AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 576 Tage alt
Auweia Obelix - wenn´s so einfach wäre!
In der jetzt laufenden ambulanten Therapie hab ich noch ca. 15 Stunden. Der EU-Rentenantrag läuft auch auf betreiben meiner Chef´s hin. Er wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch als Zeitrente für 2 Jahre durchgehen. Ich bin angemeldet für die Teilnahme einer ambulanten BL-Gruppe welche Skilltraining - sprich Verhaltenstherapie für ein Jahr macht. - Trotz oder auch durch meiner zahlreichen Psychiatrie- und Klinikaufenthalte hatte ich es immer wieder geschafft zu arbeiten. Seit dem Krebstod meiner Mutter in 01/2002 (Sie hatte zehn Jahre lang Krebs) geht´s aber immer mehr den Bach runter. Ich lebe mit meinem alkoholkranken, depressiven Vater zusammen. Meine Schwestern sind ebenfalls beide krank - einmal Epilepsie (geht ganz gut) und einmal Angst- und Zwangsneurosen (kann z. B. nicht alleine Einkaufen). Eine Flucht ist sinnlos, denn die Realität holt mich ja doch wieder ein.
Es würde/wird bei dem Klinikaufenthalt nicht um Flucht gehen, sondern um Stabilisierung evtl. auch neue Medikamenteneinstellung. Ich hab bis vor Weihnachten 5 verschiedene Tabletten mehrmals täglich eingenommen um überhaupt irgendwie zu existieren. Allerdings war ich so stark betäubt, dass ich nur das allernotwendigste noch machen konnte. Da ich AU bin - sprich nicht arbeiten muss - hab ich alle Medi´s abgesetzt mit dem Ergebnis, dass ich keinen Tag- Nachtrythmus mehr habe, die Stimmungsschwankungen noch extremer sind, ...
Neben der BL-Diagnose wurde mir auch eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert, und Bulimie. An meinen Traumata´s konnte ich noch nie arbeiten, weil ich immer zu instabil war. Eine partnerschaftliche Beziehung führen ist für mich nicht möglich. Allerdings habe ich mir im Laufe der Jahre ein gutes soziales Netz mit vielen Kontakten aufgebaut. Das fehlt den meisten Borderlinern.
Regen hin oder her - ich muss jetzt in den Stall fahren und die Pferde bewegen.
Liebe Grüße
Leonie
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