnik:
    Aufklärung. Schriftliches Einverständnis. Die Untersuchung wurde im FONAR Upright-MRT durchgeführt. Wirbelsäulenspule mit Positionswechsel. Das FONAR Upright-System ermöglicht kernspintomographische Untersuchungen aufrecht unter der natürlichen Gewichtsbelastung sowie in verschiedenen Funktionshaltungen. Computergestützte Bildanalyse.
    1. Hochauflösende Sequenzen aufrecht im Sitzen unter natürlicher Gewichtsbelastung (Neutralstellung) :
    Sagittale Tl-gewichtete SE-Sequenz
    Koronare Tl-qewichtete SE-Sequenz
    Sagittale T2-gewichtete FSE-Sequenzen
    Parasagittale T2-gewichtete FSE-Sequenzen über die linken und rechten Neuroforamina
    Axiale T2-gewichtete FSE-Sequenzen
    2. Funktionsuntersuchungen unter natürlicher Gewichtsbelastung:
    Inklinationsstellung (sitzend nach vorne gebeugt):
    Sagittale T2- gewichtete FSE-Sequenz
    Reklinationsstellung (sitzend nach hinten überstreckt):
    Sagittale T2-gewichtete FSE-Sequenz
    Axiale T2-gewichtete FSE-Sequenzen
    Untersuchungsbefund:
    Zum Teil persistierende Bewegungsartefakte trotz mehrfacher Sequenzwiederholungen bei Morbus Parkinson. Untersucht wurde die gesamte Halswirbelsäule von der hinteren Schädelgrube bis einschließlich BWK3. Deutliche Streckfehlhaltung der Halswirbelsäule in Neutralstellung. In Anteflexion deutlich eingeschränkte Beweglichkeit mit persistierender zervikaler Steilstellung sowie ebenfalls deutlich eingeschränkte Beweglichkeit in Retroflexion mit einem maximalen Lordosewinkel von etwa 30 Grad. Keine Spondylolisthesis.
    Regelrechte Darstellung der Wirbelkörper. Altersentsprechendes Knochenmarksignal. Kein Nachweis von aktiven entzündlichen bzw. tumorösen knöchernen Veränderungen; kein Anhalt für eine frische bzw. stattgehabte Wirbelfraktur.
    Rechtsseitige Dens-Dezentrierung in der Kopfgelenksregion (knapp 2 mm Seitendifferenz) bei narbig-fibrotischen Umstrukturierungen im Bereich der Densspitze mit begleitender subtotaler Ausdünnung der subarachnoidalen Pufferzone (verbleibend unter 1 mm Restabstand).
    Im Segment HWK 2/3 leichtgradige Osteochondrose mit Bandscheibendehydratation sowie flach bogiger dorsaler Bandscheibenprotrusion, akzentuiert in Reklinationsstellung. Initiale Spondylosis deformans-Reaktionen sowie geringe Unkovertebralarthrose und Spondylarthrosen.
    Im Segment HWK 3/4 leichtgradige Osteochondrose mit Bandscheibendehydratation sowie flach bogiger dorsaler Bandscheibenprotrusion, akzentuiert in Reklinationsstellung. Initiale Spondylosis deformans-Reaktionen mit marginaler Retrospondylose und Unkovertebralarthrose sowie geringe Spondylarthrosen. Geringgradige Einengung beider Neuroforamina, betont in Reklination.
    Im Segment HWK 4/5 leichtgradige Osteochondrose mit Bandscheibendehydratation sowie flachbogiger dorsaler Bandscheibenprotrusion, akzentuiert in Reklinationsstellung. Initiale Spondylosis deformans-Reaktionen sowie geringe Unkovertebralarthrose und Spondylarthrosen.
    Im Segment HWK 5/6 mäßige Osteochondrose mit leichter Höhenminderung der dehydrierten Bandscheibe sowie umschriebener rechts mediolateraler Bandscheibenprolaps mit angedeutetem rechtsseitigen Myelonkontakt und relativer Nachbarschaftsbeziehung zur rechten Wurzel C6, akzentuiert in Reklinationsstellung. Initiale Spondylosis deformansReaktionen mit rechtsseitig betonter Retrospondylose und Unkovertebralarthrose sowie geringe Spondylarthrosen. Deutliche Einengung des rechten Neuroforamens, betont in Reklination.
    In den Segmenten HWK 6/7 und HWK 7/BWK 1 sowie in den miterfassten Segmenten der oberen Brustwirbelsäule von BWKl bis BWK3 altersentsprechende Bandscheibenverhältnisse mit unauffälligen dorsalen Bandscheibenberandungen unter natürlicher Gewichtsbelastung sowie in den Funktionsuntersuchungen.
    Das zervikale Myelon befindet sich annähernd mittig im Spinalkanal und weist keine eindeutig pathologischen Signalabweichungen auf; somit kein Anhalt für eine Myelopathie.
    Keine nachweisbare Spinalkanalstenose aufrecht unter natürlicher Gewichtsbelastung sowie in den Funktionsstellungen. Seitensymmetrische Darstellung der autochthonen Nackenmuskulatur bei leichtgradigen Atrophiezeichen.
    Zusammenfassende Beurteilung:
    Umschriebener rechts mediolateraler Bandscheibenprolaps im Segment HWK 5/6 mit funktionell akzentuierbarem rechtsseitigen Myelonkontakt und betonter Nachbarschaftsbeziehung zur rechten Wurzel C6 in Reklinationsstellung.
    Flachbogige funktionsabhängige Bandscheibenprotrusionen in den Segmenten HWK 2/3, HWK 3/4 und HWK 4/5.
    Deutliche Einengung des rechten Neuroforamens im Segment HWK 5/6 sowie geringgradige Einengung beider Neuroforamina im Segment HWK 3/4 mit jeweils positionsabhängiger Akzentuierung in Reklinationsstellung. Keine Spinalkanalstenose aufrecht unter natürlicher Gewichtsbelastung sowie in den Funktionsstellungen.
    Rechtsseitige Dens-Dezentrierung in der Kopfgelenksregion bei narbig-fibrotischen Umstrukturierungen im Bereich der Densspitze mit begleitender subtotaler Ausdünnung der subarachnoidalen Pufferzone. Keine typische Spondylolisthesis in der Upright-MRT nachweisbar.
    Deutliche Streckfehlhaltung der Halswirbelsäule mit deutlich eingeschränkter zervikaler Beweglichkeit in den Funktionsuntersuchungen. Geringgradige Unkovertebral- und Spondylarthrosen. Leichtgradige Muskelatrophiezeichen.
    Mit freundlichen Grüßen"


