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Sulcus Ulnaris SyndromIn dieser Diskussion geht es um "Sulcus Ulnaris Syndrom" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net |
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#25 |
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Gast
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Ich habe heute die 5. Schicht meiner Wiedereingliederung gemacht und im Moment ganz arge Schmerzen, wenn ich den Arm und die Hand bewege. Der Doc ist leider noch bis Montag im Urlaub. Die Schmerzen entlang des Unterarmes kommen wellenartig und sind sehr heftig, wie Stromschläge. Ich habe das Gefühl, daß der Nerv nicht mehr da liegt, wo er operativ hingelegt wurde, sondern verrutscht ist. Die Mukulatur um das Ellenbogengelenk herum wird immer sehr heiß- Ob soetwas sein kann?
Und nun? |
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Geändert von Purzel 1 (29.06.2009 um 22:37 Uhr). |
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#26 |
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Gast
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Ich bin nun seit 3 Wochen wieder am Arbeiten. Meine Verwunderung die ich im letzten Tread äußerte war überigens berechtigt. Der Nerv sitzt tatsächlich da wo ich ihn wegen der Schmerzen vermutet hatte, - aber nicht weil er verrutscht ist, sondern weil er niemals woanders hin verlegt wurde.
Das Operationsgebiet ist immer noch sehr empfindlich und gegen den Ellenbogen fassen ist mehr als unangenehm und schmerzhaft. Ich habe eine einzige Ausführung eines Arztes im Net gelesen, in der diese Berührungsempfindlichkeit nach der Operation schon in der Voraufklärung angekündigt wird. Es wäre einfacher, wenn einem vorher gesagt würde, daß man noch lange Zeit evtl. Probleme haben wird, die ich auch von anderen Patienten geschlidert bekam. Mit einer Bort-Bandage( mit Silikonpolster) oder einen Ellenbogenschutz läßt sich das aber handhaben. Für die Muskelübungen bietet sich ein Grip-master an. Da tut sich leider nicht sehr viel bei mir. Nachts schläft der Arm oft ein und die Muskeln haben sich leider noch nicht wieder regeneriert. Meine Entzündungswerte im Blut ( Leucozyten /20000, BSG 40/75, und CRP / bis 25) sind noch immer erhöht, nach der Operation. Und genauso fühlt sich das im Arm auch an. Schade, ich hätte mir einen schnelleren Verlauf gewünscht. Wenn man liest, daß 80 % der Operierten beschwerdefrei sein sollen, ist es wünschenswert, es wäre in den Abhandlungen etwas differenzierter beschrieben mit denen die Ärzte und Kliniken für diese Operation werben. Denn in den Studien heißt es eigentlich : ca 30 % sind kurz nach der Op beschwerdefrei, bei den anderen Prozentzahlen die zu den positiven Ergebnissen hinzugezählt werden handelt es sich um Patienten, die weniger Schmerzen, Lähmungen und Beschwerden um eine gewisse Prozentzahl haben. Das irritiert etwas und man setzt sich damit zunächst etwas unter Druck. Die Aufklärung vor und nach der Op war wohl etwas spärlich, denke ich. Im übrigen habe ich meinen Op-Bericht nun eingesehen und mußte feststellen, daß die Operation anders gemacht wurde, als man mir erzählt hatte. Geplant war eine Ulnaris- Dekompression - Neurolyse mit Vorverlegung in das subkutane Fettgewebe. Für die wurde ich auch mit der Vollnarkose vorbereitet und für die mußte ich auch unterschreiben und erhielt dafür die Aufklärung. Nach der Operation habe ich ja leider keinen Arzt der Klinik mehr zu Gesicht bekommen. Durchgeführt wurde eine Ulnaris-Dekompression und Neurolyse ohne Vorverlagerung. Leider hat niemand es für nötig gehlalten mir das mitzuteilen und so wunderte ich mich etwas über den anhaltenden brennenden Schmerz am Ursprungsort des Ulnarisnervens. Es wurde auch kein Op Bericht an den nachbehandelnden Chirurgen gesandt. Ich denke, daß wir beim Kontroll NLG, daß Ende des Jahres beim niedergelassenen Neurologen geplant ist, etwas dumm aus der Wäsche geschaut hätten und daß zunächst der Eindruck entstanden wäre, daß der Nerv zurückgerutscht wäre. Sicherlich habe ich gerade weil ich in der Klinik arbeite Verständnis dafür, daß die Ärzte viel zu tun haben und überlastet sind. Aber "fein" ist das nicht, wenn man dumm gelassen wird. ( den Op-Bericht konnte ich nur einsehen, weil ich in der Klinik arbeite, sonst wäre ich schon sehr überrascht gewesen und ich denke der Neurologe ebenfalls, wo sich der Nerv tatsächlich befindet.) Nun, warte ich halt noch ein paar Monate geduldig ab. Das wird ja irgendwann sicherlich mal beendet sein. Die wollten mir ja nur helfen mit der OP und sicherlich ist es nicht unüblich unter der Op anders zu entscheiden.) Liebe Grüße Purzel |
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#27 |
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Gast
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Liebe Ärzte !
