Hallo
Meistens kommt es zum Riechverlust durch den Abriß der Filae olfactoriae (Riechfäden im Gehirn) auf Grund einer erhebliche Beschleunigung des Schädels, z.B. beim Autounfall oder beim Sturz auf den Hinterkopf.
Die passiert durch die relative Trägheit der Gehirnmasse gegenüber des Schädels, die bei Beschleunigung dann zu einem Abriss der Riechfäden führt.
Ein anderer Grund für Anosmie kann auch die jahrelange Exposition durch chemische Stoffe, wie z.B. Lösungsmittel sein. Der Riechverlust tritt dabei aber nicht plötzlich sondern über einen längeren Zeitraum auf.
Am ehesten merkt man, das man nicht mehr richtig gut riecht, weil einem das Essen nicht mehr richtig schmeckt. Alles schmeckt irgendwie gleich und fade.
Denn was die wenigsten wissen, der Geschmack wird zu 99% von der Nase bestimmt.
Die Zunge selber kann nur 6 Geschmacksrichtungen unterscheiden:
- Süß
- Sauer
- Salzig
- Bitter
- Fett
- Umami*
*Umami: aus dem japanischen: "wohlschmeckend", "proteinreich". Der Träger des Umami-Geschmacks ist die Glutaminsäure, eine Aminosäure, welche auch als Geschmacksverstärker Verwendung findet ("Glutamate" = Salze der Glutaminsäure).
Ihr könnt das ganz einfach testen, indem ihr euch die Augen verbindet und dann einfach mal verschiedene Dinge mit zugehaltener Nase probiert.
Da auch die Textur von Lebensmitteln zum "Geschmack" beitragen, solltet ihr Lebensmittel vergleichen, die ähnliche Texturen haben, wie z.B. Möhre und Kohlrabi
Oder mixert euch einfach ein paar Lebensmittel. Ihr werdet sehen, diese zu unterscheiden ist mit zugehaltener Nase und verbundenen Augen so gut wie unmöglich
Liebe Grüße
Michael