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Ab wann wird es dem Arzt zuviel?

In dieser Diskussion geht es um "Ab wann wird es dem Arzt zuviel?" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit Psychiatern und Psychiatrien stelle ich mir die Frage: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? Essstörung mit Gewichtsschwankungen von bis ...


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Alt 05.02.2007, 15:15   #1
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Standard Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 614 Tage alt

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit Psychiatern und Psychiatrien stelle ich mir die Frage: Ab wann wird es dem Arzt zuviel?

Essstörung mit Gewichtsschwankungen von bis zu 30 Kilo´s in 12 Wochen; SVV mit täglich Nähen lassen; schwere depressive Phasen mit SV`s - zugegeben, dass sind jetzt die wirklich heftigen Exzesse, die ich in meiner Krankheitsgeschichte so gelebt habe.

Ich hab einen heiden Respekt vor all den Ärzten und Therapeuten, die mir in diesen scheinbar ausweglosen Situationen geholfen haben. Und ich hab ein schlechtes Gewissen, wenn´s mal wieder heftig wird. Klar die "Weißen" werden dafür bezahlt - ist ihr Job - hätten sich ja auch einen anderen suchen können - so kann ich als Psycho das aber net sehen.

Ich seh die Menschen die Zeit, Kraft und auch Liebe in mich investiert haben und die ich immer wieder "enttäusche". Sobald es mir einigermaßen geht, versuche ich geheilt zu sein. Das hält aber meistens net lange an. Kann man sich als Arzt wirklich emotional von chronisch Kranken trennen oder verfolgt einem der eine oder andere Patient auch schon mal in die Nacht. Kann ich meinen Arzt vor mir schützen ohne dass ich gleich aus den Kontakt gehen muss?

Ich hab da natürlich so meine Strategien entwickelt. Es kommt ganz auf mein Gegenüber an und wie ich dessen Belastbarkeit einschätze. Sprich bin ich bei einem Diensthabenden in der Notaufnahme, so stelle ich die Selbstverletzung als etwas alltägliches dar. Bin ich bei meinem Nervenarzt oder bei meinem Therapeuten ist es ein Drahtseilakt zwischen zeigen, was los ist und ich will nicht zur Last fallen.

Bin ich als "chronisch Kranke" (GdB 70%) nicht ein bischen dafür verantwortlich, dass meine Behandler von Zeit zu Zeit ein Erfolgserlebnis haben, damit sie mich nicht aufgeben?

Schwierige Fragestellung - ich weiß - trotzdem würde ich mich feuen Eure Meinung zu hören.

Leonie
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Alt 05.02.2007, 18:11   #2
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 614 Tage alt

Hallo Leonie

Psychiater, Psychotherapeuten und Ärzte im allgemeinen sind zwar auch nur Menschen, aber ich denke das eine professionelle Distanz zum Patienten existiert.

Ärzte kennen die Krankheitsbilder und was alles damit einher geht.

Gedanken wie "Ich erzähl lieber nicht alles, sonst geh ich ihm auf die Nerven" verwirf bitte ganz schnell wieder. Je genauer der Arzt weiß wie es dir geht, desto besser kann er dir helfen.

Klar gibt es auch den einen oder anderen Patienten, über den man auch nach dem Feierabend noch nachdenkt, dafür sind wir alle Menschen und keine Maschinen.
Aber als Psychiater hat man schon so viele Magersüchtige und Borderliner gesehen, dass man bestimmt über aufgeschnittene Arme oder einen BMI von 12 keinen Schlaf verliert

Diese Menschen sind dazu da euch zu helfen und das werden sie auch, wenn ihr sie denn lasst

Liebe Grüße und herzlich Willkommen hier im Forum

Michael
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Alt 05.02.2007, 21:47   #3
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 614 Tage alt

@ Michael

Danke für Deine Antwort . Tja - was mach ich denn dann mit Aussagen wie: "Ich hatte den ganzen Samstag Kopfschmerzen wegen Ihnen." oder "Ich weiß nicht, wie ich Ihnen noch helfen sollte." oder "Ich hab zwar keine Tochter, wenn ich aber eine hätte sollte sie so sein wie sie." oder "Empfinden sie soetwas wie einen Orgasmus bei einem Selbstmordversuch?" oder "Wenn nichts mehr hilft, dann fangen sie an zu beten." Das sind nur einige der krassen O-Ton-aussagen von Behandlern.

Also ehrlich gesagt macht man sich da schon so seine Gedanken . Wo ist da bitteschön die Distanz?

