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Ab wann wird es dem Arzt zuviel?In dieser Diskussion geht es um "Ab wann wird es dem Arzt zuviel?" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.netDas wichtigste ist doch, das du den Kopf nicht hängen lässt, sondern immer weiter gehst. Scheinst ja schon eine Menge gemeistert zu haben. Meinen Respekt ... |
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| | #31 |
| Arzt ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Das wichtigste ist doch, das du den Kopf nicht hängen lässt, sondern immer weiter gehst. Scheinst ja schon eine Menge gemeistert zu haben. Meinen Respekt dafür ![]() Liebe Grüße Michael |
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| | #32 |
| Gast | Hallo Leonie! Vielen, vielen Dank für Deine sehr ausführliche und vor allem für mich sehr verständlich geschriebene Antwort. Leider habe ich jetzt nicht so viel Zeit, um auch so ausführlich zu antworten, aber ich würde das gerne morgen vormittag nachholen und Dir dann schreiben und bestimmt auch nochmal was fragen, wenn es Dir recht ist. Bis morgen, viele liebe Grüße, Andrea |
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| | #33 |
| Gast | Hallo Leonie, ich möchte Dir zu zwei Dingen antworten: zu den Albträumen und zur Amnesie. Zunächst zu den Albträumen: Sie drehen sich bei mir sehr oft um meine Mutter (zu der ich ein äußerst gespaltenes bzw. seit 2 Jahren gar kein Verhältnis mehr habe), um mein Zuhause (Angst, es zu verlieren) und um das Aufgeben, Resignieren schlechthin. Aus eigenen Stücken fing ich irgendwann damit an, ein Traumbuch zu schreiben, und zwar wie folgt: Ich beschreibe den Traum in allen Details, vor allem auch mit allen Gefühlen in den jeweiligen Situationen und in Gegenwartsform nieder. Dann versuche ich, eine Art Deutung zu schreiben, die Symbolik zu erkennen. Mit etwas Abstand kümmere ich mich dann speziell um die Emotionen in den einzelnen Situationen (Wut, extreme Aggression, Trauer, Verzweiflung, Angst, Selbstzweifel ... naja, oft ist's alles gleichzeitig). Dann schreibe ich den Traum um. Nehme Situation A und ändere die Resignation in Antrieb, nehme Situation B und veränderte die Angst in Mut usw.). Mache ich das konsequent, verändern sich meine Träume, werden angenehmer. Leider bleibe ich nicht über die Dauer am Ball, so dass die alten Albträume mit unveränderter Macht zurückkehren. Zur Amnesie: Ich habe das nur ein einziges Mal erlebt. Wenn ich Dir das erzähle, hältst Du mich vermutlich für vollkommen verrückt. Aber ich tu es trotzdem. Ich habe die Gabe, in bestimmten Situationen an völlig anderen Orten "sehen" zu können. So war es auch eines späteren Abends im Jänner 1996, als ich allein zu Hause und mein Mann gerade mit Freunden im Skiurlaub war. Plötzlich sah ich ihn da mit einer grausig arroganten Tante wild rumknutschen. Wenig später "sah" ich, wie sich die beiden im Bett austobten. Ich war damals vollkommen von Sinnen, zerschnitt in meiner Wut teure T-shirts von meinem Mann, besoff mich mit 2 Flaschen Wein ... Das gleiche Spiel sollte sich dann all die restlichen Tage wiederholen. Als mein Mann vom Skiurlaub zurück kam, hatte ich das alles vergessen. Ich weiß nur, dass ich mich beim Abholen am Flughafen total besch**** fühlte, ihn sah, sagte: "Es ist gut, dass Du wieder da bist. Dieses Mal war's nicht gut." Er gab mir einen flüchtigen Kuss, worauf ich mich nur angewidert wegdrehen konnte. Und ich konnte mir nicht erklären, warum ich so angewidert war. Es war wohl sein Geruch: Er roch nach fremdem Speichel. Alles blieb 100%ig vergessen, bis es fast 8 Monate später peu à peu wieder hoch kam. Es war, als würde ich alles von damals noch einmal erleben. Es zog sich über 2,5 Monate hin, und fast täglich brach irgendwas Neues aus mir heraus. Es war die Hölle! Mein Mann war damals ebenfalls vollkommen fertig, weil (wie er mir viiiiiiel später beichtet) alles exakt so war, wie von mir gesehen. In der psychosomatischen Klinik, in der ich von September bis November 1998 war, sagte man mir etwas von "psychogener Amnesie", was immer das heißen soll. Wie gesagt, ich habe sowas nur dieses eine Mal erlebt ... reicht mir auch. Übrigens schlägt mir mein Herz grad bis zum Hals. Es fällt mir nach wie vor sehr schwer, über so etwas zu schreiben. Was sagst Du dazu? Liebe Grüße von Angie |