    Vielen Dank im voraus,
    freundliche Grüße

    Uli

  2. #2
    Wohnt praktisch hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    60 Jahre
    Mitglied seit
    06.07.2015
    Beiträge
    1.550

    Standard AW: Morbus Parkinson, schwarzer Hautkrebs+weitere Probl

    Hallo Uli,

    das ist doch so ein klein wenig mehr geworden.

    Zum Teil andauernder Bildstörungen trotz mehrfacher Sequenzwiederholungen (Aufnahmen in einem Bereich) bei Morbus Parkinson.
    Deutliche Streckfehlhaltung der Halswirbelsäule in Neutralstellung. In Beugung nach vorn deutlich eingeschränkte Beweglichkeit mit andauernder Steilstellung der Halswirbelsäule sowie ebenfalls deutlich eingeschränkte Beweglichkeit der Retroflexion (Abknickung nach hinten) mit einem maximalen Lordosewinkel von etwa 30 Grad.
    >Die Halswirbelsäule hat eine Lordose also Biegung nach innen ähnlich S-Bogen. Dieser S- Bogen ist allerdings bei Dir sehr flach. (30°) kein Wirbelgleiten.
    Es gibt bei Dir eine äusserst minimale Abweichung des Axis Dens dies ist der zweite Wirbel. - nach dem Atlas. In der Spitze eine narbig-fibrotische Veränderung.