Die Arbeit mit psychisch Kranken hat denke ich schon so seine ganz besonderen Herausforderungen. Viele haben Kindheitstraumas wie Missbrauch, Gewalt, Verlassen werden .... und sind auf der Suche nach Ersatzvätern und -müttern. Da sind Übertragungen an der Tagesordnung. Ich hatte auch mal mehrere Jahre einen Analytiker, der mit mir Fälle anderer Patienten (ohne Namen) diskutiert hat und meine Meinung wissen wollte .... Auch hab ich die Erfahrung gemacht, dass man als vermeintlich hilfloses Harscherl starke Beschützerinstinkte weckt wodurch dann eher kontraproduktive Behandlungen mit Medikamenten oder sogar Psychiatrieaufenthalten als Konsequenz folgten.

Ehrlichkeit in der Beziehung zu Behandlern ist sicherlich das A und O, aber ein gebranntes Kind scheut das Feuer. Irgendwie schaffe ich es immer wieder Situationen zu produzieren in denen mein Gegenüber nix richtig machen kann. Grübel, grübel ...

Leonie
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Alt 06.02.2007, 08:42   #4
Teetante
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

Zitat: von Leonie
@ Michael

Danke für Deine Antwort . Tja - was mach ich denn dann mit Aussagen wie: "Ich hatte den ganzen Samstag Kopfschmerzen wegen Ihnen." oder "Ich weiß nicht, wie ich Ihnen noch helfen sollte." oder "Ich hab zwar keine Tochter, wenn ich aber eine hätte sollte sie so sein wie sie." oder "Empfinden sie soetwas wie einen Orgasmus bei einem Selbstmordversuch?" oder "Wenn nichts mehr hilft, dann fangen sie an zu beten." Das sind nur einige der krassen O-Ton-aussagen von Behandlern.
Hallo Leonie!

Ich würde es ganz einfach als Provokation sehen, der Behandler will Deine Reaktion sehen, wenn er bestimmte Aussagen trifft, z.B. die oben genannten.


Zitat: von Leonie
Also ehrlich gesagt macht man sich da schon so seine Gedanken . Wo ist da bitteschön die Distanz?
Ich würde mich das alles gar nicht fragen, denn ich glaube und meine, Ärzte und Therapeuten haben schon die nötige Distanz zu ihren Patienten aufgebaut. Sicher gibt es immer schwarze Schafe, aber die gibt es nicht nur in der Medizin, sondern in allen Berufszweigen.

Zitat: von Leonie
Die Arbeit mit psychisch Kranken hat denke ich schon so seine ganz besonderen Herausforderungen. Viele haben Kindheitstraumas wie Missbrauch, Gewalt, Verlassen werden .... und sind auf der Suche nach Ersatzvätern und -müttern. Da sind Übertragungen an der Tagesordnung. Ich hatte auch mal mehrere Jahre einen Analytiker, der mit mir Fälle anderer Patienten (ohne Namen) diskutiert hat und meine Meinung wissen wollte ....
Tja, entweder wäre ich aufgestanden und gegangen, denn was interessieren mich die Krankengeschichten von anderen Leuten oder aber ich hätte mich gar nicht auf so eine Diskussionsebene begeben.
Wir haben im Freundeskreis eine Psychoanalytikerin, klar erzählt die, wenn wir uns abends mit anderen Freunden treffen auch mal von "Fällen", natürlich ohne Namen etc., aber das ist dann auch was ganz anderes. Wir sind befreundet und somit entsteht keine große Diskussionsbasis und unsere Meinung zu solchen Sachen sagen wir zwar, aber sie ist die Analytikerin, sie hört sicherlich nicht auf das, was wir sagen und das soll sie auch nicht.


Zitat: von Leonie
Auch hab ich die Erfahrung gemacht, dass man als vermeintlich hilfloses Harscherl starke Beschützerinstinkte weckt wodurch dann eher kontraproduktive Behandlungen mit Medikamenten oder sogar Psychiatrieaufenthalten als Konsequenz folgten.
Man kommt so rüber bei anderen Menschen, wie man sich darstellt, vielleicht auch unbewußt in die Rolle des "hilflosen Hascherl" fällt. Um den kontraproduktiven Behandlungen aus dem Weg zu gehen, sollte man ehrlich zu seinen Behandlern sein, wie Michael weiter oben auch schon schrieb.
Wobei sicherlich nicht nur die Hilflosigkeit zu einem stationären Aufenthalt in der Psychiatrie verhilft, Einweisungen in die Kliniken müssen stark auf das Für und Wider beurteilt werden, so einfach kommt man nicht an eine Psychiatrieeinweisung, außer man will nun jetzt aus dem Fenster springen, dann ist es wohl einfacher.


Zitat: von Leonie
Ehrlichkeit in der Beziehung zu Behandlern ist sicherlich das A und O, aber ein gebranntes Kind scheut das Feuer. Irgendwie schaffe ich es immer wieder Situationen zu produzieren in denen mein Gegenüber nix richtig machen kann. Grübel, grübel ...