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| | #34 |
| Schaut öfter mal rein ![]() ![]() ![]() | Liebe Angie, also ich halte Dich nich für verrückt! Vielen Dank für Dein Vertrauen und Deine Offenheit . Und ich kann Dir sagen, dass Du mit einem solchen Erlebnis nicht alleine bist. Im Laufe der Jahre sind mir immer wieder Menschen begegnet, die Dinge mit dem sagen wir mal "sechsten Sinn" erlebt haben und sich danach herausstellte, dass diese Dinge der Realität entsprachen. Anscheinend war das erlebte so belastend für Dich, dass Du´s erstmal verdrängt hast. Die Seele weiß schon was sie tut. Verdrängung ist ein effektiver Schutzmechanismus, den ich auch sehr gut kenne. Auch das sich Stück für Stück erinnern ist typisch bei solchen Erlebnissen. Kennst Du auch Berichte in denen Mütter wissen, dass ihr Kind in Gefahr ist ohne dass sie gerade in deren Nähe sind? Oder auch dass man weiß einem geliebten Menschen ist gerade etwas passiert - Bauchgefühle? Es gibt darüber auch Fachliteratur in der vom kollektiven Unterbewußtsein und teilweise sogar von telepathischen Kräften zwischen den Menschen berichtet wird. Ein weites Feld in dem sicherlich auch viele Scharlatane ihr Unwesen treiben... Ich glaube Dir Dein Erlebnis und nochmals Danke für Dein Vertrauen. Das mit den Traumtagebüchern hab ich auch schon mal gehört. Es ist halt immer schwierig solche Sachen dann auch durchzuziehen - da ist immer soviel Alltag, der wichtiger erscheint, als das eigene innere Erleben. Sei lieb gegrüßt von Leonie |
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| | #35 |
| Schaut öfter mal rein ![]() ![]() ![]() | @StarBug Vielen Dank für die Blumen! Den Kopf nicht hängen lassen - die Ohren steif halten - net immer ganz leicht, aber machbar!@ Andreea Gerne - hat mir ja auch geholfen. Ich fürchte ich werde mich auch morgen wieder hier umschauen. Die Sucht !Alles Liebe Leonie |
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| | #36 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gast |
Hier nun die versprochene Antwort! ![]() Ok, soweit habe ich jetzt einen kleinen Einblick bekommen, aber so ein paar Fragen tun sich dann doch wieder auf! Schlaftabletten sollte man nicht ständig und immer nehmen, da gebe ich Dir voll und ganz recht, zumal nicht nur der Hang over störend ist, sondern auch z.B. die täglichen Sachen wie Autofahren, Kochen etc. sehr eingeschränkt sein können, wenn man sich in ein gewisses Abhängigkeitspotential gibt! Naja, gutes Buch lesen und baden mache ich auch, wenn ich meine Schlafstörungen habe, die mich so 2x pro Jahr befallen. Gerade habe ich damit auch wieder mal zu kämpfen, aber ich kann halt schlecht einschlafen und wenn ich dann schlafe, wache ich gegen 3 Uhr ca. auf und dann ist die Nacht erstmal vorbei. In der Regel schlafe ich dann gegen 5 Uhr wieder ein und hole Schlaf nach bis ca. 8 Uhr. Albträume habe ich keine regelmäßigen, sicher nur das, was so jeder Mensch mal hat, also mal einen! Aber lesen und baden, hast Du das mal ausprobiert? Was ich ne gute Idee fand, war dieses Traumtagebuch, was Monsti geschrieben hatte, ich hätte da schon wieder ein Problem mit, weil meistens, wenn ich schlecht träume, vergesse ich das sofort, wenn ich aufwache, wie ist das denn bei Dir? Also ich könnte das gar nicht so genau aufschreiben, meine ich damit. Warum ist eine Traumatherapie bei Dir nicht möglich? Du brauchst hier nicht ins Detail zu gehen, eine einfache Antwort reicht mir, will nun auch nicht zu neugierig rüberkommen!