Denkt daran Eure Patienten VOR und NACH der Operation bitte ordentlich aufzuklären! (Ein Satz hätte ja genügt). Als Patient tappt man da vollkommen im Dunkeln herum, vor allem wenn etwas anders operiert wurde, als vorbereitet und abgesprochen war. Ich weiß, daß es viel Arbeit ist und daß viel Streß herrscht. Dennoch ist das wirklich blöd für die Patienten und evtl. auch für den Arzt der später die Op- Nachsorge bei solchen Sachen machen muß. Für mich war nach der Op kein Arzt in der Klinik mehr erreichbar und zuständig. Wenn ich ehrlich bin möchte ich auch keine Behandlung mehr haben, schon gar nicht von jemanden der mich" dumm" sterben läßt . ( wir - dh. auch der Chirurg- meinen die ganze Zeit, der Nerv könnte zurückgerutscht sein.) So ein Blödsinn! Ich wurde extra Mittwochs zurückgeschickt um eine Vollnarkose vorbereiten zu lassen, für die Vorverlegung. Eine Neurolyse hätte Mittwochs stattfinden können.- Also geht man davon aus, daß der Nerv verlegt wurde. Die anderen Lebewesen sind keine Hellseher. Wieviel Zeit kann es sparen, wenn sich alle nachfolgenden einen Wolf suchen müssen, wo denn nun das Nervlein zu finden ist und was damit wohl passiert sein könnte ? Ich hatte extra nochmal nachgefragt, ob ich ein anderes mal wenn mehr Zeit ist wiederkommen soll nach der OP. Der Chefarzt hatte mir vor der Op erklärt, daß eine Neurolyse ohne Vorverlagerung nicht in Frage käme und wenig Sinn machen würde. Niemand wäre auf die Idee gekommen, daß der Ulnaris noch in seinem alten Bett liegen würde. Nach der Operation Freitags wurde mir 2 mal sehr nett erklärt,- ich solle warten, der Arzt käme nochmal vorbei vor der Entlassung. Ich hab dann brav gewartet bis 17: 30 Uhr und erfuhr dann von der Schwester: Der Arzt sei schon nachhause gegangen, und der diensthabende sei bei einem Notfall. Ich bräuchte nicht mehr warten, könne so nachhause gehen. Ich fragte dann noch: " Bekomme ich keinen Brief mit, oder muß ich wiederkommen. Soll ich etwas beachten?"- " Es gäbe keine Entlaßbriefe mehr und die Weiterbehandlung würde mein Chirurg am Montag machen." war die Antwort. - Allerliebste Grüße Purzel |
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Geändert von Purzel 1 (03.05.2009 um 11:13 Uhr). |
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#28 |
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Ganz neu hier
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Hallo
habe Deinen sehr spannden Bericht gelesen. Ich möchte Dir nicht alle Hoffnungen nehmen, doch bei mir war die OP im Sommer 2002 und ich habe immer noch Probleme. Auch sieht Deine Narbe gut aus. Nach den Jahren bei mir sieht sie genauso aus und nach Anstrengung stark rot geschwollen und entzündet. Zur Zeit habe ich seit ca. 4 Monaten an diesem Ellenbogen mal wieder eine Gelenkentzündung was dazuführt, dass jede unbedachte Bewegung Schmerzen verursacht. Zum reinen OP-Verlauf kann ich nur sagen, dass ich am Montag ins Krankenhaus kam am Dienstag operiert wurde und am Mittwoch entlassen wurde. Ich war dann noch die Woche drauf zu Hause und dann bin ich wieder arbeiten gegangen. War zwar schmerzhaft, doch zu Hause hat es auch weh getan. Also rein in den Stress und Schmerzen vergessen. Also kannst Du nach Deiner "kurzen" Zeit noch auf Besserung hoffen. Liebe Grüße von Anke |
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#29 |
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Gast
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Herzlichen Dank für Deine Antwort.