    Bei den Halswirbeln 2/3 leichtgradige Osteochondrose dies ist eine degenerative Veränderung von Wirbeln und Bandscheiben! Hier mit Bandscheibendehydratation (Wasserverlust) sowie flach bogiger dorsaler (hinten Richtung Rücken) Bandscheibenprotrusion (Bandscheibenvorwölbung), Akzentuiert (Punktförmig) in Reklinationsstellung. (beim zurückneigen) Initiale Spondylosis deformans-Reaktionen sowie geringe Unkovertebralarthrose und Spondylarthrosen.

    Die hier drei genannten degenerativen Veränderungen Spondylosis deformans (degenerative Veränderungen von Wirbeln und Bandscheiben -Sammelbegriff)
    Unkovertebralarthrose ist eine Arthrose der Halbgelenke der Halswirbelsäule sowie Spondylarthrosen.ist eine Arthrose von Wirbelgelenken wichtige mechanische Definitionen bei Rückenschmerzen

    Mehr zum Thema Halswirbelsäule hier Die Halswirbels?ule

    HWK 2/3 leichtgradige Osteochondrose mit Bandscheibendehydratation sowie flach bogiger dorsaler Bandscheibenprotrusion, akzentuiert in Reklinationsstellung. Initiale Spondylosis deformans-Reaktionen sowie geringe Unkovertebralarthrose und Spondylarthrosen.

    HWK 3/4 leichtgradige Osteochondrose mit Bandscheibendehydratation sowie flach bogiger dorsaler Bandscheibenprotrusion, akzentuiert in Reklinationsstellung. Initiale Spondylosis deformans-Reaktionen mit marginaler Retrospondylose und Unkovertebralarthrose sowie geringe Spondylarthrosen. Geringgradige Einengung beider Zwischenwirbellöcher durch die die Nervenwurzeln verlaufen., betont in Reklination .(zurückneigen)

    HWK 4/5 leichtgradige Osteochondrose mit Bandscheibendehydratation sowie flachbogiger dorsaler Bandscheibenprotrusion, akzentuiert in Reklinationsstellung. Initiale Spondylosis deformans-Reaktionen sowie geringe Unkovertebralarthrose und Spondylarthrosen.

    HWK 5/6 mäßige Osteochondrose mit leichter Höhenminderung der dehydrierten Bandscheibe sowie umschriebener rechts mediolateraler Bandscheibenprolaps mit angedeutetem rechtsseitigen Myelonkontakt und relativer Nachbarschaftsbeziehung zur rechten Wurzel C6, akzentuiert in Reklinationsstellung. Initiale Spondylosis deformans Reaktionen mit rechtsseitig betonter Retrospondylose und Unkovertebralarthrose sowie geringe Spondylarthrosen. Deutliche Einengung des rechtenZwischenwirbellochs betont in Reklination.

    Ein Bandscheibenvorfall rechts seitlich neben der Mitte mit angedeuteten Kontakt zum Rückenmark und relativer Nachbarschaftsbeziehung zur Nervenwurzel C6. Deutliche Einengung des Zwischenwirbellochs.

    HWK 6/7 und HWK 7/BWK 1 sowie in den miterfassten Segmenten der oberen Brustwirbelsäule von BWKl bis BWK3 altersentsprechende Bandscheibenverhältnisse mit unauffälligen dorsalen Bandscheibenberandungen unter natürlicher Gewichtsbelastung sowie in den Funktionsuntersuchungen.

    Segment = zwei Wirbel und dazwischen die Bandscheibe Halswirbelkörper / Brustwirbelkörper (HWK / BWK)
    Osteochondrose - krankhafte Veränderung von Wirbeln und Bandscheiben.