Ja, das habe ich auch schon mal gelesen oder gehört, mit diesen Sorgenpüppchen oder Sorgenschüsseln mit Deckel drauf, damit die Sorgen in der Schüssel bleiben. Das erfordert aber mit Sicherheit viel Konzentration und kann im Akutfall nicht unbedingt helfen, oder?
Klar, wenn Du normal reagierst, ißt, trinkst, dann ist es sicher auch für fachkundige Menschen schwer zu erkennen, ob Du nun gerade in einem solchen Zustand bist oder nicht, aber ich meinte halt das andere. Weil Du weiter oben in einem Beitrag geschrieben hattest, daß Dein Umfeld (Ärzte, Schwestern etc.) von dem Ereignis im August nicht mitbekommen hat.
Ich hatte die Antwort von Micha und Deine Antwort gelesen bzgl. Deiner Eltern und die Pflege ihrerseits. Es ist eine riesengroße Verantwortung, wenn man sagt, man pflegt seine Eltern, wenn sie gepflegt werden müssen und deshalb schon mal vorab von mir ein großes "Hut ab", denn bei Deiner Erkrankung und Sorgen, dann auch noch den Vater zu pflegen, bedarf schon viel gutem Willen. Wirst Du denn z.B. von einem Pflegedienst wenigstens etwas entlastet am Tag oder machst Du alles alleine? Was passiert zu Hause, wenn Du in der Klinik bist? Ich hoffe, ich bin Dir mit meiner Fragerei nicht zu Nahe getreten, Du brauchst natürlich nicht alles zu beantworten, mach es so, wie es Dir gut tut und wie Du gut damit umgehen kannst! Viele liebe Grüße, Andrea | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| | #37 |
| Schaut öfter mal rein ![]() ![]() ![]() | Hallo Andrea! War den ganzen Tag on tour und komm erst jetzt zum Antworten. Baden und lesen helfen mir schon von Zeit zu Zeit um gut einzuschlafen. Besser als alles Andere - hab ich glatt vergessen zu schreiben - ist körperliche Erschöpfung. Früher hab ich das ganz gut hinbekommen: erst Büroarbeit, dann schnell im Stall Hoppa bewegen, heim, duschen und umziehen und ab zum Bedienen und nachts um drei dann einfach nur noch umfallen und schlafen - da geht gar nix mehr mit denken . Allerdings war das in meinen "jungen Jahren" . Hat aber zumindest zweitweise ganz gut funktioniert. Nachts aufwachen und nicht mehr einschlafen können ist ek´lig. Da hilft manchmal heiße Milch mit Honig - wenn man´s mag. Hab auch schon bewusst dann eine Stunde gearbeitet - Wäsche bügeln oder so - bis mir dann die Augen wieder zufallen. Sich an Träume bewusst erinnern ist Übungssache. Zettel und Stift am Nachttisch sind da schon mal eine Gedankenstütze beim Aufwachen. Leider weiß ich die meisten meiner Träume noch sehr genau nach dem Aufwachen. Wenn es keine Bilder sind, dann ist es das Gefühl aus dem Traum das mir den ganzen Tag nachgeht. Da hilft nur noch Ablenkung. Die Sache mit den Sorgenpüppchen und den Imaginationsübungen sind Bestandteile der Verhaltenstherapie und Du hast recht, dass man dafür sich gut konzentrieren können muss. Es ist eine Übungssache - fast wie Laufen lernen - mit destruktiven Verhaltensstrukturen zu brechen. Das Skillstraining ist vergleichbar mit dem 10-Schritte-Programm der AA´s. Man darf es nicht mehr zum Akutfall kommen lassen, sondern vorher Gegenmaßnahmen ergreifen. Zum Thema Traumatherapie: Mein Therapeut ist der Meinung, dass ich zu instabil bin um bewusst die verschiedensten Traumatas erneut