Leonie
Reden, Reden und nochmal Reden könnte da sicher Abhilfe schaffen. Auch wenn Du Dich als gebranntes Kind bezeichnest, wenn Du Deinem Behandler gegenüber nicht ehrlich sein kannst oder willst, was soll dann eine Therapie bringen??

Viele Grüße, Andrea
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Alt 06.02.2007, 09:49   #5
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

Hallo Teetante!

Hab mich gefreut über Deine Antwort! - Provokation - ja - teilweise sind´s wirklich rein provokative Aussagen. Es haben sich aber über die Jahre auch immer wieder Beziehungen zu Behandlern ergeben, die über das Arzt-Patientenverhältnis hinausgingen. Z. B. private Einladungen, E-Mail-Kontakte und Diskussionen darüber, wer sich nun in wen verliebt hat. Bei letzterem gab der Therapeut letztendlich zu, dass das Gefühl von ihm ausging.

Schwarze Schafe? - Kann ich so net ganz bejahen. Hat mir ja net immer geschadet was sich da so ergeben hat. Von meinem Analytiker hab ich mich dann aber doch getrennt (nach knapp drei Jahren - ich bin eine treue Seele), als er wollte, dass mein Vater sein Haus günstig renoviert.

Sicherlich ist man selbst dafür verantwortlich, wie man sich darstellt. Nur, wie stellt man sich dar, wenn man mit 17 zehn Monate in der geschlossenen Psychiatrie verbringt nach vorangegangengenen 9,5 Monaten Kinder- und Jugendpsychiatrie - es nicht mehr aushält eingesperrt zu sein, als Versuchskaninchen für neuartige Medikamente herhält und jeden Tag eine neue Diagnose an den Kopf geworfen bekommt? (Borderline war vor 15 Jahren noch kein solches Schlagwort wie heute - Es gab auch Aussagen von Ärzten, dass es meine Erkrankung gar nicht gäbe ...) Es begann ein Spiel: Geht´s mir offiziell gut, dann hab ich Ausgang - darf raus - Geht´s mir aber schlecht, so bin ich nur noch eingesperrt. Also wieviel zeige ich?

Das ist lange her und trotzdem sitzt dieses Verhaltensmuster so dermaßen tief in mir drin - achja.

Der Sinn und Unsinn einer Therapie ist nochmal ein anderes Thema. Natürlich versuche ich weitestgehend ehrlich zu sein. Manchmal weiß ich jedoch selbst nicht mehr was gerade ehrlich wäre.

Liebe Grüße
Leonie
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Alt 06.02.2007, 09:56   #6
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

Hi Leonie!

Eine Beziehung mit einer Patientin anzufangen, ist dermaßen unprofessionell, daß sich mir die Nackenhaare aufstellen!

Wenn man sich darauf dann auch noch einläßt als Patientin (oder auch als Patient), kann man doch die Therapie in den Wind schießen und das Geld auch direkt ins Klo spülen.

Verstehe nicht, warum manche Therapeuten so unprofessionell handeln...

Liebe Grüße, Andrea
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Alt 06.02.2007, 12:30   #7
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

@ Teetante

Also die Beziehung hab ich natürlich nicht zugelassen auf der partnerschaftlichen Ebene. Der Therapeut war jung, unerfahren und unheimlich fasziniert von ? ich weiß auch net so recht. Er war ein Ergotherapeut in der geschlossenen Psychiatrie - also wo sollte ich hin, damit die Therapie nicht für die Kloschüssel ist?

Kannst Du ein bischen nachvollziehen, wie schwierig es für mich erschien zu zeigen wie es mir wirklich geht?

Liebe Grüße
Leonie
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Alt 06.02.2007, 12:34   #8
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

Tja, wo solltest Du hingehen? Warst Du freiwillig stationär, also hättest Du gehen können? Bzw. hätteste vielleicht einfach den Ergotherapeuten gewechselt....

LG, Andrea
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Alt 06.02.2007, 13:10   #9
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

Da ich 17 war, hatten meine Eltern die Entscheidung über den Psychiatrieaufenthalt. Außerdem hat damals das Jugendamt noch mitgemischt und es gab nur den einen Ergotherapeuten auf Station ...

Geschichten die das Leben schrieb.

Jedenfalls hab ich den Austausch hier gleich in meiner heutigen Therapiestunde umgesetzt und war sauehrlich *g*.

Ergebnis: Mein Therapeut kümmert sich von sich aus darum, dass ich möglichst bald in der Klinik in der ich schon seit September angemeldet bin aufgenommen werde.