Ich denke, daß ich sicherlich noch sehr lange Probleme haben werde, und wünsche Dir, daß es nicht immer so bleiben wird. Mit " Rein in den Streß", das habe ich schon seit 4 Wochen hinter mir und ich werkel da auch kräftig mit. Nur: Ich greife und halte mit der linken Hand nur noch 1,6 kp.- Die Lasten die ich halten und heben muß bestehen aus Menschen, die sich nicht alleine halten können.- Wer möchte sich von mir gerne vom Op Tisch heben lassen, oder wessen Omi mit Hemiparese soll ich damit denn mal vom Bett in den Rollstuhl heben? Allerliebste Grüße Purzel |
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#30 |
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Gast
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Ich habe nun für nachts eine Schiene erhalten, damit der Arm nachts nicht gebeugt wird, nachdem der Muskelabbau in der Hand noch weiter fortgeschritten ist nach der Operation. In den letzten Wochen ist das leider immer weniger Muskulatur geworden. Natürlich wird die Hand dadruch weiter schwächer. So langsam mache ich mir doch Gedanken, ob die Op eine gute Idee war oder ob ich damit einen Erfolg erwarten kann.
Schmerzen tut die Narbe, wie zuvor und auch der Handballen, neuerdings bis in den Oberarm hinein. Ich überlege ob es sinnvoll ist eine Schwerbeschädigung zu beantragen, oder ob ich besser noch etwas warte, weil vielleicht doch noch eine Besserung eintreten könnte. Das macht mir schon einige Sorgen, wegen meines Berufes, den ich sehr liebe. Nebenher bin ich ja noch selbstständige Fotografin, und an Makroaufnahmen ist leider nicht zu denken, weil die Kamera mit Balgengerät und Objektiv zusammen einfach etwas zu schwer geworden ist. Nun, daß ich evtl. eine Einschränkung zurückbehalten könnte, hatte ich eigentlich nach der Op befürchtet, aber nicht gedacht, daß die Atrophien der Muskulatur weiterfortschreiten würden. Auch würde ich das Thema nun gerne langsam beenden,- denn sicherlich gibt es schwerwiegendere Dinge, als eine lahme Hand mit der Menschen umgehen lernen müssen. Manche verliehren eine Hand oder ein Bein ganz und ich denke, daß die damit lernen umzugehen. Wie die wohl lernen damit umzugehen? Ich hab die Hand ja noch zur Verfügung und sie kann noch recht viele Dinge machen, außer greifen und etwas schwereres festhalten, was ich ja auch mit der rechten Hand teilweise sehr gut hinbekomme. Die Kollegen sind nett und bieten von sich aus Hilfe an, wenn ich etwas arbeiten muß bei dem ich mit beiden Händen zugreifen muß. Daß einige Dinge langsamer und umständlicher werden stört mich doch ungemein. Und wenn ich bei Dingen, die ich sonst alleine heben konnte um Hilfe bitten muß, dann ist mir das noch sehr unangenehm und peinlich. Mein Wechsel in die Neurochirurgie ist allerdings damit vom Tisch. Ich bleibe in der Augenklinik hat der Betriebsarzt entschieden, weil da weniger zu heben ist. Liebe Grüße Purzel |
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