durchzuarbeiten. Er sieht die Gefahr, dass ich mich in den negativen Gefühlen und Erinnerungen verliere und suizidal werde. Ich bin immer noch chronisch latent suizidal. Allerdings bin ich jetzt seit knapp 3 Jahren SV-frei und hole mir Hilfe, wenn´s eng zu werden droht. Mein Ja zum Leben überwiegt mittlerweile. Deinen Vergleich mit dem Aufwachen aus einer Vollnarkose in Bezug auf die Derealisationszustände finde ich gar nicht schlecht! Bei meiner Mutter hatte ich mir unbezahlten Urlaub für die Pflege genommen und hab es auch ohne Pflegedienst geschafft. Unser damaliger Hausarzt war Gold wert. Ich durfte das Morphium selber Spritzen. Brauchte ich aber nicht lange. Mein Vater ist rein körperlich noch relativ fit. Aktuell kümmere ich mich nur um den Haushalt, Wäsche und Essen kochen. Außerdem fahre ich ihn zu den Ärzten, schau drauf, dass er seine Medi´s nimmt - und bin einfach da um mir seine Sorgen und Ängste anzuhören. Er hat eine Freundin, die sich aber aufgrund seines schlechteren Gesundheitszustandes zurückgezogen hat. Von Zeit zu Zeit schaut sie mal über´s Wochenende bei ihm vorbei. Wenn ich in der Klinik bin schaut sich meine Tante, die neben uns wohnt und meine Schwestern bei meinem Vater um. Ich werde höchstwahrscheinlich am Wochenende heimfahren. Die Klinik ist nur eine Autostunde entfernt. Gestern Abend hatt ich mir vorgenommen mir einen neuen Therapeuten zu suchen, der mich mehr fordert. Heute hab ich von meinem Nervenarzt den Satz an den Kopf bekommen: "Ich glaube, Therapie ist Gift für sie." - Darüber werde ich mir jetzt mal Gedanken machen. Liebe Grüße - und auweia ist das wieder ein ewig langer Beitrag geworden - Leonie |
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| | #38 |
| Gast | Hi Leonie! Melde mich morgen ausführlicher, aber vielen Dank schon mal für Deine ausführliche Antwort! Wir müssen jetzt los, treffen uns mit dem Tauchverein, aber morgen vormittag hole ich wieder alles nach, versprochen! ![]() Liebe Grüße und Gute Nacht, Andrea |
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| | #39 | |||||||||||||||
| Gast | Hallo Leonie, habe aufmerksam Dein Posting von eben gelesen und bin über den Satz gestolpert:
Genau das wurde mir auch irgendwann gesagt. Ich war damals vollkommen verzweifelt. Diese "Dammbrüche", wie sie im Verlauf der Therapien häufiger passierten, setzten mich regelmäßig wochenlang außer Gefecht. Nun, ich habe ja "nur" eine posttraumatische Belastungsstörung, meine aber, dass ich zu Härtezeiten sehr wohl Verhaltensweisen einer Borderlinerin hatte (Mit dem Kopf gegen die Wand schlagen bis zur Bewusstlosigkeit z.B.) Mein Therapeut hörte irgendwann auf, in meiner Vergangenheit graben zu wollen und meinte eines Tages: "Wissen Sie, die menschliche Psyche hat eine großartige Eigenschaft: Sie kann verdrängen." Damit meinte er natürlich nicht, dass wir immer und ständig verdrängen sollten, aber ich meine, dass er Recht hat. Es gibt Erlebnisse in meinem Leben, die ich unter keinen Umständen der Welt anrühren möchte, weil ich weiß, dass es mir nicht gut tut. Also kümmere ich mich um die (für mich) harmlosere Peripherie und arbeite diese ab. Damit beseitige ich Baustelle um Baustelle. Bei meinen körperlichen Problemen, die ich auch recht heftig habe, handhabe ich es nicht anders und laufe gut damit. Im Verlauf meiner Erkrankungen und der Therapien habe ich gelernt mit mir selbst geduldig und nachsichtig zu sein. Für mich persönlich ist dies das Wichtigste überhaupt. Geht es Dir ähnlich? Liebe Grüße von Angie | |||||||||||||||