    Das zervikale Myelon (Rückenmark im Halsbereich) befindet sich annähernd mittig im Spinalkanal (Rückenmarkkanal und weist keine eindeutig pathologischen (krankhafte) Signalabweichungen auf; somit kein Anhalt für eine Myelopathie.(krankhafte Veränderung des Rückenmarks).
    Keine nachweisbare Spinalkanalstenose (Verengung des Rückenmarkskanals. aufrecht unter natürlicher Gewichtsbelastung sowie in den Funktionsstellungen. Seitensymmetrische Darstellung der autochthonen Nackenmuskulatur (auf der Wirbelsäule es gibt mediale / laterale autochthonen Nackenmuskulatur) und bei leichtgradigen Atrophiezeichen.(Verkleinerungszeichen)



    Zusammenfassende Beurteilung: (Erklärung siehe oben)


    Umschriebener rechts mediolateraler Bandscheibenprolaps im Segment HWK 5/6 mit funktionell akzentuierbarem rechtsseitigen Myelonkontakt und betonter Nachbarschaftsbeziehung zur rechten Wurzel C6 in Reklinationsstellung.
    Flachbogige funktionsabhängige Bandscheibenprotrusionen in den Segmenten HWK 2/3, HWK 3/4 und HWK 4/5.
    Deutliche Einengung des rechten Neuroforamens im Segment HWK 5/6 sowie geringgradige Einengung beider Neuroforamina im Segment HWK 3/4 mit jeweils positionsabhängiger Akzentuierung in Reklinationsstellung. Keine Spinalkanalstenose aufrecht unter natürlicher Gewichtsbelastung sowie in den Funktionsstellungen.
    Rechtsseitige Dens-Dezentrierung in der Kopfgelenksregion bei narbig-fibrotischen Umstrukturierungen im Bereich der Densspitze mit begleitender subtotaler Ausdünnung der subarachnoidalen Pufferzone. Keine typische Spondylolisthesis in der Upright-MRT nachweisbar.
    Deutliche Streckfehlhaltung der Halswirbelsäule mit deutlich eingeschränkter zervikaler Beweglichkeit in den Funktionsuntersuchungen. Geringgradige Unkovertebral- und Spondylarthrosen. Leichtgradige Muskelatrophiezeichen

    Bei dem malignem Melanom (Erstdiagnose 2013). "defekte" Blut-Hirnschranke

    Dies der Befund Halswirbelsäule mit einem Bandscheibenvorfall und verengten Zwischenwirbelloch.

    Ich weis nicht wie die Symptome aussehen bei Schmerzen sollten die unbedingt behandelt werden. (Schmerzambulanz odgl.)

    Ob Du in der Lage bist eine progressiven Muskelentspannung (Jacobson) zu machen

    https://www.tk.de/tk/broschueren-und-mehr/cd-und-dvd/cd-progressive-muskelentspannung/49432


    Alles Gute Stefan


    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  3. #3
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    51 Jahre
    Mitglied seit
    23.10.2016
    Beiträge
    2

    Standard AW: Morbus Parkinson, schwarzer Hautkrebs+weitere Probl

    Hallo Stefan,

    jetzt bin ich in mehrfacher Sicht geplättet.
    Zum Einen wegen Deiner fantastischen Antwort - mir fehlen noch die Worte, außer: Ganz herzlichen Dank!!!

    Zum Anderen muss ich das auf diese (verständiche) Art gehörte erst mal verdauen...

    Ich melde mich daher später noch mal.

    Nochmal vielen Dank für diese (teilweise doch überraschende) Übersetzung.

    Herzliche Grüße

    Uli

Ähnliche Themen

  1. Morbus Parkinson: Hirnzellen erlernen Placebowirkung
    Von aerzteblatt.de im Forum Nachrichten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.02.2016, 20:40
  2. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 08.12.2015, 18:50
  3. Koffein verbessert Motorik bei Morbus Parkinson
    Von aerzteblatt.de im Forum Nachrichten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 02.08.2012, 19:50
  4. MAO-Hemmer mit neuroprotektiver Wirkung bei Morbus Parkinson
    Von aerzteblatt.de im Forum Nachrichten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 24.09.2009, 19:40
  5. Alternativen zum Hirnschrittmacher beim Morbus Parkinson
    Von aerzteblatt.de im Forum Nachrichten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 20.03.2009, 19:10