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Alt 08.02.2007, 20:43   #39 (Permalink)
Monsti
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Standard AW: Ab wann wird es dem Arzt zuviel? - Dieser Beitrag ist 575 Tage alt

Hallo Leonie,

habe aufmerksam Dein Posting von eben gelesen und bin über den Satz gestolpert:

Zitat:
"Ich glaube, Therapie ist Gift für sie."


Genau das wurde mir auch irgendwann gesagt. Ich war damals vollkommen verzweifelt. Diese "Dammbrüche", wie sie im Verlauf der Therapien häufiger passierten, setzten mich regelmäßig wochenlang außer Gefecht.

Nun, ich habe ja "nur" eine posttraumatische Belastungsstörung, meine aber, dass ich zu Härtezeiten sehr wohl Verhaltensweisen einer Borderlinerin hatte (Mit dem Kopf gegen die Wand schlagen bis zur Bewusstlosigkeit z.B.)

Mein Therapeut hörte irgendwann auf, in meiner Vergangenheit graben zu wollen und meinte eines Tages: "Wissen Sie, die menschliche Psyche hat eine großartige Eigenschaft: Sie kann verdrängen."

Damit meinte er natürlich nicht, dass wir immer und ständig verdrängen sollten, aber ich meine, dass er Recht hat. Es gibt Erlebnisse in meinem Leben, die ich unter keinen Umständen der Welt anrühren möchte, weil ich weiß, dass es mir nicht gut tut. Also kümmere ich mich um die (für mich) harmlosere Peripherie und arbeite diese ab. Damit beseitige ich Baustelle um Baustelle. Bei meinen körperlichen Problemen, die ich auch recht heftig habe, handhabe ich es nicht anders und laufe gut damit.

Im Verlauf meiner Erkrankungen und der Therapien habe ich gelernt mit mir selbst geduldig und nachsichtig zu sein. Für mich persönlich ist dies das Wichtigste überhaupt.

Geht es Dir ähnlich?

Liebe Grüße von
Angie
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