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| | #40 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gast |
Ihhhh, heiße Milch mit Honig, nee, nix für mich, wohl aber heißer Tee mit Honig, lecker! Na, meine Bügelwäsche würde sich freuen, wenn ich nachts an sie denken würde! Du bringst mich hier auf völlig neue Ideen, denn an Hausarbeit habe ich nun auch noch nicht gedacht, aber das werde ich ausprobieren, wenn ich mich mal wieder wach im Bett wälze. Vielen Dank für den Tip!
Wie lenkst Du Dich denn dann tagsüber von dem komischen Gefühl (nenne es jetzt mal so!) nach einem schlimmen Traum ab?
Und wenn Du dann jedes Wochenende wieder in Dein privates Umfeld kommst, weiß ich nicht, wie Du darauf reagierst, wenn Du dann auch wieder in die Klinik mußt. In vielen Kliniken gibt es ja auch heute noch diese "Sperre" nach Hause zu fahren, Besuch zu bekommen oder Anrufe von dem privaten Umfeld zu erhalten. Das wird sicherlich irgendwo und wie einen Sinn haben! Reicht es nicht, wenn Du nur mal vorbeischaust und dann auch wieder nach 2 Stunden oder so in die Klinik zurückfährst?
Der Satz Deines Nervenarztes, nunja, kommt drauf an, was er genau damit meint! Klar, alles und jeden kleinen Kram zu therapieren halte ich auch nicht für gut, aber daß, was Du bis hierhin erreicht hast, hast Du sicher auch Deiner Therapie zu verdanken, oder? Z.B. Das JA zum Leben! Ich würde mir an Deiner Stelle gar nicht soviel Gedanken zu diesem Satz machen, mache es, wie Du es für richtig hältst und vor allem, mache alles, was Dir gut tut und lasse alles, was Dir schlecht tut. So, und nun wünsche ich Dir erstmal einen schönen Tag, der Schnee hier bei uns ist komplett weg, sehr schön, ich mag keinen Schnee in der Stadt, ich mache jetzt mal meinen "Freitags-Törn" im Haushalt und schaue später nochmal hier herein! Freue mich auf Deine Antwort! Liebe Grüße, Andrea | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| | #41 |
| Schaut öfter mal rein ![]() ![]() ![]() | Hallo Angie! Jetzt hatte ich gerade so eine schöne Antwort an Dich formuliert und der blöde PC lies sie mir nicht speichern!!! Ich probiers nochmal: Das mit dem "nur" PTBS nehme ich jetzt mal net so ernst. Eigentlich ist es doch egal, ob man nun eine Depression, eine Essstörung oder sonstwas hat. Die Diagnose allein sagt ja noch nichts über den Leidensdruck aus, der dahinter steht. Ich habe gerne Herz und Ohr offen, wenn ich merke, dass jemand aus seinem Innersten erzählt. Dabei ist es von der Sache her nicht wichtig, ob es nun um einen alltäglichen Streit mit der Mutter geht, der Trennung vom Ehemann oder Stress auf der Arbeit. Nachdem was ich so von Dir bisher gelesen habe, hast Du verdammt viel schon durchgestanden in Deinem Leben. Dafür hast Du meine Anerkennung und Bewunderung! Das mit dem Verdrängen beherrsche ich glaube ich ganz gut. Sonst hätte ich es nicht geschafft meine Ausbildung zu beenden nach der Geschichte mit 17 und hätte es nicht nach Krisen immer wieder geschafft auf Arbeit meine Leistung zu bringen. In der Therapie war bisher immer die Lösung von aktuellen Problemen und Problemchen im Vordergrund gestanden. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo meine dunklen Dämonen der Vergangenheit nach wirklicher Beachtung verlangen. Heute hab ich den ersehnten Anruf aus der Klinik bekommen. Am 21.02.2007 - Aschermittwoch - ist Aufnahmetermin. Finde ich irgendwie sinnig mit Beginn der Fastenzeit eine Therapie zu beginnen. Die Anspannung der letzten Wochen - die mich letztendlich auch Euch in die Arme getrieben hat - legt sich gerade. Ich freu mich darauf weiter an mir zu arbeiten. Schließlich will ich ja irgendwann einmal ohne Symptome sein und auch wieder arbeiten. @ Andrea Das mit den Wochenendheimfahrten werde ich auf jeden Fall mit meinen Behandlern absprechen! Werde mich jetzt mal net verrückt damit machen. Es ist noch genügend zu organisieren und das kann ich eigentlich ganz gut - (auweia Eigenlob! ). Am ehesten kann ich mich von Alpträumen ablenken, indem ich mich um Andere kümmere. Weg von mir selber - ha da ist sie wieder die Verdrängung .Zu meinem Therapeuten - nunja - er ist einfach ein absolut lieber Kerl - viel zu weich und wahrscheinlich bin ich deswegen bei ihm! Normalerweise legt man bei Borderlinern eine härtere Gangart in der Therapie ein. Weiß aber auch net, ob ich des dann ausgehalten hätte oder doch schon längst mein Handtuch statt meiner im Ring läge. Mein Nervenarzt ist schon länger der Auffassung dass ich durch die ersten langen Psychiatrieaufenthalte mit Fixierung und allem Drum und Dran traumatisiert bin. Daher sind Klinikaufenthalte natürlich auch immer Auslöser für nicht allzuschöne Erinnerungen und heftige Abstürze. Ich will da aber durch! Wünsche Euch einen schönen erlebnisreichen Tag. Eure Leonie |
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| | #42 |
| Gast | Hi Leonie! Feierst Du denn vorher noch Karneval? So mit roter Pappnase und Herzchen auf der Wange? (Weiß nicht, wo Du wohnst und ob da überhaupt Karneval ist, deshalb die Nachfrage!!) Bei uns geht es nächsten Donnerstag ab 11.11 Uhr rund und ich bin nach 3 Jahren Flucht vor Karneval auch wieder mal mit dabei, freue mich schon drauf! Wünsche Dir auf jeden Fall eine gute Zeit bis zum 21.02., bleibe uns erhalten (vor und nach der Klinik, wenn es da Internet gibt, natürlich auch gerne während der Klinik!)! Erstmal ein schönes Wochenende und liebe Grüße, Andrea |
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| | #43 |
| Schaut öfter mal rein ![]() ![]() ![]() | Also nee - Karneval - sowas gibt´s bei uns net!!!! Bei uns gibt´s Fasching! Bin da aber auch eher ein Muffel. Nur den Kinderfaschingsnachmittag bei uns im Dorf mach ich manchmal als Animationskindermädchen *g*. Wir Franken sind net so versessen auf "Hau drauf Gaudi" . Außerdem hab ich da so meine ganz persönlichen negativen Erfahrungen aus meiner Zeit als aktive Bedienung bei den Faschingsbällen. Is net so lustig, wenn man morgens um vier die Besoffenen aus der Bar raustragen muss ...Bis demnächst - ne gute Zeit wünscht Leonie |
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