Außerdem hab ich doch tatsächlich getraut zu fragen, warum ich in bestimmten Themen immer den ersten Schritt machen muss und nix von ihm kommt. Antwort: Ich sei zu stark in meinem Widerstand. Es ist ihm nicht zuviel oder zu schwierig. An dem Widerstand werde ich jetzt arbeiten.

Ein herzliches Dankeschön nochmal!

Leonie
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Alt 06.02.2007, 13:14   #10
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

Hi Leonie!

Ok, daß das mit dem Ergotherapeuten schon so lange her ist und Du erst 17 warst, wußte ich nicht!

Das Du heute ehrlich warst und Dich auch getraut hast, Deine Frage(n) zu stellen, ist doch super! Na, und die Antwort von ihm war doch auch gut, bringt Dich weiter in der Therapie.

Und das nun die Aufnahme in der Klinik vorangetrieben wird, ist nur positiv für Dich, außer Du möchtest da gar nicht hin... (?)

Liebe Grüße und immer schön ehrlich sagen, was Du meinst und denkst!

Andrea
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Alt 06.02.2007, 13:30   #11
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

An Andrea

Ja - ich finde die heutige Stunde sehr positiv.

In die Klinik möchte ich schon - eine gewisse Ambivalenz ist aber auch da. Ich kenn die Klinik von zwei früheren Aufenthalten. Sie ist wirklich gut und ich konnte jedesmal viel mitnehmen. Ich seh mich aber selbst auch als Kostenfaktor im eh schon arg gebeutelten Gesundheitssystem - gerade als SB einer KK kenn ich die Kosten, die durch mich entstehen. Ich stehe kurz vor der EU-Rente und das mit 30 ... Da ist es mit dem Selbstwert zur Zeit nicht gerade rosig ... Ich gönne jedem Anderen Alles was ihn oder sie weiterbringt - nur für mich selber bin ich am zweifeln.

Sei gegrüßt von
Leonie
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Alt 06.02.2007, 15:17   #12
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

@Leonie,

tja da hast Du ja das Hickhack mit dem Landratsamt schon hinter Dich gebracht.
Die tun ja aufgrund der anstehenden Kosten jedem Erstanträgler erst mal einen
negativen Bescheid unter 50% zusenden auch wenn er deutlich drüber Eingestuft
gehört.
Na ja es gibt ja Gott sei dank die Wiederspruchsmöglichkeit.
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Alt 06.02.2007, 15:43   #13
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

Ihr dürft nicht vergessen, das trotz aller Professionalität Ärzte auch nur Menschen sind. Und auch Ärzte werden vom Gegenüber durch Blicke, Gesten, Worte, etc. beeinflusst. Als Psychiater und Psychologe kennt man Begriffe wie Übertragung und Gegenübertragung und reflektiert in Sitzungen auch problembehaftete Gespräche/Gesprächssituationen.

Zu deinen Zitierten Sätzen, klar denken Ärzte auch nach Feierabend noch über Probleme nach. Was ich damit meinte ist, das die reine Tatsache, das ein Borderliner sich schon wieder heftig geschnitten hat für einen Arzt nicht schlimm ist.
Aber wenn man alle Therapiekonzepte ausgeschöpft hat und noch immer kein Licht am Horizont sieht, dann denkt man schon mal auch im Feierabend darüber nach, was man denn noch versuchen könnte.

Zu "deinem" Ergo.
Ergotherapeuten sind keine Ärzte aber auch Menschen.
Und wenn man sich selber schon einmal verliebt hat, weiß man, dass man da nicht wirklich Einfluss darauf hat. Die Professionalität beginnt dann, wenn man den Patienten dann an einen Kollegen abgibt und sich aus der Situation entzieht.

Ich freu mich auf jeden Fall, das du heute ein so positives Erlebnis in deiner Therapiestunde hattest.

Liebe Grüße

Michael
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Alt 06.02.2007, 15:56   #14
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 613 Tage alt

Zitat: von StarBuG
Ihr dürft nicht vergessen, das trotz aller Professionalität Ärzte auch nur Menschen sind. Und auch Ärzte werden vom Gegenüber durch Blicke, Gesten, Worte, etc. beeinflusst.
Das streitet ja auch kein Mensch ab, Micha, aber eigentlich sollte kein Arzt/Therapeut mit einer Patientin oder einem Patienten anbandeln und dann trotzdem noch weiterbehandeln, bei nem Chirurgen mag das ja noch gehen, aber bei einem Psychiater ist das eher nicht so günstig.

Deshalb schrieb ich das ja auch bzgl. der Unprofessionalität.

Viele Grüße, Andrea
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Alt 06.02.2007, 16:00   #15
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So wie ich das verstanden hab war es doch ein Ergotherapeut und kein Psychiater
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